Ein aussergewöhnlicher Gewerbepark feiert mit Biathlon in den Frühling

Die Erinnerung ist noch lebendig an die Biathlonetappe des Vorjahres hier im nördlichen Rheinland-Pfalz beim Gewerbeparkfest in Mülheim-Kärlich. Höchst positiv überraschte uns seinerzeit dieses attraktive Handelzentrum nicht nur durch seine Größe mit 400 Unternehmen auf 230 Hektar Fläche, sondern insbesondere wegen der attraktiven Mischung aus Einzelhandel, Fachmärkten und Gastronomie. Ein Gewerbepark, der echtes Einkaufsvergnügen bereitet, hat in Deutschland ja durchaus Seltenheitswert. Hier in Mülheim-Kärlich zelebriert man dieses Shoppingvergnügen und so war es kein Zufall, dass das Gewerbepatkfest 2018 tausende Menschen anlockte, von denen sich Hunderte am Biathlongewehr testeten und mehr als 80 von ihnen dann auch zu Biathlonwettkämpfern wurden

Neuauflage vor Krumholz Outdoor

Da ging die Biathlon-Tour natürlich gerne mit dem Gastgeber des Gewerbeparkfestes, der Projektgemeinschaft Wir in Mülheim-Kärlich, an die Organisation der Fortsetzung, die am heutigen verkaufsoffenen Sonntag vor dem Outdoorgeschäft der regionalen Intersport-Größe, Krumholz, stattfindet.

Gleich zwei Wettbewerbe: Biathlon + Skilanglauf


Neben dem Biathlonwettkampf, dessen Etappensieger sich auf die Teilnahme am Biathlon-Tourfinale in Ruhpolding im Januar 2020 freuen darf, bietet der heutige Tag zudem die Premiere des 1000m Thoraxtrainer Battle, einer besonderen Herausforderung für toughe Athleten. Der Thoraxtrainer ist bei der Biathlon-Tour als Skilanglauf-Cardiogerät seit mehr als 100 Etappen im Einsatz. Nun startet in Mülheim-Kärlich der erste reine Skilanglauf-Wettbewerb, bei dem die Wettkämpfer so schnell wie möglich 1000 m in der Doppelstocktechnik zurücklegen müssen. Der Gesamtsieger dieses 1000m-Battles, der auch bei den Touretappen in Bergheim (7.4.), Siegburg (2.6.), Solingen (6.7.) und Euskirchen (28.09.) stattfinden wird, gewinnt ebenfalls die Teilnahme am Tourfinale in Ruhpolding. Dieser Preis enthält die Hotelübernachtung und Siegerparty für 2 Personen, das Biathlontraining auf Ski und am Kleinkalibergewehr bei Olympiasieger Fritz Fischer und das Finale aller Tour-Etappensieger in der bekannten Chiemgau-Arena und wird am 25./26. Januar 2020 stattfinden.

Gleich 4 Etappensieger aus 2018 am Start

Das erleben wir auch nicht so häufig, dass gleich 4 Etappensieger des Vorjahres in den Kampf um den Tagessieg starten. Sie alle waren im Januar beim Tourfinale in Ruhpolding mit dabei als Matadoren zweier aufregender Tage, die so richtig Appetit auf mehr entfacht haben. Nun sind die Partyfreunde aus der Ruhpoldinger Zirmbergalm für einen Tag Kontrahenten im Kampf um die erneute Finalqualifikation.
Und es wird gleich richtig schnell, denn Otmar Schacherbauer, (auf dem hinteren Thoraxtrainer) der Etappensieger 2018 in Mayen, knackt gleich die 2-Minuten-Marke, was eben auch nur den Besten der Tourwettkämpfer gelingt. Bei seinen 1:58 Minuten unterlaufen Otmar, der in Mayen erfolgreich ein ems-Fitnessstudio leitet, jedoch 2 Fehlschüsse, so dass er zunächst mit Platz 2 zufrieden sein muss, denn Ramona Eibeile legt bei ihrer Biathlonpremiere gleich 4 Treffer hin und übernimmt die Etappenführung.

Der Viertbeste des Tourfinals greift an

Marco Feulner (im hellblauen T-Shirt) gewann 2018 die Touretappe in Wittlich, nachdem er zuvor in Mülheim-Kärlich noch mit Platz 6 zufrieden sein musste. Vor dem Finale in Ruhpolding half ihm ein kurzentschlossen eingeschobener Langlaufkurs erheblich, so dass es für den Sportschützen von der Mosel bis auf Platz 4 unter den 35 Finalisten nach vorne ging. Heute ist er aus Zeltingen-Rachtig hoch nach Mülheim-Kärlich gekommen und zeigt im Duell mit Otmar Schacherbauer gleich, warum er hier ist. In ganz schnellem Tempo jagen die beide Nase an Nase durch die „Loipe“. Lange sieht es bei beiden nach einem fehlerlosen Schießen aus, doch jeweils ein Schießfehler lässt doch noch Luft nach oben an diesem Tag. Marco gewinnt das Duell hauchdünn in 1:56 Minuten vor Otmar, der erneut 1:58 Minuten hinlegt. Mit 4 Treffern übernehmen die beiden Vorjahres-Champions die Plätze 1 und 2 des heutigen Tages.

Das Quartett aus Etappensiegern ist vollständig

Aus dem Münsterland ist nun auch Dirk Harmeling in Mülheim-Kärlich angekommen. Der Etappensieger und Tourfinalist der vergangenen 3 Jahre möchte es wie seine Tochter, Jana, machen, die vor zwei Wochen beim Auftakt der Biathlon-Tour 2019 im sauerländischen Meschede gleich den Etappensieg holte. Jana schaffte in Meschede das fehlerlose Schießen in 1:57 Minuten und führt die Tour-Rangliste 2019 damit an. Hier in Mülheim-Kärlich ist Jana nur als Sparringspartnerin für ihren Vater dabei. Der macht sich daran, Marco Feulners 1:56 Minuten und 4 Treffer zu verbessern und benötigt gar keine Anlaufzeit. Mit einem schnellen 400 m Skilanglauf, für den er gerade einmal 90 Sekunden benötigt, schafft der Tourzweite von 2017 die Basis. Noch viel erstaunlicher ist jedoch die Schnelligkeit beim Schießen, die beide Harmelings zeigen, ohne dabei an Treffsicherheit einzubüßen. Die Zielgröße von 45 mm Durchmesser bei einer Schießdistanz von 10 Metern entspricht nahezu dem Reglement des Sommerbiathlons. Da ist es schon eine reife Leistung, nach nur zwei drei tiefen Atemzügen gleich loszuschießen und im Rhythmus von ca. 2 Sekunden die 5 Schüsse aufeinander folgen zu lassen. Am Ende stehen staunende Gesichter und eine jubelnde Familie Harmeling, denn Dirk schießt fehlerlos und schafft als erster des Tages 5 Treffer. Mit seiner Zeit von 1:53 Minuten, die den Zeitraum vom 1. Meter auf dem Thoraxtrainer bis zum vollendeten 5. Schuss misst, setzt er sich an die Etappenspitze und zugleich an die Spitze der Tour-Rangliste 2019.

Ein ganz besonderer Preis für die beste Wettkämpferin

Der Initiative unseres Tour-Hauptsponsors, Euro Repar Car Service, ist es zu verdanken, dass auf die beste Wettkämpferin des Tages ein Preis mit echtem Gänsehaut-Feeling wartet. Dieses Engagement geht von Jürgen und Achim Nett aus, die wenige Kilometer von Mülheim-Kärlich entfernt in Mayen das Peugeot- und Citroen-Autohaus führen und 2017 als 300. Euro Repar Werkstatt eröffneten. Die beiden Brüder sind schon seit Jahren die großen Förderer der Weihnachtsmarkt-Biathlonetappe in Mayen, die schon dreimal zu den schönsten Touretappen des Jahres gehörte. Doch Jürgen und Achim Nett sind auch die Piloten des Euro Repar Racing-Teams und die Mechaniker der Mayener Euro Repar-Werkstatt feilen in ihrer Freizeit daran, den heissen Peugeot 308 mehr und mehr zum pfeilschnellen Langstrecken-Rennwagen zu pushen. Im vergangenen Jahr wurde das Mayener Racing Team mit dem Titel in der VLN-Langstreckenserie auf dem Nürburgring belohnt. Dieser Championsrenner steht an diesem Sonntag nicht nur einfach so an der Biathlon-Arena in Mülheim-Kärlich, sondern er symbolisiert auch die schnellste Taxifahrt der Welt auf dem Nürburgring. Genau um diese kämpfen am heutigen Tag alle Wettkämpferinnen. Der Kampfgeist war geweckt, so, wie auf dem Bild oben bei Johanna und Sophie. Lange Zeit führt Ramona Eibeile mit ihren 4 Treffern die Rangliste der Wettkämpferinnen an, doch am Ende ist die 16-jährige Handballerin aus Borken, Jana Harmeling, nicht zu besiegen und holt sich mit starken 2:14 Minuten und 5 Treffern diesen begeisternden Preis. Jürgen Nett ist selbst an der Biathlon-Arena vor Ort und zeigt der begeisterten Siegerin das Rennauto, mit dem es für Jana als Beifahrerin eines der Euro Repar-Piloten über die ca. 25 km lange, legendäre Nordschleife des Nürburgrings geht. Die Biathlon-Tour freut sich nicht nur über diesen tollen Preis, sondern vor allem darüber, dass wir mit den Euro Repar Werkstätten Partner haben, die ihre Leidenschaft zum Automobil so inspiriert leben, wie wir unsere Biathlon-Tour in die Städte bringen möchten.

Wird ein Lokalmatador zum Shootingstar?

Nun liegt die Messlatte natürlich schon sehr hoch. Schnell auf dem Thoraxtrainer UND fehlerlos am Biathlongewehr, diese hohe Kunst des Biathlons erleben wir bei den Etappen eben auch nur in wenigen Ausnahmefällen. Doch vielleicht bringt die Etappe weitere fehlerlose Schützen hervor, die wir mit den Intersport-Shootingstar-T-Shirts auszeichnen können? In den „Club der fehlerlosen Schützen“ gelangt ein Shootingstar unabhängig von der Zeit, die sie oder er für den Biathlonwettkampf benötigt. Ramona Eibeile bleibt aber mit 4 Treffern die Beste hinter den 4 angereisten Etappensiegern von 2018. Mit seinem Tempo kommt Weinproduzent Arnd Thönnes (im Bild am vorderen Gewehr) den 4 Champions recht nahe, erzielt 2:27 Minuten. Doch bei seiner Biathlonpremiere stehen seinen 2 Treffern auch 3 Fehlschüsse gegenüber. Auch die beiden im besten Sinne ehrgeizigen Otmar Schacherbauer und Marco Feulner können bei ihren folgenden Wettkämpfen das fehlerlose Schießen heute nicht erreichen und werden das Finalticket auf einer der folgenden Touretappen lösen müssen. Warum nicht in Wittlich am 3. November und Mayen am 14. Dezember, wo die beiden Titelverteidiger sind. Die Gratulation zum heutigen Etappensieg geht an Dirk Harmeling, der heute überragte und nun mit der besten Leistung der noch jungen Biathlon-Tour 2019 in der Rangliste steht.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Tour-Kollegen von Event, Deko und mehr aus Duisburg bedanken. Hartmut Wächter übernahm am heutigen Tag die Moderation und Sandra Blömeke die Fotoerstellung, während die Stammbesetzung des Tourteams bei der Etappe in Monheim am Rhein aktiv war. Herzlich bedanken möchten wir uns für den großzügigen Preis der schnellsten Taxifahrt der Welt bei Jürgen und Achim Nett vom Mayener Euro Repar Reifen Service, bei der Intersport-Zentrale aus Heilbronn für die hochwertige Kollektion aus Tour-T-Shirt und Tourhoodies, mit denen wir die Shootingstars der Biathlon-Tour auszeichnen können, bei unseren Gastgebern des heutigen Tages, Intersport Krumholz und Projektgemeinschaft Wir in Mülheim-Kärlich für das Vertrauen in die Biathlon-Tour als attraktiven Mitmachevent des Gewerbeparkfestes und schließlich bei Stefan Puderbach (im nebenstehenden Bild unten rechts) und dem Ski- und Rollsportclub SRC Heimbach-Weis. Stefan hat mit Hilfe seiner Athleten und Familie den 1000m Thoraxtrainer Battle betreut und dafür den vereinseigenen Thoraxtrainer eingesetzt. Auf die Zuverlässigkeit und das Engagement dieses Vorzeige-Wintersportvereins im Rheinland kann sich die Biathlon-Tour bereits seit vielen Jahren verlassen. Beim heutigen Battle gewann nicht zufällig Stefans Sohn, Alexander (im nebenstehenden Bild links) , der zu den Topathleten des SRC Heimbach-Weis zählt und mit Begeisterung die Skimarathons in Europa mitläuft. Da waren die heutigen 1000 m auf dem Thoraxtrainer in 4:19 Minuten eher ein Sprint für den Wintersportler. Die Besten des 1000 m Thoraxtrainer Battles:

Ergebnisse des 1000m Thoraxtrainer Battles

  1. Alexander Puderbach in 4:19 min
  2. Ralf Sorger in 4:42 min
  3. Dirk Harmeling in 5:04 min
  4. Christoph Neumann in 5:31 min
  5. Angelo Rosenberger in 6:59 min
  6. Ulrike Rathmeyer in 7:55 min
  7. Francesco Pullera in 8:05 min