Nachbericht zur 31. Etappe 2018 in Mayen

Eiskalter Marktplatz-Biathlon mit 15 Staffeln on fire

Pünktlich zum 3. Mayener Biathlon am vergangenen Samstag auf dem Weihnachtsmarkt hält der Winter Einzug. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ermittelt die 31. und zugleich letzte Etappe der Biathlon Deutschland-Tour von 11-18 Uhr Mayens besten Biathleten. Rund 80 Wettkämpfer nehmen die Herausforderung an und kämpfen um den Siegerpreis, die Reise für 2 Personen nach Ruhpolding am 26./27. Januar zum Tourfinale in der bekannten Chiemgau-Arena, wo der Tagesbeste mit den 30 Etappensiegern der anderen Tourstädte auf Skiern und am Kleinkalibergewehr um den Toursieg kämpfen werden.

Für die Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft am Nachmittag sind zudem 15vierköpfige Teams dem Aufruf von Jürgen Nett, dem Inhaber des Autohauses Nett und des Euro Repar Carservices, gefolgt und sorgen während der 5 Staffelrennen und dem anschließenden Finale für ein Spektakel und das Highlight dieses Biathlontages.

Weihnachtsmarkt mit Wintersport

Im 3. Jahr in Folge setzt dieMY-Gemeinschaft am Samstag vor dem 3. Advent mit dem stimmungsvollen Jedermann-Biathlon-Event einen sportlichen Akzent auf dem MayenerWeihnachtsmarkt. Damit gibt die Schieferstadt auch eine Antwort auf die Frage, die sich hunderten Weihnachtsmärkten stellt. Wie hebt man sich ab aus der Masse der oft kaum unterscheidbaren Adventsfeste? Mit dem Citroen- und Peugeot-Autohaus Nett und Intersport Krumholz hat die Idee, Deutschlands populärsten Wintersport als Mitmachevent für alle auf den Marktplatz zu holen, Fürsprecher und Förderer in einem. So hat sich in Mayen laut Biathlon-Tourleiter Martin Bremer eine der schönsten Touretappen im Jahresverlauf entwickelt, die mit 8 Teams 2016 begann, ein Jahr später bereits 12 Staffeln anlockte und in diesem Jahr 15 Mannschaften auf dem Marktplatz zusammenbringt.

Biathlonspaß braucht keinen Schnee


Schnee braucht für diesen Biathlon-Event nicht auf den Mayener Marktplatz gekarrt werden und gewinnen kann auch, wer keinerlei Erfahrung mit dem Skilanglauf hat, denn statt auf Skiern stehen die Wettkämpfer in Skilanglauf-Cardiogeräten und führen die Skistöcke in der Doppelstocktechnik gegen den Widerstand der Zugseile auf zwei Schienen unter kräftigem Arm- und Oberkörpereinsatz hinter den eigenen Körper zurück. Das sieht nicht nur aus wie Skilanglauf,sondern es entspricht dem Bewegungsablauf auch zu 96 %, wie eine wissenschaftliche Studie der Universität Umea aus Schweden diesen Geräten mit dem Namen Thoraxtrainer bestätigen. 400 m legen dieWettkämpfer auf diese Art zurück (Wettkämpferinnen in der Staffel 300 m). Die Schnellsten, wie Otmar Schacherbauer, Moritz Lischke, Marvin und Achim Nett, benötigen für die Strecke nicht einmal 90 Sekunden, doch manch andere(r) kämpft auch 120 – 180 Sekunden lang bei immer müder werdender Arm- und Schultermuskulatur mit der Streckenlänge.

Die Besten des Tages

Sieger Otmar Schacherbauer rechts, links: Vorjahressieger und 2. der Etappe 2018, Léon Dreiser

Etappensieger wird jedoch der Wettkämpfer mit dem besten Schießergebnis. Mit 5 Schüssen soll jeder Wettkämpfer nach der Laufbelastung aus 10 Metern Entfernungmit den Infrarotgewehren die 5 kleinen Ziele mit 45 mm Durchmessertreffen. Fast allen Teilnehmern unterlaufen dabei mehr oder weniger Fehlschüsse, doch 4 Wettkämpfer erzielen tatsächlich 5 Treffer. Unter den Treffergleichen ist dann derjenige Etappensieger, der vom ersten Laufmeter bis zum letzten Schuss der Schnellste ist.

Luis rechts und Alexander links im Bild

Dieser Modus ermöglicht den beiden treffsicheren 13-jährigen Kartpiloten, Luis Velten und Alexander Fischer mit 5 Treffern die Plätze 3 und 4, obwohl ihre Zeiten von 3:27 und 3:31 Minuten nicht zu den 50 Schnellsten gehören.

links am Gewehr: Léon Dreiser, rechts: Mathis Conrad

Wie es schnell und fehlerlos zugleich geht zeigt der Vorjahressieger, Léon Dreiser. Der talentierte Autorennfahrer, der wegen eines Rennens erst ganz zum Ende des Biathlontages beinahe ohne Übung in den Wettkampf startet, ruft seine Vorjahresleistung gleich wieder ab als wäre es gar keine Schwierigkeit. In 2:17 Minuten und einem fehlerlosen Schießen ist Léon nochmals 7 Sekunden schneller als im Vorjahr. Dass diese Leistung heute nicht zum Sieg reicht liegt an dem herausragenden Moment des Tages.

Im Rahmen des Staffelfinals stürmt dabei Fitnesscoach Otmar Schacherbauer, der in Mayen das ems-Fitnessstudio leitet, für sein Team Hämmerzunft als Schlussläufer hinter den beiden führenden Teams des Autohauses Nett und der MY-Gemeinschaft her. Auf dem Thoraxtrainer ist der früher ambitionierte Triathlet mit Ironmenerfahrung schon im Staffelvorlauf einer der Schnellsten gewesen und kann in diesem Finale nochmals zulegen. Doch für Begeisterung an der Biathlonarena sorgt er mit dem, was nach seinem Lauf kommt. Otmar schnappt sich das Biathlongewehr und riskiert bei seiner Aufholjagd das Schießen inmitten der Atemlosigkeit, lässt sich überhaupt keine Verschnaufpause und schießt….Treffer. Das haben bei der Biathlon-Tour schon einige der bisher über 8000 Wettkämpfer versucht, doch gelungen ist ein fehlerloses Schießen ohne jede Verschnaufpause kaum einmal. Otmar trifft unter dem Jubel der Zuschauer auch mit dem 2., 3. und 4. Schuss. Dabei sind kaum 10 Sekunden vergangen. Und mit dem letzten Schuss wird der Mayener Marktplatz einen Moment lang zum „Ruhpolding der Eifel“, denn Otmar Schacherbauer gelingt das fehlerlose Schießen in 1:48 Minuten, der drittbesten Leistung aller Wettkämpfer der Biathlon-Tour 2018. Damit sichert sich der sympathische Bayer die Reise zum Tourfinale nach Ruhpolding in seine Heimat. Auch Léon Dreiser wird mit einem Finalplatz ausgezeichnet, weil er im vergangenen Jahr als Etappensieger das Finale wegen eines bereits gebuchten Urlaubs verpasste.

Luisa Palmen links und Margit Backes rechts

Die besten Wettkämpferinnen des Tages sind mit jeweils 4 Treffern Luisa Palmen in ausgezeichneten 2:25 Minuten und Margit Backes mit 3:11 Minuten. Luisa, die in der U17 Bundesliga als Torhüterin beim SC Freiburg Fußball spielt und auch schon in der U17-Nationalmannschaft zum Einsatz kam, nimmt mit ihrer Familie am Teamwettbewerb teil. Natürlich werten wir alle Leistungen der Staffelwettkämpfer auch in der Einzelrangliste. Mit ihren 4 Treffern beweist Luisa eindrucksvoll, dass sie nicht nur Treffer verhindern, sondern auch erzielen kann. Sie ist die beste ihres „Sniper-Teams“ und damit Garant für den starken 4. Platz im Teamwettbewerb.Unter allen Wettkämpfern des Tages holt Luisa Platz 8.

Auch Margit Backes ist erstmals bei einer Biathlon-Etappe dabei. Mit Ihrem Team, In-Form, ist sie aus Bonn zu Gast in Mayen. Hinter dem Teamnamen verbirgt sich der Aktionsplan der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Nicht nur Margit, auch ihre Teamkollegen Ingeborg Bayer und Reiner Witzel arbeiten daran mit und leben mit ihrem Wochenendeinsatz beim Biathlon in Mayen auch zugleich vor, wie es gehen kann, das Leben mit mehr Bewegung. Margit, die sich bei der BLE Forschungsprojekte wie „Landwirtschaftliches Wachstum unter Einhaltung von Qualitätsstandards“ betreut, hält mit ihren 4 Treffern und dem 14. Platz unter 89 Wettkämpfern auch alle Qualitätsstandard der Biathlon-Tour ein.

Der 1. Staffelvorlauf

Gleich 5 Staffel-Rennen mit jeweils 3 Teams ermitteln zwischen 14 – 16 Uhr jene drei schnellsten Teams, die im Anschluss das Finale bestreiten. Los geht es mit dem Banken-Duell, das schon im Vorjahr spannend war, als die KSK Mayen mit ihrer Filiale St. Veit knapp die Oberhand gegen die Volksbank Mayen behielt. Während letztere fast unverändert in den blauen Trikots wieder am Start sind, tritt die KSK Mayen in diesem Jahr mit einem Team des Firmenkunden-Centers an. Zwischen den beiden Finanzteams 4 gute Bekannte dieser Etappe: Die Krumholz Shootingstars von unserem Etappenpartner Intersport Krumholz.

3. Platz im 1. Rennen: Volksbank Mayen

in 14:12 Minuten mit Oliver Engels, Melanie Reetz, Alfons Keßler, Aaron Jonas. Das Quartett erreicht den 13. Platz. 4 Treffer mit ihren 20 Schüssen verhindern eine bessere Platzierung, denn für die 16 Fehlschüsse kommen alleine 4 Minuten „Strafpause“ zusammen. Mit 2 Treffern ist Regionalmarktdirektor Oliver Engels der beste Schütze des Teams. Liebes Volksbank-Team, am besten beim nächsten Lukasmarkt für eure Liebsten mal Rosen schießen, dann gehts mit der Biathlonstaffel sicher aufwärts.

2. Platz im 1. Rennen: KSK Mayen

in 13:19 Minuten Marco Pung, Anne Nellessen, Sebastian Busch, Stefan Schwartz. Gemeinsam werden die 4 aus dem Firmenkundencenter Elfte und können das Duell der Finanzteams gegen die Volksbank Mayen erneut knapp gewinnen. Mit 2 Treffern ist Schlussläufer Stefan Schwartz der beste Schütze des Teams. Vielleicht sollten sich KSK Mayen und Volksbank Mayen für das Rosenschießen auf dem Lukasmarkt gleich miteinander verabreden.

Sieger des 1. Rennens: Die Krumholz Shootingstars

in 12:38 Minuten mit Mike Neumann, Andre Friedrich, Kerstin Degen, Beatrice Kussinger. Zusammen erreichen die Vier Platz 9. Schnellster des Quartetts ist Startläufer und Fußballer Mike Neumann in 2:14 Minuten. Besser treffen tun seine Teamkollegen/innen. Fußballtorwart Andre Friedrich trifft ebenso zweimal, wie Personalleiterin Kerstin Degen, die im Vorjahr mit 4 Treffern beste Wettkämpferin war und Eventleiterin Beatrice Kussinger. Die beiden aktiven Kletterinnen klettern tatsächlich noch bis zum Vorlaufsieg, aber für mehr als Platz 9 hätten sie tatsächlich Shootingstars sein müssen.

Das 2. Rennen: Der Titelverteidiger mit hartem Kampf gegen die Dachdecker

Der Teamchampion des Vorjahres, die Mayener Handwerker-Vereinigung Hämmerzunft, trifft auf das stets überzeugende Team der Dachdeckerei Nöthen, für die Juniorchef Domenik Nöthen erstmals gemeinsam mit Vater Erich ins Rennen geht. Gegen diese starken Gegner wird es für die 4 sportlichen Damen von Mirko’s Running-Team nicht leicht werden.

3. Platz im 2. Rennen: Mirko’s Running-Team 1

in 15:51 Minuten mit Vera Branband-Ziss, Britta Fleschenberg, Dorothea Groß, Sabine Merfeld. 2 Treffer mit 20 Schüssen machen die sympathischen Damen heute zu den Gewinnerinnen der Friedensmedaille. Archaisch betrachtet lässt sich die ausbaufähige Treffsicherheit logisch erklären: Wer so mühelos so weit weglaufen kann musste sich nicht mit der Waffe verteidigen und wenn sie denn hätten Jagen müssen, wären die Vier sicherlich die perfekten Treibjägerinnen gewesen. Der einzige Grund, schießen zu lernen, läge also darin, beim 4. Mayener Biathlon 2019 Shootingstar-Medaillen statt imaginärer Friedensmedaillen umgehängt zu bekommen. Die gibt’s ab 3 Treffern, versprochen.

2. Platz im 2. Rennen: Dachdeckerei Nöthen

in 11:45 Minuten mit Michael Richter, Alexander Laubenthal, Domenik Nöthen, Erich Nöthen. Man könnte fast sagen,  beim Biathlon GEGEN Vater Erich läuft’s für Domenik Nöthen besser als MIT ihm im Team. Vater und Sohn gehörten in beiden zurückliegenden Jahren zu den Etappenbesten. Erich holt mit 4 Treffern und 2:39 Minuten erneut einen Top 10-Platz, aber Domenik muss für ihn ungewöhnliche 3 Fehlschüsse hinnehmen. Am Ende fehlen dem Quartett nur 30 Sekunden zu einem Platz im Finale, also eben zwei Treffer mehr, die in Normalform durchaus möglich gewesen wären. So wird es für die Dachdeckerei Nöthen ein 5. Platz und das Wissen, dass mit diesem Team auch ein Platz auf dem Treppchen möglich ist.

Sieger des 2. Rennens: Hämmerzunft

in 11:05 Minuten mit Patrick Klein, Jürgen Nett, Christoph Abel, Otmar Schacherbauer. Auf geht’s ins Finale für den Titelverteidiger, der aber bis zuletzt kämpfen muss und rund eine Minute hinter dem eigenen Ergebnis des Vorjahres zurückbleibt. Jürgen Nett, Christoph Abel und Otmar Schacherbauer treffen je dreimal und in Verbindung mit ihrem Tempo reicht das für die zweitbeste Zeit aller 15 Teams.

Das 3. Rennen: Autohaus Nett als Top-Team und In-Form in starker Form

Nur nicht wieder Zweiter werden mag sich das Team des Citroen und Peugeot-Autohauses Nett gedacht haben. Nach zwei Finalteilnahmen in den vergangenen 2 Jahren braucht man die Vier nicht fragen, mit welchem Ziel sie heute antreten, zumal sie in unveränderter Besetzung zum Vorjahr antreten. Im 3. Rennen treffen die Kfz-Experten auf das In-Form-Team der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung aus Bonn und auf das Running-Team von Extremsportler Mirko Dreiser, der beim Transalpin-Run in diesem Jahr noch 255 km und 16000 Hm in 7 Etappen von Garmisch nach Brixen bewältigte.

3. Platz im 3. Rennen: Mirko’s Running-Team 2

in 14:26 Minuten mit Jessica Dreiser, Dirk Hoverscheidt, Joachim Sztochaj, Mirko Dreiser. Auch wenn sein Team nur 14. wird ist es inspirierend, einen so außergewöhnlichen Sportler wie Mirko Dreiser am Start zu haben. Vielleicht fragt man sich, wie das eigene Leben verlaufen wäre, wenn man, wie Mirko, vor 25 Jahren einen Herzschrittmacher eingesetzt bekommen hätte? 100 km-Läufer, Extremsportler, real-Forrest Gump? Eher nicht. Um so spannender zu sehen, dass er genau diesen Weg des scheinbar Unmöglichen zum eigenen Lebensweg machen konnte. Letztendlich haben Mirko’s Weg, die Biathlon-Tour oder der Aktionsplan „in-Form“ der BLE eine gemeinsame Schnittmenge: Für die nächsten Menschen vielleicht Initialzündung zu werden für ein Leben mit Freude an sportlicher Herausforderung

2. Platz im 3. Rennen: Team In-Form

in 12:34 Minuten mit Reiner Witzel, Ingeborg Bayer, Margit Backes, Reiner Witzel. Reiner Witzel muss für sein Team der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zweimal ran, als Start- und Schlussläufer, weil Kollege Benjamin Poscher kurzfristig passen musste. Doch Reiner, der Hobbytriathlet, erzielt sein besseres Ergebnis (2:22 Minuten und 3 Treffer) mit seinem 2. Start. Noch besser als Reiner macht es Margit Backes mit 4 Treffern und 3:11 Minuten als zweitbeste Wettkämpferin des Tages. Zusammen erzielt das Team 10 Treffer und wird bei seiner Premiere Achter unter den 15 Teams. Vielleicht kommt uns die BLE ja nächstes Jahr auch bei der Staffelmeisterschaft in Siegburg besuchen?

Sieger des 3. Rennens: Team Autohaus Nett

in  10:50 Minuten mit Achim Nett, Martin Fox, Moritz Lischke, Marvin Nett. 3 der 4 (Achim, Moritz und Marvin) erreichen Zeiten unter 2:00 Minuten. Mit derart überragenden Laufleistungen kann man sogar trotz 11 Fehlschüssen bestes Vorlaufteam werden. Und 10:50 Minuten sind schon stark, doch man könnte fragen, wie weit es für die 4 wohl mit einem guten Schießergebnis noch gehen könnte. Die Frage wird schon eine Stunde später beantwortet.

4. Rennen: Jungschützen St. Sebastian unterliegen der MY-Gemeinschaft

Der Dreikampf wird rasch zu einem Zweikampf, denn das Team der Homejer legt gleich zu Beginn seinen Thoraxtrainer lahm und bekommt nach den Vorläufen die Möglichkeit zum Neustart. So entwickelt sich ein Duell zwischen den Gastgebern des Mayener Weihnachtsmarktes, der MY-Gemeinschaft und den Jungschützen von St. Sebastian Mayen, bei denen ausfallbedingt sogar der Oberbürgermeister, Wolfgang Dreis als Wettkämpfer einspringt.

2. Platz im 4. Rennen: Jungschützen St. Sebastian

in 13:20 Minuten Markus Wingendar, Sophie Wingendar, Wolfgang Dreis, Domenik Nöthen. Nur Domenik Nöthen ist aus dem Siegerteam vor 2 Jahren noch am Start. Erfreulich, dass Sophie und Vater Markus Wingendar einspringen und kurzfristig sogar der 1. Mann der Stadt, Oberbürgermeister Wolfgang Dreis, der auch bei beiden Events der Vorjahre schon Biathlonerfahrungen sammelte und in 2:21 Minuten auch in diesem Jahr zum schnellsten Drittel der Wettkämpfer gehört. Noch schneller ist in diesem Quartett nur Domenik Nöthen mit 2:02 Minuten, der mit 3 Treffern auch bester Schütze des Teams wird. Zusammen 6 Treffer reichen für das treffsicherste Team der beiden Vorjahre dieses mal nur zu Platz 12.

Sieger des 4. Rennens: MY-Gemeinschaft

in 11:15 Minuten mit Volker Scherhag, Wolfgang Schlags, Jochen Recker, Martin Conrad. Erstmals reicht es für Mayens Werbegemeinschaft zum Einzug ins Finale. Dabei erweist sich das Quartett mit 13 Treffern als treffsicherstes Team der Vorrunde. Die beiden guten Schützen der Vorjahre, Apotheker Dr. Wolfgang Schlags und Feinkosthändler Martin Conrad steuern erneut starke 4 Treffer bei und auch die Neuen im Team, Jäger Jochen Recker mit 3 Treffern und Mountainbiker Volker Scherhag mit 2 Treffern und jeweils schnellen Läufen bringen das Team der Weihnachtsmarktgastgeber auf Finalkurs.


5. Rennen: Sniper und Euro Repar-Teams im Dreikampf

Besonders freuen wir uns, dass unser Hauptsponsor und großartiger Partner der Biathlon Deutschland-Tour, Euro Repar Car Service, gleich mit zwei Teams seiner Mayener Vorzeigewerkstatt am Start ist. Euro Repar Car Service hat sich mit dem Konzept markenunabhängiger Autowerkstätten europaweit einen Namen gemacht und auch in Deutschland mit über 400 Werkstätten bereits ein recht dichtes Netz aufgebaut. Die Euro Repar-Werkstatt in Mayen leben ihre Liebe zum Automobil auch in ihrer Freizeit und ist als Euro Repar Racing-Team mit ihrem kleinen „Kraftprotz“, dem Peugeot 308 bei 24-Stunden-Rennen und bei der VLN-Langstreckenserie auf dem Nürburgring aktiv. 2018 gewann das Team mit seinen Piloten Jürgen und Achim Nett sowie Bradley Philpot die internationale SP2T-Serie. Heute lernen wir erstmals das Team hinter den Piloten kennen. Gegner der beiden Euro Repar Teams ist die sportliche Familie Palmen, die sich den Teamnamen „Die Sniper“ gar nicht zu Unrecht gaben.

Platz 3 im 5. Rennen: Team Euro Repar 2

in 12:57 Minuten mit Ina Lampert, Maik Lampert, Niklas Nett, Thorsten Gothan. Zusammen erzielt das Quartett 8 Treffer und belegt den 10. Platz. Kfz-Aufbereiter Thorsten Gothan und Risikomanager Maik Lampert sind mit jeweils 3 Treffern die besten Schützen, Junior Niklas Nett in 2:17 Minuten der Schnellste des Teams.

2. Platz im 5. Rennen: Team Euro Repar 1

in 12:03 Minuten mit Martin Jonda, Nikolay Bodemer, Christian Erben, Jefferey Theisen. Jeweils 3 Treffer schaffen der Euro Repar Serviceberater Nikolay Bodemer (Bild oben rechts), Racing-Teamchef Christian Erben (Bild unten links) und Karosseriebauer und Schrauberking Jefferey Theisen (Bild unten rechts). Zusammen erzielen die Vier 10 Treffer. Garantiesachbearbeiter Martin Jonda erzielt zwar nur einen Treffer erreicht aber in 2:25 Minuten eine sportliche Zeit. Schnellster des Quartetts wird Nikoley Bodemer in 1:55 Minuten. Das Team Euro Repar 1 wird 7. im Feld der 15 Teams.

Sieger des 5. Rennens: Die Sniper

in 11:29 Minuten mit Tom Rhein, Patrik Palmen, Luisa Palmen, Anja Palmen. Vor den letzten 5 Schüssen sind die Sniper klar auf Finalkurs, weil Patrik Palmen, der 2. Vorsitzende des SV Eintracht Mendig mit 2:04 Minuten und 4 Treffern als 5. der Einzelrangliste ebenso die Top 10 erreicht, wie Tochter Luisa als 8. mit 2:25 Minuten und 4 Treffern. Die U17-Bundesliga-Torhüterin wird damit auch beste Wettkämpferin des Tages. Fußballer Tom Rhein kann nur einen Treffer beisteuern, erreicht jedoch in 2:16 Minuten eine schnelle Wettkampfzeit. Ach hätten die „Sniper“ Luisa und Patrik ihrer Anja doch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben. Ein Treffer hätte zum Finaleinzug gereicht, doch 5 Fehlschüsse bringen Platz 4.

Die Homejer mussten nachholen

in 11:54 Minuten mit Markus Weiler, Manuela Weiler, Michelle Weiler, Tristan Lauxen schafft es das Gästeteam aus Hambuch auf Platz 6. Mit 11 Treffern gehört das Quartett zu den treffsichersten Teams des Tages. Alle Vier erreichen Zeiten unter 3 Minuten. Eine starke Staffelpremiere der Familie Weiler, die im April schon beim Einzelwettkampf auf der Etappe in Mülheim-Kärlich dabei war. Youngster Tristan Lauxen sollte nicht traurig sein. Die Laufzeit von 2:56 Minuten ist mit 13 Jahren ein klasse Ergebnis und ganz sicher werden es im nächsten Jahr schon mehr als ein Treffer.

Das Staffelfinale

Es dämmert schon auf dem Mayener Weihnachtsmarkt, als die besten 3 Teams ins Rennen um den Stadtmeistertitel starten. In der Mitte das schnellste Vorlaufteam, Autohaus Nett mit dem Verkaufsleiter als Startläufer, Achim Nett. Auf Bahn 1 der Titelverteidiger Hämmerzunft, die im Vorjahresfinale das Autohaus Nett-Team besiegen konnten. Die Hämmerzunft startet mit Malermeister Patrick Klein. Welche Rolle können auf Bahn 3 die besten Schützen der Vorrunde, die MY-Gemeinschaft spielen, die mit Volker Scherhag starten.

Die 1. Runde geht klar an das Autohaus Nett, weil Achim Nett mit 1:52 Minuten eine Topzeit vorlegt und dabei mit 3 Treffern im schnellen Schießen vieles richtig macht. 17 Sekunden später schickt Volker Scherhag auf Platz 2 den Teamkollegen Martin Conrad ins Rennen, während die Hämmerzunft durch 75 Sekunden Strafpause für Patrick Klein zunächst weit zurückfällt.

An der Spitze steigert sich Lagerleiter Martin Fox für das Autohaus Nett im Vergleich zum Vorlauf erheblich und legt in 2:03 Minuten um satte 17 Sekunden zu. Das muss er aber auch, um den schnellen Martin Conrad nicht vorbeiziehen zu lassen, dem mit 1:55 Minuten dennoch ein Aufholen gelingt, da beide am Biathlongewehr 3 Treffer erzielen. Der Vorsprung des Autohauses Nett auf die MY-Gemeinschaft beträgt bei Streckenhälfte 9 Sekunden. Fast 2 Minuten zurück ist der Titelverteidiger Hämmerzunft, bei dem der Organisations-Häuptling dieses Biathlontages, Jürgen Nett, einen gebrauchten Wettkampf mit 4 Fehlschüssen erwischt. Welch ein Fehlstart des Titelverteidigers mit 9 Fehlern bei 10 Schüssen.

Eine mögliche Vorentscheidung fällt dann doch schneller als gedacht. Handballer Moritz Lischke kann mit einem enorm schnellen 400 m-Sprint rund 30 Sekunden auf Jochen Recker von der MY-Gemeinschaft gutmachen und ist auch am Biathlongewehr der Nervenstärkere. In dieser Situation 1:52 Minuten und 3 Treffer hinzulegen ist ganz stark und bringt dem Team des Autohauses Nett vor der Schlussrunde gut 70 Sekunden Vorsprung vor der MY-Gemeinschaft. Auch Christoph Abel von der Hämmerzunft kann mit 3 Treffern etwas aufholen, doch liegt der Titelverteidiger immer noch 55 Sekunden hinter der MY-Gemeinschaft auf Platz 3.

Marvin Nett, der Etappensieger von 2016 zieht mit dem Vorsprung souverän und jederzeit schnell genug seine Bahn und bringt mit 3 Treffern den ersten Biathlonstaffel-Stadtmeistertitel für das Citroen- und Peugeot Autohaus Nett nach Hause. Mit der Gesamtzeit von 9:45 Minuten gehören die Vier nun sogar zu dem kleinen Kreis der großen Staffelsieger der Biathlon-Tour. Doch die Dramatik spielt sich im Kampf um Platz 2 ab. Dr. Wolfgang Schlags macht wenig falsch, läuft zügig und erzielt solide 3 Treffer mit einer Zeit von 2:12 Minuten. In 99,9 % der Fälle bringt man so einen 55 Sekunden-Vorsprung über die Runden. Aber wenn der Widersacher Otmar Schacherbauer heisst, dann sieht das mal ganz anders aus. Während Jochen Recker seinem Teamkollegen schon zum 2. Platz gratuliert schnappt sich der ems-Fitnesscoach nach einem wahrlichen 400 m-Sprint das Biathlongewehr und schießt ohne jedes vorherige zu Atem kommen gleich los. Beim ersten Treffer mag man denken: Glück gehabt. Beim 2. Treffer kommt hörbar Lebendigkeit rund um die Biathlonarena auf. „Ja kann der etwa..?“ Und ob der kann. Zumindest den 3. Treffer. Unglaublich, der macht das Ding wirklich, 4. Treffer. Dafür hat der frühere Triathlet gerade mal rund 10 Sekunden benötigt und hat jetzt vor seinem 5 Schuss noch rund 14 Sekunden Vorsprung auf die MY-Gemeinschaft. Das heisst, bei einem Fehlschuss reicht es für die Hämmerzunft nur zu Platz 3 und für Otmar in der Einzelwertung statt Platz 1 nur zu Platz 4. Zum Glück lässt sich Otmar gar keine Zeit zum Denken, schießt im Turborhythmus weiter und trifft unter aufbrandendem Jubel der Zuschauer auch mit dem 5. Schuss. Welch ein Finish in diesem Finale. Der Titelverteidiger krönt seine Aufholjagd noch mit Platz 2 und Otmar Schacherbauer wird Etappensieger in Mayen mit 1:48 Minuten und 5 Treffern. Wow!

Biathlonstaffel-Stadtmeister 2018: Das Autohaus Nett

Die Ehrung der besten Teams

Mit der Siegerehrung der besten Staffeln endet diese 3. Mayener Biathlonetappe, die erneut ein tolles Biathlonfest war. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Wettkämpfern, die mit ansteckender Motivation und Freude spannende Rennen zeigten und in der winterlichen Kälte echte Ausdauer bewiesen. Einen besonderen Dank möchte ich an unsere beiden Partner dieser Etappe richten, an Jürgen Nett, den Serviceleiter des Autohauses Nett, der zum dritten Mal in Folge die Teams für die Staffel-Stadtmeisterschaft gewann und die gute Seele dieser Etappe ist. Herzlichen Dank auch an Kerstin Degen, die Personalleiterin von Intersport Krumholz. Ich weiss, dass es längst nicht selbstverständlich ist, solche Etappenpartner zu haben.

Bilder: Sandra Blömeke    Text: Martin Bremer