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Marco Feulner: Diese Dramaturgie kann man sich nicht ausdenken!

2018 lernen wir hier an gleicher Stelle Marco Feulner kennen. Im Wettkampf zeigte der Franke, der an der Mosel heimisch geworden war, damals mit 4 Treffern eine sehr ordentliche Leistung doch mit 4:31 Minuten war er weit von einer „Etappensieger-Zeit entfernt. Was wir seinerzeit nicht wissen: Genau dieses Event inspiriert den Projektleiter für Feuerschutzanlagen sein inneres Feuer für seine Fitness zu finden. Er beginnt mit dem Schwimmen und aus dem Anfang wächst eine konsequente Regelmäßigkeit. Als wir ihn ein halbes Jahr später bei der Biathlonetappe in Wittlich wiedersehen, steht ein fitter Sportler da, der nicht nur um den Etappensieg kämpft, sondern diesen in 1:51 Minuten auch erreicht. Weitere drei Monate später erreicht Marco beim Tourfinale der Etappensieger einen unglaublichen 4. Platz unter 35 Wettkämpfern, obwohl er kaum Erfahrung auf den Langlaufskiern hat. Spätestens seitdem wissen wir, wenn Marco dabei ist, ist nichts unmöglich. Wenn nur nicht seine Schwäche mit dem letzten Schuß wäre…Auch heute im Gewerbepark legt er in zwei schnellen Wettkämpfen 4 Treffer mit 4 Schüssen vor, um beide Male an dem verflixten letzten Schuss zu scheitern. Mit 2:06 und 2:18 Minuten hätten beide Wettkämpfe bei 5 Treffern zur Etappenführung gereicht. So jedoch kommt Marco, der in jüngeren Jahren ein talentierter Fußballer war, nicht an Bernd Schumann vorbei und muss mit Platz 2 vorlieb nehmen. Doch eine Botschaft hat er an uns: Heute fährt er nicht ohne ein fehlerfreies Schießen nach Hause. Es könnte eng für ihn werden…

Last minute last shot

„Mit dem Etappensieg von Mathis Conrad endet der 4. Gewerbepark-Biathlon“ hätten wir um 17.50 Uhr eigentlich verkünden können, als der Mann für die unmöglichen Momente, Marco Feulner, in seinem 4. Wettkampf bei 3 Treffern hängen blieb und seine Ankündigung eines heutigen fehlerlosen Schießens nicht wahr machen kann. Doch zurecht besteht Adam Szymamek darauf, dass die Biathlonetappe bis 18 Uhr angesetzt ist und seine Tochter, Viktoria, noch einen finalen Versuch starten möchte. Also gut, wir starten einen allerletzten Wettkampf. Neben Viktoria startet…klar…Marco Feulner, zwar ohne jede Verschnaufpause,…aber….denkt sich vermutlich auch Mathis Conrad und nimmt selbst an diesem allerletzten Wettkampf teil, um mögliches Ungemach selbst noch abwenden zu können. Auf der 400m-Strecke sieht man Marco Feulner an, dass er die letzten Körner anzapft. Vielleicht ist es jetzt doch ein Wettkampf zu viel für den kräftigen Franken. Mathis ist vor Marco am Biathlongewehr und hat dort bereits einen Treffer gesetzt, als Marco scheinbar entkräftet das Biathlongewehr erreicht. Wenige Sekunden später steht der Mann für die Biathlon-Märchen bei 4 Treffern mit 4 Schüssen und kann es mit nur einem einzigen Treffer tatsächlich noch schaffen, diese Etappe zu gewinnen. Zweimal ist er heute mit genau diesem 5. Schuss gescheitert. Man kann fast greifen, wie neben Marco bei Mathis die Körpersprache in Fassungslosigkeit abrutscht und tatsächlich entscheidet dieser letzte Schuss des Etappentages den Etappensieg zugunsten von Marco Feulner, der nach 2:07 Minuten seinen 5. Treffer setzt und für alle 5 Schüsse gerade 5 Sekunden benötigt. Freud und Leid, Jubel und Enttäuschung drehen sich in Sekunden-Bruchteilen und sind nur Zentimeter voneinander entfernt, vielleicht nicht einmal die. Auch deswegen fasziniert der Sport, fasziniert diese Sportart Biathlon!

Etappensieger Marco Feulner mit dem Finalticket für Oberhof

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