Zwei Wölfe im Duell

Im Vater-Sohn-Duell der Wolfs wird kräftig gebissen. Vater Jürgen holt auf den ersten 150 m mit hohem Anfangstempo auf dem Thoraxtrainer einen komfortablen Vorsprung gegen seinen 16-jährigen Filius Lukas heraus. tmm_9164Nebenan drückt Ehefrau und Mutter Michaela für beide Wölfe einen Daumen. Lukas brauchte wohl zunächst den Rückstand als Wachmacher, jedenfalls investiert er ab der Streckenhälfte deutlich mehr Kraft in seine Stockschübe und kommt dem Vater näher und näher. Nahezu zeitgleich wechseln die beiden nach 1:52 Minuten ans Biathlongewehr. Dort läuft es für die beiden Biathlonfans, die extra aus Roth bei Prüm für die Biathlon-Challenge nach Wittlich gekommen sind, nicht rund. Beide wirken überrascht darüber, wie schwierig das Schießen nach unmittelbarer Belastung tatsächlich ist. Jürgen gewinnt das Duell schließlich mit 2 Fehlschüssen gegen Lukas, der viermal daneben zielt.

tmm_9222Der Gefährte der Wolfs, Peter Krämer (im nebenstehenden Bild) aus Hellenthal, erweist sich danach auf dem Thoraxtrainer als ganz schneller Hirsch. In 91 Sekunden legt er die 400 m-Skilanglauf an diesem Tag als Schnellster zurück. Doch am Gewehr bekommt er den Atem nicht kontrolliert, die erhebliche Anstrengung wirkt nach. 2 Treffer reichen trotz der schnellen Endzeit von 2:15 Minuten für Peter nicht zu einem Platz unter den besten 40 Wettkämpfern.

Ein Wolf beisst sich durch

wolf_2Am späten Nachmittag sind die Wölfe und der schnelle Hirsch wieder an der Biathlonarena und wollen es nochmal wissen. Das Duell lautet nun Wolf gegen Hirsch und erneut sucht Letzterer die Flucht nach vorne während ca. 30 – 40 m dahinter Hobbyläufer Jürgen kraftvoller und schneller durch die Loipe kommt, als im ersten Versuch. Peter läuft in 93 Sekunden nur 2 Sekunden langsamer als am Mittag und Jürgen, der in Prüm als Standortleiter für Molkereitechnik arbeitet,  wechselt nach 1:40 Minuten ans Biathlongewehr. Diese Zeit liegt genau in dem Bereich, die der Etappenführende, Steffen Joseph am Vormittag erzielen konnte.

Am Biathlongewehr zeigen beide in beeindruckender Weise, dass sie die richtigen Lehren aus ihren ersten Versuchen gezogen haben. Peter scheint Jürgen keine Chance mehr zu lassen, schießt schnell und präzise, trifft mit seinen ersten vier Schüssen. Vor seinem 5. Schuss hat auch Jürgen mit seinen 3 ersten Schüssen bereits dreimal getroffen. Nun geht alles sehr schnell. Peter schafft die starke Endzeit von 2:13 Minuten, doch für ihn wird der letzte Schuss zum Verflixten. Welch ein Pech für den schnellen Hirschen, mit 5 Treffern wäre es die Etappenführung gewesen. Und was macht Jürgen? Auch er ist jetzt fehlerlos beim letzten Schuss angekommen. Kann er die 2:20 Minuten von Steffen Joseph unterbieten? Und vor allem: Zähmt der 45-Jährige den verflixten letzten Schuss? Jürgen schießt und trifft. Und die Zeit? 2:19 Minuten. Der Hauch von einer Sekunde bringt den Wolfs das Happy End. Hin und hergerissen ist Jürgen nur bei der Frage, wer nun die 2. VIP-Karte für den Biathlon auf Schalke am 28.12. in der VELTINS-Arena erhalten soll? Zunächst ist für ihn klar, dass er mit Ehefrau Michaela zum Finale kommt. Als er dann später als Etappensieger feststeht, teilt er uns die Entscheidung des Familienrats mit: Er wird zusammen mit Sohn Lukas zur VELTINS-Arena kommen. Doch zuvor sehen wir ihn bereits am 17.12. zum Eifelfinale um 18 Uhr auf dem Mayener Weihnachtsmarkt wieder.