Dornen auf dem Weg zum Biathlonmärchen

Wir geben es zu, mit einer leisen Enttäuschung machen wir uns an diesem 2. Advent-Wochenende auf in die Nordhessische Dornröschen-Stadt Hofgeismar. Denn es fährt auch die Erinnerung mit an das Biathlonfest hier im Vorjahr, als 10 sympathisch motivierte Teams, die als Stimmungskanonen noch treffsicherer waren als am Biathlongewehr, dem damaligen grauen Regentag ein geradezu sonniges Lächeln entgegenstellten und man meinte, über dem Hofgeismarer Weihnachtsmarkt werde Dornröschen vom Königssohn wachgeküsst.

Überzeugt davon, dass Hofgeismar erwacht ist, eine der Vorzeige-Etappen der Biathlon-Tour zu werden, betrübt uns die Nachricht vom Rückschritt auf nur noch 6 angemeldete Teams für diesen Sonntag, denn der Weg zum Biathlonmärchen scheint doch ein dorniger zu werden?

Doch 6 Teams, die mit ihren Herzen voll dabei sind, sowie ihre leidenschaftlichen Fans und empathische Schaulustige auf der Marktstraße lassen die nächste Regenetappe in Hofgeismar selbst in dieser dezimierten Version zur kleinen, feinen Biathlonparty werden und drehen unsere leichte Enttäuschung rasch wieder in größere Hoffnung um, dass mit diesen eigentlich idealen Rahmenbedingungen in Zukunft auch einmal ein tolles Biathlon-Spektakel mit 15 oder mehr Teams den Hofgeismarer Weihnachtsmarkt in seinen Bann ziehen wird.

Nordhessen hat zahlreiche Biathlonfans

Nordhessen, mit seiner relativen Nähe zum Biathlon-Weltcup im thüringischen Oberhof und zu den Wintersport-Stützpunkten in Willingen und Winterberg, hat eine hohe Biathlon-Affinität, das wissen wir u.a. durch 5 Jahre Biathlonetappe im dez-Einkaufszentrum in Kassel. Doch auch die Gespräche hier auf dem Weihnachtsmarkt mit Zuschauern, Schnupperschützen und den Wettkämpfern zeichnen dieses Bild. Hier weiss man mit dem Finalort der Biathlon-Tour, Ruhpolding“, etwas anzufangen und kennt die Chiemgau-Arena zumindest aus dem TV, wo die oder der beste Biathlet des heutigen Tages dann am 8./9. Februar gegen die knapp 40 Etappensieger der anderen Tour-Städte auf Skiern und am Kleinkalibergewehr um den Toursieg kämpfen wird.

Einige motivierte Tourwettkämpfer von den Etappen aus Kassel, Paderborn, Holzminden oder Brakel sind heute zudem nach Hofgeismar gekommen, um auf der siebtletzten Etappe 2019 doch noch die Finalreise zu gewinnen. So erlebt dieser Tag bereits vor der Staffel-Stadtmeisterschaft seine ersten Highlights.

Die beste Leistung aller 32 Etappen 2019 bringt der heutige Tag

Schon vor dem heutigen Tag ist der Baunataler Julian Krimmel (Bildmitte) der zweitbeste aller fast 2000 Wettkämpfer der bisherigen Biathlon-Tour 2019 mit 1:48 Minuten und 5 Treffer. Dass der frühere Deutsche Meister im Ruder-Vierer damit bisher trotzdem nicht die Finalreise nach Ruhpolding am 8./9. Februar 2020 gewinnen konnte liegt an der Dramaturgie der Südring-Center-Etappe vor 3 Wochen in Paderborn, denn kurz vor deren Ende verbesserte der Hofgeismarer Etappensieger von 2018, Patrick Pöhler, die Tourbestleistung 2019 auf 1:45 Minuten mit 5 Treffern und schnappte Julian den Etappensieg und die Finalreise noch weg. Heute sind beide hier in Hofgeismar an der Biathlon-Arena, doch die Augen sind zunächst auf Julian gerichtet. Schon im Duell mit seinem Zwillingsbruder Nicholas, der seinen Etappensieg bereits im dez-Einkaufszentrum vor einem Monat perfekt machte, erreicht Julian, als sei das ein Kinderspiel, 1:55 Minuten und ein fehlerloses Schießen mit 5 Treffern auf die 10 m entfernten Ziele mit 45 mm Durchmesser, einer Leistung, die wir im Frühling und Sommer auf den ersten 25 Etappen dieses Jahres nur dreimal in dieser Weise erlebten. Und als sei das nicht genug, legt der junge Unternehmer, der zusammen mit seinem Bruder den Tassenkuchen „Tüpfelchen“ erfunden hat und vertreibt noch jenen Wettkampf hinterher, den wir auf dem oberen Bild sehen. Eingerahmt von seiner Mutter Uschi und seiner Freundin Isabel, die nach 200 und 300 m Skilanglauf ans Biathlongewehr wechseln, um gleichzeitig mit Julian zu schießen, der 400 m auf dem Thoraxtrainer in phantastischen 76 Sekunden zurücklegt, kommt die eigentliche Meisterleistung Julians erst noch, denn zwischen dem Moment, zu dem er das Biathlongewehr erreicht bis zum 5. Treffer mit dem 5. Schuss liegen nur gerade 20 Sekunden. Da darf man sich wirklich fragen, wie das möglich ist nach diesem höchst intensiven Langsprint „in der Loipe“. Wie ist der frühere Leistungssportler so rasch wieder zu Atem gekommen? Oder hat er eine so perfekte Reaktionsgeschwindigkeit, dass er mit dem im Atem hin- und her-wippenden Gewehr stets genau jenen winzigen Moment zum Abdrücken erwischt, wenn im Rundkorn die schwarze Scheibe erscheint? Es ist das „Betriebsgeheimnis“ des neuen Führenden der Tourwertung 2019, denn Julian vollendet nach 1:42 Minuten mit 5 Treffern diesen Wettkampf und gibt die beste aller möglichen Antworten auf sein Pech bei der Etappe in Paderborn.

Ganz starke Leistungen im Einzelwettkampf

Bei einer derart eindrucksvollen Leistung von Julian Krimmel, mit der er sich die Führung in der Tourrangliste 2019 zurückholt und Patrick Pöhlers Leistung aus Paderborn um 3 Sekunden unterbietet, weichen wir gerne einmal davon ab, im Nachbericht die Spannung über den Ausgang der Etappe bis zum letzten Absatz zu fördern. Die Spannung ist am heutigen Tag der Star der Staffelmeisterschaft, über die natürlich noch die Rede sein. Im Einzelwettkampf beeindruckt besonders die Qualität der Leistungen. Das gilt für Julians Leistung, mit der er den Etappensieg hier in Hofgeismar holt, aber kaum weniger für seinen Zwillingsbruder Nicholas, der im Duell mit Patrick Pöhler (im Bild oben untere Bildzeile) 1:41 Minuten schafft und mit 4 Treffern und einem knapper kaum möglichen Fehlschuss um Millimeter die Führung in der Tourrangliste verpasst. Patrick Pöhler schafft in einem späteren Wettkampf mit blitzschnellem Schießen 1:38 Minuten, doch die extreme Belastungsintensität sowie die unter das sinnvolle Maß hinaus gesenkte Vorbereitungszeit vor dem ersten Schuss fordern ihren Tribut bei der Trefferzahl. Patricks 3 Treffer zeigen aber, dass er bei optimalem Wettkampfverlauf den Tourrekord 2019 schaffen könnte. Eine solche Zeit kann der Vorjahreszweite von Hofgeismar, Matthias Blaschke (im Bild oben, obenlinks) zwar kaum erreichen, weil der Fokus des schnellen Läufers und Fünftbesten beim Tourfinale 2018 in Ruhpolding nicht so sehr auf einem kraftvollen Oberkörper liegt, wie man ihn für die ganz schnellen 400 m-Leistungen auf dem Thoraxtrainer benötigt, doch schafft der Medaillengewinner im Biathlon der World Police- and Firegames 2019 in China mit 5 Treffern und 2:16 Minuten seine beste Leistung bei seinen bisher 8 Starts in 4 Tourjahren. Seine Leistung hätte bei einigen Etappen in diesem Jahr zum Sieg gereicht. Ähnlich geht es auch Ottmar Weber. (im Bild oben, oben rechts). Der fitte Skater glänzte mit perfekten Schießergebnissen und zwei dritten Plätzen bei den Etappen im November in Kassel und Paderborn. Seine 61 Jahre sieht man dem sportlichen Nordhessen überhaupt nicht an und mit den Leistungen fast aller Jüngeren kann er problemlos mithalten, nur eben nicht mit dem Tempo von Kraftpaketen, wie den Krimmels oder Patrick Pöhler. Heute verpasst Ottmar nur durch einen Fehlschuss mit dem letzten Schuss eine weitere Leistungsverbesserung und einen erneuten 3. Platz. Mit 2:29 Minuten und 4 Treffern wird er Fünfter und plant für die Etappe am 29.12. in der Bad Hersfelder Fußgängerzone einen weiteren Anlauf auf den Ettappensieg und die Finalreise nach Ruhpolding.

Die 3. Hofgeismarer Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft

Die 6 vierköpfigen Teams kämpfen in 3 Duellen um die 3 Finalplätze. Im Unterschied zum Einzelwettkampf muss jeder Wettkämpfer nach seinen 5 Schüssen für jeden Fehlschuss eine 15 sekündige Pause abwarten, bevor das Team weiterlaufen darf. Männer legen auf dem Thoraxtrainer 400 m zurück und Frauen 300 m. Die 3 Siegerteams ziehen ins Finale ein. Im 1. Duell trifft der Staffel-Stadtmeister 2018, „Jugendarbeit der Stadt Hofgeismar“ (Bild oben links) auf die Vorjahreszweiten, Männerballett der Goldenen Elf (Bild oben rechts). Im 2. Duell kämpfen „Die Tüpfelchen“ (Bild, mitte links) aus Baunatal gegen die Garde der Goldenen Elf (Bild, mitte rechts). Und im Duell unter Kollegen ermitteln die beiden Teams der Jedermänner der TSG Hofgeismar den Finalisten.

2. Platz im 1. Staffelduell: Das Männerballett der Goldenen Elf

in 14:42 Minuten
mit Robert Wittmis, Hans-Adolf Müller, Jonas Böttner, Karl-Heinz Hanf. 6 Treffer erzielen die Tanzstars der Karnevalsgesellschaft mit ihren 20 Schüssen. Jonas Böttner ist zugleich der Schnellste und Treffsicherste seines Teams und wird mit 2:29 Minuten und 3 Treffern 16. in der Einzelwertung. Zur Belohnung gibt`s für ihn einmal trainingsfrei beim Männerballett, denn der Youngster des Teams und Karnevalsprinz des Vorjahres ist bereits fit. Ach hätte das Männerballett doch eine Schießtrainerin, die ebenso streng die Fortschritte überwacht, wie die Tanztrainerin. Dann wäre noch mehr drin, als der heutige 4 Platz

1. Platz und Finalisten im 1. Duell: „Jugendarbeit der Stadt Hofgeismar“

in 13:30 Minuten
mit Niklas Tegner, Tobias Schnürer, Max Metje, Timo Fuhlmann. Der Vorjahres-Stadtmeister erreicht erneut das Finale und ist dabei in fast unveränderter Aufstellung am Start. Nur Timo Fuhlmann ist heute neu im Team. 7 Treffer mit 20 Schüssen lassen noch Spielraum für Verbesserung im Finale. Tobias Schnürer ist ihr Bester mit 2:25 Minuten und 3 Treffern wird er 15. in der Einzelwertung. Mehr Erholungszeit vor dem Finale, als das Quartett der Jugendarbeit, wird kein anderes Team haben. Ob sie es nutzen können?

2. Platz im 2. Duell und Finalisten: Die Garde der Goldenen Elf

in 12:41 Minuten
mit Marit Wiegand, Veronika Müller, Lina Kunath, Justine Kunath. Alle Achtung. 12:41 Minuten sind eine sehr sportliche Leistung von den 4 Tänzerinnen der Goldenen Elf. Damit sind sie das Schnellste der 5 Teams aus Hofgeismar. Ihre Beste, Marit Wiegand erzielt 4 Treffer und benötigt 2:59 Minuten. Das ist bereits ein Top 10-Platz in der Einzelwertung. Aufgrund des Modus wäre das Team der Garde mit dieser tollen Leistung ausgeschieden und die Gäste aus Baunatal, „Die Tüpfelchen“ als Sieger dieses Duells im Finale. Es ist eine bemerkenswerte Geste, dass die Gäste ihren Finalplatz dem Team der Garde überlassen, damit Letztere in den Kampf um den Stadtmeistertitel ziehen können.

1. Platz im 2. Duell: Die Tüpfelchen

in 10:15 Minuten
mit Nicholas Krimmel, Franziska Trinks, Isabel Schauß, Julian Krimmel. Mit großer Überlegenheit und einer auch über diese Etappe hinaus selten erzielten Zeit von 10:15 Minuten sind die Tüpfelchen das Topteam dieser Staffelmeisterschaft. Mit Nicholas und Julian Krimmel sind zwei Etappensieger der Biathlon-Tour am Start, doch auch Nicholas Freundin, Franziska Trinks, legt mit 4 Treffern und 2:45 Minuten einen meisterlichen Wettkampf hin und holt damit den 8. Platz in der Einzelwertung. Zugleich ist es zu diesem Zeitpunkt die beste Leistung unter den Wettkämpferinnen des Tages, doch in dieser Wertung ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. 13 Treffer mit 20 Schüssen machen das schnellste auch zum treffsichersten Team des Tages. Dass die sportlichen Vier ihren Finalplatz an die Garde der Goldenen Elf abtreten wird hier an der BIathlon-Arena großem Respekt und Applaus aufgenommen. Es sind die Momente, in denen ein „Volkswettkampf“ wie die Biathlon-Tour im hellsten Licht erstrahlt, wenn die besten Wettkämpfer des Tages über den Tellerrand des eigenen Ehrgeizes hinausschauen und damit zugleich ein Zeichen setzen können, denn Sieger sind immer auch Vorbilder.

2. Platz im 3. Duell: Jedermänner der TSG Hofgeismar

in 16:13 Minuten
mit Reinhold Kersten, Ernst-Dieter Irrmann, Peter Dörr, Andreas Humburg. 11 Treffer erzielt das Team mit den meisten Jahren Lebenserfahrung. Der Hofgeismarer Etappensieger von 2017, Reinhold Kersten gehört auch mit 76 Jahren wieder zu den Besten des Tages mit 4:06 Minuten und 4 Treffern als 11. der Einzelrangliste. Doch es ist dem Hobbyjäger und früheren Berufssoldaten anzumerken, dass ihn der eine Fehlschuss wurmt. Ebenfalls 4 Treffer schafft der erfolgreiche Sportpistolen-Schütze Ernst-Dieter Irrmann und der pensionierte Polizist, Peter Dörr, steht mit 3 Treffern kaum nach. Da kann Teamcaptain Andreas Humburg mit seinen Schützlingen zufrieden sein und hat selbst genug Humor, um seine 5 Fehlschüsse wegzustecken. Doch ne Runde wird in das wohl schon kosten.

1. Platz im 3. Duell und Finalisten: Jedermänner 2 der TSG Hofgeismar

in 15:16 Minuten
mit Franz Zettl, Theo Krammruch, Ralf Dresen, Daniel Eichert. Es war eine gute Idee der Jedermänner 2, sich für den schweren Kampf gegen die Vereinsfreunde eine Verjüngung ins Team zu holen. Fußballer Daniel Eichert erzielt zwar nur einen Treffer, aber erreicht trotz der 60 Strafsekunden die zweitbesdte Zeit des Quartetts. Noch besser ist nur Theo Krammruch mit 2 Treffern und 2:33 Minuten. Polizist Ralf Dresen steuert ebenfalls 2 Treffer bei und der Senior des Tages, Franz Zettl (77) erhält für sein Durchhaltevermögen und seinen Treffer einen besonders herzlichen Applaus des Publikums. Mit ihrer guten Leistung hat sich das Jedermänner2-Quartett einen weiteren Start eingebrockt. Wir werden sie in wenigen Minuten im Finale um die Stadtmeisterschaft wiedersehen.

Das Finale der 3. Hofgeismarer Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft

Wie schön, dass sowohl der Elan, wie auch das Hofgeismarer Publikum pünktlich nach der kleinen Pause zum Finale um den Stadtmeistertitel wieder da sind. Die 12 Finalist_inn_en laufen zu The final countdown über den roten Teppich ein und als Dreizehnter läuft der Optimismus spürbar mit. Die 4 Garde-Tänzerinnen starten als schnellstes der drei Teams auf Bahn 1 mit ihrer besten, Marit Wiegand. Die Vorjahressieger, Jugendarbeit der Stadt Hofgeismar, halten mit ihrem Leuter, Niklas Tegner auf Bahn 2 dagegen und Franz Zettl ist auf Bahn 3 bereit zum zweiten Start nach nur kurzer Erholungszeit. Und dann startet das Finale gleich mit einem Paukenschlag. Marit Wiegand erzielt unter dem Jubel der „Goldene Elf-Fanschar“ einen Treffer nach dem nächsten und gibt sich mit nicht weniger als der Perfektion zufrieden. Ohne jede Strafsekunde schicken Marit und der „Goldene Elf-Orkan“ Veronika Müller als Führende in die 2. Runde. Marit selbst wird mit ihrer Leistung erneut beste Wettkämpferin des Tages und erzielt das drittbeste der insgesamt 52 Resultate. Niklas Tegner schickt mit 54 Sekunden Rückstand Tobias Schnürer auf die Verfolgung und Theo Krammruch muss für die Jedermänner weitere 90 Sekunden später Aufholarbeit leisten.

Gegen den schnellen Erzieher der Jugendarbeit kämpft die leidenschaftlich angefeuerte Veronika Müller um jeden Meter und rettet mit 2 Treffern noch 15 Sekunden Vorsprung für die Goldene Elf-Garde in die 3. Runde. Tobias Schnürer hat sein Team mit starken 2:11 Minuten nun aber wieder auf „Schlagweite“ an die Gardistinnen herangeführt. Ein tolles Rennen macht Theo Krammruch für die Jedermänner. 2:41 Minuten und 4 Treffer bedeuten Platz 7 in der Einzelwertung und frischen Wind für den Teamkollegen, Ralf Dresen zur Fortsetzung der Aufholjagd.

Das Finale tritt in seine entscheidende Phase ein. Lina Kunath läuft couragiert und kommt so gerade noch vor Max Metje ans Biathlongewehr, doch dort gelingt dem Kreisliga-Fußballer die beste Leistung im Team des Vorjahressiegers. Genau im richtigen Moment legt er mit 4 Treffern und 2:36 Minuten die sechstbeste Einzelleistung des Tages hin und bringt den ´Titelverteidiger vor der Schlussrunde erstmals in diesem Finale in Führung. Lina Kunaths Treffer mit dem letzten Schuss hält den Rückstand für die Garde noch in Grenzen. 52 Sekunden hinter Timo Fuhlmann macht sich Linas Schwester, Justine, auf die Verfolgung. Ralf Dresen schafft für die Jedermänner erneut 2 Treffer und verbessert sich gegenüber dem Vorlauf um stolze 19 Sekunden. Die Motivation der Jedermänner bleibt also intakt und Daniel Eichert geht rund 90 Sekunden nach Justine Kunath auf die Schlussrunde

Der mit 2:22 Minuten sehr schnelle Timo Fuhlmann macht es für den Titelverteidiger unfreiwillig nochmal spannend und legt 5 Fehlschüsse hin. Doch Justine Kunath müsste nahezu fehlerlos schießen, um für die Garde die kleine sich auftuende Siegchance zu nutzen. Doch die Anstrengung dieses zweiten Wettkampfes lässt mehr als einen Treffer nicht mehr zu. So schafft das Quartett der Jugendarbeit Hofgeismar in 13:05 Minuten die erfolgreiche Titelverteidigung und ist dabei fast 90 Sekunden schneller, als im Finale des Vorjahres und zugleich 25 Sekunden schneller, als bei ihrem Vorlauf eine gute Stunde zuvor. Chapeau! Das Garde-Team hat dem alten und neuen Biathlonstaffel-Stadtmeister einen tollen Kampf geliefert und erreicht mit 14:24 Minuten den 2. Platz. Daniel Eichert verkürzt auf der Schlussrunde den Rückstand der Jedermänner auf nur noch 31 Sekunden. 14:55 Minuten bedeuten für die Jedermänner eine Verbesserung der eigenen Vorlaufleistung um 21 Sekunden.

Mit der Siegerherung endet der Teamwettbewerb. Alle Staffelwettkämpfer_innen werden mit der Shootingstar-Medaille ausgezeichnet. Die 3 besten Teams gewinnen die Pokale und die Shootingstar-T-Shirts.

Unser abschließender Dank gilt allen Wettkämpfer_inne_n des Tages für ihre Motivation und den sportlichen Einsatz, sowie deren Fans und dem Hofgeismarer Publikum für die empathische und bisweilen herrlich lautstarke Unterstützung. Herzlichen Dank an die tolle Truppe der Goldenen Elf, die anbietet, bei einer künftigen Suche nach Staffelteams aktiv mitzuhelfen. Das ist klasse! Unser Dank gilt auch der Stadt Hofgeismar, die der Kombination „Weihnachtsmarkt und Wintersport“ schon einen kontinuierlichen Rahmen gegeben hat. Nachdem heute einige engagierte Hofgeismarer und und Hüttenbetreiber des Weihnachtsmarktes ihre Unterstützung bei einer künftigen Staffelakquise anboten, sind wir wieder guten Mutes, dass die schönsten Biathlon-Spektakel in Hofgeismar noch vor uns liegen.

Bilder: Siegward Pein Text: Martin Bremer Technik: Daniel Holtschneider