Nachbericht zur 16. Etappe 2018 in Bocholt

Team-Biathlon im Inselbad Bahia

Die BBV Mediengruppe und das Inselbad Bahia laden anlässlich des 25-jährigen Jubiläums dieser bezaubernden Wasserwelt zum fröhlichen Mitmachtag für alt und jung ein. Neben einer Kinderolympiade wird es zum heutigen Herbstbeginn auch wintersportlich mit der 2. BBV Biathlonmeisterschaft, deren Highlight die Staffelmeisterschaft mit 12 vierköpfigen Teams ist. Viele hier auf dem herrlichen, von alten Bäumen gesäumten Freigelände des Inselbades erinnern sich noch lebhaft an das furiose Staffelfinale im Vorjahr, als das ems-athletics-Team mit dem letzten Schuss und auf die letzte Sekunde noch den Sieg gegen das bis dahin führende Team des WdeR-Fußbodenstudios erringen konnte. Die Titelverteidiger sind auch heute wieder am Start und haben es mit motivierten, größtenteils neuen Herausforderern zu tun, die sich packende Rennen um den Einzug ins Finale liefern.

Verlag erschafft lebendige Momente

Verlage erlebt man auf Events zumeist als Sponsoren, doch hier in Bocholt geht die führende BBV-Mediengruppe, Herausgeberin des Bocholt-Borkener Volksblattes und von Mein Stadtkurier neue Wege. Als Veranstalterin wählt sie die passenden Unternehmenspartner und sucht an diesem Tag mit Sport & Spaß die Augenhöhe mit ihrer Leserschaft. Eine schönere Kulisse, als das harmonisch in die Natur eingebundene Inselbad kann man für ein solches „Fest des Mitmachens“ kaum finden und es ist der sympathische Gegenentwurf zu einer sicherlich publikumswirksameren Präsentation auf dem Marktplatz etwa bei einem verkaufsoffenen Sonntag. Hier draussen am Hemdener Weg geht es fröhlich, ja familiär zu, da treten die Organisatoren, Dieter Strate (BBV Werbemarktleiter, im oberen Bild rechts), Mario Sevink (Geschäftsführer des Inselbades Bahia, im oberen Bild in der Mitte) und Ludwig Tidden (BBV Geschäftsführung, im oberen Bild links) zum Biathlon-Wettkampf an, den übrigens der Werbemarktleiter souverän gewinnt und mit 4 Treffern und 2:27 Minuten einen starken 11. Platz unter den fast 70 Wettkämpfern erreicht.

Engagierte Partner

Die vier Partner dieses Tages sind nicht nur mit eigenen Teams bei der Biathlonstaffelmeisterschaft dabei, sondern tragen auch mit eigenen Aktionen zum Gelingen des Tages bei. Bocholts größter Sportverein, TuB Bocholt 1907 e.V., im Bild mit dem Trainer-Team in schwarzen Oberteilen, ist mit der Organisation der Kinder-Olympiade besonders eng in die Organisation eingebunden. Das Unternehmen Altrogge & Meyer, bekannt als Experten für Schrauben, Werkzeuge und Maschinen für Industrie und Handwerk, kämpft mit dem Team im weissen Dress um den Biathlonsieg während Geschäftsführer Bernd Lechtenberg als DJ der Mann für die Stimmung ist. Am Altrogge & Meyer-Pavillon wird zudem der beste Schrauber gesucht. Das Autohaus BMW-Boomers überzeugt nicht nur mit seinen „Orange-Boys“, die den Sprung ins Biathlonstaffel-Finale schaffen, sondern auch mit dem X4 und X2 und natürlich mit dem Mini, der hier am Eingang des Inselbades in 5 Varianten zur Probefahrt bereitsteht. Das Inselbad Bahia hat zweifellos das fröhlichste Team am Start, sorgt mit Getränkestand und Grill für zufriedene Gäste und gestaltete den Platz unter der großen Buche mit vielen Steh- und Biertischen zum Mittelpunkt der Veranstaltung. Mark & Penny schließlich, die beiden Maskottchen der Volksbank Bocholt, sind die Stars der Kids.

Biathlon-Teams auf „Betriebstemperatur“

Mit dem Einmarsch der 12 Staffelteams über den roten Teppich mit Musik ist sie plötzlich da, die Wettkampfatmosphäre. Die Teams lernen ihre Kontrahenten kennen, mit denen sie in 3 Rennen a jeweils 4 Teams um die 4 Finalplätze kämpfen. Ins Finale gelangen die 3 Sieger sowie der zeitschnellste Zweite. Alle Wettkämpfer legen eine Strecke von 400 m auf den Skilanglaufergometern Thoraxtrainer zurück und wechseln danach zum Stehendschießen mit 5 Schüssen an die Biathlongewehre. jeder Fehlschuss wird mit 15 Sekunden Wartezeit verbüßt. Jeder Wettkämpfer wird zudem mit seiner Einzelleistung erfasst. Am Ende des Tages werden nicht nur die besten Staffelteams geehrt, sondern auch der Etappensieger, der beste Einzelwettkämpfer des Tages.

Das 1. Staffelrennen

Tagesbestleistung gleich zum Start

Im 1. Rennen kämpft der Vorjahressieger, ems-athletics, auf Bahn 4 gegen das Team 1 des Bocholter Malteser Hilfsdienstes (Bahn 3), die Staffel des BMW-Autohauses Boomers (Bahn 2) und im Vordergrund die Volleyballer des TuB Bocholt. Dabei geht es gleich mit einem Paukenschlag los, denn die beiden besten Biathleten des Tages stehen als Startläufer ihrer Teams gleich Seite an Seite. Der Inhaber des Bocholter ems-Fitnessstudios, Klaudius Breitkopf (im Bild ganz links in schwarz) läuft sich mit kraftvollen Stockschüben rund 10 Sekunden Vorsprung auf Malteser-Startläufer Marius Kosthorst heraus (beide im Bild auf den Thoraxtrainern leider halb verdeckt). Klaudius Breitkopf macht eigentlich alles richtig, lässt sich einige Sekunden Zeit vor seinem ersten Schuss, um nach der Belastung wieder zu Atem zu kommen und setzt den 1. Treffer. Um so erstaunlicher ist die Art und Weise, wie Marius Kosthorst an die Herausforderung des Schießens auf die 45 mm-Ziele herangeht. Zwei, drei tiefe Atemzüge und dann schießt der Psychologe aus Bocholt scheinbar mit dem Selbstvertrauen eines Biathleten ohne Erholungszeit und im ganz schnellen Rhythmus einen Treffer nach dem anderen. Am Ende hebt der Rettungssanitäter nach 1:54 Minuten nach 5 Treffern den Arm, um seine Malteser-Kollegin Carina Küpper als Erste in die nächste Runde zu schicken und hat zuvor die fünftbeste Leistung aller bisher rund 1000 Wettkämpfer der diesjährigen Biathlon-Tour erzielt. Da gehen die 1:59 Minuten, die Klaudius Breitkopf ebenfalls mit einem fehlerlosen Schießen beendet, fast etwas unter, obwohl auch er damit einen Top 10-Platz in der diesjährigen Tour-Rangliste erreicht. Wow, was für ein Auftakt. Und wir können vorwegnehmen, diese Leistung wird im Laufe des spannenden Wettkampftages von keinem Athleten erreicht, so dass Marius Kosthorst Bocholts Mann für Ruhpolding sein wird und dort am 26./27. Januar in der Chiemgau-Arena gegen die Etappensieger der anderen Tourstädte im Finale antreten wird. Sportlich sieht der 28-Jährige noch Luft nach oben, denn nur 1-2 x im Monat führt sein Vorsatz zum Laufen auch tatsächlich in den Laufschritt. Aber seine Erfahrung als Sportschütze, die er als Jugendlicher im Hamminkelner Schützenverein am Luftgewehr sammeln konnte, half ihm sicherlich bei seinem Bravourstück. Das Tour-Team freut sich schon auf das Wiedersehen mit Marius in Ruhpolding.

Platz 4 im 1. Staffel-Rennen: Team Malteser 1

in 14:32 Minuten
Marius Kosthorst, Carina Küpper, Tim Pennekamp, Christa Lehmkuhl. Zusammen erzielen die Vier 8 Treffer mit den 20 Schüssen. Doch zugleich stellen sie den Etappensieger und mit ihm als Trainer sollte dem Team im nächsten Jahr noch mehr gelingen, als der 9. Platz unter den 12 Teams.

3. Platz im 1. Staffel-Rennen: Volleyballer des TuB Bocholt

in 12:04 Minuten
Nils Hünting, Jonas Melling, Henrik Westhoff, Johannes Stanik. Dieses 1. Rennen ist das schnellste des Tages. Die Volleyballer erreichen den 5. Platz unter den 12 Teams. Das Quartett erzielt 8 Treffer mit 20 Schüssen. Nur ein einziger Treffer mehr hätte die Finalteilnahme bedeutet. Bester der 4 in der Einzelwertung wird Jonas Melling mit 1:59 Minuten und 3 Treffern auf Platz 14.

2. Platz im 1. Staffel-Rennen: Team BMW-Boomers

in 11:55 Minuten
David Aalbers, William Patrick Müller, Michael Westhoff, Raphael Schwinning.
Mit Vollgas ins Finale als zeitschnellster Zweitplatzierter der 3 Rennen geht es für das BMW-Boomers-Team. 11 Treffer erzielt das Quartett mit den 20 Schüssen. Bester der Vier in der Einzelwertung wird Schlussläufer Raphael Schwinning mit 4 Treffern und 2:23 Minuten auf Platz 9.

Sieger des 1. Staffel-Rennens: ems-athletics

in 11:20 Minuten
Klaudius Breitkopf, Alexander Giese, Daniel Meyering, Fabian Simmrow.
Souverän zieht der Vorjahressieger mit der schnellsten Zeit aller 12 Staffeln ins Finale ein. Klaudius Breitkopf ist als Etappenzweiter mit 1:59 Minuten mit 5 Treffern der Beste des Quartetts. 13 Treffer mit 20 Schüssen sind die beste Schießleistung, die aber auch das Team der TuB-Trainer erreicht.

Das 2. Staffel-Rennen

Im 2. Staffel-Rennen trifft das Team von Altrogge & Meyer auf die Leichtathleten des LAZ Rhede, die Taekwondo-Kämpfer des TuB Bocholt und auf Team 2 des Bocholter Malteser Hilfsdienstes.

4. Platz im 2. Staffel-Rennen: Malteser Team 2

in 17:48 Minuten
Michael Seier, Stella Hüfing, Rudi Winter, Sabine Lehmkuhl.
An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an die komplette, sympathische Crew des Malteser Hilfsdienstes. Sie haben mit ihrer Unterstützung für eine tolle Stimmung gesorgt,. Dass sie mit dem 80-jährigen Rudi Winter den Etappen- und zugleich Tour-Senior stellen und dieser fitte Malteser bestens die 400 m-Skilanglauf bewältigen konnte, ist eine weitere schöne Geschichte dieser Etappe.
Zusammen erzielt das Team 4 Treffer. Hier ist Marius Kosthorst wirklich als Trainer gefordert für die Vorbereitung auf die Biathlonstaffelmeisterschaft 2019.

3. Platz im 2. Rennen: Taekwondo-Kämpfer des TuB Bocholt

in 15:24 Minuten
Jan Luis Wenneckes, Thomas Bolgert, Khalil Ahmad, Nicole Rohleder.
Schon einige Male holten Kampfsportler gute Resultate bei der Biathlon-Tour. Dem TuB-Taekwondo-Team unterliefen dafür aber zu viele Schießfehler. 16 Fehlschüsse bedeuten alleine 4 Minuten Strafzeit. Aber die ideale Schießtrainerin haben sie mit Steffi Seggewiß ja im eigenen Verein.

2. Platz im 2. Staffel-Rennen: Team Altrogge & Meyer

in 12:38 Minuten
Dennis Feige, Karol Czudnochowski, Thomas Schmitz, Anna Ivanova.
Die beiden Youngster im Team überzeugen mit je 3 Treffern. Thomas Schmitz wird in starken 2:01 Minuten 15. der Einzelwertung, Anna Ivanova mit 3:03 Minuten und 3 Treffern drittbeste Wettkämpferin des Tages. ZUsammen erzielt das Quartett 9 Treffer. Zum Einzug ins Finale fehlten dem Team 3 Treffer bzw. 43 Sekunden auf das Boomers-Team.

Siegere des 2. Staffel-Rennens: LAZ Rhede

in 11:39 Minuten
Stefan Ritte, Greta Boek, Michel Boek, Tom Kevelaer. Als zweitbestes aller Vorlaufteams gehts für die Leichtathleten ins Finale. Zusammen erzielt das Quartett 9 Treffer. Tom Ketelaer, der sechstbeste des Tages kommt an diese Leistung im Staffelrennen nicht ganz heran und muss sich mit 2 Treffern und 2:10 Minuten begnügen. Schnellster der Vier: Michel Boek in 2:03 Minuten/ 2 Treffer. Besser trifft Stefan Ritte mit 3 Treffern und 2:09 Minuten. Greta Boek gelingt in 2:30 Minuten eine der schnellsten Zeiten aller Wettkämpferinnen der diesjährigen Biathlon-Tour.

Das 3. Staffel-Rennen

Im 3. Staffel-Rennen treffen die Bierathleten (in rosa) auf die Reservistenkameradschaft Westmünsterland, ein Trainer-Team des TuB Bocholt und das Heimteam des Inselbades Bahia.

4. Platz im 3. Staffel-Rennen: Team Bahia

in 16:13 Minuten
Barbara Wieczorek, Tanja Becker, Susanne Bottke-Prummer, Luis.
10 Treffer mit den 20 Schüssen, Barbara Wieczorek als zweitbeste Wettkämpferin des Tages mit 4 Treffern und 4:24 Minuten, ein ganz schneller Wettkampf in 2:36 Minuten durch Susanne Bottke-Prümmer, geniale Unterstützung für den „einsamen“ Schlußläufer Luis.
Die Erfolgsbilanz des Bahia-Teams ist herausragend, da lässt sich der 4. Platz im 3. Rennen doch wirklich verschmerzen. Wenn das Tour-Team einen Wunsch frei hat, dann: Bitte unbedingt nächstes jahr wieder dabei sein, liebes Bahia-Team!

3. Platz im 3. Staffel-Rennen: Die Bierathleten

in 13:38 Minuten
Thorsten Hegering, Matthias Böttcher, Gerrit Balsam, Michael Engelhardt.
1. Pluspunkt: Sie haben unsere rosa Trikots nicht abgelehnt.
2. Pluspunkt: Sie können sich kaum mehr an ihren letzten aktiven Sport erinnern und haben trotzdem den Mumm in unseren Wettkampf zu starten!
3. Pluspunkt: Sie haben wie Athleten gefightet und das Bier auf vor- und hinterher verschoben.
Genau solche Teams wünschen wir uns noch viel mehr bei der Biathlon-Tour und denken noch voller Freude an den siegreichen Stammtisch in Siegburg 2017.
Die Bocholter Bierathleten erzielen 7 Treffer. Ihr bester ist Schlussläufer Michael Engelhardt mit 3 Treffern und 2:21 Minuten auf Platz 21.

2. Platz im 3. Rennen: Die Reservistenkameradschaft Westmünsterland

in 13:17 Minuten
Karl Peters, Thomas Enk, Wolfgang Hiebing, Hans Bauhaus.
Gemeinsam erzielen die 4 Reservisten 10 Treffer mit ihren 20 Schüssen. Dass Karl Peters und Wolfgang Hiebing es besser können wissen wir von früheren Etappen der Biathlon-Tour. Dennoch führt das Team dieses 3. Rennen vom Start weg an, bis sie mit dem letzten Schuss noch abgefangen werden und das Finale noch hauchdünn verpassen. Karl Peters ist in 2:16 Minuten mit 3 Treffern auf Platz 19 der Beste des Quartetts.

Sieger des 3. Staffel-Rennens: Die TuB-Trainer

in 13:12 Minuten
Tobias Overkamp, Frank Seggewiß, Steffi Seggewiß, Joshua Herting.
Mit dem letzten Schuss macht das Team die Finalteilnahme klar. Steffi Seggewiß bringt als beste Wettkämpferin des Tages und viertbeste der gemischten Einzelwertung ihr Team mit 5 Treffern als 3. Läuferin erst wieder auf „Sichtweite“ an die führende Reservistenkameradschaft heran. SGZ-Übungsleiter Joshua Herting legt als Schlussläufer ein schnelles Tempo vor, aber vor allem bleibt er am Biathlongewehr nervenstark. Die Reservisten sind zwar bereits „im Ziel“, doch die Strafsekunden für 4 Fehlschüsse laufen noch. 40 Sekunden muss Joshua nun mit seinen 5 Schüssen unterbieten. Sein Problem: Jeder Fehlschuss kostet ihn 15 Sekunden. Er legt 2 Treffer vor, es bleiben ihm noch 30 Sekunden. 3 Treffer, noch 25 Sekunden. 4 Schuss: daneben: noch 7 Sekunden.
Mit dem letzten Schuss muss nun in weniger als 7 Sekunden ein Treffer her. Diese Stresssituation löst er perfekt, schießt schnell, trifft und bringt sein Team unter dem Jubel der Zuschauer ins Finale.

Finale der BBV Biathlonstaffelmeisterschaft

Den Einzug ins Finale schafften Team BMW Boomers als zeitschnellster Zweiter in 11: 55 Minuten, die Last-shot-Sieger, Team TuB-Trainer, in 13:12 Minuten, die Staffel des LAZ Rhede in 11:39 Minuten und als bestes Vorlaufteam der Titelverteidiger ems-athletics in 11:20 Minuten. Alle 4 Teams können in der gleichen Besetzung starten, wie in der Vorrunde.

Der beste Startläufer ist, nicht unerwartet, Klaudius Breitkopf, der mit 1:58 Minuten und 4 Treffern, also bereits nach 2:13 Minuten seinen ems-Inhaberkollegen Alexander Giese ins Rennen schickt. Ganz stark der BMW Boomers-Startläufer David Aalbers, der ebenfalls mit 4 Treffern nur 6 Sekunden auf Klaudius Breitkopf einbüßt und in aussichtsreicher zweiter Position an William Patrick Müller übergibt. Weitere 20 Sekunden dahinter hält sich TuB-Geschäftsführer Tobias Overkamp mit 4 Treffern ebenfalls glänzend. Der schnelle Langstreckenläufer Stefan Ritte muss mit 4 Fehlschüssen eine lange Minute verharren, bis er Kugelstoßerin Greta Boek in die Spur winken kann.

Die 2. von 4 Runden

Vorne vergrößert Alexander Giese für die ems-athletics erheblich den Vorsprung. Anders, als im Vorlauf entscheidet er sich zu einem recht schnellen Schießen. Nach 1:53 Minuten setzt er seinen 5. Schuss, muss jedoch wegen dreier Fehlschüsse 45 Sekunden Strafzeit abwarten. Doch die Kontrahenten können die Schießfehler von Alexander nicht nutzen. Frank Seggewiß überholt in der Loipe den BMW-Boomers-Junior, William Patrick Müller, muss dann aber 4 Fehlschüsse hinnehmen und verliert den zweiten Rang gleich wieder an das Boomers-Team, weil William Patrick dreimal trifft. Die LAZ Rhede-Staffel kämpft mit Greta Boek um den Anschluss verliert durch 4 Fehlschüsse aber weiter an Boden

Die 3. von 4 Runden: Enttäuschung bei BMW Boomers

Während ems-athletics in führender Position mit Daniel Meyering erneut ein sehr hohes Tempo vorlegt passiert beim zweitplatzierten, Michael Westhoff, von BMW Boomers ein Malheur. Das rechte Zugband des Thoraxtrainers springt von seiner hinteren Spulenführung ab. Ein seltener Vorfall, der bei über 100 Etappen bisher nur einmal passierte. Es muss nicht zwingend ein Benutzerfehler sein. Der Thoraxtrainer steht auf der Rasenfläche nicht exakt eben, so dass die Kraft der Stockschübe verstärkt auf den Rahmen einwirkt. Eine Reparatur in Windeseile ist nicht möglich. Michael Westhoff macht das beste draus und schiebt sich mit einem Stock ins Ziel.

Enttäuschung auf der einen Seite, Jubel auf der anderen. Hinter Daniel Meyering, der in glänzenden 1:51 Minuten seinen Wettkampf beendet und nach weiteren 30 Sekunden Strafzeit an Schlussläufer Fabian Simmrow übergibt, schafft Steffi Seggewiß das gleiche Kunststück, wie im Vorlauf und schießt erneut fehlerlos. Dabei ist sie noch schneller als zuvor und benötigt 2:44 Minuten. An zweiter Stelle liegend schickt sie Joshua Herting für die TuB-Trainer ins Rennen. Michael Westhoff schießt nach dem Stress auf dem Thoraxtrainer 5 Fehlschüsse und muss Michel Boek vom LAZ Rhede passieren lassen, der an dritter Stelle an Tom Ketelaer übergibt, während bei den Kämpfern von BMW Boomers auch Schlussläufer Raphael Schwinning den Lauf mit einem Stock fortsetzt.

Die Schlussrunde

Eine solide Schlussrunde von Fabian Simmrow reicht Vorjahressieger ems-athletics zur Titelverteidigung in 10:26 Minuten. Joshua Herting sichert Platz 2 für die TuB-Trainer vor Tom Ketelaer, dem Schlussläufer des LAZ Rhede. Das tapfere, einstöckige BMW Boomers-Team trägt den 4. Platz mit Fassung.

Siegerehrung und Dank

Alle Staffelwettkämpfer erhalten Finisher-Medaillen. Mit Pokalen und Ehrenpreisen, die seitens der Partner gestiftet wurden, werden die 4 Finalteams ausgezeichnet. Steffi Seggewiß ist Gewinnerin des Sonderpreises für die beste Wettkämpferin und den Hauptpreis, die Reise zum Finale der Biathlon Deutschland-Tour nach Ruhpolding mit 2 Übernachtungen für 2 Personen + Hüttenabend mit allen Etappensiegern und dem Finale in der berühmten Chiemgau-Arena gewinnt Etappensieger Marius Kosthorst.

Das abschließende herzliche Dankeschön gilt allen großartig kämpfenden Mitmachern, dem Gastgeber  Bahia Inselbad, den Partnern BMW Boomers, Altrogge & Meyer, TuB Bocholt, der Volksbank Bocholt und dem leidenschaftlichen Veranstalter BBV Mediengruppe.

Für Nabelschau ist die Biathlon-Tour sicher nicht bekannt, doch ich möchte an dieser Stelle aus gegebenem Anlass auch ein besonderes Dankeschön an meine Teamkollegen Daniel Holtschneider und Harry Pien richten, die heute doppeltes Pensum zu leisten hatten und dabei sozusagen ohne jeden Fehlschuss blieben.

Bilder: Harry Pien   Text: Martin Bremer