Nachbericht zur 12. Etappe 2018 in Heimbach-Weis

Kleiner Ort, große Stimmung

Eingeladen von der Werbegemeinschaft Wir sind Heimbach-Weis kommt die Biathlon Deutschland-Tour in den kleinen Stadtteil Neuwieds, der jedoch mit seiner Tradition, der dichten Bebauung und der zahlreichen schmalen Gässchen einen ganz eigenen Ortscharakter bewahrt hat. Die Biathlon-Tour bringt Bewegung in das Dorffest, das sich an diesem 1. Septembersonntag bei tollem Spätsommerwetter wie ein Band über die schmale Hauptstraße erstreckt. Eine der wenigen Freiflächen, den Penny-Parkplatz nimmt am heutigen Tag die Biathlonarena ein, flankiert von Bierbrunnen und Tombola. Neben dem Wettkampf um den Etappensieg sind 10 vierköpfige Teams für die 1. Biathlonstaffel-Dorfmeisterschaft ab 15 Uhr angemeldet. Eine Besonderheit dieser Etappe bilden 2 Skatingbiathlon-Läufe mit Wettkämpfern des bewundernswert aktiven lokalen Wintersportvereins, SRC Heimbach-Weis. Die zahlreichen Zuschauer erfreuen sich an den Leistungen der Aktiven und unterstützen diese immer wieder mit viel Applaus. Für einen Tag fühlt es sich so an, als sei Biathlon Volkssport in Rheinland-Pfalz.

Nordisches Heimbach-Weis

Das erste Highlight ist am Mittag der Skatingbiathlon. 12 Wettkämpfer aus der Trainingsgruppe des SRC Heimbach-Weis konnte Trainer Stefan Puderbach, der zugleich Ausbildungsleiter für den Nordischen Sport im Skiverband Rheinland ist, motivieren, auf engstem Raum und einer rund 150 m kurzen Runde die Sportart Biathlon so authentisch zu präsentieren, wie es im Spätsommer und mit Dorffestcharakter überhaupt möglich ist. Jeweils 3 zweiköpfige Teams ermitteln in 2 Rennen ihre Schnellsten und Treffsichersten. Treffen ist besonders wichtig, denn die Strafrunde pro Fehlschuss führt um den Biathlonschießstand und ist fast halb so lang, wie die komplette Laufrunde. Die Sportler nehmen diese Improvisation ebenso gelassen hin, wie etwa den äußerst schmalen Durchgang zwischen Bierzelt und Biathlonarena oder die Bürgersteigkanten, die im Renntempo viel Konzentration und technische Fähigkeit fordern. Dass es nicht verbissen um den Sieg geht bei diesen beiden Demo-Rennen zeigt sich auch darin, dass Stefan Puderbach alle Artern des rollenden Untersatzes zulässt. So starten einige Sportler mit den luftbereiften Cross-Skates, andere mit kunststoff-bereiften Skirollern und auch Inline-Skates sind zugelassen. Es geht dem SRC-Team heute vor allem um Nachwuchsgewinnung, Begeisterung entfachen für den Nordischen Sport und hier insbesondere für das Skating, das die Trainingsgruppe im Alltag Woche für Woche übt. Auf dem Dorffest ist nun die Gelegenheit, diese Trainingsarbeit den Mitbürgern einmal lebendig zu präsentieren.

Besonders eindrucksvoll machen das Viktor Koch und sein 12-jähriger Sohn Michael (beide im Bild links). Sie sind am Ende in 9:42 Minuten das schnellste der 6 Teams. Jeder Wettkämpfer skatet 3 x 2 Runden und kommt 2 x für 5 Schüsse Stehendschießen in den Schießstand. Die große Unbekannte ist für alle die Anzahl der Strafrunden. Geschossen wird aus 10 m Entfernung auf 60 mm-Ziele. Am besten macht das Viktor Koch, der 9 von 10 Schüssen ins Ziel bringt. Mit seinen 4:27 Minuten ist er der Zweitschnellste der 12 Wettkämpfer. Schneller ist noch, trotz 3er Strafrunden, Julian Puderbach (im Bild rechts), der nur 4:05 Minuten benötigt und im Team mit seinem Bruder Felix Platz 2 belegt. Als besonders sympathisch kann man wahrnehmen, dass diese heterogene Trainingsgruppe mit den Youngstern Nick Schwabauer (10), Michael Koch (12), Robin Henk (13) und Michelle Naumann bis zum jung gebliebenen Oldie, Alexander Schneider (68) miteinander harmoniert, da bilden erfolgreiche Wettkämpfer/innen, wie Catherina Freitag, und Hobbysportler, wie Waldemar Schwabauer, eine Einheit und so wird diese Mittagsstunde Skatingbiathlon zur Werbung für den Nordischen Sport in Rheinland-Pfalz.

Ergebnisse Skatingbiathlon
1. Platz Team Viktor Koch und Michael Koch in 9:42 Min. (Einzel: 4:27 und 5:15)
2. Platz Team Felix und Julian Puderbach in 10:25 Min. (Einzel: 6:20 und 4:05)
3. Platz Team Bijan Madjub und Waldemar Schwabauer in 11:45 Min (6:10 und 5:35)
4. Platz Team Michelle Naumann u. Catherina Freitag in 12:11 Min (5:56 und 6:15)
5. Platz Team Stefan Puderbach und Alexander Schneider in 12:46 Min (5:30 und 7:16)
6. Platz Team Robin Henk und Nick Schwabauer in 13:10 Min (5:23 und 7:47)

Staffelmeisterschaft als Volksfest

Besser konnte es in der Vorbereitung gar nicht laufen. Die beliebtesten Institutionen des Ortes haben ihre Teilnahme mit Teams an der Biathlonstaffel-Dorfmeisterschaft zugesagt. Im Karneval-verrückten Heimbach-Weis sind das die Prinzengarde Weis, die gleich mit 2 Teams antritt, die Karnevalsgesellschaft Weis, der Möhnenverein Weis und die Möhnengarde Heimbach. Hinzu kommen die „Sporthelden“ des Ortes, die 1. Mannschaft des Fußball-A-Ligisten SSV Heimbach-Weis, die Schützengesellschaft und mit gleich 3 Teams (Aktive, Senioren, Damen) der Ski- und Rollsportclub SRC Heimbach-Weis. 10 Teams ermitteln ab 15 Uhr in 4 Rennen die 3 besten Teams, die zum Abschluss um 16.40 Uhr im Finale um den Titel des Dorfmeisters antreten und neben Pokalen und Medaillen um großzügige Preise der Werbegemeinschaft Wir sind Heimbach-Weis und Intersport Krumholz kämpfen.

Dabei wird bei diesem Event für Jedermann die Loipe gegen die Skilanglaufergometer, Thoraxtrainer, eingetauscht. Mit beiden Beinen fest auf dem Boden legen die Wettkämpfer 400 m in der klassischen Doppelstocktechnik zurück (Wettkämpferinnen: 300 m) und wechseln im Anschluss für 5 Schüsse Stehendschießen ans Biathlongewehr. Dort wird auf 50 mm-Ziele geschossen. Jeder Fehlschuss wird mit 15 Sekunden Zeitstrafe belegt. Das begeisterungsfähige Publikum erlebt viele spannende Momente und knappe Rennausgänge.

Das 1. Rennen

Im Dreikampf der beiden Teams der Prinzengarde Weis und der 1. Mannschaft des Fußball A-Ligisten SSV Heimbach-Weis läuft alles auf ein Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Prinzengarde 2 und den Fußballern heraus. Das Bild oben zeigt das letzte Schießen. Fußballer Lukas Endres (blaues T-Shirt, am Gewehr) holte zuvor 140 m Rückstand auf Björn Spira (im roten Hemd, am Gewehr) auf. Doch beim Schießen holt sich Björn die Führung zurück. Jedoch nur die Führung vor den Fußballern, denn Martin Pohl von der Prinzengarde 1 läuft mit etwas Rückstand im Sprint Richtung Biathlongewehr (am rechten Bildausschnitt im roten Hemd), schießt mit hohem Risiko extrem schnell und holt das beste Schießergebnis der drei Schlussläufer. Mit seinem letzten Schuss bringt er die Prinzengarde 1 ins Finale.

3. Platz im 1. Rennen: Der SSV Heimbach-Weis

13:40 Minuten benötigt das Quartett Yannis Meest, Niko Kreis, Kevin Schneider und Lukas Endres. In etwas anderer Besetzung treten sie im 4. Rennen nochmals an und schaffen da 13:10 Minuten, die Platz 6 bedeuten. Selten hatten wir bei der Tour ein so schnelles Drittplatziertes Team auf den Thoraxtrainern. Doch 6 Treffer mit 20 Schüssen und somit alleine 3:30 Minuten Strafzeiten stehen einem besseren Ergebnis im Wege. Gut macht es Niko Kreis, der alleine 4 Treffer beisteuert und als 6. das beste Einzelresultat der Fußballer erzielt.

2. Platz im 1. Rennen: Prinzengarde Weis 2

13:05 Minuten benötigte das Team mit Addi Dott, Marc Hellenbrand, Frank Schmock, Björn Spira und belegt am Ende Platz 5. Dabei hatte es so gut angefangen Addi Dott schafft mit 4 Treffern das viertbeste Einzelergebnis und Marc Hellenbrand mit 5 Treffern sogar das zweitbeste Einzelergebnis aller Wettkämpfer des Tages. Zusammen schafft das Quartett 12 Treffer mit den 20 Schüssen.

Als Sieger ins Finale: Prinzengarde Weis 1

Mehr zu den Vieren im Finalporträt weiter unten.

Das 2. Rennen

Im 2. Rennen treffen die beiden Teams des Ski- und Rollsportclubs Heimbach-Weis, „Aktive“ und „Senioren“,  auf die Schützengesellschaft Heimbach-Weis. Mit der besten Zeit aller 10 Teams qualifizieren sich die „Aktiven“ des SRC in 11:20 Minuten souverän für das Finale und sind in diesem Rennen nicht nur die besten „Läufer“, sondern mit 12 Treffern (Schützengesellschaft: 10 Treffer; SRC-Senioren: 7 Treffer) auch das zielsicherste Team.

Platz 3 in 2. Rennen: Die Schützengesellschaft Heimbach-Weis

in der Besetzung Kai Guting, Sascha Werner, Markus Höfer, Thorsten Brosch belegt die Schützengesellschaft in 13:18 Minuten den 7. Platz. Bester der Vier in der Einzelwertung ist Sascha Werner mit 4 Treffern und 2:56 Minuten auf Platz 9. Schützenkönig Kai Guting muss sich mit einem Treffer zufriedengeben. Geschäftsführer Markus Höfer trifft dreimal und Schlussläufer Thorsten Brosch ist mit 2:30 Minuten der Schnellste des Quartetts.

2. Platz im 2. Rennen: Die Senioren des SRC Heimbach-Weis

Die Senioren des SRC belegen in der Besetzung Victor Koch, Alexander Schneider, Waldemar Schwabaur, Stefan Puderbach in 12:41 Minuten den 4. Platz und erreichen diese gute Zeit mit nur 7 Treffern. Bester in der Einzelwertung ist Alexander Schneider auf Platz 13 mit 3 Treffern in 2:18 Minuten. Schnellster des Quartetts und Zweitschnellster aller Wettkämpfer des Tages ist Stefan Puderbach mit 2:00 Minuten. Schneller ist nur sein Sohn, Julian, in 1:59 Minuten. Beide Zeiten erzielten sie im Vater-Sohn-Duell als Schlussläufer ihrer Staffeln in diesem 2. Rennen.

Als Sieger ins Finale: SRC-Aktive

Mehr zu den SRC-Aktiven im Finalporträt weiter unten. In diesem Finale nicht mehr im Einsatz ist Marc Krämer, der mit seinen 3 Treffern in 2:13 Minuten das zehntbeste Einzelergebnis erreicht. Für ihn tritt Catherina Freitag im Finale an.

Das 3. Rennen

Ein reines Damen-Rennen, wie dieser 3. Lauf in Heimbach-Weis, hatten wir noch nicht so oft bei der Biathlon Deutschland-Tour. Sehr schön auch, dass die Anmeldung der Möhnengarde Heimbach dann Motivation für den Möhnenverein Weis war, ebenfalls anzutreten. So liegt also karnevalistischer Flair in der jungen Septemberluft. Spielverderberinnen könnten die Damen des Ski- und Rollsportclubs werden, die dieses 3. Rennen komplettieren.

3. Platz im 3. Rennen: Der Möhnenverein Weis

in der Besetzung Hannah Dierdorf, Anna Peters, Kim Johann, Paula Roos schaffen die 4 jungen Tänzerinnen des Möhnenvereins Weis die Zeit von 14:43 Minuten. Im spannenden Kampf sind sie am Ende 9 Sekunden hinter der Möhnengarde, die mit dem letzten Schuss des Rennens noch vorbeiziehen kann. Beste Weiser Möhne in der Einzelwertung wird Kim Johann mit 3 Treffern und 3:19 Minuten auf Platz 18 und drittbeste Wettkämpferin des Tages. Zusammen erzielt das Quartett 6 Treffer. Ebenso, wie die SSV-Fußballer erhalten sie dafür die „Friedensmedaille“.

2. Platz im 3. Rennen: Die Möhnengarde Heimbach

in der Besetzung Heike Fischer, Daniela Fiedler, Constanze Hein, Hannelore Stock erreicht die Möhnengarde Heimbach 14:34 Minuten und damit den knappen Sieg gegen den Möhnenverein Weis. Constanze Hein holt diesen 9 Sekunden-Vorsprung durch ihren Treffer mit dem letzten Schuss heraus und ist auch dieBeste des Quartetts in der Einzelwertung mit 3 Treffern in 3:10 Minuten als 17. und zugleich zweitbeste Wettkämpferin hinter Biathletin Catherina Freitag.  Auch Heike Fischer trifft dreimal und wird viertbeste Wettkämpferin des Tages. Zusammen erzielt die Möhnengarde 10 Treffer.

Die Sieger des 3. Rennens: Die Damen des SRC Heimbach-Weis

in der Besetzung Sabine Becher, Rosi Muscheid, Marietta Rams, Catherina Freitag schaffen die SRC-Damen den Sieg im 3. Rennen mit 13:16 Minuten. Zusammen erzielt das Quartett 7 Treffer. Biathletin Catherina Freitag wird mit 4 Treffern in 2:35 Minuten 7. der Einzelwertung und beste Wettkämpferin. Marietta Rams schafft in 2:49 Minuten eine ausgezeichnete Zeit.

Das 4. Rennen

Kurzfristig am Mittag hatte sich mit der Karnevalsgesellschaft Weis noch ein 10. Team angemeldet. So war klar, dass noch ein 4. Rennen stattfinden würde. Mit Unterstützung des SRC und der Fußballer des SSV findet sich rasch eine gute Lösung. Der SRC, der eigentlich mit 2 Staffeln im Finale vertreten wäre, verzichtet auf einen Finalplatz, so dass dem nächstschnellsten Team die Finalteilnahme ermöglicht wird. So bekommt die Karnevalsgesellschaft noch die Chance, mit einer guten Leistung das Finale zu erreichen. Und Sparringspartner sind rasch gefunden. Neben einer gemischten SRC-Staffel lassen sich auch die SSV-Fußballer spontan zu einem zweiten Einsatz motivieren.

Karnevalist übernimmt die Etappenführung

In einem spannenden Wettkampf gelingt es der Karnevalsgesellschaft tatsächlich mit der drittbesten Zeit aller Staffeln in 12:06 Minuten noch ins Finale einzuziehen. Herausragend dabei der Schlussläufer der Karnevalisten, Thomas Schlupp (im Bild oben, rechts). Dabei bekommt es der selbständige Fahrzeuglackierer im direkten Duell mit dem Schnellsten des Tages, Julian Puderbach (im Bild oben, mitte), und dem in der Loipe nicht minder schnellen SSV-Verteidiger Lukas Endres (im Bild oben, links) mit den vielleicht stärksten Gegnern aus dem Teilnehmerfeld zu tun. Das sympathische Mitglied des „Elferrats“ der Karnevalisten bleibt entspannt und lässt sich auch nicht davon aus der Ruhe bringen, dass seine beiden Kontrahenten gemeinsam die Anzahl an Lebensjahren schultern, die er alleine auf dem Buckel hat.

Doch mit dem Rennbeginn haben Theorien keine Bedeutung mehr. Julian Puderbach stürmt vorweg. Der rund 150 m später gestartete Lukas Endres verringert den Rückstand auf rund 120 m. Es sieht nach einem Zweikampf aus. Julian schießt gewohnt schnell macht drei Treffer und seine Strafzeit von 30 Sekunden beginnt genau in dem Moment, als Lukas bereit zum ersten Schuss ist. 5 Treffer oder 4 Treffer in 14 Sekunden könnten den Fußballern noch den Sieg bringen. Doch wie so oft bringt der Biathlon die überraschendsten Wendungen. Thomas Schlupp sprintet zum Biathlongewehr und während Lukas Endres mit zwei schnellen Fehlschüssen die Chance für die Fußballer nicht nutzen kann, legt der 47-Jährige Exfußballer, der beim SSV viele Jahre selbst in der 1. Mannschaft spielte, einen Treffer nach dem anderen hin. Wenige Sekunden später ist Thomas einer von 2 fehlerlos schießenden Wettkämpfer an diesem Tag und übernimmt in 2:18 Minuten mit seinen 5 Treffern die Etappenspitze. Zudem führt der Biathlonfan seine Karnevalsgesellschaft ins Finale, wobei der Jubel darüber etwas zwiegespalten ausfällt, denn nur 10 Minuten Erholung bis zum Finale hört sich für die erschöpften Karnevalisten Patrick Neumann, Jens Kahn, Kai Hammels und Thomas Schlupp nicht gerade reichlich an.

FINALE der Biathlonstaffel-Dorfmeisterschaft

Drei Teams haben es geschafft. Im Finale trifft der Sieger des 1. Rennens, die Prinzengarde 1 in roten Hemden mit Startläufer Benny Zimmermann auf die Sieger des 2. Rennens und zugleich das schnellste Team der Vorrunde, die Aktiven des SRC Heimbach-Weis, die in Loipe 1 mit Biathletin Catherina Freitag starten werden. In Loipe 3 das zweitschnellste Team der Vorrunde, die Karnevalsgesellschaft Weis mit Patrick Neumann.

Catherina Freitag wird mit 4 Treffern ihrer Favoritenrolle gerecht, läuft und schießt für die SRC-Aktiven 40 Sekunden Vorsprung heraus. Es folgt die Karnevalsgesellschaft, bei der Patrick Neumann 2 Treffer erzielt. Benny Zimmermann macht für die Prinzengarde einen Treffer und schickt mit 60 Sekunden Rückstand Funkenmariechen Jacqueline Grefer ins Rennen.

Wir erleben eine starke Aufholjagd von Jens Kahn. Der Theaterspieler der Karnevalsgesellschaft hat blitzschnell gelernt. Nach nur einem Treffer im Vorlauf schafft er nun gleich 4 und das in starken 2:23 Minuten. Das ist das fünftbeste Ergebnis des Tages und plötzlich die Führung für die Karnevalisten, weil dem in der Loipe schnellen Felix Puderbach in diesen Sekunden die ruhige Hand fehlt. 75 Strafsekunden bringen dden SRC-Aktiven 11 Sekunden Rückstand ein. Auf Platz 2 geht es für sie in die 3. Runde, weil auch Jacqueline Grefer ohne Treffer bleibt und die Prinzengarde damit nicht näher heranrücken kann.

In dieser vorletzten Runde kann die Karnevalsgesellschaft ihren Vorsprung in der Loipe zunächst ausbauen, denn Kai Hammels ist mit den Stöcken schneller unterwegs als SRCler Bijan Madjub. Doch beim Schießen dreht sich das Finale erneut. Bijan, der Musiker und Cross-Skater aus Köln schafft 4 Treffer und das achtbeste Einzelresultat, während Kai mit einem Treffer 60 Sekunden Strafzeit „abbrummen“ muss. Zeitgleich gehen beide Staffeln in die entscheidende letzte Runde. Der Prinzengarde fehlt an dritter Stelle liegend in diesem Finale einfach das ruhige Händchen. Auch Elektro-Gardist Frank Rudolf kann mit einem Treffer das Team nicht näher an die beiden Führenden heranbringen.

Und so erhält das Finale zu seinem Finish die ideale Dramaturgie. Der Etappenführende, Thomas Schlupp (2:18 min. / 5 Treffer) und der Tagesschnellste, Julian Puderbach (1:59 min / 4 Treffer) starten gleichauf für ihre Teams in die Schlussrunde. In seinem 4. Rennen an diesem Tag lässt Julian ein paar Sekunden in der Loipe liegen. Auf der anderen Seite kämpft sich Thomas  so richtig in dieses Rennen hinein und wechselt mit ganz knappem Vorsprung vor Julian ans Biathlongewehr. Doch während Thomas noch nach Atem ringt legt Julian ein extrem schnelles Schießen hin. Sein Risiko wird mit 3 Treffern belohnt. Thomas ist nun unter Druck. Wenn er das fehlerlose Schießen aus dem Vorlauf wiederholt, dann macht er die Karnevalsgesellschaft zum Staffelchampion. Auch 4 Treffer könnten dafür reichen. Doch in diesem Moment fehlt ihm die Treffsicherheit aus dem Vorlauf. 2 Treffer reichen für die Karnevalisten nicht zum Sieg. Die SRC-Aktiven jubeln über die erneute Wende in diesem Finale und über den Sieg. Die Karnevalisten haben einen großen Kampf geliefert und werden Zweite. Martin Pohl ist wieder der beste Biathlet der Prinzengarde 1, erzielt 3 Treffer, doch es reicht für die Prinzengarde „nur“ zu Platz 3.

Etappensieger ist Karnevalist Thomas Schupp

Staffelsieger werden die SRC-Aktiven

Am Ende gibts für alle was zu feiern. Die beiden Möhnenteams sind die Siegerinnen der Herzen und freuen sich über die großzügigen Gutscheine von INTERSPORT Krumholz aus Mülheim-Kärlich. Die Prinzengarde kann mit dem Getränkegutschein für das drittbeste Team durchaus etwas anfangen. Die SRC-Aktiven sind happy über den Staffelsieg nach spannendem Rennverlauf und Thomas Schlupp von der Karnevalsgesellschaft wird Heimbach-Weis‘ Vertreter beim Tourfinale am 26./27. Januar 2019 in Ruhpolding. Dort wird er in der bekannten Chiemgau-Arena auf die 34 weiteren Etappensieger treffen und auf Langlaufski und am Kleinkalibergewehr den Tour-Champion ermitteln. Im Preis enthalten ist für ihn auch ein Biathlontraining mit Olympiasieger Fritz Fischer am 26.01., die Übernachtung im Athletenhotel für zwei Personen vom 26. auf den 27.01. sowie der zünftige Hüttenabend mit allen Etappensiegern in der Zirmbergalm am 26.01. Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen mit Thomas und seiner Frau Kerstin.

Dankeschön

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an Isabell Imig und Oliver Johann von der Werbegemeinschaft Wir sind Heimbach-Weis, die als unermüdliche Organisatoren des Dorffestes keine ruhige Minute hatten und diesen Biathlontag nicht nur durch die großzügigen Preise für die besten Staffeln großartig unterstützt haben. Herzlichen Dank an das gesamte Team des SRC Heimbach-Weis und besonders an Stefan Puderbach für die wieder einmal tolle Zusammenarbeit. Ein freudiges Dankeschön gilt Kerstin Degen, der Marketingleiterin unseres Tour-Partners INTERSPORT Krumholz, die neben den Etappen in Mayen und Mülheim-Kärlich nun auch die Etappe in Heimbach-Weis mit tollen Gewinnen unterstützt hat. Und mein besonderer Dank gilt meinem Kollegen Hartmut Wächter, der ganz kurzfristig trotz eigener Termine an diesem Tag einsprang und dem Tourteam damit aus einem echten Engpass half.

Bilder: Harry Pien    Text: Martin Bremer

O-Töne

Dorffest-Veranstalter Oliver Johann:

Hi Martin,
ich muss sagen ich bin baff… viele Zuschauer – oder? Ich konnte da ja leider nicht dabei sein.. und das hätte ich auch nicht gedacht.. .sehr positiv!!!