Nachbericht zur 11. Etappe 2018 in Wenden

Heißer Wintersport beim Wendener Sommer

Das erste mal geht es für die Biathlon-Tour in diesem Jahr ins Sauerland und zwar in dessen südlichste Gemeinde, nach Wenden. Die Nachbargemeinde unserer letztjährigen Etappenstadt, Olpe, liegt sozusagen im Dreieck Sauerland, Siegerland und Oberbergisches Land herrlich inmitten grüner Hügel, zwischen denen sich der Biggezufluß Wende schlängelt. Die Gemeinde Wenden und die Biathlon-Tour hatten bereits ein gemeinsames Erlebnis:

Jubelndes Wendener Rathaus-Team 2017  in Olpe: Bürgermeister Bernd Clemens, Thorsten Scheen, Dietmar Häner und Elmar Holterhof (in gelben Trikots) gewinnen ihren Vorlauf, doch im Finale jubelt das zunächst unterlegenen Team des Berufskollegs Olpe.

Bei der Staffel-Kreismeisterschaft im Juni 2017 trat Wendens Bürgermeister, Bernd Clemens, mit einem Rathaus-Team an und die 4 sorgten für eines der spannendsten Staffelduelle, die wir auf bisher über 100 Touretappen erleben durften. Mit dem letzten Schuß wendete das damalige Team einen beinahe unaufholbaren Rückstand noch in einen umjubelten Sieg, um jedoch im späteren Finale gegen den gleichen Gegner kanpp den Kürzeren zu ziehen und als Kreismeisterschafts-Zweiter an die Wende zurückzukehren. Was blieb, das waren Begeisterung über einen tollen Wettbewerb und die Überzeugung, zum Wendener Sommer 2018 Gastgeber der 1. Wendener Biathlonstaffel Gemeindemeisterschaft zu werden. Und so kam es auch, so dass wir am heutigen letzten Juni-Freitag auf dem Rathausparkplatz 7 Teams zum Wettkampf begrüßen können, unter Ihnen natürlich das Wendener Rathaus-Team und, um den dramaturgischen Rahmen perfekt zu machen, die Bezwinger und Staffel-Kreismeister des Vorjahres in Olpe, das Berufskolleg Olpe in der gleichen Besetzung wie im Vorjahr. Es wurde ein heisser Wettkampf an einem heissen Sommertag.

Bester Biathlet und beste Staffel gesucht

Gastgeber des Tages ist die Gemeinde Wenden. Nicole Williams vom Wendener Stadtmarketing hatte sich im Vorfeld der Etappe um die Einladung der Staffeln, Marketing und Organisation verdient gemacht, versorgt am heutigen Veranstaltungstag mit dem wichtigsten Gut, kühle Getränke und ehrt am frühen Abend alle Staffelwettkämpfer mit Erinnerungsmedaillen, die Finalisten mit Pokalen und Shootingstar-T-Shirts und das Siegerteam mit 4 Einladungen zur Wendener Gourmetwanderung, einem Menu gleich im doppelten Wortsinn, slow food nach slow foot oder nach den kulinarischen Gängen in den Gaststuben besonders engagierter Wendener Gastronomen führt der nächste Gang auf den schönsten Wanderwegen der Gemeinde zum nächsten Menugang.

Doch vor der Ehrung steht der Wettkampf und hier ermitteln die 7 Team zunächst in 3 Rennen die 3 schnellsten Staffeln, die sich danach im Finale um die Staffel-Gemeindemeisterschaft gegenüber stehen. Jeder Staffelwettkämpfer wird auch mit seiner Einzelleistung herausgestoppt, kann also Etappensieger und damit Gewinner des Biathlonerlebnis-Wochenendes in Ruhpolding werden. Dieser Preis für Sieger + Begleiter enthält neben der Hotelunterkunft einen Biathlon-Trainingskurs bei Olympiasieger Fritz Fischer und das Tourfinale aller 35 Etappensieger der Tour 2018 in der bekannten Chiemgau-Arena. Das Wochenende findet am 26./27. Januar 2018 statt und beinhaltet natürlich auch die Championsparty am Abend in der Zirmbergalm. Gewinnen lohnt sich also heute in Wenden.

Skilanglauf ohne Schnee und Schießen ohne Munition

Um Biathlon die gesamte warme Jahreszeit über in die Städte und Gemeinden zu bringen und für Jedermann möglichst authentisch erlebbar zu machen, sind zuerst die Ingenieure gefragt. Die Biathlon-Tour verwendet mit dem Thoraxtrainer die „beste Loipe ohne Schnee“. Dr. Ulrich Ghisler entwickelte in Skandinavien dieses Trainingsgerät (nicht nur) der Nordischen Ski-Elite, dem die Universität Umea eine 96 % Übereinstimmung mit den klassischen Langlaufstilen „Doppelstockschub“ und „Diagonalschritt“ bestätigt. Die Wettkämpfer der Biathlon-Tour wählen für ihren 400 m-Sprint (Wettkämpferinnen: 300 m) die schnellere Variante des Doppelstockschubs und benötigen, je nach Krafteinsatz, 80 – 160 Sekunden für ihren „Loipeneinsatz“.

Es folgt der Wechsel ans Biathlongewehr, das natürlich bei der Biathlon-Tour keine Kleinkalibermunition benötigt. Der finnische Hersteller eco aims ist auf Infrarotschießsysteme spezialisiert und betreut mit seinen Produkten u.a. die paralympischen Biathlonwettkämpfe. Für die Biathlon-Tour ist eco aims der ideale Partner, denn das Equipment vermisst jeden Schuss exakt im Ziel, so dass die Wettkämpfer zuvor im Training exakt mitverfolgen können, wie mittig ihr Schuß im Ziel tatsächlich lag. Für die Qualität der Biathlon-Tour-Events ist das eco aims-Schießequipment ein wesentlicher Faktor, denn es liefert konstant und nahezu fehlerlos bei jeder Witterung exakte Ergebnisse. Wer Lichtzieltechnik kennt, der weiss, dass dies nicht selbstverständlich ist.

Jeder Wettkämpfer hat 5 Schüsse für die 5 Ziele. Wer Einzelsieger der Etappe werden möchte, muss die beste Trefferzahl des Tages haben. Schaffen mehrere Wettkämpfer 5 Treffer, gewinnt der Schnellste von ihnen. Schafft es keiner, so gewinnt der Schnellste mit 4 Treffern. Die Zielgröße beträgt 45 mm Durchmesser. Geschossen wird aus 10 m Entfernung. Im Vergleich zu den Biathlonprofis ist das ungefähr halb so anspruchsvoll.

Die Biathlonstaffel-Gemeindemeisterschaft

Das 1. Rennen: Gemeinde Wenden vs. Häner & Partner

Der moderierte Einlauf aller Staffeln mit Musik zuvor schafft bereits die Wettkampfatmosphäre. Nun geht es für die ersten beiden Teams an den Start. Der Gastgeber des Tages, die Gemeinde Wenden startet wieder in den gelben Trikots des Vorjahres, hat aber nur noch Thorsten Scheen (BIld oben, 2. von links) aus dem Vorjahresteam dabei. Ob die „Auswechselung des Bürgermeisters und des Ortsvorstehers dem Team einen weiteren Leistungsschub verleihen wird, das testen die 4 Steuerexperten des Unternehmens Häner & Partner, das im Kreis Olpe agierende Steuerberatungs-Unternehmen mit Expertise im Profisport, wo auch Handballnationaltorwart Carsten Lichtlein angestellt ist.

Links: Paul Rüsing für Häner & Partner. rechts: Baudezernet Markus Hohmann für die Gemeinde Wenden

Gleich auf der 1. Runde macht der Gastgeber deutlich, dass er mit Ambitionen in seine Gemeindeneisterschaft geht. Baudezernent Markus Hohmann ist im Duell mit dem jungen Handballer aus Hilchenbach, Paul Rüsing, der etwas Schnellere und vor allem schießt er präziser. 4:2 Treffer bringen das „Rathaus-Team“  in Führung,  denn jeder Fehlschuss führt zu 15 Sekunden Strafzeit. Am Ende dieser ersten Runde summiert sich der Vorsprung des Baudezernenten auf 42 Sekunden. Mit seinen 2:30 Minuten und 4 Treffern erreicht Markus Hohmann das viertbeste Einzelresultat des Tages.

Auf der 2. Runde vergrößert Thorsten Scheen, Wendens Bürgermeisterkandidat 2015 der UWG, den Vorsprung im Duell mit Steuerfachfrau Christine Wefels durch seine starke Laufleistung. 2:04 Minuten und 3 Treffer von Thorsten stehen 3:15 Minuten und 1 Treffer von Christine gegenüber. Das Schöne an der Biathlon-Tour ist, dass Christine und ihre Hellblauen in diesen Momenten des Rückstandes von den Zuschauern besonders empathisch unterstützt werden. Siegen ist prima, doch das Herz gehört jenen, die im Rückstand Moral zeigen.

3. Runde: Bernd Alterauge versucht dem enteilten Tobias Stahl wieder näher zu kommen

Im Duell zweier ehemaligen Fußballer ist Tobias Stahl von der Gemeinde Wenden auf dem Thoraxtrainer der etwas Schnellere, doch Wendens Steuerberater Bernd Alterauge, der zu seiner aktiven Fußballzeit Verbands- und Landesliga gekickt hat, ist etwas treffsicherer, gewinnt das Schießduell mit  2:1 Treffern. Am Vorsprung der Gemeindestaffel ändert dies nichts.

links: Steuerberater Mario Krause. rechts: Matthias Kruse von der Gemeinde Wenden

Auch in der Schlussrunde geht das Schießduell an Häner & Partner. Der Olper Steuerberater Mario Krause schafft 3 Treffer, Wendens Matthias Kruse 1 Treffer. Doch ändert dies nichts mehr an dem klaren Erfolg der Gemeindestaffel, die in 11:57 Minuten ihre Finalambitionen unterstreicht, während Häner & Partner in 13:34 Minuten am Ende den 5. Platz belegen.

Das 2. Rennen: Volksbank Wenden vs. Fliegende Einhörner

Klasse, dass auch ein Rennen dabei ist, wo die Wettkämpferinnen in der Überzahl sind. Der Thoraxtrainer bedient ja eher eine männliche Domäne, denn die Kraft aus dem Oberkörper ist der entscheidende Aspekt. Deshalb haben wir in diesem Jahr das Reglement so verändert, dass in den Staffelrennen Wettkämpferinnen 300 m und Wettkämpfer weiterhin 400 m zurücklegen. Seitdem haben auch weiblich dominierte Teams Siegchancen. Hier in Wenden haben die 4 Damen der Fliegenden Einhörner in 12:57 Minuten die Nase vorne vor dem gemischten Team der Volksbank Wenden in 14:06 Minuten

Platz 6: Die Volksbank Wenden

Schlussläuferin Kirsten Marie Dünzer kann sich der Unterstützung des Teams sicher sein

Das Team der Volksbank Wenden mit Hauke Röckinghausen (oben links), Sandra Krüger (unten rechts), Pascal Halbe (unten links) und Kirsten Marie Dünzer (oben rechts, im Hintergrund die Volksbank-Filiale Wenden). Zusammen erzielen die Vier 6 Treffer mit ihren 20 Schüssen. Dabei erweisen sich die beiden Wettkämpferinnen mit jeweils 2 Treffern als treffsicherer. Beste „Einzelkämpferin“ des Quartetts ist Schlussläuferin Kirsten Marie Dünzer in 2:48 Minuten mit 2 Treffern. 14:06 Minuten bringen die sympathischen Volksbänker auf den 6. Platz des Staffelturniers

Platz 4: Fliegende Einhörner

Teamgeist bringt Rückenwind und ist das lachende Gesicht eines jeden Events

Die Fliegenden Einhörner in der Besetzung Sarah Halbe, Carolin Tump, Celina Hees, Carina Rademacher erreichen 12:57 Minuten und gewinnen dieses 2. Rennen. Hinter der Gemeinde Wenden sieht es zunächst nach der Finalteilnahme aus. Am Ende wird das fliegende Quartett Vierter.
Zusammen erzielen sie 7 Treffer. Beste des Teams in der Einzelwertung wird Sarah Halbe mit 3 Treffern und 2:40 Minuten auf Platz 15. Damit ist die Angestellte der Gemeinde Wenden die beste Wettkämpferin des Tages. Herzlichen Glückwunsch!

Das 3. Rennen: Dorf 1 Elben vs. SG Wenden vs. Berufskolleg Olpe

Im 3. Rennen treffen die Sieger der letztjährigen Biathlonstaffel Kreismeisterschaft in Olpe, die Lehrer des Berufskollegs Olpe (schwarze Trikots) auf die Mittel- und Langstreckenläufer der SG Wenden (rote Trikots) und die Auswahl des Wendener Ortsteils Elben, die mit zwei krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen hat und kurzerhand von der Wendener Werbegemeinschaft unterstützt wird (weisse Trikots).

Platz 7: Dorf 1 Elben / Werbegemeinschaft Wenden

In Mittelerde unterstützen sich Elben und Werbegemeinschaft Wenden gegenseitig.

Die Dorf 1 Elben / Werbegemeinschaft Wenden in der Besetzung Matthias Keller, Rupert Wurm, Sabrina Niklas, Thomas Klose gewinnen mit 4 Treffern aus 20 Schüssen die Friedensmedaille des Tages. In der Endzeit von 16:10 Minuten stecken alleine 4 Minuten „Strafzeit“ für die 16 Fehlschüsse. Läuferisch sind sie also schon fit und jetzt heisst es für die Vier Schießen üben auf der nächsten Wendschen Kärmetze im August, dann tauschen sie 2019 die Friedensmedaille gegen einen Finalpokal ein. Bester in der Einzelwertung ist ihr Schlussläufer, Thomas Klose mit 2 Treffern und 3:21 Minuten auf Platz 28. Wir hoffen, dass 2019 auch andere Wendener Ortsteile so mutig sind, wie Elben und mit einem Ortsteam in den Vergleich ziehen. Einen herzlichen Dank richten wir an die Werbegemeinschaft Wenden für die kurzfristige personelle Unterstützung der Elben-Staffel

Als zweitbestes Team ins Finale: Die SG Wenden

Platz 2 in diesem Rennen und zugleich die zweitbeste Zeit der sieben Teams erreichen in 11:29 Minuten die Mittel- und Langstreckenläufer der SG Wenden in der Besetzung Sven Daub, Mark Fekadu, Thomas Schönauer, Tim Thiesbrummel. Im spannenden Duell mit den Lehrern des Berufskollegs Olpe erzielt das Läuferquartett 11 Treffer. Jeweils 4 Treffer schaffen Mark Fekadu (6. der Einzelwertung) und Sven Daub, der mit 2:25 Minuten und den 4 Treffern die drittbeste Einzelleistung erzielt. Der Schnellste des Quartetts ist Thomas Schönauer mit 1:53 Minuten. Auch Tim Thiesbrummel macht als Schlussläufer in 2:12 Minuten ein schnelles Rennen.

Als bestes Team ins Finale: Das Berufskolleg Olpe

Mit ausgezeichneten 10:25 Minuten gewinnt das Team des Berufskollegs Olpe nicht nur dieses 3. Rennen sondern zieht als stärkstes Team in s Finale ein in der Besetzung Marius Kiese, Lars Böcker, Tobias Hombach.
Marius Kiese übernimmt als Start- und Schlussläufer gleich 2 Runden, weil Teamkollege Michael Hombach kurzfristig ausfiel. Nur 4 Minuten nach seinem 1. Lauf in 2:03 Minuten schafft er als Schlussläufer 1:54 Minuten. Alle Achtung!
Auch Lars Boecker in 1:56 Minuten und Tobias Homach in 2:02 Minuten erreichen sehr sportliche Zeiten. 10 Treffer mit 20 Schüssen lassen noch Raum zur Verbesserung. Doch im Finale wird es nun zu Dritt extrem schwer für die drei Lehrer.

Das Finale um die Biathlonstaffel-Gemeindemeisterschaft

Welch ein spannendes Finale! Alle drei Teams kommen innerhalb von 26 Sekunden ins Ziel und haben im letzten Schießen alle noch Siegchancen. Als schnellstes Vorlaufteam starten die 3 Lehrer des Berufskollegs Olpe auf der Bahn 1 . Rechts daneben in den roten Trikots die Läufer der SG Wenden und als drittschnellstes Team ganz rechts in gelb die Staffel der Gemeinde Wenden.

Bei den Startläufern treffen die Besten des Tages direkt aufeinander. Sven Daub (in rot) von der SG Wenden hatte im Vorlauf das beste Ergebnis mit 2:25 Minuten und 4 Treffern, Markus Hohmann das zweitbeste mit 2:30 Minuten und 4 Treffern. Von Marius Kiese und seinem besten Ergebnis wird weiter unten noch zu berichten sein. Der Lehrer für Sport- und Metalltechnik am Berufskolleg Olpe ist nun bereits im 3. Wettkampf und muss für seine dezimierte Staffel am Ende auch noch als Schlussläufer ran. Sieger dieses Dreikampfes der Startläufer ist eindeutig Sven Daub. Der 37-jährige Polizist aus Siegen, der zweimal mit dem Team der SG Wenden Deutscher Mannschaftsmeister im Crosslauf wurde und in der Europaliga des Crosslaufes antreten durfte, verbessert seine Vorlaufzeit auf 2:14 Minuten und legt wieder starke 4 Treffer hin, während Baudezernent Markus Hohmann und Marius Kiese jeweils 4 Fehlschüsse einstecken müssen. Mit 36 Sekunden Vorsprung auf das Berufskolleg und 55 Sekunden auf die Gemeinde Wenden übergibt Sven Daub auf seinen KollegenMark Fekadu. Ist das schon die Entscheidung?

Die 2. Runde

Jetzt wird das Finale zum Krimi, denn die beiden zurückliegenden Wettkämpfer wachsen über sich hinaus. Allen voran Thorsten Scheen für die Gemeinde Wenden. Der schnellsten Leistung des Tages von 1:51 Minuten lässt er ein riskant schnelles Schießen mit 3 Treffern folgen. Wow, mit einem Treffer mehr wäre er sogar Etappensieger geworden.

Doch auch so reicht es im Kampf gegen die führende SG Wenden, bei der Mark Fekadu mit 2:37 Minuten und 2 Treffern nicht ganz an seine Vorlaufleistung herankommt, sogar zum Führungswechsel.

Im Vordergrund: Lars Boecker, links daneben Mark Fekadu und in gelb Thorsten Scheen

Auch Lars Boecker schiebt sich und sein Berufskolleg-Team mit einer starken Einzelleistung an den Läufern der SG Wenden vorbei auf Platz 2. Der Lehrer hat einige Erfahrung mit Sommerbiathlon und war mit der Mannschaft des SC Rotenstein 2004 sogar Deutscher Vizemeister in dieser Sportart. Sein Teamkollege, Marius Kiese, verrät uns, dass Lars in einem Schülerrennen sogar einmal Olympiasieger Andt Peiffer besiegte. Der Olympiasieger-Bezwinger schafft 2:10 Minuten und 3 Treffer und übergibt an seinen Lehrerkollegen Tobias Hombach.

Die 3. Runde

Die drei Teams sind bei Rennhalbzeit nur 10 Sekunden voneinander entfernt. Und erneut wächst der Starter im gelben Trikot über sich hinaus. Mit 2:01 Minuten verbessert sich Tobias Stahl im Vergleich zum Vorlauf um 14 Sekunden und vor allem gelingen ihm 3 Treffer, nachdem er beim Vorlauf noch 4 Fehlschüsse sammelte.

im Vordergrund Tobias Hombach, links daneben in rot Thomas Schönauer und in gelb Tobias Stahl

Thomas Schönauer für die Läufer der SG Wenden und Tobias Hombach für das Berufskolleg schaffen beide 2:04 Minuten. Während Thomas mit 2 Treffern einigermaßen den Anschluss an die Staffel der Gemeinde Wenden halten kann, scheinen die Lehrer des Berufskollegs Olpe durch 5 Fehlschüsse von Tobias ihrer Siegchancen beraubt, zumal Schlussläufer Marius Kiese  nun vor seinen 4. Einsatz innerhalb einer Stunde steht.

Die Entscheidung

Der junge Mittelstreckenläufer, Tim Thiesbrummel von der SG Wenden, jagt Matthias Kruse von der Gemeinde Wenden. Der Mann in gelb geht mit 28 Sekunden Vorsprung in diese Schlussrunde. Und was kann Marius Kiese für das Berufskolleg ausrichten? Sein Rückstand beträgt 52  Sekunden.

Matthias Kruse kämpft auf dem Thoraxtrainer und gibt nur wenige Meter des Vorsprungs preis. Mit rund 20 Sekunden Vorsprung kommt er zum Schießen. Jetzt muss er was vorlegen, sonst wird es nicht zum Sieg reichen für die Gemeinde Wenden. Im Vorlauf schaffte Matthias nur einen Treffer, das wäre jetzt wohl zu wenig. Matthias macht es richtig, schießt schnell und es werden immerhin 2 Treffer. Doch ob das ausreicht? Die Strafzeit von 45 Sekunden für die Gemeinde Wenden tickt runter. Tim Thiesbrummel ist nun bereits am Gewehr und ihm verbleiben 45 Sekunden. Wenn er 4 Treffer setzt könnte es für die SG Wenden zum Sieg reichen. Tim beginnt mit einem Fehlschuss. Der zweite trifft. Da kommt auch schon Marius Kiese ans Biathlongewehr. Ihm verbleiben noch 25 Sekunden für den Sieg. Da müsste er nun schon fehlerlos schießen. Doch genau so legt er auch los und trifft mit seinen ersten drei Schüssen. Tim Thiesbrummel beendet sein Schießen mit 3 Treffern also 30 Sekunden Strafzeit. Für den Sieg reicht es also nicht bei den Roten. Anspannung bei den gelben der Gemeinde Wenden. Schafft Marius Kiese tatsächlich noch das fehlerlose Schießen in den verbleibenden 10 Sekunden. Der 4. Schuss entscheidet das Finale zugunsten der Gemeinde Wenden. Marius Kiese, der Lehrer aus Attendorn, der hier in 4 Einsätzen so viel Kraft und Einsatz in die Waagschale geworfen hat, verpasst das Ziel. Doch er verpasst nicht sein persönliches Happy End, denn der letzte Schuss sitzt und mit 2:08 Minuten und 4 Treffern holt er sich mit 6 Sekunden Vorsprung den Etappensieg knapp vor dem bis dahin Führenden Sven Daub. Darüber hinaus erreicht das Team des Berufskollegs Olpe durch den 4. Treffer von Marius noch Platz 2 vor der SG Wenden. Doch umjubelter Gemeindestaffel-Meister wird das Gastgeberteam der Gemeinde Wenden und feiert somit erfolgreich Revanche für das verlorene Finale gegen das Berufskolleg im Vorjahr bei der Biathlonstaffel-Kreismeisterschaft in Olpe.

Mit der Ehrung aller Teams endet ein toller Biathlontag. Unser Dank gilt allen Wettkämpfern für ihren sportlichen Einsatz und diespannenden Wettkämpfe, aber auch dem begeisterungsfähigen Publikum, das die Staffelmeisterschaft zu einem stimmungsvollen Event werden ließ. Der besondere Dank geht an den Gastgeber, die Gemeinde Wenden und hier insbesondere an Nicole Williams aus dem Stadtmarketing, die bereits seit Wochen in die Organisation involviert war und uns bestens unterstützte. Und schließlich war es erneut eine Etappe mit einer Topleistung meines Mitarbeiterteams. Auch dafür einen herzlichen Dank an das Team, an Daniel, Harry und Sven.

Bilder: Harry Pien    Text: Martin Bremer

O-Töne

Nicole Williams (Stadtmarketing Wenden): Nochmals Danke an das ganze Team – ihr wart großartig!

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