Cedric Kostrewa: Das Wellenbad des Tagesbesten

Der schnellste Rollersprinter des heutigen Tages bringt seine „Achtung Chaoten“ als schnellstes Halbfinalteam in das Finale der besten 4 Teams. Dass Cedric Kostrewa zudem sehr gut schiesst, darf hier nicht unerwähnt bleiben, obwohl manche das von einem über Jahre trainierten Sommerbiathleten vielleicht erwarten. Der duale Maschinenbaustudent in Wolfenbüttel riskiert jedoch bei beiden Schießeinheiten einiges und reduziert seine Verweildauer am Biathlongewehr, indem er sich kaum Zeit für die Atemerholung lässt. Es geht mit jeweils 4 Treffern im Liegend- und Stehendschießen gut, nein bestens, der Sommerbiathlet und Karatekämpfer bleibt in 8:55 Minuten der einzige Wettkämpfer des Tages unter der 9-Minuten-Marke.

Im Finale der besten 4 Teams ist Cedric als Schlussläufer seines Teams, „Achtung Chaoten“ beinahe gezwungen, ein ähnliches Risiko wie im Halbfinale einzugehen, wenn er sein Team noch von Platz 3 weiter nach vorne bringen möchte. Das Tempo auf dem Roller scheint bei ihm nochmal höher als im schnellen Halbfinale. Doch nun wendet sich das Risiko gegen ihn. 4 Fehler im Liegendschießen werfen den Deutschen Juniorenmeister im Sommerbiathlon 2019 mit der Niedersachsenstaffel entscheidend zurück. Dass er trotzdem mit Volldampf auf die minimale Chance hofft, die sich vielleicht noch einmal auf tut, zeichnet ihn als Kämpfertypen aus. Heute will es im Finale einfach nicht passen und enttäuscht kommt er als Dritter ins Ziel und muss von Vater und Teamkollege Jörg erst einmal getröstet werden. Am Ende können alle 3 „Achtung Chaoten“ schon wieder Lachen und vielleicht trägt auch Cedrics Finalteilnahme am 26./27. Februar 2022 in Oberhof dazu bei?