25. Etappe 2018: Der Etappensieger aus Wittlich im Porträt

Marco Feulner: Happy End statt Drama

Einmal versucht es Walter noch, den feixenden Bruder doch noch mundtot zu machen. An den Seiten hat er starke Konkurrenz. Steve Schulz (im grauen Pulli) den Kraftsportler und Marco Feulner, der seine Treffsicherheit als Sechster der Biathlon-Etappe in Mülheim-Kärlich im Frühjahr schon beweisen konnte. Dass Marco auch viel Kraft auf dem Thoraxtrainer einsetzen kann, das hat er uns in Mülheim-Kärlich gar nicht gezeigt. Heute aber ist er gemeinsam mit Steve so schnell, dass sie Jakobs Etappenführung gefährden können. Marco, der mit Frau und Sohn aus Zeltingen-Rachtig die nur rund 10 km rüber nach Wittlich kam, schießt gewohnt sicher und legt mit 4 Schüssen 4 Treffer vor. Wird es ihm nun wie in Mülheim-Kärlich ergehen, wo er ausgerechnet den 5. Schuss daneben setzte? Dieser letzte Schuss erweist sich im Biathlon so häufig als verflixter Schuss. Der Schütze wähnt sich fast am Ziel und vielleicht drängen genau deswegen wieder erste Gedanken hinein in die Konzentration. Auch Marco verzieht diesen letzten Schuss und ist zunächst mit 4 Treffern Dritter. Steve schafft 3 Treffer, während Walter heute nicht seinen besten Tag erwischt hat und wohl vor dem nächsten Jahr erst ins sibirische Trainingslager gehen muss?

Wer wird Wittlichs Finalist in Ruhpolding?

Gar nicht so einfach zu knacken, was Jakob Schaubert da vorgelegt hat. Das müssen auch Simon Kubas, , Babak Alikaram und Stefan Hirschfeld anerkennen. Simon (im nebenstehenden Bild links) gewinnt den Dreikampf mit 4 Treffern, doch vorne bleibt Jakob.

Mit Selbstvertrauen und Ehrgeiz startet Marco Feulner in seinen 2. Versuch. Der ehemalige Jungschützenkönig hat in diesem Jahr das Schwimmen für sich entdeckt. Die gewonnene Kraft hilft ihm auf dem Thoraxtrainer, wo er ein ganz starkes Rennen hinlegt. Mit seiner Endzeit von 2:06 Minuten ist Marco gleich 16 Sekunden schneller als Jakob, doch erneut wird der letzte Schuss für ihn zum verflixten.

Zwei, die es wissen wollen

Die Arme sind schon müde, doch sie möchten als Etappensieger in Wittlich das Finale der Biathlon Deutschland-Tour erreichen. Deswegen nehmen Dimitri Steinmetz aus Kyllburg und Marco Feulner aus Zeltingen-Rachtig noch einen dritten Anlauf auf Jakobs Bestleistung. Bei Dimitri schwinden auf dem Thoraxtrainer etwas die Kräfte, während Marco auch jetzt noch einmal volle Kraft auf die Stöcke bekommt. Doch kann der 43-jährige Projektleiter für Feuerschutzanlagen, der in Mülheim-Kärlich und hier in Wittlich nun dreimal nur mit seinem letzten Schuss gescheitert ist, diese schon beinahe unheimliche Serie überwinden? In der Pause zwischen seinen Rennen erzählt er uns, dass seine Mutter Gisela ein ganz großer Biathlonfan ist und er sie so gerne als Begleiterin mit zum Finale nach Ruhpolding nehmen würde. Nun hat er die nächste Chance und tatsächlich ist er auf Kurs. Die Zeit passt und es kommt genau jene Situation, dass der 5. erneut zum entscheidenden Schuss für ihn wird. Man mag kaum hinschauen und meint zu ahnen was passiert. Doch negative Serien sind dazu da, gebrochen zu werden und Marco erfüllt sich seinen Wunsch mit dem 5. Treffer und der Zeit von 2:07 Minuten. Am Abend verbessert er seine eigene Bestleistung sogar noch auf 1:51 Minuten.