Biathlon mit summer-vibes unter dem xxxl-Sonnenschirm

An fast jedem anderen Ort hätten wir vermutlich an diesem bundesweit heissesten Juniwochenende seit Wetteraufzeichnung unser Event aus Rücksicht auf die Mitmachenden absagen müssen, so, wie es etwa die Organisatoren des nur wenige Kilometer entfernten Triathlons in Hasselfelde und viele andere Veranstalter von Sportevents taten. Die Temperaturen klettern mancherorts über die 40°C-Marke, auch in Sachsen-Anhalt, doch unsere 8. Schierker Biathlonchallenge führt uns nicht nur in eine der coolsten Sportarenen, die wir kennen, sondern tatsächlich an einen Ort, wo die Hitze so gut erträglich ist, wie kaum sonst irgendwo. Wir gehen nicht so weit zu behaupten, dass diesem Ort, der schon vor über 100 Jahren als Natureisbahn Schauplatz von Eishockey- und Eiskunstlaufmeisterschaften war, sozusagen eine Traditions-Kühle zu Grunde liegt, aber etwa die mehr als 600 m Höhe des Luftkurortes am Brocken bringen ganz real ein paar Grad niedrigere Temperaturen. Noch viel mehr bewirkt das herrliche Flügeldach der Schierker Feuerstein Arena, das dem nahezu kompletten Innenraum Schatten spendet. Für den Biathlon unter dem vielleicht größten Sonnenschirm des Landes bringt das zwar noch keine Wohlfühltemperaturen, aber zusammen mit dem kühlenden Wind, der durch die nach allen Seiten hin offene Arena zirkuliert entsteht tatsächlich so etwas, wie ein Wohlfühlklima, das man in Gänze erst wahrnimmt, wenn man mal aus der Arena heraus und in die Sonne muss. So entfaltet die Freude darüber, am wohl besten Platz für dieses Wochenende zu weilen, noch etwas zusätzliche, gefühlte Kühle und alles zusammen erklärt ein bisschen, warum dieser Tag mit knapp 40 leidenschaftlichen Sportler/innen so viele wunderbare Leistungen hervorbringt und voller Lebendigkeit steckt, wo andernorts eher vegetiert wird mit verzweifeltem Warten auf Abendkühle. Für die Biathlon-Tour wird die Schierker Feuerstein Arena damit bereits zum wiederholten Male zum Ort, an dem “etwas geht”, wenn andernorts nichts geht, denn wir erinnern uns an die Coronajahre 2020 und 2021 zurück, als mehr als 60 unserer Events abgesagt werden mussten, nicht jedoch die beiden Schierker Biathlon-Challenges 2020 und 2021, die damit seinerzeit Seelentröster und Hoffnungsträger auf eine “normale” Zukunft waren. Es sind viele schöne Geschichten, die uns mittlerweile mit diesem Ort im Oberharz verbinden.
Die heisse Biathlon-Challenge bekommt MDR-Sendezeit

Natürlich bleibt auch die 8. Schierker Biathlon-Challenge nicht von Absagen befreit und die sind ja auch verständlich nach den Hitzeerfahrungen der Vortage. Ohnehin hatte es Josephine Hedderich, die Gastgeberin und Marketingleiterin der Schierker Feuerstein Arena in diesem Jahr nicht leicht bei den Team-Einladungen, denn zahlreiche etablierte Teams, wie die Lokalmatadoren des ESV Schierke, des OWOC e.V., des NSV Wernigerode oder SV Hüttenrode sind an diesem Wochenende terminlich verhindert. Um so mehr feiern wir die 10 Teams mit ihren motivierten Sportler/innen die Bock haben auf eine heisse Biathlon-Challenge und vom Dezernenten für Stadtentwicklung von Wernigerode, Immo Kramer, mit launigen Eröffnungsworten ein bisschen zur Vorsicht gemahnt werden, denn die Fürsorgepflicht steht für die Veranstalter natürlich an erster Stelle. Mit dem ersten Start sind dann nicht nur die Wettkämpfenden voll dabei, sondern auch ein Team des Mitteldeutschen Rundfunks aus Magdeburg, die über den gesamten Eventzeitraum hinweg für ihre Abendsendung, Sachsen-Anhalt um 7″ filmen und daraus diesen schönen Eventbericht geschnitten haben.
Wie bei der Biathlon-Tour üblich und auch entsprechend der 7 Schierker Biathlon-Challenges zuvor legen die Wettkämpfenden 5 Runden a ca. 200 m in der Schierker Feuerstein Arena im Laufschritt zurück. Nach 2 Runden stehen 5 Schüsse Liegendschießen auf die 10 m entfernten Ziele mit 45 mm Durchmesser an. Fehlschüsse führen zu Strafrunden von 50 m Länge, die auf den Cardio-Skilanglaufgeräten in der klassischen Doppelstocktechnik gegen Zugwiderstand “abgearbeitet” werden. Nach 4 Laufrunden folgt das Stehendschießen mit 5 Schüssen. Fehschüsse führen nochmals zu je 50 m Cardioskilanglauf bevor eine abschließende Laufrunde und die Übergabe im Start-/Zielbereich an den Teamkollegen das Rennen beenden. Die 10 vierköpfigen Teams starten in 2 Vorläufen, also je 5 Teams in einem Rennen. Die beiden besten Teams pro Vorlauf und eine weitere zeitschnellste Staffel erreichen das Finale um den Titel des Teamchampions. Los geht es jedoch mit einem spaßigen Auftakt 4 erfolgreicher Harzer Wintersport-Talente. Auf geht’s.
Prolog mit 4 besonderen Harzer Wintersport-Talenten


Das ist schon eine besondere Ehre für die Biathlon-Tour, neben unserem 2-fachen Tourchampion, Michel Fräsdorf, drei der aktuell wohl besten Harzer Biathlon-Nachwuchstalente am Start zu haben, die zusätzlich zu ihrem Staffelstart nun beim Auftakt ein spaßiges Kräftemessen über jene Distanz hinlegen, die später auch jeden Team-Wettkämpfenden fordern wird. Liv Hildebrand und Amy Dunkel sind schon seit der ersten Schierker Biathlon-Challenge 2019 mit dabei, seinerzeit im Alter von 9 bzw. 14 Jahren, so dass wir ihnen sozusagen dabei zuschauen konnten, wie sie zu bundesweit erfolgreichen Biathletinnen werden konnten, was bei Liv u.a. zuletzt zum Sieg bei der Nachwuchs-Challenge des Biathlon auf Schalke führte und bei Amy u.a. zum 2. Platz in der Gesamtwertung des Deutschland-Pokals 2023/24.
Auch Aaron Jakobs war bereits mehrfach bei der Biathlon-Tour am Start. Wir kennen den Deutschen Vizemeister 2025 in der J17 im Massenstart bereits von den Events in Braunlage, Wolfenbüttel und im Vorjahr hier in Schierke als Harzer-Supersprinter. Auf den ersten beiden Laufrunden bilden die Vier ein launiges Grüppchen, doch mit dem Moment, an dem die Biathlongewehre erreicht sind, beginnt die Challenge. Die Damen sind voll da und biegen fehlerlos in die Laufrunden 3 und 4 ein, während Aaron eine Strafrunde von 50 m Länge mit Extraeinsatz kompensiert und auf der Laufstrecke wieder zu Liv und Amy aufschließen kann, muss Skilangläufer Michel mit 2 Fehlschüssen abreissen lassen. Beim Stehendschießen legen die 3 Führenden ein Blitztempo hin. Aaron “bezahlt” den Zwischensprint mit 2 Fehlschüssen und sogar Amy, von der wir in den 7 Jahren Biathlon in Schierke kaum mehr als eine handvoll Fehlschüsse gesehen haben, muss für 100 m in die Cardioloipe. Dort kämpft Liv nach einem Fehlschuss nur für 50 m und kann als erste in die Schlussrunde starten. Aaron versucht mit raumgreifenden Schritten nochmal ranzulaufen, aber Liv bringt den Sieg entspannt laufend ins Ziel. Wenige Sekunden später erreichen Amy und Michel den Zielbogen und die Teamwettkämpfenden konnten sich gleich einen Eindruck verschaffen, wie schwierig es auf den kurzen Laufabschnitten ist, Schießfehler zu kompensieren. Volle Konzentration wird also zum Erfolgsfaktor, hier vielleicht noch etwas mehr als ohnehin beim Biathlon.
1. Vorlauf der Teamchallenge: Biathlon-Neulinge begeistern

Nach den geübten und erfolgreichen Biathleten/innen starten im 1. Vorlauf der Staffelchallenge jene Teams, die mutig und (größtenteils) ohne Übung die Herausforderung annehmen. Für genau diese sportlichen Entdeckungsfreudigen, also für diejenigen, die das Erlebnis des Sprungs ins kalte “Biathlonwasser” inspiriert, ist die Biathlon-Tour vor knapp 12 Jahren erfunden worden. 3 Teams erleben ihre Biathlonpremiere und drücken mit ihren Teamnamen Zuversicht, “4 gewinnt – Volltreffer-Edition”, oder etwas weniger Optimismus aus, “Trefferquote fragwürdig” und “Team PaHNiC”. Das Team der Stadtwerke Wernigerode gilt damit schon als routiniertes Biathlonquartett in diesem Rennen, nach den Starts bei den beiden Challenges der Vorjahre und die dezimierten Humpelstilzchen aus Salzgitter können zumindest auf ihre Biathlonpremiere 2020 hier zurückblicken und feiern ihr erstes Erfolgserlebnis bereits vor dem Start, denn das duch 2 Ausfälle verbliebene Duo kann Amy Dunkel als Mitmacherin gewinnen.
Im Rennen begeistern dann gleich mehrere der Biathlon-Novizen. Beinahe unglaublich gut gelingt das Biathlondebut von Mike Schneevoigt. Der Oberbrandmeister der Feuerwehr Halberstadt muss als Start- und Schlussläufer seiner “Volltreffer-Edition” ran und erfüllt den Teamnamen bei 19 Treffern mit 20 Schüssen derart mit Leben, dass er mitten unter den geübten Biathleten als siebtbester Einzelbiathlet des Tages performt und sein Team tatsächlich als Sieger dieses Rennens ins Finale führt. Auch seine Schwester, Kerstin Zaremba, bringt 7 ihrer 10 Schüsse ins Ziel und leistet ihren Anteil zu dem Erfolg. Kaum weniger bemerkenswert sind die 8 Treffer mit 10 Schüssen des gerade 16-jährigen Leopold Falk, der auch läuferisch alles andere als ein Humpelstilzchen ist und ebenfalls als Start- und Schlussläufer sein dezimiertes Team mit großer Unterstützung durch Amy Dunkel zu Platz 2 und ins Teamfinale führt. Leopold war als 9-Jähriger 2020 bereits in Schierke am Start. Bei seinem heutigen Comeback ist der junge Volleyballer unter den Besten des Tages angekommen. Sein Ergebnis bringt ihm Platz 14 in der Einzelwertung. Als Familienteam mit Mama und den 3 Söhnen reist “PaHNiC” aus Leipzig an. Das sympathische Quartett wird nicht nur zum “Star” des MDR-Berichts, sondern überzeugt auch mit dem 3. Platz in diesem Rennen. Ihr Küken, der 12-jährige Hannes, eigentlich Basketballer bei den Leipzig Lakers, bringt bei seinem ersten Liegendschießen gleich 4 von 5 Schüssen ins Ziel. Besser macht das nur die Mama, die liegend komplett fehlerlos schiesst. Gemeinsam erzielt das Familienteam 24 Treffer mit seinen 40 Schüssen und spätestens mit dem ersten Treffer war jede PaHNiC verflogen. Letztere musste beim Team der Stadtwerke gar nicht erst aufkommen, bei denen Toni Fröhner, der Abteilungsleiter Abrechnung und Datenmanagement, fehlerlos durchs Liegendschießen kommt und die kurzfristig eingesprungene Pressesprecherin, Stefanie Dunkel, mit 8 Treffern gleich zur Meisterschützin des Teams avanciert. Mit 29:38 Minuten bleiben die Stadtwerke-Biathleten/innen erstmals im 3. Anlauf unter der 30-Minuten-Marke. Alle Achtung! Den Applaus verdient sich voll und ganz auch das Team des Laufclubs Lok Blankenburg. Nach 26 Treffern mit 40 Schüssen erweist sich nur ihr Teamname als fragwürdig. Ihr Bester, Eduard Bechtold, bringt 9 von 10 Schüssen ins Ziel. Schließen wir mit den Worten des MDR-Redakteurs vor Ort: “Wenn das die Anfänger waren, dann bin ich auf die Geübten gespannt.” Wir auch.
2. Vorlauf der Teamchallenge: ICE-Tempo, Biathlon-Adel und eine Millimeter-Entscheidung

Mehr oder weniger geübte Biathleten stehen sich im 2. Vorlauf der Teamchallenge gegenüber. Besonders schwierig wird es für Amy Dunkels Team, Queens of speed, in dem Amy’s Mama Daniela und Giuliana’s Mama, Catrin jenen Sprung ins kalte Biathlonwasser wagen, für den wir, wie weiter oben angedeutet, unsere Mitmachenden besonders lieben. Logischerweise liegt das Erfolgserlebnis dieses Teams dann auch nicht in der Platzierung, aber wer miterlebt, wie dieses Team das gemeinsame Erlebnis feiert, wie Amy einfach die Strafrunden ihrer erschöpften Mama nachholt, wie Catrin mit 6 Treffern jene Zielsicherheit zeigt, die wir eigentlich ihrer Tochter und Bundespolizistin, Giuliana, zugetraut hatten, aber letztere sich auch von 7 Fehlschüssen die Laune nicht verderben lässt und auf der Laufstrecke und in der Strafrunde ihre sportlichen Qualitäten beweisen kann, die sie in der Vorwoche zum Triathlonsieg in Bad Lauterberg führten, dem wird deutlich, worum es bei der Biathlon-Tour eigentlich geht: Das Erlebnis steht vor dem Ergebnis.
Dass beides auch zusammen funktioniert beweist in beeindruckender Weise der Harzexpress, der mit den beiden Champions, Liv und Aaron sowie dem 13-jährigen Nachwuchstalent Zoe Weis aus Clausthal-Zellerfeld rüber nach Schierke kommt und einen Zwischenstopp in Langelsheim einlegte, um Aarons Bruder, Noah aufzugabeln. Dass Noah Handballer und kein Biathlet ist, lässt sich im Rennen nun wirklich nicht erkennen, denn mit 10 Treffern wird er zum Meisterschützen, was heute neben ihm nur Liv, Amy und Mike Schneevoigt gelingt. Noah erreicht mit 4:58 Minuten die sechstbeste Einzelleistung des Tages. Der Harzexpress rollt im ICE-Tempo nach nur 20:01 Minuten und mit eindrucksvollen 37 Treffern und nur 3 Fehlschüssen ins Finale, was auch dem Gästeteam aus Holzminden gelingt, denn die MTV-Artists, Teamchampion im Mai beim Citybiathlon in Hameln, behalten mit 33 Treffern und 7 Fehlschüssen ebenfalls einen kühlen Kopf und werden Zweite in 23:46 Minuten. Ihr heute Bester, Felix Gömann, schafft es mit 9 Treffern und 5:20 Minuten in die Top 10 der Einzelwertung. Dass dieses Team noch mehr kann, das hat es schon öfter bei der Biathlon-Tour bewiesen. Das Finale wird ihnen eine weitere Chance dazu bieten. Das Spannungshighlight dieses Rennens ist das Duell der Teams “Die Hechte im Karpfenteich” und “Harzer Skifreunde” um den letzten freien Finalplatz. Marcel Holland brachte die Skifreunde zunächst gegen Maja Suttkus knapp nach vorne, doch Maximilian Stadel und Florian Glatthor holten im Duell mit Sven und Angelina Straub einen kleinen Vorteil für die Hechte heraus, bevor der zweifache Etappensieger hier in Schierke, Michel Fräsdorf, mit knapp 15 Sekunden Rückstand auf Valentin Suttkus in die Entscheidungsrunde startet. Ein Fehlschuss von Michel im Liegendschießen scheint das Duell bereits zu entscheiden, denn Valentin bleibt fehlerlos und zeigt läuferische Stärke. Doch beim Stehendschießen ist dann plötzlich alles möglich. Valentin schafft starke 4 Treffer und als er das Biathlongewehr ablegt ist Michel hinter ihm schießbereit. Der Führende kämpft in der Strafrunde und bekommt natürlich mit, wie Michel einen Schuss nach dem nächsten in risikoreicher Schnelligkeit ins Ziel bringt. Der letzte Schuss kann den Harzer Skifreunden nun doch noch die Tür zum Finale öffnen, doch Millimeter entscheiden: Fehlschuss Michel, Jubel bei den Hechten, für die Valentin Suttkus in starken 4:49 Minuten die viertbeste Einzelleistung des Tages erreicht.
Das Finale der Teamchallenge: Konkurrenz für den Harzexpress

Nach kurzem verschnaufen geht dieser Biathlontag in seine letzte Runde, zu der die fünf bestplatzierten Teams um den Titel des Teamchampions kämpfen. Das Finale wird die Frage beantworten, ob der Harzexpress als klarer Favorit gestoppt werden kann und wie die Biathlon-Newcomer der “4 gewinnt – Volltrefferedition” und der “Humpelstilzchen” mit den geübten Teams mithalten können? Start frei und Runde 1 wird eine klare Sache für den Harzexpress, denn Liv Hildebrand bringt, trotz eines Fehlschusses, 50 Sekunden Vorsprung zur Übergabe auf Noah Jakobs. Hinter ihr erreicht Shootingstar, Mike Schneevoigt Platz 2, dann folgt Maja Suttkus, die mit 9 Treffern fast wieder mit “weisser Weste” schiesst. Stark hält sich Humpelstilzchen Leopold Falk nur 9 Sekunden hinter Maja auf Platz 4 und die MTV Artists halten mit Marc Neugebauer weitere 9 Sekunden zurück noch Anschluss.
Runde 2 bringt 3 Teams näher zusammen. Noah Jakobs bremst den Harzexpress mit 3 Strafrunden etwas, so dass die Hechte aus dem Karpfenteich, die für ihren verletzten Maximilian Stadel mit Michel Fräsdorf einen hungrigen Raubfisch hinzugewinnen konnten, auf 20 Sekunden zum ICE aufschließen können. Julia Lempken führt die MTV-Artists mit 9 Treffern von Platz 5 auf 3 nach vorne und ärgert sich dennoch, trotz der zehntbesten Einzelleistung, über den einen Fehlschuss. Wahrscheinlich ist sie genau deswegen so gut. Richtig gut macht es auch Kerstin Zaremba und steigert sich bei ihrem zweiten Biathloneinsatz von 7 auf nun fast perfekte 9 Treffer und übergibt auf Platz 4. Die Humpelstilzchen hoffen auf ihre erneut einspringende Queen, Amy Dunkel.
In der 3. Runde weiss sich das Küken des Harzexpress, die erst 13-jährige Zoe Weis, erfolgreich an der Spitze zu behaupten, obwohl wir ihr auch das Stehendschießen zumuten, das sie mit 3 Treffern gut besteht. Dass dieses Finale spannend bleibt liegt an der starken Leistung des Fussballers im Team der Hechte, Florian Glatthor, der mit 8 Treffern wieder nahe an die Leistungen der Spezialisten herankommt und Valentin Suttkus mit nur 15 Sekunden Rückstand auf Aaron Jakobs als Zweiten in die Schlussrunde schickt. Mit einer Minute Rückstand folgen die MTV-Artists, für die sogar noch mehr möglich gewesen wäre, denn ihr Meisterschütze, Felix Gömann muss ungewohnte 3 Strafrunden abarbeiten. Die Volltreffer-Edition hat auch bei der Nachbesetzung ihres Teams einen Volltreffer gelandet und kann mit Liv Hildebrand wieder zu den MTV-Artists aufschließen. Um gleich die Frage zu beantworten, warum wir diese Wechsel in den Teams zulassen? Wir reden immer noch über einen Tag mit Hitzerekord, auch wenn die Bedingungen in der Schierker Feuerstein Arena erträglich sind. Die Fürsorgepflicht verbietet uns einfach, einzelnen Sportlern einen Doppelstart zuzumuten, wenn diese das nicht ausdrücklich wollen.
Die Schlussrunde bietet nochmals für kurze Zeit Spannung, als der Führende, Aaron Jakobs, mit einem Fehlschuss im Liegendschießen in die Strafrunde muss. Doch als dem Verfolger, Valentin Suttkus, gleiches passiert und mit Blick auf das beeindruckende ICE-Tempo von Aaron auf den Laufrunden 3 und 4, spätestens jedoch nach dessen fehlerfreiem Stehendschießen biegt der Harzexpress auf die Siegerstraße ein, auf der Aaron Jakobs nach nur 4:10 Minuten, der schnellsten Einzelzeit des heutigen Tages, den Titel des Teamchampions ins Ziel läuft. Hut ab vor den Hechten im Karpfenteich, die dieses Finale so lange offen gestalten können und eine gute Minute hinter den Siegern mit Platz 2 ihr bestes Ergebnis bei 5 Einsätzen in Schierke erzielen. Platz 3 erkämpft der erstaunliche Mike Schneevoigt, der in seinem 4. Rennen des Tages noch genau so schnell und Treffsicher, wie bei seinem ersten ist und seiner “4 gewinnt – Volltreffer-Edition” einen Platz auf dem Podium sichert. Platz 4 bringt Andrei Fergert für die MTV-Artists ins Ziel und Leopold Falk setzt den Schlusspunkt dieses Finals, das mit seinen motivierten Sportler/innen, den starken Leistungen und der Spannung eine wahre Freude bot.
Ehrung und Dank

Mit der Ehrung aller Teams durch die Gastgeberin des Tages, Josi Hedderich, die Marketingleiterin der Schierker Feuerstein Arena, endet dieser heisse Biathlon-Tag. Alle Wettkämpfenden erhalten Erinnerungsmedaillen. Die Finalteams gewinnen die Biathlonpokale und Valentin Suttkus gewinnt die Reise zum Finale der Biathlon-Tour am 3./4. April 2027 nach Oberhof. Der viertplatzierte des Tages profitiert heute davon, dass die 3 Besten, Aaron, Liv und Amy als täglich trainierende Biathleten keinen Platz im Finale beanspruchen möchten.
Es ist Zeit Dankeschön zu sagen bei den Wettkämpfenden und ihren Begleitern. Zusammen habt ihr diesem Hitzetag das Maximum an Lebendigkeit abgerungen!
Herzlichen Dank an Wernigerodes Dezernenten, Immo Kramer, für die schöne Eröffnung des Events am frühen Mittag und an Amy Dunkel, Liv Hildebrand, Aaron Jakobs und Michel Fräsdorf für ihren zusätzlichen Einsatz beim spaßigen Prolog.
Ein besonderer Dank gilt dem Hauptsponsor dieser Etappe, den Stadtwerken Wernigerode, die nicht nur Energielieferant für die gesamte Region sind, sondern auch mit einem energiegeladenen Biathlonteam punkten können.
Ein besonderes Dankeschön möchten wir an dieser Stelle auch an unseren Hauptpartner, den Biathlon-Weltcup Oberhof richten. Das größte Deutsche Biathlonspektakel, das im nächsten Jahr erstmals vom 4.-7. März 2027 in der Arena am Rennsteig erneut die komplette Weltelite des Biathlons am Start haben wird, unterstützt die Biathlon-Tour und ermöglicht ihr damit erst den großartigen Siegerpreis der Reise zum Tourfinale für die Besten jeder Etappe.
Der abschließende Dank geht an das Team der Schierker Feuerstein Arena, Sandy, Felix und Josi, Ihr seid tolle Gastgeber und es macht einfach einen Riesenspaß mit Euch zusammen zu arbeiten!
Bilder: Thomas Lempken, Video: Luca Feulner, Technik und Wettkampfbetreung: Siegward Pein, Marco Feulner, Gisi Feulner, Katrin Schliephake, Social Media-Betreuung: Lena Bremer und Marvin Meisel, Text und Moderation: Martin Bremer

