Der südlichste Citybiathlon der Tour steckt voller Leidenschaft

Zum vierten Mal baut die Tour ihre Biathlonarena am Schramberger Rathaus auf und erneut schafft es die Fünftälerstadt im Mittleren Schwarzwald mit Leichtigkeit uns zu entführen, heraus aus dem Tour-Alltag und mitten hinein in die Welt unserer südlichsten Etappenstadt. Das fühlt sich dann an, wie eine Mischung aus Urlaub in einer wahrlich grünen Stadt eingebettet in die waldige Bergwelt des Schwarzwaldes, Besuch von Menschen, die wir in diesen 4 Jahren schätzen gelernt haben und von denen Einige sogar Freunde geworden sind, Ausflug in eine City, die sich dem Abwärtstrend der Deutschen Innenstädte widersetzt und verkaufsoffene Sonntage noch fröhlich zu zelebrieren versteht und nicht zuletzt die Vorfreude auf eine ausgelassene Feier, hier natürlich als Sportparty mit 11 ebenso leidenschaftlichen wie motivierten, vierköpfigen Teams und einem Publikum, das die Idee vom stimmungsvollen Citybiathlon in den zum Glück etwas mehr blauen als grauen Himmel hebt.
Mit diesem Citybiathlon verbinden uns viele Geschichten

Diese gerade einmal 4 Citybiathlons haben schon so viele Geschichten hervorgebracht, angefangen mit der im Frühling 2020 ausgefallenen Premiere, als Covid das Land voll im Griff hatte und von da an dauerte es volle 3 Jahre bis es wirklich zur Premiere kam. Die jedoch war großartig und durfte sogar Biathlonstar Janina Hettich-Walz an ihrer Seite präsentieren. Die nette Geschichte dazu, dass Janinas damals gerade erst 13-jährige Schwester, Madeleine, als fehlerlose Meisterschützin zum Familienchampion der Hettichs wurde. Die Premiere erlebte auch eines der spannendsten Finals um den Teamchampion-Titel, das vom Team mit dem kreativen Namen “Die 4 Bö’s” durch ein eigentlich nahezu unmögliches Meisterschießen ihres Schlussläufers, Frank Bühler, noch gewonnen wurde, als die Letzten Sekunden der Strafzeit des enteilten Schwarzwaldmariele-Teams doch eigentlich zu Triumphsekunden werden sollten.
Ein Triumph für die Biathlon-Tour wurde dann jedoch definitiv die Zusammenarbeit mit Mariele und ihrem Chef, Andi Hafner von der 5 Valleys GmbH, der das Tourteam trotz seiner Finalniederlage mit dem Schwarzwaldmariele-Team so herzlich mit kreativen Mariele-Souveniers beschenkte, dass ein bleibender Kontakt entstand. Seit 2 Jahren begleitet uns Marieleworld.com in jede Touretappenstadt und ist für die Biathlon-Tour als Merchandisingpartner ein wesentlicher Unterstützer unseres Ziels, Deutschlands inspirierendste Breitensport-Tour zu werden.
Zusammen mit den Gastgebern des Schramberger Citybiathlons, dem Handels- und Gewerbeverein Schramberg und unserem Merchandisingpartner hat die Biathlon-Tour ihre erste Baden-Württemberg-Etappe und zugleich südlichsten Citybiathlon zu einem beliebten und sympathischen Sportspektakel entwickelt, das heute neue, tolle “Best of-Geschichten” hervorbringt. Also, einfach weiterlesen ;-)
Neuer Modus und ein Traumpaar, dass Füreinander gemacht ist.

Erstmals bieten wir in Schramberg den Modus mit Liegend- und Stehendschießen an. Die bisherige Distanz von 400 m Cardioskilanglauf wird dafür auf 2 x 250 m (Frauen, U14 und Ü64: 2 x 200 m) aufgeteilt. In der Teamchallenge führt wie bisher jeder Fehlschuss zu 15 Sekunden Strafpause. Dieser Modus bewährt sich auch hier in Schramberg, bringt Abwechselung, häufige Führungswechsel und mehr Erfolgserlebnisse am Biathlongewehr ein. Zudem ist dieser Modus näher am Original-Biathlon.
Wie sehr ein Rennen dann zum “Wellental” werden kann zeigt exemplarisch der 2. Vorlauf der Teamchallenge, in dem die Vizechampions des Vorjahres, Musik Power Hardt zunächst durch Robert Klausmann die Führung übernehmen, diese jedoch an den Titelverteidiger, Marieleworld abgeben, die durch Peter Flaig und Sebastian Wilhelm in Richtung Halbfinale unterwegs sind, während am Ende das Team Stadtmusik jubelt, weil der starke Niklas Storz als Schlussläufer mit 8 Treffern und schnellem Cardioskilanglauf die beiden besten Teams des Vorjahres noch überholen kann.
In solchen Momenten wird der Rathausplatz, sozusagen das Herz der Schramberger Innenstadt zur echten Biathlonarena. Sports- und Teamgeist lassen die City aufblühen, die plötzlich so viel mehr als nur ein Einkaufsort wird. Biathlon lässt sich nicht nur als Sport, sondern auch als Spektakel erleben, denn es fehlen weder die Kuhglocken, noch der Stadionsprecher und auch nicht die HEEYs und OOAHs für Treffer und Fehlschüsse. Die Wettkämpfenden feuern ihre Teamkollegen an, die Schaulustigen stimmen in die Unterstützung ein und in den besonderen Momenten des Tages fühlt es sich an, als seien Citysport und Einkaufscity ein Traumpaar, das füreinander gemacht ist. In Schramberg hält das Ja-Wort schon seit 4 Jahren. Das ist schon mehr als ein Anfang!
Die Teamchallenge: 1. von 4 Vorläufen

Im 1. Vorlauf der Teamchallenge schafft das Damenteam Schwarzwaldmariele wie im Vorjahr den Durchmarsch ins Halbfinale. In 20:19 Minuten siegt das Quartett und legt dabei 25 Treffer mit seinen 40 Schüssen hin. Die schnellste Biathletin des Tages, Isabelle Krause steuert 6 Treffer bei, Polizistin Manuela Sprich und Kinderärztin Maruia Lehmann schaffen sogar 7 Treffer mit ihren 10 Schüssen. Das jüngste Team des Tages, die Young Stars aus 12/13-jährigen Sporttalenten, liegen 70 Sekunden zurück auf Platz 2 und haben ihren Besten, Ben Müller, als Schlussläufer aufgestellt. Der gerade 12-jährige Handballer und Fußballer ist mit 8 Treffern und 3:19 Minuten sowohl der Treffsicherste als auch der Schnellste seiner Young Stars und wird damit als 10. der Einzelrangliste des Tages tatsächlich zum Young Star. Natürlich lassen wir die 12/13-Jährigen 2 x liegend schießen. Da haben es die 15/16-jährigen Four Muscle Beasts schwerer. Sie müssen als Männer kämpfen, also über 2 x 250 m in der Cardioloipe sowie Liegend- und Stehendschießen. Die 4 jungen Handballer der SG Dunningen-Schramberg kämpfen sich tapfer durch, doch alleine schon 25 Fehlschüsse, die jeweils mit 15 Strafsekunden gebüßt werden müssen führen zum Rückstand, so dass in 23:41 Minuten in diesem Rennen nur der 3. Platz herausspringt. Finian Geray und Liam Holzer sind mit 4 Treffern die besten Schützen des Team. Liam Holzer erzielt dabei alle seine 4 Treffer im letzten Stehendschießen und zeigt damit, dass mehr möglich ist. Wir hoffen, dass die 4 Handball-Talente im nächsten Jahr auch beim Citybiathlon Comebackqualitäten beweisen und die Erfahrungen aus der diesjährigen Premiere dann in Erfolge umsetzen.
2. Vorlauf

Das Ergebnis des spannenden 2. Vorlauf hatten wir weiter oben bereits vorweg genommen. Der Sieg der Newcomer des Teams Stadtmusik in 19:15 Minuten kommt überraschend, weil die 4 sportlichen Orchestermusiker die Vorjahreszweiten, Musikpower Hardt und den Vorjahreschampion, Marieleworld hinter sich lassen, die sich in 19:56 Minuten zu 19:58 Minuten ein enges Duell um Platz 2 liefern, das Magnus Weber mit 8 Treffern für seine Posaunisten von der Hardt gewinnt und seinem Team damit den 6. und letzten Halbfinalplatz sichert. Das Team der Stadtmusik hat in Narrenzunftmeister Tobias Dold und dem sportlichen Tenor-Saxophonisten, Niklas Storz, der auch talentierter Tänzer im Männerballett ist, mit je 8 Treffern ihre Leistungsträger. Da bleibt für die Vorjahreschampions, Marieleworld, mit den beiden besten Einzelbiathleten des Vorjahres, Arkas Förstner und Peter Flaig, heute nur der 3. Platz in diesem Rennen und eine knapp verpasste Halbfinalqualifikation. 18 Treffer mit 40 Schüssen sind genau ein Treffer zu wenig fürs Halbfinale. Sie werden um so stärker zurückkommen, da sind wir uns sicher.
3. Vorlauf

Das schnellste Vorlaufteam, Mariele goes WILD, gewinnt in 18:50 Minuten diesen 3. Vorlauf und zieht ebenso ins Halbfinale ein wie das Sobi-Team Waldmössingen in 19:42 Minuten als zeitschnellstes Nicht-Siegerteam. Die jungen Sommerbiathletinnen mit ihrem Trainer, Dieter Hofer schaffen gemeinsam 28 Treffer mit ihren 40 Schüssen. Damit sind sie das treffsicherste Vorrundenteam. Am besten zielt Lara Göbel mit 8 Treffern und wird damit zweitbeste Biathletin des Tages hinter ihrer Teamkollegin, Leyla Ünlü. Die talentierte 12-Jährige wird ihren großen Moment erst im Halbfinale haben, wo sie schnell (3:55 Minuten) und mit 8 Treffern zielsicher zugleich agiert. Leyla schießt altersbedingt 2 x liegend, so dass sich Leyla und Lara als Damen-Doppelsiegerinnen fühlen können. So ähnlich wird es auch Johannes Braun am Ende gehen. Zunächst holt sich der Baiersbronner Vorjahressieger des Citybiathlons in Freudenstadt in diesem Rennen für Mariele goes WILD mit überragenden 10 Treffern und 2:52 Minuten den 1. Platz der Einzelrangliste, den er den gesamten Tag über mit weiteren starken Leistungen souverän verteidigt, doch im großartigen Teamfinale wird 5 Minuten vor Ende dieses Biathlontages noch ein Wettkämpfer über sich hinauswachsen und Johannes’ Topleistung noch auf Platz 2 verweisen. In diesem Moment jedoch wird der junge Geschichts- und Theologiestudent der Uni Tübingen zum Matchwinner seines Mariele goes WILD-Teams.
Zu Unrecht im Schatten dieser starken Einzelleistungen stehen in diesem Rennen die 4 sportlichen Schülerinnen aus Hausach, die als Doppelstock-Dinos ihre Biathlonpremiere erleben und sie mit 24 Treffern und in 21:45 Minuten so stark abschließen, dass sie mehrfach Sonderapplaus des Publikums erhalten. Die vier 16-jährigen Gymnasiastinnen haben nie zuvor Biathlon trainiert. Da sind ihre 24 Treffer mit 40 Schüssen beinahe unglaublich gut, auch etwa im Vergleich mit den Four Muscle Beasts, die im 1. Vorlauf in ähnlicher Situation als ebenfalls sehr talentierte Sportler 16 Schüsse ins Ziel brachten. Ruth Staiger wird mit 8 Treffern und 4:39 Minuten drittbeste Biathletin des Tages hinter den beiden geübten Sommerbiathletinnen Leyla und Lara. Und dann ist da noch die weitgereistete Wettkämpferin des Tages. Isabella Briseida Uria Vera aus dem Südperuanischen Arequipa ist als Austauschschülerin am Hausacher Robert Gerwig Gymnasium gerade erst in Deutschland gelandet, hat von der Sportart Biathlon vermutlich noch nie etwas gehört und traut sich dennoch als Schlussläuferin ihrer Doppelstock-Dinos mitten hinein in die Challenge, die die talentierte Hochspringerin mit 5 Treffern und viel Applaus beendet. Wir wünschen der mutigen Südamerikanerin viele gute Erfahrungen in Deutschland und wünschen uns die Doppelstock-Dinos als Comebacker in der Startliste des Schramberger Citybiathlons 2027.
4. Vorlauf

Ein Team mehr hätte der 4. Schramberger Citybiathlon noch aufnehmen können. So sind es 11 Teams und dieser letzte Vorlauf wird zum Duell zwischen Andi Hafners 5Valleys-Team und dem treuen Team Bierathlon, das keinen der bisherigen Citybiathlons verpasste. Heute allerdings verpassen sie früh den Anschluss an das schnelle 5Valleys-Quartett, was im weiteren Verlauf aber auch anderen Teams noch passieren sollte. So kommen die starken 5 Treffer von Daniel Schneider im Liegendschießen und die ebenfalls eindrucksvollen 4 Treffer von Bach na-Chef, Simon King, als Bierathlon-Schlussläufer im Stehendschießen heute zu spät, um die 5Valleys noch einmal ins Tal zu schicken. 22:46 Minuten bringen dem Team Bierathlon Platz 2 in diesem Rennen, während sich die 5Valleys in 20:20 Minuten sogar 23 Fehlschüsse erlauben können und dennoch mit der siebtschnellsten Vorlaufzeit das Halbfinale erreichen, weil der Modus den 4 Siegerteams und zwei weiteren Zeitschnellsten die Halbfinalquali ermöglicht. Weiter geht’s.
1. von 2 Halbfinals

Im ersten Halbfinale führen die Siegerinnen des 1. Vorlaufes, Schwarzwaldmariele, über 3 der 4 Runden dieses Rennen an, protieren von der schnellen und mit 7 Treffern trefsicheren Isabelle Krause und halten mit Meike Ehret und Manuela Sprich diese Führung, bevor Niklas Storz, wie schon in der Vorrunde zum Matchwinner für das Team Stadtmusik wird und 50 Sekunden Rückstand noch in eine Minute Vorsprung verwandelt. Das schafft er mit 8 Treffern und 3:03 Minuten, die dem Hoorigen Turmbläser den 7. Platz in der Einzelwertung einbringen sowie seinem Team Stadtmusik gerade noch die Quali zum Finale der besten 3 Teams ebnen. Maruia Lehmann hätte nicht einmal mit ihren starken 7 Treffern aus der Vorrunde dieses Überholmanöver verhindern können. Mit 5 Treffern führt sie Schwarzwaldmariele auf Platz 2 dieses Halbfinals in 20:07 Minuten und Platz 5 in der Teamwertung.
Den 3. Platz in diesem Rennen für die Musik-Power-Hardt nimmt die Biathlon-Tour “auf die eigene Kappe”, denn wir realisierten einen Moment zu spät, dass sich die Visierung des Gewehrs unserer Vorjahreszweiten etwas nach rechts verschoben hatte. Als wir ihnen ein anderes Gewehr zuteilen, da ist der Rückstand bereits da und auch starke 8 Treffer von Magnus Weber in der Schlussrunde können den 3. Platz in 20:35 Minuten nicht mehr verbessern. Es spricht für die Fairness dieses Teams, dass sie die unglückliche Situation ohne lauten Protest und sogar ohne stillen Groll würdig tragen können und ankündigen, im nächsten Jahr ihre sportliche Antwort zu geben. Eine ganz starke Reaktion, in diesem Moment den richtigen Ton zu treffen!
2. Halbfinale

Das 2. Halbfinale wird zum bisher schnellsten Rennen des Tages und dabei zeigt das gerade so ins Halbdfinale gerutschte 5Valleys-Team sogar dem besten Vorrunden-Team, Mariele goes WILD, die Grenzen auf und siegt in 16:39 Minuten. Doch Mariele goes WILD schafft als schnellere der beiden zweitplatzierten Halbfinalstaffeln in 17:00 Minuten ebenfalls die Qualifikation zum Finale. Der Schlüssel zum Sieg für die 5Valleys ist die hinzugewonnene Treffsicherheit. Nun im Halbfinale werden es 26 statt zuvor 17 Treffer. Damit sparen sich die sportlichen Vier alleine 2:15 Minuten an Strafpause. Andi Hafner steigert sich von 3 auf 7 Treffer und Tobias Wernz legt sogar von 5 auf 8 Treffer zu. Doch erst Schlussläufer Marco Herrmann dreht im Duell mit Mariele goes WILD-Schlussläuferin, Melanie Wilhelm, den zweiten Platz in einen Sieg. Tempo und sein fehlerloses Liegendschießen sind dabei entscheidend. Auch Mariele goes WILD erzielt 26 Treffer und liegt nach je 8 Treffern von Johannes Braun und dem Polizisten, Daniel Sprich, lange auf Siegkurs. Am Ende führt auch Platz 2 zum Ziel der Finalquali.
Hut ab vor der Leistung der jungen Sommerbiathletinnen und ihres Trainers, Dieter Hofer. Sie steigern ihre 28 Treffer aus dem Vorlauf auf 29. Ihre Jüngste, die 12-Jährige Leyla Ünlü hatten wir mit ihren 8 Treffern und 3:55 Minuten als beste Biathletin des Tages ebenso bereits erwähnt, wie Lara Göbel, die ihrer Teamkollegin mit 8 Treffern und 4:00 Minuten sicher nicht nachsteht, weil Lara 3 ihrer 8 Treffer im Stehendschießen erzielt. Zusammen bringt das Team aus Waldmössingen alle 20 Schüsse Liegendschießen des ersten Durchgangs ins Ziel. Mit 19:20 Minuten erreicht das Team zwar nicht das Finale aber einen starken 4. Platz unter den 11 Teams.
Das Finale der besten 3 Teams

Ganz zum Ende dieses herrlichen Biathlontages geht es für die 3 besten Teams mit nun bereits müden Armen und sicher schon ziemlich erschöpft von den Wettkämpfen zuvor in die entscheidenden Minuten um den Titel des Teamchampions. Dass es die sportlich besten Minuten dieses Tages werden und am Ende alle 3 Teams ihre Halbfinalleistungen nochmals verbessern können spricht für die Qualitäten der 12 Sportler/innen, für ihre Motivation und ihren Kampfgeist und sie machen dieses letzte Rennen zu einem echten sportlichen Spektakel.
Andi Hafner bringt sein 5Valleys -Team mit 7 Treffern und 2:55 Minuten in Führung. Damit gehört unser drittbester des Tourfinals in Oberhof zu den 5 Wettkämpfenden des Tages, die tatsächlich die 3-Minutenmarke knacken können, also die ultimative “Sprinter-Schallmauer”. Doch Achtung, die treffsichersten Musiker des Schwarzwalds, das Team Stadtmusik, bleibt mit unglaublich starken 9 Treffern ihres Hornisten, Tobias Dold, dran. Es sind 28 Sekunden Rückstand auf die 5 Valleys und Mariiele goes WILD liegt sogar 62 Sekunden zurück, obwohl Tina Herrmann ein gutes Rennen macht und 5 Treffer hinlegt.
Diese zweite Runde des Finals bietet dann wahrlich alles, was den Teamwettbewerb der Biathlon-Tour so spannend und faszinierend macht. Gerade noch auf Siegkurs finden sich die 5Valleys nach Martin Kuhners doch gar nicht schlechten 5 Treffern plötzlich im Tal wieder und müssen von Platz 3 aus den nächsten Gipfelsturm erst einmal wieder vorbereiten. Was ist passiert? Der 2. Vorsitzende der Stadtmusik, Christoph Mauch, ist innerhalb dieser knapp 4 Stunden beinahe zum Biathlonprofi transformiert, bringt 9 seiner 10 Schüsse ins Ziel, womit er zugleich drittbester Biathlet des Tages wird und lässt die 5Valleys um satte 30 Sekunden hinter sich. Dass selbst diese Meisterleistung nicht für die zwischenzeitliche Führung des Teams Stadtmusik reicht, dafür sorgt Johannes Braun, der den gesamten Tag über in der Einzelwertung vorne liegt und in diesem Moment erneut voll da ist und seine 9 Treffer mit der schnellsten Zeit des Tages von 2:41 Minuten veredelt. Zur Halbzeit des Finals führt Mariele goes WILD mit minimalen 5 Sekunden vor dem Team Stadtmusik.
Die 3. Runde bringt den nächsten Führungswechsel. Ganz tief aus dem 5. Tal bringt Tobias Wernz, der 2. Bachna-Chef im Team nach Martin Kuhner, seine 5Valleys zurück zum Finalgipfel inklusive Aussicht auf die zum Greifen nahen Biathlonsterne. Man könnte ja denken der Prokurist der Raiba auf dem Hardt und Geschäftskundenleiter sei bestimmt ein “Schreibtischtäter”, doch weit gefehlt, es steckt so viel sportliche Power in dem Hobbyskifahrer, Mountainbiker und Fußball-Nachwuchscoach von Locherdorf, dass er seinen fehlerlosen 5 Treffern im Liegendschießen und dem nächsten Sprint durch die 250 m Cardioloipe jenes ebenfalls fehlerlose Stehendschießen folgen lässt, das heute unter den 80 Wettkämpfenden nur ihm und Johannes Braun gelingt. 5 Minuten vor Ende dieses Biathlontages bringt Tobias nicht nur seine 5Valleys nach vorne, sondern in 2:43 Minuten auch sich selbst auf Platz 1 der Einzelwertung und damit zum Finale der Biathlon-Tour nach Oberhof, wo Tobias als Schrambergs Vertreter gegen die Etappensieger der anderen Tourstädte 2026 um den Toursieg kämpfen wird.
Doch zurück in die Schlussrunde des Finals hier auf dem Schramberger Rathausplatz. Daniel Sprich schickt nach 7 Treffern und als einer der 5 Sprinter des Tages mit 2:50 Minuten für Mariele goes WILD Melanie Wilhelm mit 8 Sekunden Rückstand auf 5Valley-Schlussläufer Marco Hermann ins Rennen. Das Team Stadtmusik fällt nach 5 Fehlschüssen ihres Hornisten und Triathleten, Max Weißer rund 90 Sekunden hinter das Führungsduo zurück. Was dann passiert und wie spannend diese letzten Sekunden werden, könnt Ihr in diesem Video von den entscheidenden Sekunden des Finals anschauen.
Was gibt es da noch hinzuzufügen? Herzlichen Glückwunsch an das Power-Team der 5Valleys. “Hut ab” vor der tollen Leistung von Melanie Wilhelm und Mariele goes WILD, denen Millimeter gefehlt haben, um dieses Finale ein weiteres Mal zu drehen. Und schließlich verneigen wir uns vor dem treffsichersten Team des Tages, Stadtmusik Schramberg, die in diesem Finale 30 ihrer 40 Schüsse ins Ziel brachten…und das als Biathlon-Newcomer! Ganz, ganz stark!
Ehrung und Dank

Mit der Ehrung aller Teams durch Schrambergs Oberbürgermeisterin, Dorothee Eisenlohr, endet dieser 4. Citybiathlon ebenso feierlich wie würdig. Alle Teamwettkämpfer/innen erhalten Erinnerungsmedaillen umgehangen. Für die 3 Finalteams gibt es Biathlonpokale und Andi Hafner & Isabelle Krause ehren die 12 Sportler/innen auf dem Podium zusätzlich mit geschmackvollen Souvenirs aus dem Marieleworld-Sortiment. Tobias Wernz erhält den Gutschein für die Reise zum Tourfinale in Oberhof für 2 Personen und wir vergeben an den ebenfalls überragenden Johannes Braun eine zusätzliche Wild card zum Tourfinale. Dort werden also gleich zwei für Schramberg am 03. April 2027 in der Skihalle auf Skiern und am Kleinkalibergewehr gegen die Etappensieger der anderen Tourstädte um den Titel des Tourchampions 2026 kämpfen.
Die Biathlon-Tour bedankt sich bei allen Wettkämpfenden für ihre Power, Mut, Motivation und Leidenschaft und bei den Fans und Schaulustigen für gute Laune, Lebendigkeit, Stimmung, Empathie und Unterstützung. Mit solchen Menschen gelingen Biathlon-Volksfeste mit Leichtigkeit. Herzlichen Dank an die Oberbürgermeisterin, Dorothee Eisenlohr für die Ehrung der Wettkämpfenden und vor allem hat uns erfreut, dass die 1. Frau der Stadt sogar ihre Premiere am Biathlongewehr feierte und dabei echte Treffsicherheit zeigte! Ein ganz besonderer Dank gilt unserem Biathlon-Tour-Partner Andi Hafner mit seiner Marieleworld.com, der seine “Heimetappe” als Koordinator zum leidenschaftlichen “Südpol” der Biathlon-Tour gemacht hat, der Freunde und Bekannte mit seiner Begeisterungsfähigkeit angesteckt und motiviert hat mitzumachen und der der Biathlon-Tour mit seinem eigens für uns konzipierten Merchandising einen professionellen Auftritt auf den Marktplätzen des Landes ermöglicht. Wir sind sehr happy diesen Weg mit ihm und seinem Team gehen zu dürfen.
Ein großes Dankeschön möchten wir an dieser Stelle auch an unseren Hauptpartner, den Biathlon-Weltcup Oberhof richten. Das größte Deutsche Biathlonspektakel, das im nächsten Jahr erstmals vom 4.-7. März 2027 in der Arena am Rennsteig erneut die komplette Weltelite des Biathlons am Start haben wird, unterstützt die Biathlon-Tour und ermöglicht ihr damit erst den großartigen Siegerpreis der Reise zum Tourfinale für die Besten jeder Etappe.
Der abschließende Dank gilt dem Gastgeber und Organisator dieses großartigen Tages und des Citybiathlons selbst, dem Handels- und Gewerbeverein Schramberg und seiner Geschäftsführerin, Kirsten Moosmann, die dem Siegerteam als Sonderpreis einen Gutschein zur Grillparty überreicht und in der gesamten Vorbereitungszeit mit so viel Herz und Engagement dabei war. Heraus kam ein Event auf das alle Beteiligten stolz sein können. Wir freuen uns schon sehr auf 2027 wenn es dann hoffentlich heisst: Auf ein Neues!
Bilder: Siegward Pein, Andi Hafner, Isabelle Krause; Video: Isabelle Krause; Betreuung des Infopoints: Gisi Feulner, Technik und Wettkampfbetreuung: Marco Feulner, Siegward Pein, Katrin Sum; Social Media-Betreuung: Lena Bremer und Marvin Meisel; Text und Moderation: Martin Bremer
Der andere Blick auf die Biathlon-Tour: instagram @biathlontour
Nachbericht im Schwarzwälder Boten


