Der Tour-Sommer startet im Wintersport-Revier

Auf diese Rückkehr haben wir uns besonders gefreut, denn der Citybiathlon im Harzer Luftkurort Braunlage, der im Vorjahr erstmals als Moonlight-Biathlon bis tief in den Abend mit einem ganz besonderen Flair begeisterte, gehörte zu den positivsten Überraschungen der Toursaison 2025. Hier, am Fuße des Wurmbergs im hohen Harz, dem nördlichsten Wintersport-Revier Deutschlands schlagen die Herzen für Eishockey, Skilanglauf, Alpinski und Skispringen. Wenige Kilometer entfernt, in den Orten Clausthal-Zellerfeld und Buntenbock hat der Biathlonsport nicht nur eine Heimat, sondern auch echte Helden unserer Sportart hervorgebracht, wie Arnd Peiffer, Daniel Böhm oder Franziska Hildebrand. Wintersport wird hier gelebt und geliebt, umso mehr erfreut uns, dass wir mit den Events in Braunlage und Schierke gleich 2 starke Etappen im Harz in den zurückliegenden Jahren im Tourprogramm etablieren konnten.

Moonlight-Biathlon mit DJ, Bewirtung und tollen Teams

Gemeinsam mit unseren heutigen Gastgebern, der Braunlage Tourismus Marketing Gesellschaft sind wir uns darin einig, alles Gute aus dem Vorjahr erneut für dieses Event zu nutzen. Das Konzept des Moonlight-Biathlons bis in den Abend hinein erwies sich als goldrichtig, wie auch die Zusammenarbeit mit DJ Andreas Braun, der mit seiner professionellen Licht- und Tontechnik ein Garant des Vorjahreserfolges war. Beides bleibt ebenso unverändert, wie die enge Zusammenarbeit mit den Vereinen, die vor Ort in Braunlage den Wintersport in besonderer Weise mit Leben erfüllen. Der WSV Braunlage ist nicht nur mit einem Biathlon-Team aus seinen besten Skispringern dabei, sondern übernimmt mit seiner Alpin-Abteilung auch die Bewirtung an der Biathlonarena und der Traditions-Ski-Club aus St. Andreasberg versprüht seine Wintersport-Leidenschaft auch kurz vor Sommerbeginn so wunderbar ansteckend und sogar gleich mit zwei vierköpfigen Teams, dass der Weg für einen tollen Biathlonabend schon geebnet ist. Dabei war zuvor ein großer Wermutstropfen ins Moonlight-Biathlon-Zielwasser geraten, weil mit der Ü17 der Harzer Falken DAS Team der zurückliegenden 5 Braunlager Citybiathlons wegen ihrer Jubiläumsfeier erstmals nicht am Start in der Braunlager Mitte sein wird.

Auf ein besonderes Highlight kann das heutige Event jedoch bereits zum dritten Mal in Folge bauen. Niedersachsens beste Nachwuchsbiathleten/innen aus Clausthal-Zellerfeld werden in Braunlage gleich mit 14 Talenten an den Start gehen und nicht nur mit den weniger geübten Teams im Wettbewerb kämpfen, sondern auch mit Handicaps in Form von zusätzlichen Metern auf den Skilanglauf-Cardiogeräten, um zwischen Könnern und weniger Geübten möglichst “Augenhöhe” herzustellen. Wie gut das funktioniert lässt sich nicht exakt vorhersagen, aber es geht ja zum Glück “nur” um einen Abend, der Begeisterung entfacht und nicht um Titel.

Die Protagonisten der Teamchallenge

Im Mittelpunkt steht die Biathlon-Teamchallenge, die um 18 Uhr von Braunlages Bürgermeister, Wolfgang Langer, der später selbst mit seinem Team, Stadt Braunlage, als Biathlet den Wettkampf annimmt und der Gastgeberin des Tages, Cathleen Hensel, Geschäftsführerin der Braunlage Tourismus Marketing Gesellschaft eröffnet wird. 9 Teams kämpfen in 3 Vorlaufrennen um den Sieg und um die Qualifikation zum Teamfinale, das mit Einbruch der Dämmerung zum Highlight des Abends wird, bevor die Ehrung aller Teams den Abschluss des Moonlight-Biathlons bilden wird.

Wir hatten uns mehr Teams am Start gewünscht, insbesondere aus den Vereinen in Braunlage, wissen aber, dass Aspekte, wie “Mut zur Challenge” und “Freude an Wettkampf und Anstrengung” längst nicht selbstverständlich sind. Umso mehr freuen wir uns über das Team 2 des Ski-Clubs St. Andreasberg, dem um Felix Richardt erweiterten Familienteam der Küsters, die alle noch nie bei der Biathlon-Tour dabei waren und ebenso mutig in ihre Biathlonpremiere starten, wie das Rathaus-Team des Bürgermeisters, der selbst bereits 2022 bei der Touretappe in St. Andreasberg zum Biathlon-Wettkämpfer wurde und heute den Kämmerer der Stadt Braunlage, Enrico Gessing, sowie Kollegen aus dem Standesamt, Kenneth Schuller und Bauamt, Frank Hunger, an seiner Seite hat. Der Ski-Club St. Andreasberg bringt gleich 2 Teams mit in die Braunlager Mitte und kann dabei auf seine “Biathlon-Routiniers” setzen, denn Anna Dill – heute erstmals mit Sohn Hannes, Johannes Paetzold und Yvonne Tutic haben in den Vorjahren schon Biathlonerfahrung gesammelt. Wie schön, dass der Wintersportverein Braunlage am Mittag das Signal gibt, ebenfalls ein Team stellen zu können. Dafür nehmen die besten Skispringer des Vereins, Nando Riemann, Annika Rüscher und Marvin Damköhler, ergänzt um Skisprungmama Corinna Damköhler, einiges in Kauf, denn sie springen am Nachmittag noch im Wettbewerb auf der Schanze in Wernigerode und stehen um 18.30 Uhr beim Biathlon zum Sprung ins Finale bereit. Damit gehören sie definitiv zu den Helden des Moonlight-Biathlons. Um diesen Titel konkurrieren sie aber mit dem jungen Team aus Hüttenrode, die 4 vom Visier, die im Vorjahr als Chicken Bananas mit Platz 2 und soo viel Talent begeisterten und heute mit unserem Tourchampion 2025, Emilie König, als Schlussläuferin erneut um den Sieg kämpfen. Wie ausgeprägt der Sportgeist an diesem Abend in der Braunlager Mitte ist, zeigt sich auch am Beispiel des Teams von Braunlages neuem Stadtjugendpfleger, Pavel Rössiger. Die 3 Teamkollegen seiner “Youngstars and old Dogs” sind krank oder verhindert, aber mit Biathlon-Talent Hannes Uhlig, der Trainerin der Schüler des Niedersächsischen Biathlonkaders, Lisa Witten und der Sportwartin des MTV Altendorf, Katrin Schliephake gewinnt Pavel im Nu neue Teamkollegen/innen. Und dann bietet das Event noch ein besonderes Highlight, denn es macht einfach ganz viel Freude, den besten niedersäschsischen Nachwuchs-Biathleten zwischen 11 und 18 Jahren dabei zuzuschauen, mit wie viel Leidenschaft, Teamgeist und Können sie bei dieser Spaßchallenge des Moonlight-Biathlons zu Werke gehen, die nur ein ganz kleiner Schritt auf dem Weg zu ihren Zielen ist, in der kommenden Wintersaison zu den besten Nachwuchs-Biathleten Deutschlands zu gehören. Durch die individuellen Handicaps entstehen wunderbar spannende Rennverläufe, die ihr hier im Folgenden nacherleben könnt.

Das spontane Mitmachevent

Die ersten Stunden des Events gehören von 15-18 Uhr den spontanen Mitmachern und werden bei großartigem Wetter insbesondere von Urlaubsgästen und von Kids genutzt, von denen die meisten noch nie ein Biathlongewehr in der Hand hatten und vom Team der Biathlon-Tour, das heute um Biathlontrainer Uwe Frankenberg aus Zella-Mehlis erweitert wird, gecoacht werden.

Neben den Kids-Wettkämpfen bleibt auch für DJ Andreas Braun (untere Bildzeile, rechtes Bild, beim Aufstehen nach dem Liegendschießen) noch Zeit für seine alte Leidenschaft, denn Andreas startete bis 2015 für die belgische Biathlon-Nationalmannschaft u.a. auch bei den Weltcups in Oberhof und Ruhpolding und wurde 2016 auf Schalke auch Champion der Biathlon-Tour. Er kann es immer noch und erreicht mit 3:07 Minuten und 8 Treffern heute ein Top10-Ergebnis. Noch besser macht es Christopher Hase aus Hasselfelde, der im Wettkampf mit unserer Toursiegerin 2025, Emilie König und seiner talentierten Tochter, Sarah Hase, die Zweite der Landesjugendspiele im Februar 2026 in Altenberg im Massenstart der Schülerinnen wurde, noch zeigen kann, wer Herr im Hause der Hases ist und nach 3:23 Minuten 9 seiner 10 Schüsse ins Ziel bringt. Christopher legt damit das beste Resultat des spontanen Mitmachevents vor und wird am Ende nur von drei Sportlerinnen der Teamchallenge noch überholt, die bei ihren Wettkämpfen zu Meisterschützinnen werden und alle 10 Schüsse ins Ziel bringen.

Das 1. Rennen der Teamchallenge

Gleich das 1. Rennen bietet ein spannendes Spektakel, in dem der Sieg zwischen den 4 vom Visier aus Hüttenrode und dem Team “Schnee von gestern” des Niedersächsischen Biathlonkaders mit nur 17 Sekunden Differenz und erst mit dem letzten Schuss entschieden wird. Die heisse Schlussphase könnt ihr hier im Video miterleben. Louis Reeb bringt die Niedersächsischen Biathleten mit 30 Sekunden in Führung, obwohl er mit 2 x 300 m Cardio-Skilanglauf 200 m mehr zurücklegen muss, als Talent Sarah Hase und die Startläuferin des SC St. Andreasberg, Karoline Küster. In der 2. Runde kann die erst 10-jährige Marie Wegener für die 4 vom Visier mit starken 9 Treffern und sehr schnellem Schießrhythmus die Führung übernehmen und profitiert dabei auch vom Handicap für Paula Schübeler, die 2 x 250 m zurücklegt, also 100 m mehr als Marie. Mit 8 Treffern hält die Braunschweigerin ihr “Schnee von gestern”-Team aber in Reichweite und Zoe Weis versucht die knapp 40 Sekunden Rückstand gegen ihr früheres Team wieder aufzuholen. Mit 8 Treffern macht die junge Hasselfelderin, die ins Niedersächsische Biathlonteam gewechselt ist, ihre Sache ausgezeichnet, doch auch Jan Hase schafft für die 4 vom Visier mit 8 seiner 10 Schüsse Treffer, so dass der Abstand vor der Schlussrunde nahezu gleich bleibt. An dieser Stelle sei auch die Leistung der vier Biathlon-Neulinge des SC St. Andreasberg hervorgehoben, die zwar mit den beiden führenden Teams nicht ganz mithalten können, aber am Ende mit 21:30 Minuten die schnellste Zeit der 4 Braunlager Teams erreichen und 19 ihrer 40 Schüsse ins Ziel bringen. In der Schlussrunde unterlaufen unserer Toursiegerin 2025 auf dem Weg zum Sieg 3 Schießfehler im Stehendschießen, die Milla Born die Chance eröffnen mit 4 Treffern im Stehendschießen oder sehr schnellen 3 Treffern dieses Rennen doch noch für “Schnee von gestern” zu entscheiden. Doch Milla kann diese Gelegenheit nicht nutzen und zielt ebenfalls 3 Mal daneben. Die 4 vom Visier erreichen das Finale und der “Schnee von gestern” kann in der Braunlager Sonne kein Comeback feiern.

Das 2. Rennen der Teamchallenge

Das 2. Rennen bezieht seine Spannung im engen Duell der beiden Braunlager Teams, dem Rathaus-Team des Bürgermeisters und den Skispringern des WSV Braunlage, die im Kampf um Platz 2 nur 5 Sekunden auseinanderliegen. Überlegener Sieger dieses Rennens und zugleich das schnellste aller 9 Vorlaufteams wird “Tempo mit Technik”. Dieses 2. Team der Niedersächsischen Biathleten erzielt 30 Treffer mit den 40 Schüssen, also exakt so viele wie “die 4 vom Visier” und “Schnee von gestern” und bleibt dennoch als einziges am heutigen Abend unter der 17-Minutenmarke mit 16:47 Minuten. Das Tempo ist also tatsächlich ihre Stärke, insbesondere die von Mica Wildenhayn, der trotz 2 x 300 m-Handicap mit 3:04 Minuten Schnellster des Tages wird. Auch Henri Dill, Monika Yu und ihre beste Schützin, Alena Frieling mit 9 Treffern, bleiben alle unter der 4-Minuten-Marke. Das gelingt keinem anderen Team.

Im Kampf um Platz 2 liegt das gesamte Rennen über das Bürgermeisterteam vor den WSV-Skispringern und nach dem starken Wettkampf von Wolfgang Langer mit 8 Treffern sind es beinahe 2 Minuten Vorsprung, aber Braunlages Kämmerer, Enrico Gessing, ist zu knauserig mit den Treffern und muss in 22:35 Minuten kurz vor Schluss den kampfstarken Skisprung-Landesmeister, Marvin Damköhler noch passieren lassen, der sein Team nach 22:30 Minuten ins Ziel bringt.

Das 3. Rennen der Teamchallenge

Das 3. Rennen bietet beste Unterhaltung, weil die Führung mehrfach wechselt. Das 3. Team des Niedersächsischen Biathlonkaders, die Harzer Grizzlys bekommen sozusagen Konkurrenz aus dem eigenen Stall, denn das dezimierte “Youngstars and old Dogs”-Team des Braunlager Stadtjugendpflegers, Pavel Rössiger bezieht seine neuen Youngstars mit Hannes Uhlig und Lisa Witten aus Clausthal-Zellerfeld. So kann Grizzly, Aaron Jakobs im Auftaktduell mit seinem jüngeren Kaderkollegen, Hannes Uhlig, den Rückstand aus den 2 x 300 m-Handicap nicht aufholen, so dass die erste Runde an den starken Youngster geht und in der zweiten Runde überrascht die ebenso schnelle wie mit 8 Treffern zielsichere Katrin Schliephake und erwischt das Grizzly-Talent, Oskar Ulrich, ziemlich auf dem falschen Fuß. Statt heranzukommen muss Oskar mit 5 Schießfehlern die Youngstars and old Dogs um nun 80 Sekunden ziehen lassen. Emilia Reeb bringt die Grizzlys im Duell mit Pavel Rössiger mit 8 zu 5 Treffern und sehr schnellem Schießen dann erstmals in Führung und übergibt mit knapp 30 Sekunden Vorsprung auf Mathilde Hertel und die Dramaturgie hat es so gewollt, dass ihr mit Lisa Witten ihre Trainerin als Kontrahentin “im Nacken sitzt”. Mathilde lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, aber ihre Trainerin, Lisa Witten, zeigt, wie viel Zeit sich durch blitzschnelles und zugleich fehlerfreies Schießen einsparen lässt. Schon mit dem Liegendschießen übernimmt sie die Führung und profitiert von unserem einzigen Versäumnis in der Handicap-Vorbereitung, denn ein Handicap für die kurzfristig eingesprungene Schülertrainerin und Ex-Biathletin haben wir verpasst ihr mitzuteilen und können es ihr ja auch nicht mitten im Rennen aufbürden, deshalb kann Lisa nach 200 m ins letzte Stehendschießen starten, während sich ihre 14-jährige Schülerin durch die 250 m-Strecke kämpfen muss. Doch wer Bärenkräfte entwickeln will, trägt das Handicap mit Fassung und legt, wie Mathilde, schließlich ein fehlerloses Stehendschießen hin, was ihr persönlich den 3. Platz in der Einzelwertung einbringt, aber den Harzer Grizzlys nichts mehr nützt, weil Lisa Witten die Youngstars and old Dogs eine Minute zuvor mit ihren 9 Treffern zum Sieg und ins Finale geführt hat.

Das Team des SC St. Andreasberg hat ein “undankbares” Rennen erwischt, weil gegen die schnellen Teams die starken 22:00 Minuten zu Unrecht etwas untergehen. Dabei schafft Anna Dill mit 4 Treffern ihr bestes Liegendschießen in vier Anläufen beim Citybiathlon, wächst das erst 9-jährige Talent Hannes Dill in der Cardioloipe über sich hinaus, erreicht der tatsächlich bärenstarke Johannes Paetzold mit 3:16 Minuten eine der schnellsten Zeiten des Tages und kann Yvonne Tutic nach einem kurzen Blackout im Liegendschießen, beim Stehendschießen ihre Treffsicherheit zurückerlangen.

Das Finale um den Stadtmeistertitel

Die Konstellation nach der Vorrunde macht 2 Finals sinnvoll. In diesem ersten treffen die 3 besten Braunlager Teams aufeinander und kämpfen um den Titel des Biathlonstaffel-Stadtmeisters, der bisher stets an die Ü17 der Harzer Falken ging. Die Lokalmatadoren sind schon etwas müde, deswegen geht es über 2 x 100 m (Damen) und 2 x 150 m (Männer) mit dem Ski-Club St. Andreasberg auf der Bahn 1, den Skispringern des WSV Braunlage in der Bahn 2 und dem Team der Stadt Braunlage in Loipe 3. Johannes Paetzold erweist sich erneut als echter St. Andreasbär und holt rund eine Minute Vorsprung auf Corinna Damköhler vom WSV und noch etwas mehr auf Kenneth Schuller aus dem Braunlager Standesamt heraus, die beide mit 6 Treffern auch mehr als ordentlich performen. Der Vorsprung für den SC St. Andreasberg wächst, weil auch Felix Richardt in der 2. Runde mit 7 Treffern der beste Schütze ist. Nando Riemann, der Vorzeige-Skispringer des WSV, der mit Platz 3 bei den Fefa-Games, die einer Jugend-Europameisterschaft nahe kommen, auch schon international erfolgreich ist und Frank Hunger aus dem Bauamt der Stadt Braunlage folgen 2 Minuten zurück nahezu gleichauf. In der 3. Runde treffen WSV-Skispringerin, Annika Rüscher und Bürgermeister Wolfgang Langer, der früher als Skilangläufer leistungssportlich unterwegs war, mit je 6 Treffern am besten und verkürzen den Rückstand auf den SC St. Andreasberg etwas, der mit Yvonne Tutic aber auch 5 x trifft und auf Siegkurs in die letzte Runde einbiegt. Doch dann wird es doch noch einmal ganz spannend, weil Katharina Küster zunächst 3 Fehlschüsse im Liegendschießen hinlegt, während Skisprung-Talent Marvin Damköhler komplett fehlerlos schießt und in die Aufholjagd geht. Hier geht es zum Video der Schlußphase. Durch Katharinas 5 Fehlschüsse im Stehendschießen hat es Marvin nun selbst in der Hand während der 75 sekündigen Strafpause mit 5 Treffern oder schnellen 4 Treffern im Stehendschießen dieses Finale noch zu drehen. Das wäre selbst für geübte Biathleten eine ganz schwere Aufgabe, aber Marvin schlägt sich dabei ganz stark und schafft 3 Treffer mit seinen 5 Schüssen. Den Stadtmeistertitel verpassen er und sein WSV-Skispringer-Team damit knapp, denn der geht an den Ski-Club St. Andreasberg, die auch schon das beste Braunlager Team der Vorrunde wurden. Der 3. Platz geht an das Bürgermeisterteam, in dem Kämmerer Enrico Glessing seine Trefferbilanz um 500% gegenüber dem Vorlauf nach oben schraubt. Ein Traum, wenn das für die Stadtkasse auch so schnell funktionieren könnte.

Das Finale der 3 Siegerteams

Das Finale der 3 Siegerteams bringt, mitten hinein in die Abenddämmerung, nocheinmal richtig Feuer in die Braunlager Mitte. Tempo mit Technik, als leichte Favoriten nach ihren 16:47 Minuten starten auf der Bahn 2, links neben ihnen das junge Hüttenroder Team, die 4 vom Visier, als Sieger des 1. Vorlaufes in 17:39 Minuten. Und auf Bahn 3 “Youngstars and old Dogs”, die in 18:05 Minuten das 3. Rennen gewannen.

Es geht perfekt los, allle 3 Startläufer/innen, Sarah Hase, Mica Wildenhayn und Hannes Uhlig legen fehlerfreie Liegendschießen hin. Mica Wildenhayn bringt Tempo mit Technik dann als Erster in die 2. Runde, 25 Sekunden zurück Hannes Uhlig und weitere 15 Sekunden dahinter Sarah Hase. Nach der 2. Runde rücken die 3 Teams noch dichter zusammen, weil die erst 10-Jährige Marie Wegener alle 10 Schüsse für die 4 vom Visier ins Ziel bringt und damit den Rückstand verkürzt. Vorne bleibt Tempo mit Technik trotz 5 Schießfehler des schnellen Henri Dill und “old Dog”, Katrin Schliephake hält mit den geübten, jungen Sportlern großartig mit und hält mit 6 Treffern Platz 2.

Für alle 3 Teams verläuft die 3. Runde durchwachsen, Jan Hase muss für die 4 vom Visier 5 Fehlschüsse im ersten Schießdurchgang hinnehmen und das gleiche passiert nach ihrem fehlerfreien Liegendschießen auch Monika Yu im Stehendschießen für das führende “Tempo mit Technik”-Team. So kann Braunlages Stadtjugendpfleger mit seinen 5 Treffern die old Dogs an den Spezialistenteams dran halten und übergibt mit rund 70 Sekunden Rückstand auf “Tempo mit Technik” an Lisa Witten. Die 4 vom Visier folgen nur weitere 27 Sekunden zurück, weil sich Jan Hase im zweiten Schießen selbst aus der kleinen Krise herausholt und 3 Treffer nachlegt.

Die letzte Finalrunde hat dann alles, was man sich für die Entscheidung eines Finals wünschen kann. 3 großartige Biathletinnen kämpfen um den Sieg, der erst mit dem letzten Schuss und mit einiger Dramatik entschieden wird. Hier könnt ihr diese Schlußminuten im Video nacherleben. Alena Frieling, die in der Vorrunde mit 9 Treffern nahe an der Perfektion war, müht sich für “Tempo mit Technik”, den Vorsprung ins Ziel zu bringen, aber sie hat ihre frühere Trainerin im Nacken sitzen und Lisa Witten rückt immer näher heran. Zunächst durch 5:4 Treffer im Liegendschießen und dann bringt Alena 3 Schüsse ihres Stehendschießens ins Ziel und 30 Sekunden Strafpause geben Lisa Witten die kleine Chance mit einem perfekten und schnellen Stehendschießen doch noch den Sieg für die “Youngstars an old Dogs” zu holen. Ein einziger Fehlschuss würde das Finale entscheiden. Lisa nimmt das Risiko an und schießt nahezu ohne Verschnaufpause und kommt fehlerlos durch die ersten 4 Schüsse. Nun kämpfen die Teams seit über 17 Minuten um den Sieg, doch die Entscheidung wird zur Sekundenfrage. Lisa schießt und…trifft. Martin sieht “Youngstars an old Dogs” knapp vorne, aber Zeitchef Marco hat alles im Griff und korrigiert: Mit einer Sekunde Vorsprung holen “Tempo mit Technik” den Sieg mit dem exakt richtigen, aber auch knappest möglichen Timing. Lisa Wittens Aufholjagd bringt ihr die beste Einzelleistung des Tages und damit den Etappensieg und den Gewinn der Reise zum Finale der Biathlon-Tour nach Oberhof am 3./4. April 2026. Und unsere Toursiegerin 2025, Emilie König setzt den Schlusspunkt des Abends mit 8 Treffern und Platz 3 für “die 4 vom Visier”, die trotz des Handicaps mit Liegend- und Stehendschießen für Sarah und Emilie wieder mit den besten Teams mithalten konnten.

Ehrung und Dank

Mit der Ehrung aller Teams endet dieser 2. Braunlager Moonlight-Biathlon. Die 3 Teams des Niedersächsischen Biathlonkaders ehrt BTMG-Geschäftsführerin, Cathleen Hensel, neben den Erinnerungsmedaillen, mit einer kleinen finanziellen Unterstützung für einen gemeinsamen Abend. Wir wünschen dem gesamten Team mit seinen Trainern, Rico Uhlig und Lisa Witten, dass neben hartem Training ganz oft auch Freude und Leichtigkeit die Begleiterinnen auf dem Weg sein werden.

Die 3 schnellsten Teams des Tages werden mit Medaillen und Tour-T-Shirts ausgezeichnet und die Teams der Braunlager Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft erhalten Erinnerungsmedaillen und Biathlonpokale. Lisa Witten gewinnt die Reise zum Finale der Biathlon Deutschland-Tour nach Oberhof und wird dort gegen die Etappensieger der anderen Tourstädte um den Toursieg kämpfen.

Die Biathlon-Tour sagt herzlich Dankeschön bei allen Wettkämpfenden des Tages für Ihre Motivation und den sportlichen Einsatz. Dankeschön an das Publikum, das die Braunlager Mitte mit Empathie, Anfeuerung und viel Applaus in eine echte Biathlonarena verwandelte.

Mein persönlicher Dank gilt dem Team der Biathlon-Tour, mit Andreas Braun als treuem DJ, der auch die längsten An- und Abreisen in Kauf nimmt, um das Tour-Team zu unterstützen. Herzlichen Dank an Thomas Lempken, der in der Disziplin “Fotoerstellung” seinen Kaderplatz längst gesichert hat. Ein großes Dankeschön geht an Uwe Frankenberg, der unserem Ruf nach Unterstützung aus dem Thüringer Wald folgte und neben dem Coaching auch bei den hunderten Handgriffen aushalf. Lieben Dank an Gisi für die gelungenen Videos und die wie immer perfekte Infopoint-Betreuung und für Marco ist kein Dank zu groß, weil er sich einfach um alles kümmert, was vor Ort notwendig ist,

Ein großes Dankeschön möchten wir an dieser Stelle auch an unseren Hauptpartner, den Biathlon-Weltcup Oberhof richten. Das größte Deutsche Biathlonspektakel, das im nächsten Jahr erstmals vom 4.-7. März 2027 in der Arena am Rennsteig erneut die komplette Weltelite des Biathlons am Start haben wird, unterstützt die Biathlon-Tour und ermöglicht ihr damit erst den großartigen Siegerpreis der Reise zum Tourfinale für die Besten jeder Etappe.

Der abschließende Dank gilt dem Gastgeber des Moonlight-Biathlons, der Braunlage Tourismus Marketing Gesellschaft, Cathleen Hensel und Nicole Vaupel, für das Vertrauen in die Biathlon-Tour, für einen Präsentkorb, wie ich ihn nicht einmal zum Geburtstag erwarten würde und für die einmal mehr ausgezeichnete Organisation und so angenehme Zusammenarbeit.

Biathlon-Tour-Team: Bilder: Thomas Lempken; Videos: Gisi Feulner; Wettkampfbetreuung und Technik: Marco Feulner, Uwe Frankenberg, DJ, Licht und Ton: Andreas Braun; Social Media-Betreuung: Lena Bremer und Marvin Meisel, Text und Moderation: Martin Bremer

Der andere Blick auf die Biathlon-Tour: instagram @biathlontour

O-Töne

Ankündigung bei Antenne Niedersachsen. Mit herzlichem Dank an Tabea Jandel.