Die Winter Fun Games 2015 in Püttlingen

TMM_1572 TMM_2006 TMM_1118Zum Glück gibt es sie noch hin und wieder, jene Retro-Veranstaltungen im besten Sinne, die, Jenseits von Trends, special effects und ultimativem Nervenkitzel, gekonnt einen kurzweiligen Rahmen aus Spiel, Herausforderung und Teamwettbewerb schaffen, dessen „Stars“ der Spaß und der Teamgeist sind.

Die Winter Fun Games am 17./18. Januar  im Trimm Treff des saarländischen Püttlingen sind ein besonders sympathisches Beispiel für solcher Art Retro-Veranstaltungen und zugleich ein Argument mit Ausrufezeichen dafür, dass diese Menschen-verbindenden „Mitmach-Events“ alle Trends und Hypes im Veranstaltungskalender überleben werden und jedes seine ganz eigene Geschichte zu erzählen hat.

 

 

 

Die Veranstalter

TMM_1868Die Geschichte der Püttlinger Winter Fun Games ist eng verbunden mit ihrem Veranstalter, dem Unikat Herry Weiland und seiner aufmerksamen Organisationsleiterin, Martina Lauer, die so unscheinbar wie entspannt hinter den Kulissen die Fäden in der Hand hielt und dabei der Perfektion sehr nahe kam. Herry, Musiker, begnadeter Trommler und leidenschaftlicher Eventveranstalter mit dem Mut, seine Ideen trotz mancher regionaler Lethargie lebendig werden zu lassen, ist der ideale Gegenpart zu Martina: Immer mittendrin, gerade noch am Mikro, schon mit seiner Familie am Start, direkt gefolgt vom Bühnenauftritt mit seiner Trommelgruppe und nach dem 1. Tag der Fun Games dann noch Oldie Night.

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Spiel ohne Grenzen

TMM_1100Das Vorbild für die Winter Fun Games ist das „Spiel ohne Grenzen“. Vor ziemlich genau 50 Jahren hatte diese  „Mutter“ der europäischen Unterhaltungsshows ihre TV-Premiere mit Sendungen in Deutschland, Belgien, Frankreich und Italien. Über rund 2 Jahrzehnte  blieb die Spielshow das erfolgreichste Format in der TV-Unterhaltung. Den meisten Teilnehmern der Winter Fun Games ist das Spiel ohne Grenzen, altersbedingt, nahezu unbekannt, aber die Idee des Spiels „zündet“ auch hier in der Sporthalle des Püttlinger Trimm Treffs. Firmen, Vereine, Familien und sogar Parteien starten mit ihren Teams zum „Achtkampf“, dessen Königsdisziplinen laut Veranstalter der Snowboardsimulator und der IQ-LaserBiathlon sind.

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Eis-Laufen

TMM_1789Doch auch das Eislaufen hat es in sich. Eis ist dabei nur in Form von 6 Eiswürfeln auf dem Küchenbrettchen im Spiel. Diese müssen vom Läufer vorsichtig rennend durch den Parcour getragen werden, über den Balancierbalken und unter dem Seitpferd hindurch. Zwischendrin steht noch ein rund 10 m langer, mit Luft aufgepumpter Zugwaggon im Wege, in dessen Innerem ein Hindernis überklettert werden muss bevor am Ende der Ausgang erst entsteht, wenn man ihn mit Kraft auseinanderdrückt, denn die prallen Luftpolster pressen sich luftdicht aneinander. Das „Eistablett“ darf natürlich vor dem Zugeingang abgestellt werden. Jedes Team nominierte eine 3er-Staffel für das Eislaufen. Neben der möglichst schnellen Laufzeit floss auch die Anzahl der ins Ziel geretteten Eiswürfel ins Endergebnis ein.

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Langskilaufen

TMM_2008Das Langskilaufen erfordert eine perfekte Teamkoordination, denn 4 Teilnehmer auf nur einem Paar Ski wollen erst einmal in einen gemeinsamen Rhythmus gebracht werden. Die Finalisten der Vereine schaffen dabei am späten Sonntagnachmittag die beeindruckenden Zeiten von 7 Sekunden für die 10 m-Strecke inkl. des Einschlüpfens  der 4 Teilnehmer in die Fußhalter der Langski. Zuvor erleben wir aber auch manche Zeit um die 30 Sekunden und Gemeinschaftsstürze. Die Unterschiede sind groß und gelungenes Teamwork wird hier eindrucksvoll erlebbar.

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Snowboarden

TMM_1672Individuelle Qualität in  Balancegefühl und Körperbeherrschung ist auf dem Snowboardsimulator gefragt. Der Aufbau des Spiels ähnelt dem Bull-Riding, doch erweist sich der „Ritt“ auf dem Snowboard eher als filigraner Tanz, denn bei den Könnern dieser Disziplin erkennt man, wie die Bewegungen des Snowboards mit dem ganzen Körper ausbalanciert werden. Die unterschiedlichen Leistungen sind auch hier enorm. Während der Autor dieser Zeilen bereits am „Übungshang“ nach nicht einmal 15 Sekunden neben dem Snowboard liegt, hält sich die 11-jährige Zoè im  Finale der Familien länger als 1 min auf dem elektronischen Ungetüm. Die beiden besten dieser Disziplin, Rocco Aprile und Carlo Spada, stehen auch nach dem Ende des sich verschärfenden 2-minütigen Programms noch auf dem Board und können erst durch die manuelle Bedienung des Betreibers „überlistet“ werden.

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Team-Hausbau

TMM_1454Teamstrategie und Handlungsschnelligkeit verlangt der 5-minütige Hausbau mit großen Legosteinen. Wer transportiert die Steine mit der Schubkarre zur Baustelle? Wer baut das Haus und welche Maße sind ideal, damit am Ende auch das Dach drauf passt?  Wie teilen sich die 3 Teilnehmer eines Teams zwischen bauen und transportieren auf? Manche Teilnehmer perfektionierten kreativ und geschickt zugleich die Anzahl Steine, die mit einer „Schubkarrentour“ zur Baustelle gelangen.  Punkte gibt es für jeden verbauten Stein, Sonderpunkte für Türen und Fenster sowie für das aufgesetzte Dach, wenn es das Haus nicht zum Umsturz brachte. Fazit: Dieses Spiel können auch Kinder spielen, aber ein Kinderspiel ist es keineswegs.

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Biathlon

TMM_1012 TMM_1782 TMM_1345 TMM_1598Das Finale des Achtkampfes war stets der LaserBiathlon. Der Respekt der Teilnehmer vor dieser Herausforderung war spürbar groß und so wurde während der Trainingszeiten an den beiden Vormittagen auch besonders das Biathlonschießen geübt. Wie fast immer auf Events, wenn das Üben der Teilnehmer auf einen folgenden Wettbewerb ausgerichtet ist, zeigen sich die Fortschritte bei vielen Trainierenden in eindrücklicher Weise. Doch auch das beste Trainingsergebnis am Schießstand ist nicht mehr viel wert, wenn im Wettbewerb plötzlich die körperliche Belastung hinzukommt und der Atem kaum noch kontrolliert werden kann. Geschossen wurde aus 10 m Entfernung im Stehen auf 60 mm-Ziele und im Liegen auf 30 mm-Ziele. Jeweils 3 Teilnehmer bildeten ein Team. Beginnend mit 100 m Crosstrainer-Sprint und 5 Schüssen Stehendschießen wird an den Mitspieler übergeben, der den Parcour in ca. 30-40 Sekunden durchläuft, 5 Schüsse im Liegen absolviert und an den Schlussläufer übergibt, der wiederum 100 m auf dem Crosstrainer sprintet und zum letzten Stehendschießen antritt. Die 10 Sekunden „Strafzeit“ pro Fehlschuss wirbelten das Ranking dann mitunter noch kräftig durcheinander. 5 Treffer bei 5 Schüssen schaffte am ersten Tag nur der junge Lars Weber. Am Finaltag waren die Schießergebnisse schon deutlich besser und selbst während wir am Abend die Schießanlage abbauten, wurde bis zum „Abschalten“ an allen Schießplätzen weiter geübt.

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Die Sieger

TMM_1852 TMM_1763Als Monika Mersdorf, die ebenso schlagfertige wie ausdauernde Moderatorin am Sonntagabend zur finalen Siegerehrung bat und dabei die 2-tägigen Winter Fun Games nochmals Revue passieren ließ, da mochte man kaum glauben, alle die vertrauten Gesichter erst am Vortag erstmals kennengelernt zu haben. Auch Veranstalter Herry Weiland schien sichtlich gerührt. Er ehrte die Platzierten jeder Kategorie mit Medaillen und übergab wertige Preise an die Sieger, u.a. mehrtägige Reisen für die siegreiche Familie Micieli in die französischen Alpen und für den Vereinsmeister, Wuwels vom Edelweiß,  in die Vogesen. Die SPD als Gewinnerin im Parteienwettbewerb und FTR Fensterbau Elsner als Firmenchampion wurden bereits unmittelbar nach ihren Wettbewerben geehrt. Und welchen schöneren Schlusspunkt hätten die Winter Fun Games finden können, als die Zusage von Herry Weiland, dass sie im Januar 2016  erneut stattfinden werden.

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Fotos: Dani Schwamenhöferová

Text: Martin Bremer

Partner: HFM Events, www.herryweiland.de

Herry Weiland und IQ-Sport organisieren und veranstalten Winter- und Sommer Fun Games für IHR Event überall in Deutschland. Fragen Sie gerne an: event@iq-sport.net