37. Etappe – Der Sieger aus Ahaus im Porträt: René Radek

Finalist 2015 ist wieder auf Schalke dabei

Welchen Anreiz der Gänsehauttag auf Schalke entfachen kann, sahen wir im Laufe des Jahres an so manchem Etappensieger der letztjährigen Tour. Der Herner René Radek gehört auch dazu. Als bester von 1386 Wettkämpfern der Tour 2015 und Etappensieger in Herne stand er im vergangenen Dezember auf Schalke im Finale und erlebte danach gemeinsam mit seiner Frau Romina in der VELTINS-Arena den Biathlon aus der VIP-Perspektive. Für beide war klar: Ein Etappensieg 2016 muss her. Diesen Tag auf Schalke möchten sie wieder erleben. Was die beiden vielleicht nicht bedachten, ist das „Tour-Virus“, das auch auf René Heimetappe in Herne grassierte. Gleich aus 8 Städten kamen an jenem Tag siegeshungrige „knapp-Gescheiterte“ vorheriger Etappen. René musste sich trotz „Etappensieger-würdigen“ 2:02 Minuten und 5 Treffern mit Platz 4 begnügen. Bei der Etappe in Lüdenscheid (im oberen Bild unten links) schaffte er erneut ein fehlerloses Schießen. Dieses mal in 2:10 Minuten. Es reichte am Ende zu Platz 2. Doch ein wahrer Champion gibt nicht auf. Und so sehen wir Romina und René heute in Ahaus wieder. In seinem ersten Duell schafft er glänzende 1:59 Minuten, doch ein Fehlschuss steht seinem Ziel im Wege. In einem der letzten Duelle dieses Etappentages macht er dann alles richtig, nimmt kontrolliert etwas Tempo heraus, aber nicht zuviel, wartet einen „Tick“ länger vor dem ersten Schuß. Und genau das bringt ihm die nötige Präzision für die nötigen 5  Treffer. Auf seine innere Uhr kann Renè sich verlassen. Mit seinen 2:15 Minuten liegt er 12 Sekunden vor dem sympathischen Karl Peters, der mit seiner tollen Leistung nun, nach der Staffel, nun auch im Einzel mit dem undankbaren 2. Platz vorlieb nehmen muss. Doch Karl Peters ist Sportsmann genug, um die Enttäuschung über einen verpassten Sieg nicht über die Freude am Sport triumphieren zu lassen. Renè werden wir in wenigen Tagen als Finalisten auf Schalke zusammen mit seiner Frau Romina wiedersehen und sind schon gespannt, wie weit ihn sein Kämpferherz bringen wird.