17. Etappe 2018: Der Etappensieger aus Bad Münstereifel im Porträt

Alex Liebing: Hat der Titelverteidiger noch ein Ass im Ärmel?

Drei Etappensiege nacheinander in der gleichen Stadt hat bisher noch kein Wettkämpfer in 4 Jahren Biathlon-Tour geschafft. Auch der zweimalige Sieger, Alexander Liebing, ist in diesem Moment, in dem er bei strömendem Regen seine wohl letzte Chance an diesem Tag zum Etappensieg sucht, mindestens ein fehlerloses Schießen weit von diesem Ziel entfernt. Die starke Nässe macht die Aufgabe nicht leichter, denn auch die Elektronik der Gewehre und Ziele werden unter solchen Bedingungen zur Unwägbarkeit. Alexander, der 2016 beim Finale auf Schalke die Top 10 aller 40 Etappensieger erreichte, wählt ein moderates Tempo auf dem Thoraxtrainer und ist ganz und gar auf das fehlerlose Schießen konzentriert. Aus der Erfahrung von nunmehr 120 Touretappen lässt sich sagen, dass ein „erzwingen wollen“ der 5 Treffer in 9 von 10 Fällen nicht gelingt. Vermutlich ist dann zumeist die Anspannung zu groß und fördert genau jenen Wackler, den man doch unter allen Umständen vermeiden möchte. Aber Alexander Liebing beweist erneut, dass seine Geschichte mit der Biathlon-Tour eine ganz besondere und noch lange nicht fertig geschrieben ist. Der sportliche Familienpapa taucht am Biathlongewehr tatsächlich in seine eigene Welt ab, blendet für diese Momente alles aus und gibt sich erneut erst mit dem perfekten Ergebnis zufrieden. 2:37 Minuten und 5 Treffer bringen Bad Münstereifels Mr. Biathlon die Etappenführung.

Und so bleibt der Bad Münstereifler Biathlonkönig unbesiegt und wir freuen uns schon auf das Wiedersehen mit Stefanie und Alexander Liebing beim Tourfinale in Ruhpolding am 26./27. Januar in der Chiemgau-Arena.