16. Etappe 2018: Der Etappensieger aus Bocholt im Porträt

Marius Kosthorst: Etappensieg als Paukenschlag im 1. Rennen

Im 1. Rennen kämpft der Vorjahressieger, ems-athletics, auf Bahn 4 gegen das Team 1 des Bocholter Malteser Hilfsdienstes (Bahn 3), die Staffel des BMW-Autohauses Boomers (Bahn 2) und im Vordergrund die Volleyballer des TuB Bocholt. Dabei geht es gleich mit einem Paukenschlag los, denn die beiden besten Biathleten des Tages stehen als Startläufer ihrer Teams gleich Seite an Seite. Der Inhaber des Bocholter ems-Fitnessstudios, Klaudius Breitkopf (im Bild ganz links in schwarz) läuft sich mit kraftvollen Stockschüben rund 10 Sekunden Vorsprung auf Malteser-Startläufer Marius Kosthorst heraus (beide im Bild auf den Thoraxtrainern leider halb verdeckt). Klaudius Breitkopf macht eigentlich alles richtig, lässt sich einige Sekunden Zeit vor seinem ersten Schuss, um nach der Belastung wieder zu Atem zu kommen und setzt den 1. Treffer. Um so erstaunlicher ist die Art und Weise, wie Marius Kosthorst an die Herausforderung des Schießens auf die 45 mm-Ziele herangeht. Zwei, drei tiefe Atemzüge und dann schießt der Psychologe aus Bocholt scheinbar mit dem Selbstvertrauen eines Biathleten ohne Erholungszeit und im ganz schnellen Rhythmus einen Treffer nach dem anderen. Am Ende hebt der Rettungssanitäter nach 1:54 Minuten nach 5 Treffern den Arm, um seine Malteser-Kollegin Carina Küpper als Erste in die nächste Runde zu schicken und hat zuvor die fünftbeste Leistung aller bisher rund 1000 Wettkämpfer der diesjährigen Biathlon-Tour erzielt. Da gehen die 1:59 Minuten, die Klaudius Breitkopf ebenfalls mit einem fehlerlosen Schießen beendet, fast etwas unter, obwohl auch er damit einen Top 10-Platz in der diesjährigen Tour-Rangliste erreicht. Wow, was für ein Auftakt. Und wir können vorwegnehmen, diese Leistung wird im Laufe des spannenden Wettkampftages von keinem Athleten erreicht, so dass Marius Kosthorst Bocholts Mann für Ruhpolding sein wird und dort am 26./27. Januar in der Chiemgau-Arena gegen die Etappensieger der anderen Tourstädte im Finale antreten wird. Sportlich sieht der 28-Jährige noch Luft nach oben, denn nur 1-2 x im Monat führt sein Vorsatz zum Laufen auch tatsächlich in den Laufschritt. Aber seine Erfahrung als Sportschütze, die er als Jugendlicher im Haminkelner Schützenverein am Luftgewehr sammeln konnte, half ihm sicherlich bei seinem Bravourstück. Das Tour-Team freut sich schon auf das Wiedersehen mit Marius in Ruhpolding.