NACHbericht zur 10. Etappe am 27. Sept. in Schmallenberg

Königsblaues Herbsterwachen im Hochsauerland

Bilderbuchwetter, 80 Wettkämpfer und ein Etappensieger auf Umwegen beim Gewerbefest in Schmallenberg

Schmallenberg im Hochsauerland steht für Wandern und Urlaubsfreuden, doch nicht zuletzt mit seinem Skilanglaufzentrum und bis zu 200 km präparierten Loipen auch für den Nordischen Skisport in NRW. Klar also, dass die Biathlon auf Schalke-Tour einen Etappenstopp einlegt in dieser interessanten Stadt, die aus 92 (!) einzelnen Ortsteilen besteht und eine der flächengrößten Kommunen des Landes ist.

Die Biathlon auf Schalke-Tour kommt zum 1. Herbstwochenende, das verkaufsoffenen Sonntag und Gewerbefest miteinander vereint. Neben der königsblauen Biathlonarena haben wir auch einen farblich dazu passenden Himmel bestellt und sind dabei erhört worden. Los geht’s also um 10.30 Uhr mit der 10. Etappe, bei der wir die Biathlonfreunde erstmals in einem Gewerbegebiet empfangen. Gegenüber des Schmallenberger Reifendienstes organisierte das Team der Wirtschaftsförderung um Geschäftsführer Gernot Miller das große und zentral gelegene Freigelände „auf der Lake“.

Biathlon zwischen Benz und Boliden

Während Gegenüber mitunter hunderte von PS aufheulen, geht es beim Biathlonduell zunächst um die eigene Körperkraft. Und während am Autohaus mit dem Stern das Orchester den Rhythmus vorgibt, suchen unsere Wettkämpfer den idealen Rhythmus, um Atem und Zielvorgang zu koordinieren. Die Biathlon-Tour fasziniert als Mitmach-Event, das seine Wettkämpfer an die Grenzen der eigenen Präzision führt. Wer diese Grenze überwindet, ist mittendrin im Kampf um die Gänsehaut-Tickets für den Biathlon auf Schalke, die auf den Etappensieger warten.

Während Gegenüber mitunter hunderte von PS aufheulen, geht es beim Biathlonduell zunächst um die eigene Körperkraft.
Und während am Autohaus mit dem Stern das Orchester den Rhythmus vorgibt, suchen unsere Wettkämpfer den idealen Rhythmus, um Atem und Zielvorgang zu koordinieren.
Die Biathlon-Tour fasziniert als Mitmach-Event, das seine Wettkämpfer an die Grenzen der eigenen Präzision führt. Wer diese Grenze überwindet, ist mittendrin im Kampf um die Gänsehaut-Tickets für den Biathlon auf Schalke, die auf den Etappensieger warten.

Die Protagonisten der Schmallenberg-Etappe:

Eine echte Könnerin

Marina Pick, die für die Wilzenberger Sommerbiathleten einige herausragende Erfolge bei nationalen Meisterschaften erzielen konnte, zeigt an der Biathlonarena ihr Können und fordert Klaus Kremer, den Entwickler der IQ-Laserschießtechnik, zum Duell heraus. Klaus hat in seinen Duellen auf den ersten 9 Touretappen noch eine weiße Weste. Doch im Duell mit Marina zeigt selbst die "ruhigste Hand" der Tour, dass sie einem Menschen und keiner Maschine gehört. Auf der anderen Seite beweist Marina die Klasse, diese kleine Schwäche zu Nutzen und das Duell mit 4:3 Treffern in 2:02 Min. zu gewinnen. Als Gesamtvierte wird sie zugleich beste weibliche Teilnehmerin. Da die Gänsehaut-Tickets von einer noch ruhigeren Hand begeistert in Empfang genommen werden sollten, gibt's von uns den schönsten Trostpreis: Das Fäßchen frisches Veltins.

Marina Pick, die für die Wilzenberger Sommerbiathleten einige herausragende Erfolge bei nationalen Meisterschaften erzielen konnte, zeigt an der Biathlonarena ihr Können und fordert Klaus Kremer, den Entwickler der IQ-Laserschießtechnik, zum Duell heraus. Klaus hat in seinen Duellen auf den ersten 9 Touretappen noch eine weiße Weste. Doch im Duell mit Marina zeigt selbst die „ruhigste Hand“ der Tour, dass sie einem Menschen und keiner Maschine gehört.
Auf der anderen Seite beweist Marina die Klasse, diese kleine Schwäche zu nutzen und das Duell mit 4:3 Treffern in 2:02 Min. zu gewinnen. Als Gesamtvierte wird sie zugleich beste weibliche Teilnehmerin. Da die Gänsehaut-Tickets von einer noch ruhigeren Hand begeistert in Empfang genommen werden sollten, gibt’s von uns den schönsten Trostpreis: Das Fäßchen frisches Veltins.

Der Shooting-Star

Der 10-jährige Maximilian Herrmann, kaum größer als das Biathlongewehr und schwer kämpfend auf dem Crosstrainer, legt völlig außer Atem saubere 4 Treffer in 2:19 Min hin. Fast unglaublich, wenn man es nicht selbst gesehen hätte. Hoffentlich findet dieses Talent den Weg zum Biathlon. Chapeau, Maximilian. Das Tour-Team zieht alle Hüte vor Dir!

Der 10-jährige Maximilian Herrmann, kaum größer als das Biathlongewehr und schwer kämpfend auf dem Crosstrainer, legt völlig außer Atem saubere 4 Treffer in 2:19 Min hin. Fast unglaublich, wenn man es nicht selbst gesehen hätte. Hoffentlich findet dieses Talent den Weg zum Biathlon. Chapeau, Maximilian, Platz 7 in der Etappenwertung . Das Tour-Team zieht alle Hüte vor Dir!

Der Wiederkehrer

Verschwitzt, mit Fahrradhelm und roter Wetterjacke steht er am späten Vormittag da, ganz wie eine Woche zuvor in Meschede, als die Biathlon auf Schalke-Tour auf dem dortigen Bürgerfest gastierte: Erich Bönner. An seine Duelle erinnern wir uns noch gut. Gegen seinen Sohn zog er mit 3:4 Treffern den Kürzeren, aber gegen den jungen Tino Schulte legte er dann bereits 4 Treffer hin und wurde 9. der Etappe. Am heutigen Vormittag setzte sich der Hobbyradler in Meschede auf sein Rennrad und fährt mal eben die 30 km nach Schmallenberg, um sich seinen Wunsch auf dem Umweg zu erfüllen: Die Gänsehaut-Tickets für den Biathlon auf Schalke. Dafür gibt's nur eine Marschroute: Etappensieg! In seinem ersten Duell gegen Johann Krämer (Bild oben links) knüpft Erich gleich an seine 4 Treffer in Meschede an und holt sich mit 2:12 Min. die Etappenführung. Doch aus der Vorwoche weiß der langjährige Sportschütze noch, dass 4 Treffer kaum zum Tagessieg reichen werden. Also startet er ein zweites Mal. Und jetzt passt alles: 5 Treffer und 2:02 Min. Grandios! Die Koordination des 58-Jährigen zwischen Atemkontrolle und dem idealen Moment des Abziehens könnte für einen Lehrfilm dienen. Mit dem Ausatmen senkt er das Gewehr in die Trefferfläche. Dabei wählt er einen risikoreichen schnellen Schießrhythmus. Der Plan geht auf. Als er am frühen Nachmittag den Etappenort mit seinem Fahrrad verlässt und die 30 km zurück nach Meschede in Angriff nimmt, da tut er dies in der berechtigten Hoffnung, dass seine aussergewöhnliche Leistung bis zum Tagesende unerreicht bleibt.

Verschwitzt, mit Fahrradhelm und roter Wetterjacke steht er am späten Vormittag da, ganz wie eine Woche zuvor in Meschede, als die Biathlon auf Schalke-Tour auf dem dortigen Bürgerfest gastierte: Erich Bönner. An seine Duelle erinnern wir uns noch gut. Gegen seinen Sohn zog er mit 3:4 Treffern den Kürzeren, aber gegen den jungen Tino Schulte legte er dann bereits 4 Treffer hin und wurde 9. der Etappe.
Am heutigen Vormittag setzte sich der Hobbyradler in Meschede auf sein Rennrad und fährt mal eben die 30 km nach Schmallenberg, um sich seinen Wunsch auf dem Umweg zu erfüllen: Die Gänsehaut-Tickets für den Biathlon auf Schalke. Dafür gibt’s nur eine Marschroute: Etappensieg!
In seinem ersten Duell gegen Johann Krämer (Bild oben links) knüpft Erich gleich an seine 4 Treffer in Meschede an und holt sich mit 2:12 Min. die Etappenführung. Doch aus der Vorwoche weiß der langjährige Sportschütze noch, dass 4 Treffer kaum zum Tagessieg reichen werden. Also startet er ein zweites Mal. Und jetzt passt alles: 5 Treffer und 2:02 Min. Grandios! Die Koordination des 58-Jährigen zwischen Atemkontrolle und dem idealen Moment des Abziehens könnte für einen Lehrfilm dienen. Mit dem Ausatmen senkt er das Gewehr in die Trefferfläche. Dabei wählt er einen risikoreichen schnellen Schießrhythmus. Der Plan geht auf. Als er am frühen Nachmittag den Etappenort mit seinem Fahrrad verlässt und die 30 km zurück nach Meschede in Angriff nimmt, da tut er dies in der berechtigten Hoffnung, dass seine aussergewöhnliche Leistung bis zum Tagesende unerreicht bleibt.

Der Jäger aus Eslohe

Der_Jaeger

Laufen, auf dem „Foltergerät Crosstrainer“? Das mag Hobbyjäger Philipp Conze an diesem gemütlichen Sonntagmittag auf der Gewerbeschau eigentlich überhaupt nicht. Am Morgen saß der 39-Jährige noch auf dem Hochstand im heimischen Eslohe und nun möchte er nur seiner Frau Sandra und Sohn Louis zuschauen, die sich zum Biathlonduell angemeldet haben. Als die beiden jedoch hören, dass der Lohn für den Tagessieg die Gänsehaut-Tickets für den Biathlon auf Schalke am 28.12. sind, da lassen sie nicht mehr locker und „bearbeiten“ Philipp, diesem höchst reizvollen Siegerpreis doch bitte nachzujagen. Die 3 Conzes sind Biathlonfans, Philipp jedoch ausdrücklich „Couch-Biathlonfan“. Doch gegen das Drängen seiner beiden Lieben kommt er nicht an. Statt Sandra geht nun also Jäger Philipp ins Duell mit Sohn Louis. Auf dem Crosstrainer geht Louis forsch in Führung, während Philipp noch mit seinem Schicksal hadert. Wenige Sekunden nach seinem Sohn erreicht Philipp den Schießstand und legt im schnellen Rhythmus ein perfektes Schießergebnis hin. 5 Treffer, wow. Doch beim Biathlon siegen die flinken Meisterschützen und für Philipp reicht die Zeit von 2:42 Min. zunächst „nur“ für Platz 2 in der Zwischenwertung. Gemeinsam schaffen die Conzes 7 Treffer und wenn Louis noch etwas übt, dann kann er im nächsten Jahr vielleicht schon selbst den Gänsehaut-Tickets nachjagen?

Gemeinsam mit Sohn Leon geht auch Christian Samol ins Familienduell. Der 31-Jährige Fahrradmonteur und begeisterte Mountainbiker ist fit und motiviert, den Tagessieg zu holen. Vor den Augen des führenden Erich Bönner kommt er diesem ganz nah. Mit 5 Treffern und 2:03 Min. fehlt dem Schmallenberger im Ziel nur die Winzigkeit einer Sekunde auf Erichs Leistung.

Gemeinsam mit Sohn Leon geht auch Christian Samol ins Familienduell. Der 31-Jährige Fahrradmonteur und begeisterte Mountainbiker ist fit und motiviert, den Tagessieg zu holen. Vor den Augen des führenden Erich Bönner kommt er diesem ganz nah. Mit 5 Treffern und 2:03 Min. fehlt dem Schmallenberger im Ziel nur die Winzigkeit einer Sekunde auf Erichs Leistung.

Als die Sonne schon tief von Westen aus lange Schatten an der Biathlonarena erzeugt, liegt eine fröhliche Etappe hinter uns, bei der fast 80 Wettkämpfer in die Duelle um die Gänsehaut-Tickets gingen. Es war die „Familienetappe“ der Tour. Bei keiner anderen der bisherigen 10 Etappen gab es so viele „Eltern-Kind“-Duelle. Besonders gefreut haben uns die „Wiederkehrer“, die nach den Etappen in Brilon und Meschede nun der Tour nach Schmallenberg gefolgt waren. Stellvertretend für diese Comebacker sei – neben Etappensieger Erich Bönner – auch die Familie Obertrifter aus Neheim genannt. Papa Bernd ging in Meschede mit Sohn Luis an den Start und erreichte gleich einen Top 10-Platz. Zu Hause gab der jüngere Sohn, Max, die Woche über keine Ruhe und wollte auch gegen den Papa zum Biathlonduell antreten. Auf ging’s also für die ganze Familie nach Schmallenberg, wo Max sein Biathlontalent eindrucksvoll nachweisen konnte. 4 Treffer schaffte der Youngster. Zwar musste er das Gewehr noch auflegen und kam deshalb nicht in die Wertung, doch mit seiner Begeisterung kann Max seinen Papa im nächsten Jahr bestimmt schon ernsthaft herausfordern, wenn die Tour erneut im Hochsauerland halt machen wird.

Die Familie Obertrifter aus Neheim kam nach Meschede auch zur Touretappe nach Schmallenberg.

Die Familie Obertrifter aus Neheim kam nach Meschede auch zur Touretappe nach Schmallenberg.

Bilder: Dani Schwammenhöferova

Text: Martin Bremer