Nachbericht zur 1. Etappe 2017 in Xanten

Tour-Auftakt am goldenen WM-Wochenende

Zwischen den beiden WM-Goldmedaillen im Massenstartrennen für Laura Dahlmeier und Simon Schempp im österreichischen Hochfilzen mal eben selbst in die Loipe und ans Biathlongewehr gehen, zumindest auf der Xantener Winterworld war das an diesem deutschen Biathlonfesttag möglich. Das Freizeitzentrum Xanten hatte den Auftakt der Biathlon auf Schalke-Tour, wie bereits im Vorjahr, zum finalen Wochenende der Winterworld in den Xantener Hafen geholt. Rund 350 Schnupperschützen und 70 Wettkämpfer begaben sich auf die Spuren der beiden Weltmeister und machten an den Infrarot-Gewehren ihre eigenen Biathlonerfahrungen. Die Wettkämpfer scheuten sich auch nicht vor der körperlichen Anstrengung und legten auf den in Skandinavien entwickelten Skilanglaufergometern, Thoraxtrainer, kräftezährende 400 m in der klassischen Doppelstocktechnik zurück. Die 12 Besten schafften danach mit ihren 5 Schüssen Stehendschießen aus 10 Meter Entfernung auf die 50 mm-Ziele ein fehlerloses Schießen. Für den Großteil der Wettkämpfer blieb das perfekte Schießen jedoch das unerreichte Ziel, das einen höchst lebendigen Anreiz entfachte. Fast alle Wettkämpfer gingen mehrfach an den Start. Die motiviertesten, René Radek und Andreas Terwey (im Bild rechts auf den Thoraxtrainern) sogar 6 mal. Es waren zwei Etappentage voller Spaß und mit tollen Teilnehmern, von denen viele über Stunden an der Biathlonarena verweilten. Wer am Ende den Etappensieg holte, wie das VIP-Team Xanten den Wettbewerb Zielsicherste Stadt eröffnete und welche vierköpfige Staffel am Samstag den Stadtmeistertitel errang verraten wir weiter unten auf dieser Seite.

Biathlon auf Schalke-Tour im neuen Gewand

Einiges Neues empfängt Euch bei der Biathlon auf Schalke-Tour 2017. Die Biathlonarena ist mobiler geworden. Nun rollt sie tatsächlich durchs Land. Am Etappenort werden die Seitenwände zum Dach und los geht’s. Zumindest fast.

Hartmut Wächter, der hier die Staffeln ehrt, organisiert mit seinem Team Aufbau und Technik.

Ein Team für Aufbau, Technik, Logistik und Wartung braucht die Tour natürlich weiterhin und schlägt auch dabei neue Wege ein. Wir freuen uns, mit Eventprofi Hartmut Wächter aus Duisburg und seinem sympathischen Team von Event Deko and more einen Partner gewonnen zu haben, dem nach über 30 Jahren Eventerfahrung nur Weniges noch nicht begegnet ist.

Daniel Holtschneider ist der neue „Herr der Bilder“ und, wie könnte es anders sein, auf keinem Foto zu sehen. Das holen wir bald nach.

In Xanten setzten wir zudem, erstmals bei einer Touretappe, die neuen Ziele und Biathlongewehre unseres finnischen Partners, dem Unternehmen eco aims, ein. Gion Schindler und sein Team betreuen bereits seit 16 Jahren die paralympischen Biathlonwettbewerbe mit ihrer Infrarotschießtechnik. Wir haben uns für diese Technik u.a. deswegen entschieden, weil sie jeden Schuss auf einer 10er-Ringscheibe exakt vermisst, für jede 5-Schuss-Serie die Trefferzahlen addiert und damit das Schnupperschießen für alle Teilnehmer spannender macht. Eine erste Marke hat der zweifache Etappensieger und Finalist der Touren 2015 und 2016, Léon Doerenkamp, mit 51,6 Ringen vorgelegt. Im Wettbewerb Shootingstar kann diese Leistung ab jetzt gejagt werden. Der Shootingstar jeder Etappe gewinnt 2 Tagesskipässe für die Skihalle Neuss.

Den Anfang macht das Xantener VIP-Team

Im vergangenen Jahr sorgte das Team-Xanten um Bürgermeister Thomas Görtz für einen Paukenschlag im Wettbewerb Zielsicherste Stadt. Im Wettstreit mit 30 Etappenstädten gelang ein toller 3. Platz. Die 4 Zielsicheren waren seinerzeit, neben Bürgermeister Thomas Görtz, Margret Willemsen, Wilfried Welbers und Ralf Völlings. Sie erzielten mit ihren 20 Schüssen 182,5 Ringe

Auch in diesem Jahr setzt das Xantener VIP-Team die erste Marke in diesem Städte-übergreifenden Wettbewerb.

Xantens Promi-Team mit „Trainer“ Thomas Görtz

Doch in diesem Jahr ist die Aufgabe durchaus anspruchsvoller, denn der Promibonus fällt weg und vor dem Schießen dürfen nun auch die „Zielsicheren“ ihre Fitness auf dem Thoraxtrainer beweisen und werden damit zur echten Biathlonstaffel.

Der Bürgermeister macht an diesem Samstag „nur“ den Trainer und hat folgendes Team aufgeboten, das nun die Xantener Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft eröffnet:

Josef van Nahmen, Margret Willemsen, Wilfried Welbers und Jutta Bullmann starten in den orangenen Trikots gegen das Team, das Xantens Etappensieger und Tourfinalist auf Schalke 2016, Ernst Janhsen, an den Start bringt: Ernst Janhsen, Sandra Orggasa, Alexander Cox und Bruno Roelven. Der Startschuss zur Stadtmeisterschaft ertönt.

Gleich 3 Schützen des Promi-Teams konnten bereits den Titel eines Deutschen Meisters bzw. Bundesmeisters entgegennehmen.

Ernst Janhsen in der Penaltybox. Seine Schwester, Sandra wartet auf den Start. Josef van Nahmen am Gewehr.

Einer der Meister, Josef van Nahmen, tritt gegen den Xantener Etappensieger von 2016, Ernst Janhsen, an. Der Schütze schafft 3:1 Treffer, doch Ernst kann trotz der 60 Sekunden Strafzeit für seine 4 Fehlschüsse mit einem Vorsprung an seine Schwester Sandra Orggasa übergeben, die den Vorsprung gegen die Deutsche Meisterin im Luftgewehrschießen, Margret Willemsen, ausbaut. Beide schafften 3 Treffer, doch Sandra läuft 27 Sekunden schneller.

Alexander Cox am Biathlongewehr, während Schütze Wilfried Welbers noch in der Loipe kämpft.

Im schnellsten Duell kann Alexander Cox den Vorsprung gegen den Bundessieger mit dem Luftgewehr, Wilfried Welbers trotz 3:4 Treffer um eine weitere halbe Minute ausbauen. Kreisschützenkönigin Jutta Bullmann kann trotz starken Rennens gegen Bruno Roelven, in dem sie 15

Jutta Bullmanns 4 Treffer helfen den Schützen nicht mehr zum Sieg.

Sekunden aufholt und 4:3 Treffer erzielt, die Prominenten-Staffel nicht mehr zum Sieg führen. 17:04 Minuten gehen für das Team Xanten in die Wertung Zielsichere Stadt ein.

Sieger des 1. Vorlaufs zur Staffel-Stadtmeisterschaft ist das Team um Etappensieger Ernst Janhsen in 14:54 Minuten. Beide Teams verpassen als 3. und 4. das Finale der beiden besten Staffeln knapp.

Der Wettbewerb Zielsicherste Stadt geht am 18. März mit der Staffel der Stadt Dülmen in die nächste Runde.

Das Finale der Staffel-Stadtmeisterschaft

Die Mountainbiker des Tus Xanten, in den grünen Trikots, gehen mit der besten Vorlaufzeit als leichter Favorit in dieses Finale. Doch die pinke Winterworld-Staffel mit den beiden Gastgeberinnen, Anne Kunze und Anna Knappe, dem schnellen Thomas Jansen und dem Alpsrayer Schützenkönig Arnold Hendricks haben sich einiges vorgenommen.

Fred Koch für die Mountainbiker und Arnold Hendricks legen gleich optimal los und schießen fehlerfrei. Mit knappem Vorsprung geht Mountainbiker Norbert Hopmann vor Thomas Jansen in die zweite Runde.

Beide müssen mit einem Fehlschuss für jeweils 15 Sekunden in die Penaltybox. So bleibt es das Kopf-an-Kopf-Finale mit knappem Vorsprung für die Mountainbiker. Anna Knappe kämpft gegen Jürgen Becker mit letzter Kraft auf dem Thoraxtrainer und holt mit einem Treffer mehr die fehlenden Sekunden aus der Loipe fast wieder auf.

Auf die Schlussläufer kommt es nun an. Anne Kunze schoss im Vorlauf fehlerfrei, doch Mountainbiker Detlef Jauch ebenfalls. Und der bleibt ziemlich cool und lässt sich so viel Zeit vor seinen Schüssen, dass Anne Kunze den Rückstand aus der Loipe aufholen kann und beide nun Seite an Seite  für die entscheidenden Schüsse anlegen. Detlef Jauch ist ebenso treffsicher wie nervenstark, bleibt am Biathlongewehr erneut fehlerlos, während Anne Kunze ihre Topleistung aus dem Vorlauf nun im Finale nicht abrufen kann. Die Mountainbiker holen den Titel des Biathlonstaffel-Stadtmeisters gegen eine bravourös kämpfende Winterworld-Staffel.

Die Mitmacher waren sich einig, dieses Event hat richtig Spaß gemacht. Teamgeist, sportliche Herausforderung und kaum vorhersehbare Ergebnisse machen den besonderen Reiz dieser Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft aus. Viele haben nun ihre Mithilfe angeboten, um die Xantener zu aktivieren für die Biathlonstaffelparty zur Winterworld 2018, pünktlich zum Olympischen Biathlon im südkoreanischen Pyeongchang. Der freie Journalist, Alexander Florie-Albrecht, der für die NRZ das Event betreute, regte Leser- und Hörerstaffeln unter Mithilfe der Medien an. Die „Loipe“ zum Xanten-Biathlon 2018 ist also als  Spur schon erkennbar. Das könnte glatt laufen.

Wer holt den Etappensieg?

Vier Wettkämpfer erreichen am 1. Etappentag jenen Moment, der Biathleten – ähnlich wie Fußballspieler bei einem Torerfolg – in Hochstimmung versetzt: das fehlerlose Schießen. Anne Kunze und Detlef Jauch gelingt dieses Kunststück in ihren Staffelwettkämpfen. Mit ihren Zeiten von 3:15 und 3:14 Minuten belegen sie in der Einzelwertung des Samstags die Plätze 4 und 3.

Schneller als die beiden ist Mountainbiker Fred Koch. Seine Bestzeit von 2:52 Minuten schaffte er schon im Übungsdurchgang vor der Staffelmeisterschaft, als der Xantener Himmel noch königsblau strahlte und erste Frühlingsboten zur Winterworld brachte. Der 52-Jährige aus dem gleich an den Xantener Hafen angrenzenden Ortsteil Lüttingen profitiert auf dem Thoraxtrainer von seiner Fitness, die er auch über Winter durch 2 lange Mountainbiketouren pro Woche erhalten hat. Mit seinen 5 Treffern belegt er Platz 2 nach dem ersten Etappentag.

Bester des ersten Tages ist der Friemersheimer Lagerist, Sascha von Gersum. Der 39-Jährige hat lange Jahre beim VFR Rheinhausen Fußball gespielt und war dabei im Mittelfeld für die langen Laufwege zuständig. Nun spielt er zwar nicht mehr aktiv, doch Kraft und Ausdauer sind noch deutlich besser, als der Biathlonfan vor seinem Start befürchtet. Im zweiten Anlauf schafft der Fan von Biathletin Andrea Henkel die Bestzeit von 2:31 Minuten und macht am Biathlongewehr alles richtig. Ob diese Leistung schon zum Etappensieg reichen wird? Der Sonntag wird die Antwort bringen.

Biathlon führt Generationen zusammen

Der frühe Sonntagmittag bringt, neben so manchem Regenguss, ein Wiedersehen mit dem Senior der letztjährigen Winterworld-Etappe, Wilhelm Bruns. Seinerzeit wurde der 75-Jährige mit 5 Treffern und 4:05 Minuten Etappenfünfter und auch mit 76 Jahren lässt er es sich nicht nehmen, wieder an den Start zu gehen. Bemerkenswert, dass der älteste Teilnehmer dieser Etappe seine Vorjahreszeit gleich um 28 Sekunden unterbieten kann. Doch das schnellere Tempo auf der 400 m Skilanglaufstrecke fordert seinen Tribut. 3 Fehlschüsse zeigen an, dass der gute Schütze den Atem nicht so rasch unter Kontrolle bringen konnte. Doch Wilhelm Bruns zeigt mit seinem Wettkampf einmal mehr, was wir auf vielen Etappen erleben: Biathlon fasziniert alle Generationen und das Alter alleine ist kein Grund, auf die Gelegenheit der Herausforderung zu verzichten.

Dem Gegenüber steht der 12-Jährige Timo Haag. Er ist der jüngste Wettkampfteilnehmer und nutzt ebenfalls den verregneten Sonntagmittag für seine erste Biathlonerfahrung. Für seinen Wettkampf benötigt er 3:40 Minuten, also 3 Sekunden länger, als Senior Wilhelm Bruns. Doch in dem Youngster ruht ein Schützentalent. Das 4 kg schwere Biathlongewehr bereitet ihm sichtlich Mühe, doch schafft er nach der Belastung gleich 3 Treffer und kann  Wilhelm damit in der Etappenwertung noch überholen.

Die Tour und ihre Etappensieger

Ja ist denn schon wieder Finale auf Schalke? Nein, nein, es ist die erste Etappe NACH dem Finale der Etappensieger, doch gleich 8 von ihnen sind in Xanten wieder aktiv dabei. Es sind wohl die schönsten Geschichten, die die Biathlon auf Schalke-Tour auf ihren bisher 61 Etappen schrieb, jene mit ihren Etappensiegern. Es begann im April 2015 mit dem Bochumer Ulf Quooß, der die 1. Etappe in Castrop-Rauxel gewann, beim Finale  auf Schalke im gleichen Jahr dabei war, aber auch beim Finale 2016 als Fotograf für die Tour aktiv blieb. Die erste Etappensiegerin, Marina Pick, hilft seitdem, wann immer sie Zeit hat, als Betreuerin der Schnupperschützen. In Xanten betreuen (obere Bildreihe von links nach rechts) Jens Seggewiß, der Halbfinalist beim Tourfinale auf Schalke 2016, Kai Kukielka, der Etappensieger von Rhede und Léon Doerenkamp, der die Touretappen in Ahaus 2015 und Jülich 2016 gewann. Über diese aussergewöhnliche Verbundenheit der Champions mit der Tour freuen wir uns riesig und sagen immer wieder gerne herzlich dankeschön! Das gilt auch für Ernst Janhsen (im Bild oben rechts), den Xantener Etappensieger 2016, für den es selbstverständlich war, drei Teamkollegen zu motivieren und mit einer Staffel bei der Stadtmeisterschaft an den Start zu gehen.

Nach Xanten kommen aber am Sonntag auch die münsterländer Etappensieger, allen voran der 14-jährige Shootingstar der Tour 2016, die Finalzweite Jana Harmeling mit Vater Dirk (untere Bildreihe links), dem Etappensieger aus Marl und Mutter Silvia. Ebenfalls mit der ganzen Familie kommt der zweitschnellste der Tour 2016 und Etappensieger von Borken, Andreas Terwey. Und aus Herne besucht uns in Xanten der unermüdliche René Radek mit seiner Frau Romina, beide große Biathlonfans, und im Vorjahr auf drei Etappen der Jäger der beiden Finaltickets mit dem Happy End 12 Tage vor dem Finale auf Schalke mit seinem Etappensieg in Ahaus. Klar, dass es nun in Xanten ein heisses Finish um den Etappensieg geben würde.

Die Harmelings sind schon in Frühform

Anders, als Renè und Andreas, die in ihrem ersten Duell am heutigen Tag noch auf der Suche nach ihrer letztjährigen Form waren, benötigen Jana und Dirk keine Anlaufzeit für erneute Höchstleistungen. Wie macht dieses etwas blässliche, junge Energiebündel das nur? Mit einem steten Lächeln auf den Lippen schafft sie die kräftezehrende 400 m Strecke auf dem Thoraxtrainer schneller als alle Wettkämpfer des Vortages. Wir haben das ja nun schon einige Male von der 14-Jährigen erlebt, doch es ist immer wieder auf’s Neue faszinierend mit anzusehen, wo dieses große Sporttalent diese Power herzaubert? Um 8 Sekunden verbessert sie ihre bisherige Bestleistung und liegt nun bei 2:26 Minuten. Ein Fehlschuss trennt sie noch von der Übernahme der Etappenführung. Die holt sich aber Vater Dirk. Geschickt wählt er zwar ein hohes Tempo auf dem Thoraxtrainer, doch ohne dabei seine „rote Linie“ zu überschreiten. So reicht ihm eine kurze Verschnaufpause und eine hohe Konzentration, um fehlerlos durch die 5 Schüsse zu kommen. Mit seinen 2:15 Minuten unterbietet er Sascha von Gersums Bestzeit um 16 Sekunden.

Im letzten Moment kommt die Angst

René Radek passiert als erstem am heutigen Tag das wohl ärgerlichste Mißgeschick für jeden Biathleten. Er ist schnell, in 2:05 Minuten auch schnell genug, um die Etappenführung zu erreichen und macht beim Schießen alles richtig. Wenn da nur nicht dieser letzte Schuss wäre. Warum geht ausgerechnet der eigentlich so oft daneben? Kriecht da schon wieder der Verstand in den Kopf und produziert Gedanken, die der vollen Konzentration auf den Schuss abträglich sind? Das gleiche Mißgeschick passiert Andreas Terwey auf der Jagd nach dem Etappensieg bei seiner Endzeit von 2:04 Minuten. Die beiden glücklosen Jäger motivieren sich zu einem letzten Versuch. Leon Doerenkamp macht das Duell zu einem Dreikampf.Und tatsächlich fällt die Bestleistung. 2:13 Minuten und 5 Treffer. Doch es sind nicht die beiden „Jäger“, sondern Etappenbetreuer Léon Doerenkamp, der das Ergebnis erzielt. Aufatmen beim Führenden, Dirk Harmeling, denn Léon darf als Mitarbeiter diese Etappe nicht gewinnen.

Etappensieger motivieren auch die Xantener

Nun ist richtig Schwung drin in dieser Etappe und mancher Wettkämpfer wächst bei seinem Biathlondebut über sich hinaus. Brigitte Rheker (im Bild oben rechts mit schwarzem Schal) schafft ohne jede Schießerfahrung im Duell mit ihrer Arbeitskollegin Anna Knappe gleich 4 Treffer und einen Platz unter den besten 30. Sportschütze und Bundessieger Wilfried Welbers (im Bild oben in der unteren Reihe links) verbessert seine Leistung aus der gestrigen Staffel gleich um 40 Sekunden. Mit 2:38 Minuten und 4 Treffern schafft er es in die Top 20.  Die Weselerin Petra Jörgens (im Bild oben in der Mitte) erweist sich als zielsicher und schafft mit 5 Treffern und 3:18 Minuten das drittbeste weibliche Ergebnis hinter Jana Harmeling und Anne Kunze. Waldemar Dyka schafft es mit seinen 2:31 Minuten und 5 Treffern bis auf Platz 5. Der bundesweit als Spezialist für Wärmedämmung (Einblasverfahren) gefragte Weseler Unternehmer hat die richtige Technik auch beim Schießen heraus, obwohl er über keinerlei Schießerfahrung verfügt. Doch die beiden Verfolgungsrennen am heutigen Tag bei der Biathlon-WM hat der Fan dieser Sportart live angeschaut. Beim eigenen Biathlonduell kann er das gleich bestens umsetzen.

Ein allerletzter Versuch

So sind sie eben, die Etappensieger der Tour. Dem letzten Versuch, auf den Etappenthron zu gelangen, folgt noch ein allerletzter. Die Frauen sind längst in die Wärme geflüchtet, den drei Herren sollte noch einmal so richtig heiß werden im finalen Dreikampf. Der Etappenführende, Dirk Harmeling, in der Mitte, die Jäger, René Radek und Andreas Terwey an den Flanken. Und selbst in ihrem 6. Duell am heutigen Tag erreichen alle drei noch Spitzenzeiten bei ihrem 400 m Skilanglauf. Bei René Radek ist die Luft nun heraus, ihm passiert der Fehler schon beim ersten Schuss. Doch das Duell zwischen Dirk und Andreas spitzt sich zu. Beide beginnen fehlerlos. Schnell steht es 3:3 Treffer. Wer ist nun der schnellere Schütze. Einen Moment sieht es so aus, als könne Andreas Terwey das Duell als erster beenden, doch er zögert mit dem letzten Schuss, während Dirk Harmeling die beiden letzten Schüsse extrem schnell anbringt und in großartigen 2:07 Minuten erneut fehlerlos bleibt. Das musste er aber auch, denn Andreas bleibt in 2:09 Minuten ebenfalls fehlerlos, doch reicht ihm diese starke Leistung nun trotzdem nicht zum Etappensieg. Erster Etappensieger 2017 und Finalist am 28.12. in der VELTINS-Arena ist der glühende Schalkefan, Dirk Harmeling und die Tour 2017 ist gleich ohne warm up in den Highspeedmodus übergegangen.

Ein herzliches Dankeschön

richten wir an das vielköpfige Team des Veranstalters, Freizeitzentrum Xanten, an den Gründer und Chef, Wilfried Meyer und seine Mitarbeiterinnen Anne Kunze, Anna Knappe, Brigitte Rhekers und – nicht zu vergessen – Lennart Kühl, der die Vorbereitungsarbeit geleistet hat. Wir bedanken uns für die großartige Verpflegung in der Almhütte und für das Engagement bei der Staffelmeisterschaft sowie der Pressearbeit. Wir kommen gerne wieder zu einer Winterworldetappe 2018.

Bilder: Daniel Holtschneider     Text: Martin Bremer

O-Töne

Petra Jörgens, Teilnehmerin: zunächst einmal ein dickes Lob für die gelungene Veranstaltung. Es hat riesigen Spaß gemacht. War bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir dabei waren.

Silvia Harmeling, Frau und Mutter der Champions: Es war wie immer super🖒❣😊 Hatten einen richtig schönen Nachmittag 😍😍 Danke❣

Etappen-Nachberichte in den Medien

Nachbericht NRZ

Nachbericht RP

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