Nachbericht zur 27. Etappe 2017 in Marl

Etappen-Hattrick im Marler Stern

Sie ist eine Etappe der ersten Stunde. Bereits zum dritten Mal kommt die Biathlon auf Schalke-Tour an diesem ersten Herbstsamstag in den „Riesen von Marl“, den Marler Stern, einem der größten innerstädtischen Shoppingcenter in Nordrhein-Westfalen. Und so fühlt es sich auch ein bisschen wie Heimkehren an, zu diesem Shopping-Center-Dino, der in den frühen 70er Jahren als Zentrum der boomenden Chemie-Stadt Marl gebaut und eröffnet wurde. Erneut sind die imponierenden, jahrzehntealten „Topfbäume“ ein wenig weiter in die 2. Etage gewachsen, in Richtung des größten kontinentalen Luftkissendaches laut Guinness Buch der Rekorde.

Centermanager, Olaf Magnusson, langjährig im Vorstand des Westdeutschen Skiverbandes tätig, war seinerzeit erfreut über die Möglichkeit eines klassischen Wintersportevents inmitten der Ladenstraße und holte die Biathlon auf Schalke-Tour in ihrem Premierenjahr 2015 gleich zur zweiten Indooretappe nach dem Auftakt im Münchener Shopping-Center PEP in den Marler Stern. 2016 war er dann der Erste, der eine offizielle Biathlon-Stadtmeisterschaft unter Einbezug des Marler Stadtsportverbandes organisierte. Und heute nun steigt die 1. Biathlonstaffelmeisterschaft im Marler Stern mit 6 vierköpfigen Teams aus Marl, Herten, Borken und Coesfeld.

Marler Sieger der Vorjahre sind dabei

Die beiden Sieger der Etappen im Marler Stern, Tolger Arnold (Sieger 2015, im Bild oben, rechts) und Dirk Harmeling (Sieger 2016, im Bild oben, links), sind auch heute dabei. Tolger mit der Staffel des Hertener Triathlon-Teams und Dirk mit den „Gestiefelten Muskelkatern“. Der Staffelname verrät schon, dass bei allem Ehrgeiz und Siegeswille, der Spaß bei diesem Event nicht zu kurz kommen soll. Das weiss auch Leistungssportler Tolger Arnold zu schätzen. Der Triathlet und Langstreckenläufer war am Vorabend noch beim Mönchengladbacher Altstadtlauf am Start und tritt morgen zum Lauf in Recklinghausen an. Die Biathlonetappe im Marler Stern nimmt er aber gerne noch „mit rein“, weil Herausforderung, Spaß und gute Stimmung einfach Laune machen. So sieht es auch Dirk Harmeling, der mit seiner Familie aus Borken nach Marl kommt, obwohl er als Etappensieger in Xanten bereits für das Tourfinale am 28.12. auf Schalke qualifiziert ist. Die Beiden werden auch am heutigen Tagesende mit ihren Ergebnissen in den Top 10 stehen, doch ganz vorne wird dann ein Tourneuling stehen, der mit einem ganz starken Wettkampf beeindruckt, doch dazu später mehr.

Treffpunkt der Tour-Besten

Neben den beiden schon erwähnten Marler Etappensiegern sind mit Manuel Steffen (im Bild oben in der Mitte) und Andreas Terwey (im Bild oben, rechts am Gewehr) der Zweit- und Drittbeste unter den bisher 1500 Wettkämpfern der Biathlon-Tour 2017 in Marl dabei. Andreas, Etappensieger in Mülheim a.d.R., startet mit seinen Coesfelder Arbeitskollegen in der Staffel „Die Helden in Strumpfhosen“ und legen dabei die 30 km zwischen Marl und Coesfeld mit dem Radel aber leider nicht in Strumpfhosen zurück. Manuel, der im März die Etappe in Dülmen in 1:45 Minuten mit 5 Treffern gewann, startet mit der starken Staffel des Hertener Triathlon-Teams. Im Staffelfinale trifft er im direkten Duell auf die Finalzweite der Tour 2016, Jana Harmeling (im Bild oben, links). Einige der besten Wettkämpfer der Biathlon-Tour hatten sich also eingefunden und lieferten sich im Erdgeschoss des Marler Sterns spannende Wettkämpfe im Einzel- und Staffelwettbewerb.

Staffelmeisterschaft mit Modusänderung

Die 6 vierköpfigen Teams kämpfen um 2 Finalplätze. Für beide Finalteams hatte Centermanager Olaf Magnusson Einkaufsgutscheine ausgelobt und auch das Team auf Platz 3 wird belohnt, mit 4 Skierlebnissen in Deutschlands größter Skihalle in Neuss. Natürlich gibt es auch wieder 3 chicke Biathlonpokale, die schon in mancher Clubheim- oder Stammtischvitrine einen Ehrenplatz gefunden haben. Denn wer kann schon von sich behaupten, eine Biathlonstaffel-Challenge gewonnen zu haben.

Für jeden Wettkämpfer ist die Aufgabe im Staffelrennen die gleiche, die auch im Einzelwettbewerb zu leisten ist. Zunächst werden 400 m auf dem kraftraubenden Skilanglaufergometer „Thoraxtrainer“ in der klassischen Doppelstocktechnik zurückgelegt. Erstmals entscheiden wir uns in Marl dazu, die Strecke für die Staffelwettkämpferinnen auf 300 m zu verkürzen, um den gemischten Staffeln und den reinen Frauenteams eine realistische Erfolgsperspektive zu geben. Diesen Modus werden wir auch bei den kommenden Staffelmeisterschaften weiter testen.

Jeder Fehlschuss kostet weiterhin 15 Sekunden „Zeitstrafe“, die unmittelbar nach den 5 Schüssen Stehendschießen von jedem Wettkämpfer gleich am Schießtisch „abgebrummt“ wird.

Das 1. Staffelduell:

Tennis-Oldies des TC 33 Marl vs Die 3 Lustigen 4

Zum Ende der Freiluftsaison gönnt sich das Westfalenliga-Team der Damen 60 des TC 33 Marl einen Ausflug zur Wintersportart Biathlon. Die Biathlon auf Schalke-Tour kommt sozusagen bis vor ihre Haustür. Der Winter wird ebenso wenig benötigt, wie Ballance in der Loipe, sondern es gehören nur etwas Mut und Neugier dazu, um mal auszuprobieren, was man noch nie gemacht hat. Beides haben Sabine Schwacke-Wizenti, Mariele Glücksberg und Jutta Künzel. Und schließlich können die drei auch ihren Vereinskollegen des Herren-Teams, Norbert Korten, überzeugen auf die sportliche Entdeckungstour in den Marler Stern aufzubrechen.

Die Tennis-Oldies des TC 33 Marl

6. Platz: Die Tennis-Oldies des TC 33 Marl, 15:25 min
mit Sabine Schwacke-Wizenti, Mariele Glücksberg, Jutta Künzel, Norbert Korten. Norbert ist als 18. der Einzelwertung der Schnellste (2:19 Minuten) und mit 3 Treffern auch Treffsicherste des Tennis-Quartetts.  Sabine Schwacke-Wizenti (Bild oben, obere Zeile) und Jutta Künzel (Bild oben, im roten T-Shirt) erreichen in 3:17 und 3:18 Minuten schnelle Zeiten, doch zum Training für das nächste Jahr sollten die drei Damen ihren Liebsten auf der nächsten Marler Kirmes Rosen schießen ;-)

Das Porträt der 3 Lustigen 4 folgt weiter unten im Finalbericht

Das 2. Staffelduell:

Kompetenz-Team Obertauern vs Triathlon-Team Herten

Marl hat einen der aktivsten Skivereine in Nordrhein-Westfalen. Die Skizunft Marl unterhält mit der Marler Hütte eine eigene Unterkunft in Winterberg mit 47 Betten für Mitglieder und Gäste. Darüber hinaus werden mehrmals im Jahr betreute Touren in Alpine Skigebiete organisiert. Der Verein hat über 600 Mitglieder, davon 200 Kinder und Jugendliche und 49 Übungsleiter. 4 von ihnen sind dem Ruf ihres Vorsitzenden, Wolfgang Gerke, gefolgt und starten als „Kompetenz-Team Obertauern“ in das schwierige Duell gegen das Favoritenteam des Tages, das Triathlon-Team Herten. Dabei zeigen die Obertauern-Reiseleiterin, Andrea Simpkins,   Basketballer Moritz Jacobs, Volleyballer Moritz Brinkforth und Elektrotechniker :-) Stefan Peters eine prima Biathlonpremiere, die mit etwas mehr Übung am Gewehr auch durchaus i8ns Finale hätte führen können.

Das Kompetenz-Team Obertauern

5. Platz Kompetenz-Team Obertauern, 12:36 min
mit Moritz Jacobs, Andrea Simpkins, Stefan Peters, Moritz Brinkforth. Moritz Jacobs (Bild oben, unten rechts) ist mit 2:09 Minuten und 3 Treffern als 16. der Beste des Teams in der Einzelwertung. Noch 6 Sekunden schneller ist Moritz Brinkforth (Bild oben, unten links), dem allerdings nur 2 Treffer gelingen.

Das Porträt des Triathlon-Teams Herten folgt weiter unten im Finalbericht

Das 3. Staffelduell:

Die Helden in Strumpfhosen vs Die gestiefelten Muskelkater

Die Biathlon auf Schalke-Tour lebt davon, dass Woche für Woche auf den Etappen Menschen zu Biathlonwettkämpfern werden, die davon 10 Minuten zuvor noch nichts ahnten. Die Spontaneität ist Teil des Reizes und nicht selten springt der Funke über und schafft Begeisterung. So war es im März 2016 bei Andreas Terwey, als die Tour in seiner Heimatstadt Coesfeld Station machte. Aus Begeisterung wurde Erfolg, nicht gleich in Coesfeld, aber später in Borken holte er den Etappensieg und war sowohl 2016, wie auch 2017 Drittschnellster unter allen Tour-Wettkämpfern. Begeisterung schreibt aber auch die heutige Geschichte: Andreas legt seine Radtour mit Arbeitskollegen und Freunden kurzerhand von Marl nach Coesfeld, immerhin 30 km und bringt Strumpfhosenhelden, gestiefelte Muskelkater und 3 Lustige 4 zu den ersten beiden Disziplinen ihres heutigen „Triathlons“ mit in den Marler Stern. Geschichten, wie diese, sind für uns vom Tourteam natürlich der schönste Lohn.

Die Helden in Strumpfhosen

4. Platz Die Helden in Strumpfhosen 12:31 min
mit Herbert Gehlmann, Günther Reicks, Tobias Wilkes, Andreas Terwey. Dass es für Andreas Terwey einmal nicht zu einem vorderen Platz reicht, kann er sicher verschmerzen, da er seine Finalqualifikation bereits im Mai in Mülheim a.d.R. holte. Tagesschnellster wird er dennoch, in herausragenden 1:37 Minuten. Besser als Andreas trifft sein Kollege Günther Reicks (im Bild oben, oben rechts) mit 3 Treffern. Herbert Gehlmann (2:23 Minuten) und  Tobias Wilkes (2:26 Minuten) sind schnell, doch dem Quartett fehlt heute etwas Treffsicherheit, um ins Finale zu kommen

Die gestiefelten Muskelkater

Sieger in diesem 3. Staffelduell werden die gestiefelten Muskelkater, bei denen Jana Harmeling als dritte Starterin einen 25 Sekunden-Rückstand von ihren Teamkollegen Thomas Böwing und Eddy Ufford im direkten Duell mit Tobias Wilkes aufholt und in eine 60-Sekunden-Führung verwandelt. Dirk Harmeling erwehrt sich dem „heranfliegenden“ Andreas Terwey mit einem guten Schießen und 4 Treffern, so dass Andreas Aufholjagd erfolglos bleibt. Doch zum Finaleinzug fehlen den gestiefelten Muskelkatern am Ende in 11:45 Minuten 19 Sekunden gegenüber den 3 Lustigen 4.

3. Platz Die gestiefelten Muskelkater 11:45 min
mit Thomas Böwing, Eddy Ufford, Dirk Harmeling. Musiker Eddy Ufford hat mit dem Thoraxtrainer ganz schön zu kämpfen und kann die Unterstützung seines Teams gut gebrauchen. Thomas Böwing kann zuvor das Duell mit Herbert Gehlmann fast ausgeglichen gestalten. Dirk Harmeling ist mit 4 Treffern der beste Schütze dieses 3. Staffelrennens und erreicht in der Einzelwertung Platz 4.

Das Staffel-Finale

Triathlon-Team Herten vs Die 3 Lustigen 4

Mit der starken Zeit von 10:10 Minuten aus dem 2. Staffelduell geht das Triathlon-Team Herten als Favorit in dieses Finale gegen die 3 Lustigen 4, die eine Zeit von 11:26 Minuten erreichten und wohl nur dann eine Siegchance bekommen, wenn sie deutlich mehr, als die 8 Treffer mit 20 Schüssen erzielen, mit denen das Team ins Finale einzog.

Es starten Jana Harmeling für die 3 Lustigen 4 gegen Manuel Steffen, der als Start- und Schlussläufer des dreiköpfigen Triathlon-Teams antreten muss. Vielleicht wird auch diese Mehrbelastung eine Rolle spielen? Jana schafft die Strecke auf dem Thoraxtrainer fast so schnell, wie die besten Männer. Durch die Modusänderung läuft sie aber nun 100 m weniger als Manuel und ist damit selbst von dem zweitbesten der Tour 2017 nicht zu halten. Beide schießen auf die 45 mm-Ziele sehr stark und schaffen 4 Treffer. Mit 26 Sekunden Vorsprung gehen die 3 Lustigen 4 in die zweite Runde. Und dort läuft Johanna Gorschlüter ein famoses Rennen und verbessert ihre Schießleistung im Vergleich zum Vorlauf von 1 auf 4 Treffer. Dass die 3 Lustigen 4 dennoch mit 30 Sekunden in Rückstand geraten liegt an einer ganz außergewöhnlich guten Leistung des Hertener Triathleten Dominik Hoffmann. Schon im Vorlauf deutet der Papa von 3 Kids in 2:01 Minuten an, dass er zu den ganz schnellen in der 400 m-Loipe gehört. Die Kraft holt der gute Schwimmer über seinen starken Oberkörper. Da bringt er ideale Voraussetzungen für die Doppelstocktechnik des Skilanglaufes mit. Doch im Vorlauf wollte es mit dem Schießen bei dem Polizisten in Ausbildung noch nicht optimal klappen. 2 Fehlschüsse brachten ihn auf Platz 12 der Einzelwertung. Jetzt im Finale ist er, zur Freude von Söhnchen Eliah auf den Punkt voll da. Auf dem Thoraxtrainer verbessert sich Dominik um 10 Sekunden im Vergleich zum Vorlauf und gehört nun zu den ganz wenigen Wettkämpfern der Tour, die für die 400 m-Strecke weniger als 80 Sekunden benötigten. Nach 79 Sekunden geht es für ihn zum Biathlongewehr und selbst diese wenigen Schritte verraten seine Motivation. Der 34-Jährige nutzt diesen kurzen Weg nicht als Verschnaufpause, sondern eilt zum Gewehr, ähnlich, wie es Jana Harmeling macht. Der begeisterte Triathlet, der in 11:20 Std. auch schon Finisher beim Ironmen an der Ostsee war, scheint jedes Verschnaufen bzw. tiefe Durchatmen als Zeitverschwendung anzusehen und legt ohne Pause das Gewehr an. Um so erstaunlicher, dass Dominik gleich mit dem ersten Schuss trifft. Und so geht es weiter. Immerhin ist hier im Marler Stern die Laserschießanlage mit den 45 mm-Zielen aufgebaut, die im Vergleich mit den zumeist zum Einsatz kommenden Infrarotzielen 5 mm kleiner sind. Doch Dominik, der sich als Betriebswirt im Alter jenseits der 30 noch in die Umschulung zum Polizisten stürzte und in wenigen Monaten das Bachelor-Studium an der FH für Öffentliche Verwaltung in Gelsenkirchen abschließen wird, lässt sich auch davon nicht abhalten und beendet mit 5 Treffern in 1:45 Minuten seinen Wettkampf. Damit ist er nicht nur der einzige Wettkämpfer dieser Staffelchallenge, dem ein fehlerloses Schießen gelingt, sondern zugleich, gemeinsam mit seinem Teamkollegen Manuel Steffen, dem diese 1:45 Minuten im März in Dülmen gelangen, Zweitbester aller Tourwettkämpfer 2017. Natürlich bringt ihn diese Leistung auch auf Platz 1 der Einzelwertung dieses Tages. Die Etappenführung übernimmt Dominik von Christoph Schemmer, der vor dem Staffelwettkampf 2:28 Minuten und 5 Treffer schaffte. Genau dieser Christoph Schemmer (im nebenstehenden Bild links) ist nun der 3 Starter der 3 Lustigen 4 und versucht im Duell mit Tolger Arnold den Rückstand wieder aufzuholen. Das ist natürlich gegen den Leistungssportler und Polizisten, Tolger Arnold, alles andere als leicht. Tolger gewann die Biathlonetappe vor zwei Jahren hier im Marler Stern und ist als Sieger zahlreicher Triathlons (2016 u.a. beim Ele-Triathlon in Gladbeck) und Cityläufen (2016 u.a. beim Bottroper Tetraeder-Treppenlauf über 1800 Treppenstufen) im Ruhrgebiet und Münsterland ein bekannter Athlet. Hier im Finale startet Tolger ungewohnt mit 2 Fehlschüssen, doch dann findet er noch seinen Rhythmus und legt 3 Treffer nach. Christoph Schemmer, der in seinem heimischen Schützenverein Lette im Vorstand mitwirkt, schafft es durch 4 Treffer den Rückstand der 3 Lustigen 4 um 10 Sekunden zu verkürzen. Und so ist nun Feuer drin auf der Schlussrunde des Finalduells. Manuel Steffen, der als Startläufer schon 400 m in den Armen spürt geht mit 20 Sekunden Vorsprung für das Triathlon-Team Herten ins Rennen und wird gehetzt von dem kräftigen Tischlermeister, Thomas Gorschlüter, aus Coesfeld. Thomas bewies im Vorlauf mit der Zeit von 1:56 Minuten, dass er ein ganz unbequemer Gegner ist. Und in der Tat peitschen die beiden Athleten, angefeuert von den Teamkollegen und Zuschauern nahezu exakt gleichschnell durch die Loipe, Manuel hält die knapp 100 m Vorsprung und wechselt als erster zu den finalen 5 Schüssen ans Biathlongewehr. Dort unterläuft ihm gleich mit dem 2. Schuss ein Fehler. Der eröffnet Thomas Gorschlüter und den 3 Lustigen 4 wieder Siegchancen. Doch Manuel bleibt cool, hält den schnellen Schießrhythmus bei, findet zurück in die Konzentration und schließt sein Schießen mit 4 Treffern ab. Für den gerade ans Gewehr eilenden Thomas bleiben nun 15 Sekunden für 5 Treffer, um den Sieg für die 3 Lustigen 4 noch zu holen. Er riskiert alles, schießt sofort, doch verfehlt das Ziel. In diesem Moment steht mit dem Triathlon-Team Herten der Sieger dieses spannenden und sportlich starken Finales fest. Die Siegerzeit von 8:56 Minuten wurde bisher bei keiner der ca. 20 Biathlonstaffel-meisterschaften der Tour erreicht. Und auch die 3 Lustigen 4 schaffen in 9:57 Minuten eine Verbesserung von 1:29 Minuten  gegenüber ihrem Vorlauf.

Mit der Siegerehrung der Staffeln durch Centermanager Olaf Magnusson und der Nationalhymne für die 3 besten Teams (der 3. Platz geht an die gestiefelten Muskelkater) geht die 1. Marler Biathlonstaffel-Challenge zuende.

Die Biathlon auf Schalke-Touretappe geht mit dem Jedermann-Biathlon und dem Schnupperschießen für alle Neugierigen noch 2 Stunden weiter. Die Spitzenleistung von Dominik Hoffmann gerät jedoch nicht mehr in Gefahr. Wir freuen uns schon auf den sympathischen 34-jährigen Triathleten am 28.12. beim Tourfinale auf Schalke, zu dem er seine Frau Marjut mitbringen wird.

Allen Wettkämpfern und Zuschauern des heutigen Tages sagen wir herzlich Dankeschön für die Motivation und das Interesse. Ein herzliches Dankeschön gilt den Tourbetreuern, Ralph Muijsers und Daniel Holtschneider. Ralph hat eine neue Wettkampferfassung entwickelt und heute auch selbst betreut, stand den Schnupperschützen mit Rat und Tat zur Seite und ist sich beim Auf- und Abbau für keinen Weg zu schade. Daniel Holtschneider, der Meister des Auf- und Abbaus, und darüber hinaus die Zuverlässigkeit in Person bei allen Aufgaben an der Biathlonarena. Sabine Holle wird wohl als fleißigste Fotografin der Biathlon-Tour in die Annalen eingehen. Sie erstellte in den 7 Stunden fast 1000 Bilder, hielt die Momente aus zahlreichen Blickwinkeln fest.

Der abschließende Dank gilt Centermanager Olaf Magnusson, der die Biathlon auf Schalke-Touretappe in Marl mittlerweile zu einer festen Einrichtung gemacht hat. Und wenn wir einen Wunsch frei hätten, dann wünschen wir uns für 2018 mehr teilnehmende Staffeln aus den Marler Sport- und Schützenvereinen.

Bilder: Sabine Holle    Text: Martin Bremer