Nachbericht zur 2. Etappe 2017 in Dülmen

14 Staffeln trotzen Wind und Regen…

…und feiern ihre Biathlonparty

parallel zum Weltcupfinale der Biathleten am Holmenkollen zieht die Biathlon auf Schalke-Tour mit ihrer 2. Etappe des Jahres ins Münsterland, nach Dülmen, der Stadt der Wildpferde. Gute Erfahrungen hatten wir 2016 mit dem Kreis Coesfeld gemacht. Es war seinerzeit die 3. Etappe, als die Tour bei herrlichem Frühjahrswetter die gut besuchte Etappe auf dem Coesfelder Frühlingsfest feierte, bei der das Prominententeam um Bürgermeister Heinz Oemann den Titel Zielsicherste Stadt gewann.

Während des heutigen Frühlingsmarkt-Samstag auf dem Dülmener Rathausplatz gibt das Wetter zunächst einmal alles, um eine herrliche Etappe zu verhindern. Sturm und nicht enden wollender Regen erschweren uns und den zahlreichen Marktausstellern bereits den morgendlichen Aufbau. Doch gerade aus den unschönen Begleiterscheinungen erwachsen die schönsten Überraschungen. 14 von 15 angemeldete Staffeln lassen sich vom miesen Wetter die Laune mal so gar nicht verderben, sind schon beim mittäglichen Üben mit Begeisterung dabei und machen die bisher teilnehmerstärkste Staffel-Stadtmeisterschaft einer Biathlon auf Schalke-Touretappe zur stimmungsvollen „Loipenparty“ mit viel sportlichem Engagement und noch mehr Spaß.

Wunschziel Dülmen

Beeindruckt von dem besucherstarken Event, Dülmener Winter, bemühten wir uns in der Vorbereitung der Tour 2017 besonders um eine Etappe in dieser sportbegeisterten Stadt,

Frank Heinen, Filialleiter des Bleker Autohauses, betreut sein pudelnasses Staffelteam

die manchem Sportfan noch als Deutscher Tischtennis-Mannschaftsmeister zu Zeiten einer Olga Nemes in Erinnerung ist. Da traf es sich bestens, dass Dülmens „Eventmacher“, Tim Weyer, von Dülmen Marketing e.V. mit den Autohäusern der Bleker Gruppe, Löwencentrum und Citroen Autohaus, zwei Förderer für den Frühlingsmarkt gewinnen konnte. So stand der Rückkehr der Biathlon-Tour in den Münsterländer Frühling nichts mehr im Wege. Dass gleich zur Etappenpremiere hier in Dülmen 15 vierköpfige Teams für die Staffel-Stadtmeisterschaft gewonnen werden konnten, ist ein neues Highlight dieser noch recht jungen Disziplin im Rahmen der Biathlon auf Schalke-Tour, die erstmals im Juni 2016 bei der Etappe im Eifelstädtchen Gerolstein zum Programm gehörte

Skilanglauf im Münsterland?

Vielleicht mal zum Geburtstag von Frau Holle in den Baumbergen bei Nottuln, wo der Westerather Berg mit 187,6 m ü. NN das Dach des Münsterlandes bildet? Aber auf dem Dülmener Marktplatz? Auf die Thoraxtrainer sind sie alle gespannt, die angemeldeten Staffelwettkämpfer. Die in Skandinavien entwickelten Fitnessgeräte, durch die sich der klassische Skilanglauf nahezu perfekt nachahmen lässt, sind die große Unbekannte dieses Tages. Ob CDU-Vorsitzender, Markus Schmitz, Tischtennis-Übungsleiter, Martin Töns oder Löwencentrum Filialleiter, Thomas Göckener, Rosen auf der Kirmes haben sie alle schon mal geschossen, aber Skilanglauf? Der ist in Deutschland mittlerweile wohl exotischer als etwa Beachvolleyball. Also wird kräftig ausprobiert und geübt von den Wettkämpfern. Doch so richtig beruhigen tut das niemanden. Der Respekt bleibt. Oder mit den Worten der Leiterin des Dülmener Mrs. Sporty, Bärbel Potthoff: „Ganz schöne Foltermaschinen.“ Zwischen 3 bis 7 Meter zeigt das Display für den einzelnen Doppelstockeinsatz an, je nach Kraft und Länge des Schubes. 400 m sind für jeden Wettkämpfer zurückzulegen. Fast alle benötigen dafür eine Zeit zwischen 90 – 180 Sekunden. Dann wechseln die Skilangläufer an die Biathlongewehre und absolvieren 5 Schüsse aus 10 Meter Entfernung auf 50 mm-Ziele. Wieviel Zeit sie sich vor und während des Schießens lassen entscheidet jeder Wettkämpfer selbst. Am Ende gewinnt natürlich der Schnellste, doch ein Fehlschuss „kostet“ 15 Sekunden Strafzeit.

Staffelstarter können auch Einzelsieger werden

Drei Wettbewerbe finden heute im Rahmen dieser Etappe statt. Es wird der beste Einzelwettkämpfer ermittelt, der als Etappensieger ins Tourfinale am 28.12. auf Schalke einzieht und dort mit den Etappensiegern der anderen Tourstädte um den Toursieg und die Reise für 2 Personen ins Dorint Hotel & Sportresort Winterberg kämpfen wird.

Dieser Etappenbeste wird zudem mit Begleiter/in Ehrengast der VELTINS-Arena  zum Biathlon auf Schalke sein.

CDU-Schlussläufer Rainer Betz. Links daneben Hartmut Wächter und Harald Pien vom Tourteam.

Jeder Staffelstarter wird mit seiner Einzelleistung herausgestoppt und kann somit auch Etappensieger werden. Dafür sorgen die fleissigen Helfer des Tourteams, heute sind dies Tolger Arnold (im Bild oben mit schwarzer Kappe und Stoppuhr), der sowohl 2015, als auch 2016 selbst Finalist der Biathlon auf Schalke-Tour war, Harald Pien und Aufbauleiter Hartmut Wächter.

Starke Staffelwettkämpfer

Lena Hellmann

Besonders starke Einzelleistungen erzielen der Organisator des Dülmener Sportabzeichens, Franz-Josef Bayer-Einck (im Bild oben (großes Bild) mit blauem T-Shirt und dunkelgrauer Kappe am Gewehr), der sein Team, Krachende Knochen, mit einem fehlerlosen Schießen und einer Zeit von 3:08 Minuten auf Platz 7 führt und selbst in

der Einzelwertung den starken 6. Platz erreicht, sowie Lena Hellmann. Die Startläuferin der „Laufmaschen“ der TSG Dülmen zeigt sich als ebenso gute Skilangläuferin wie Schützin und wird mit 3:08 Minuten und 5 Schießtreffern zweitbeste Frau und 7. der Gesamtwertung.

Léon Brand

Als talentierte Biathleten erweisen sich auch die beiden Shootingstars des Teams vom Autohaus Bleker. Léon Brand und Roman Gerle schießen beide fehlerfrei und belegen in der Einzelwertung mit 3:26 und 3:27 Minuten die Plätze 8 und 9.

Roman Gerle

Aziz Retzep

Als ganz starker Langläufer erweist sich im Bleker-Team Aziz Retzep. Der Fußball-Torwart der Spvgg Vreden  schafft mit 2:08 Minuten die schnellste Zeit aller Staffelteilnehmer (2:08 Minuten). Leider unterlaufen ihm 2 Fehlschüsse, wodurch es in der Einzelwertung „nur“ zum 18. Platz reicht.

Frederike Knipp

Besser macht es Frederike Knipp vom Tennisclub Rot-Weiss Dülmen. Die 2. Jugendwartin des Vereins schafft das fehlerlose Schießen und die Zeit von 3:36 Minuten. Damit wird sie 10. der Einzelwertung und zugleich drittbeste Wettkämpferin. Zudem trägt sie entscheidend dazu bei, dass der Staffel ihres Clubs als zweitbestes aller 14 Teams der Einzug ins Finale der Staffelstadtmeisterschaft gelingt.

Albert Stahldecker

Die beiden jungen Sportler, Albert Stahldecker und Jan-Philipp Wies, der als Schwimmer und Jungschützenkönig der Dülmener Bürgerschützen ideale Voraussetzungen für den Biathlon mitbringt, führen die VR Bank Westmünsterland nicht nur zum Vorlaufsieg gegen die

Sparkasse Westmünsterland und die Dülmener CDU, sondern zugleich auch ins Staffelfinale der besten 3 Teams. Albert erreicht 2:15 Minuten mit 4 Treffern und wird damit im Einzel 13. Jan-Philipp ist noch schneller und beendet sein Rennen nach 2:10 Minuten. Trotz zweier Fehlschüsse kommt er als 19. noch unter die besten 20.

 

Eine Klasse für sich

Gastgeschenke verteilen sie nicht, die Coesfelder Ossenköppe. Angetreten als einzige Staffel, die nicht aus dem Dülmener Stadtgebiet kommt, legen die 4 Gäste im abschließenden Vorlauf gegen die ebenfalls starke Staffel des Autohauses Bleker ein überragendes Rennen hin und qualifizieren sich als bestes Vorrundenteam für das Staffelfinale. Christoph Schemmer (im Bild oben rechts) gerät zwar gegen den kräftigen Aziz Retzep auf dem Thoraxtrainer leicht in Rückstand, doch durch sein fehlerloses Schießen in 2:19 Minuten erzielt er das beste Ergebnis aller Staffelteilnehmer. Das Highlight setzt dann, einmal mehr, an Position zwei startend, die erst 14-jährige Jana Harmeling (im Bild oben links). Wir kennen diese Ausnahmeleistungen der jungen Dragonboatruderin ja nun schon aus dem vergangenen Jahr, als sie – seinerzeit völlig überraschend – 100 Mitbewerber bei der Etappe in Warendorf hinter sich ließ und als Etappensiegerin das Finale auf Schalke erreichte. Gänzlich verblüffend schaffte dieses große Sporttalent dann beim Finale aller 38 Etappensieger auf Schalke einen eigentlich unmöglichen 2. Platz gegen 35 männliche Kollegen, darunter Leistungssportler und Sportschützen. Als einzige Finalistin brachte sie dabei alle ihre 20 Schüsse ins Ziel. Und auch heute in Dülmen liefert sie ihr fehlerloses Schießergebnis, als wäre das die natürlichste Sache der Welt. Mit 2:32 Minuten erreicht Jana das zweitbeste Ergebnis aller 56 Starter der Staffelvorrunde. Da kann sich Andreas Terwey (im Bild oben 2. v.l.), der nach Jana startet und im vergangenen Jahr der zweitschnellste aller 2843 Wettkämpfern der Tour war, sogar 3 Fehlschüsse erlauben und übergibt dennoch in führender Position an Dirk Harmeling (im Bild oben rechts unten). Der Vater unseres 14-jährigen „Tourstars“ ist ebenfalls bereits Etappensieger der Tour und bringt mit 4 Treffern den Vorrundensieg der Ossenköppe sicher nach Hause.

Es spricht für die Dülmener Staffelwettkämpfer und Zuschauer, dass sie die Leistung der 4 Coesfelder Gäste würdigen und es nicht einmal den Anklang eines Misstons gibt. Das sind die Momente, die einen verregneten Tag zur Party werden lassen. Doch es gibt noch mehr dieser Momente:

Nicht nur die Schnellsten sehen gut aus

Das Damenteam der Sparkasse Westmünsterland lässt sich die Laune nicht vermiesen vom 3. Platz im Vorlauf hinter der VR-Bank und dem Team der Dülmener CDU. Definitiv gewonnen haben die 4 jungen Bänkerinnen den inoffiziellen Supporters cup. Mit Anfeuerung haben die 4 jedenfalls nicht gespart und es wehte ein Hauch von Holmenkollen über den Dülmener Marktplatz.

HöKaTöTe

Handelt es sich bei HöKaTöTe a) um das Blasinstrument des Hökala Schamanen? b) Um die giftige afrikanische Pinkbauchechse? oder c) Um eine sympathische Dülmener Biathlonstaffel?

Als erste sind sie am Mittag an der Biathlonarena und trainieren für ihren Einsatz am Nachmittag. Und wir bekommen gleich einen Eindruck, wie kreativ in Dülmen Sportpartys gefeiert werden. Das Outfit passend zum Event frisch gedruckt, den Staffelnamen als melodischen viersilbigen Schlachtruf und 4 Regenfängerinnen, die mit ihrer guten Laune jede graue Wolke vom Himmel lachen. Hö & Ka begeisterten jahrelang als Tanzgarde der Dülmener Kolpingfamilie, Tö schmeisst die Stadtbücherei und Te den Merfelder Gemeinderat. Zusammen sind Christiane Hövekamp, Anne Kaminiarz, Beate Töns-Lenfert und Hildegard Tecklenborg die Seele der Dülmener Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft. Was übrigens kaum weniger für KaHöTöTö gilt, ihre männlichen Kollegen.

Ladies-Fitness heisst in Dülmen Mrs. Sporty

und nochmal pink power. Das Trainerinnen-Team von Mrs. Sporty. Die 4 fitten Damen kommen ebenfalls schon am Mittag, zwischen ihren Kursen im Mrs. Sporty zur Biathlonarena und trainieren den Umgang mit dem Biathlongewehr. Alle 4 machen auch bereits einen Härtetest über die Wettkampfdistanz. Leiterin Bärbel Potthoff setzt das dann im Staffelwettkampf am besten um und wird mit 4 Treffern 16. unter 62 Teilnehmern. Wir finden es spannend und freuen uns darüber, dass wir in Dülmen so viele mutige Teilnehmerinnen am Start hatten und versprechen den Dülmerinnen: 2018 gibt es eine Frauenwertung bei der Staffel-Stadtmeisterschaft.

Das Staffel-Finale

Vom Finale der Staffelmeisterschaft zwischen den Coesfelder Ossenköppen, dem Tennisclub Rot-Weiss Dülmen und der VR Bank Westmünsterland liegen uns leider keine Bilder vor. Ob wohl der nun stärker einsetzende Regen unserem „Bildermann“ Daniel Holtschneider die Motivation raubte? Bei den 12 Finalisten zeigt sich zum Glück kein Motivations-, wohl aber ein leichter Kräftemangel. Deshalb verkürzen wir die Skilanglaufstrecke auf 200 Meter.

Die Favoriten aus Coesfeld bringt diese Streckenreduzierung zum Sprintbiathlon so gar nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil, mit der Top-Bilanz von 20 Treffern bei 20 Schüssen zeigen Christoph Schemmer, Jana Harmeling, Andreas Terwey und Dirk Harmeling einmal mehr eine beeindruckende Leistung.

Im Kampf um den Vizemeistertitel kann die VR Bank Westmünsterland, als drittbestes Team ins Finale eingezogen, in diesem Finale Platz 2 perfekt machen in der Besetzung Ricarda Heinze, Johanna Kortbusch, Jan-Philipp Wies und Albert Stahldecker.

Die Bronzemedaillen gehen an das Team des Tennisclubs Rot-Weiss Dülmen in der Besetzung Mareile Knipp, Frederike Knipp, Christopher Rücken und Sportwart Karl Nathaus.

Herzlichen Glückwunsch und zugleich herzlichen Dank an alle Wettkämpfer und Zuschauer. Hier die kompletten Resultate der Staffelmeisterschaft:

 

  1. Platz      Coesfelder Ossenköppe                                  5:12 Min
  2. Platz     VR Bank Westmünsterland                            7:10 Min
  3. Platz     Tennis Club Rot-Weiss Dülmen                    9:17 Min
  4. Platz     Autohaus Bleker, Team 2                              12:47 Min
  5.  Platz    Löwencentrum Dülmen                                 14:45 Min
  6. Platz     CDU Dülmen                                                    15:35 Min
  7. Platz     Krachende Knochen der TSG Dülmen        15:40 Min
  8. Platz     KaHöTöTö                                                        15:50 Min
  9. Platz     Laufmaschen der TSG Dülmen                    16:06 Min
  10. Platz     Autohaus Bleker, Team 1                               16:15 Min
  11. Platz     Mrs. Sporty                                                       17:04 Min
  12. Platz     Wildpark-Roadrunners                                  18:10 Min
  13. Platz     HöKaTöTe                                                         18:45 Min
  14. Platz     Sparkasse Westmünsterland                         19:15 Min

Fernduell um den Etappensieg als sportliches Highlight

Der Etappensieg entscheidet sich in einem packenden „Fernduell“ zweier Finalisten der Biathlon auf Schalke-Tour 2016, Manuel Steffen und Andreas Terwey. Am Mittag legt Andreas Terwey vor. Im Duell mit Dirk Harmeling schafft er auf dieser 2. Etappe das erste Ergebnis unter der 2:00 Minutenmarke, wohlbemerkt bei fehlerfreiem Schießergebnis. 1:58 Minuten. Ein solches Resultat mit einer 1: vorne schafften im vergangenen Jahr nur 9 der 2843 Wettkämpfer. Auch Dirk Harmeling schafft mit 5 Treffern und 2:03 Minuten eine herausragende Leistung. War das schon das Duell um den Etappensieg? Wer könnte diese Leistung noch toppen?

Zauberhand führt Regie, denn nur rund 30 Minuten nach Andreas Terweys neuer Jahresbestleistung kommt der Etappensieger aus Herne 2016, Manuel Steffen, mit seiner Freundin Julia Schill nach Dülmen zur Biathlonarena, wild entschlossen, bereits jetzt im März sein „Ticket“ zum Finale auf Schalke zu lösen. Der Recklinghausener Maschinenbauingenieur gehört zu jenen 9 Wettkämpfern, die 2016 eine Leistung unter 2 Minuten ablieferten.  Manuel war in 1:51 Minuten Dritter der Gesamtwertung 2016. Hinter wem? Natürlich hinter Andreas Terwey, der 1:49 Minuten schaffte. Beide verfehlten übrigens beim Tourfinale auf Schalke das fehlerfreie Schießen und einen Platz unter den besten 10, was wiederum die 14-jährige Jana Harmeling schaffte, die sich jetzt dieses Fernduell interessiert anschaut.

Manuel, der als Triathlet sowohl Ausdauer, wie auch Wettkampferfahrung mitbringt startet im Duell mit seiner Freundin Julia derart schnell, dass der Autor dieser Zeilen keine Wette darauf annehmen würde, dass das gut geht. Doch Manuel macht zunächst alles richtig, hält das unglaubliche Tempo über die gesamten 400 m durch und wechselt nach herausragenden 79 Sekunden ans Biathlongewehr. Doch jetzt kommt der entscheidende Moment. Wie schnell wagt er den ersten Schuss? Hier muss Manuel ein hohes Risiko gehen und mitten hinein in die Atemlosigkeit schießen. Er schießt…und trifft. Wenn es einen Knoten gab, der zu lösen war, dann hat er ihn damit gelöst. Der Rhythmus ist da, er trifft mit dem zweiten, dritten und vierten Schuss. Doch wie viele haben wir schon mit dem 5. Schuss scheitern gesehen. Manuel trifft auch seine letzte Entscheidung richtig, hält im gewohnten Rhythmus drauf und setzt auch den 5. Treffer. Die Uhr zeigt unglaubliche 1:45 Minuten. Neuer Tourrekord. Was für ein Highlight kurz vor dem Start der Staffelmeisterschaft.

Doch wer nun dachte, das sei die Entscheidung dieser Etappe, der kennt Andreas Terwey nicht. Nach seinen 2 Staffelstarts wagt er einen finalen Anlauf auf das scheinbar Unmögliche. Und tatsächlich greift er voll an, bleibt nur 3 Sekunden hinter Manuels 400 m-Zeit vom Mittag zurück, riskiert beim Schießen alles und holt sich seine Treffer fast im Sekundenrhythmus. Doch als das Unmögliche tatsächlich greifbar wird rinnt es auch schon durch die Finger. Der letzte Schuss beendet den Traum. Die phänomenalen 1:43 Minuten hätten tatsächlich gereicht.

Er kann das Ding einfach noch nicht loslassen. Die 1:43 Minuten haben Andreas gezeigt, dass er es heute drauf hat, sogar ein solches Ergebnis zu erzielen. Wenige Minuten vor dem Etappenende wagt er einen nochmaligen Angriff, wird dabei von seiner Frau Svenja und dem 10-jährigen Töchterchen begleitet. Nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit legt der 41-jährige Fliesenlegermeister das zweitbeste Ergebnis hin, das bisher bei einer Biathlon auf Schalke-Touretappe erzielt wurde. Doch seine 1:47 Minuten mit 5 Treffer bringen ihm dennoch nicht das Happy End. Nach dem Kampf muss man einfach den Sieg erspüren, der in einem großartigen 2. Platz steckt, sonst macht der Sport als Spiel keinen Sinn. Etappensieger und Finalist auf Schalke ist, wie bereits 2016, Manuel Steffen. Andreas Terwey wird ihm im Jahresverlauf noch folgen, dafür muss man kein Prophet sein.

Auf Wiedersehen Dülmen und herzlichen Dank

an Dülmen Marketing e.V. und seinen Geschäftsführer, Tim Weyer, für die Aufgeschlossenheit zum Biathlon auf dem Frühlingsmarkt und das kräftige Rühren der Werbetrommel für die Staffel-Stadtmeisterschaft. 14 Staffelteams sind für die Tour eine neue Bestmarke. Herzlichen Dank auch an die Filialleiter, des Löwencentrums, Thomas Göckener und des Bleker Autohauses, Frank Heinen, für die Unterstützung der Staffelstadtmeisterschaft mit gleich 3 Teammeldungen und die Förderung des Frühlingsmarkt-Samstages. Für eine Neuauflage 2018, dann hoffentlich unter der Dülmener Frühlingssonne, müssen wir nicht lange überredet werden.

Bilder: Daniel Holtschneider     Text: Martin Bremer

O-Töne

Uns , den „Krachenden Knochen“ der TSG Dülmen hat es sehr viel Spaß gemacht.
Sollte es die Veranstaltung im Jahr 2018 wieder in Dülmen geben, sind wir sofort wieder dabei.
Über „unsere „Bilder würden wir uns sehr freuen.
Mit freundlichem Gruß aus Dülmen
Franz-Josef Bayer-Eynck

Beim schlechtem Wetter, sehr viel Spass gehabt. Danke an die Sponsoren und besonderm DANK an Martin Bremer. Er hat mit seinen Helfern, alles im Griff gehabt und seine Kommentare waren erstklassig. Schöne Grüße aus Dülmen                                                  Karl Nathaus, Sportwart des Tennisclubs Rot-Weiss Dülmen