Nachbericht zur 17. Etappe 2017 in Velbert

Neu(ss)schnee zum Sommerparty-Biathlon

Velberts Sommerparty auf dem Rathausplatz überrascht mit Wintersportambiente. Die mobile Biathlonarena der Biathlon auf Schalke-Tour nimmt den Platz am Fuße des rund 3 Meter hoch verschneiten Velbergs ein, der im Laufe des Tages zum Highlight einer Kinderschar werden wird und bei rund 30 ° C den ganzen Tag über erstaunlich robust bleibt. Nun handelt es sich hierbei nicht um den ersten Gletscher im Städtedreieck Wuppertal – Essen – Düsseldorf, sondern um eine pfiffige Kooperation des Gastgebers, Velbertmarketing, mit Deutschlands größter Skihalle in Neuss. Abgekratzter Schnee aus der Pistenpräparation erfreut und erfrischt bei seiner Zweitverwertung die Besucher und Mitmacher dieser sportlichen Party, dass Pfarrer, Sebastian Kneipp, wohl seine Freude daran gehabt hätte.

Biathlon, Livemusik und Geselligkeit

Mit der Biathlon auf Schalke-Tour haben wir sie längst schätzen gelernt,  die, im Vergleich mit den traditionellen Stadtfesten, eher kleineren und charmanten „Mottoparties“, die mit Livemusik und Mitmachevents vor allem Menschen anziehen, die Neugier und Freude an Aktivität auch jenseits des Bierglashebens mitbringen. So ist es auch hier in Velbert. Auf der Bühne wechseln sich Performances der lokalen Fitnessstudios und Livemusik der starken Band Querfeldbeat ab, während an der Biathlonarena zunächst der Jedermannwettbewerb läuft und ab 15 Uhr vom Highlight abgelöst wird, der Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft, zu der sich 10 vierköpfige Staffeln angemeldet haben. 2 besondere Stärken kann die Biathlon-Tour erneut ausspielen: Von den 12-Jährigen bis zum fast 80-Jährigen sind einmal mehr sämtliche Generationen miteinander im Einsatz und liefern sich einen stimmungsvollen Wettkampf, dessen Finale bis zum letzten Schuss spannend bleibt. Aber der Reihe nach.

„Biathlon-Götter“, „Exaggerators“, „Aha-Team“

Das sind die Namen von 3 der 10 Staffeln. Der Gastgeber, die Velbertmarketing GmbH, hatte in der Vorbereitung  auf diesen Tag um die Teams geworben. Es kamen 4 Ingenieure des in Velbert beheimateten Automobilzulieferers HUF, die Sparkasse ist mit ihrem Aha-Team dabei, den Ansprechpartnern der Velberter fürs Online-Banking. Mit dem Skiclub Velbert und den Handballern des TV Dahlbecksbaum sind Velbert Sportvereine ebenso vertreten, wie die Fitnessstudios Lady Vitalis und Clever Fit.

Der 12-jährige Jazzman Janke ist als Startläufer seiner „Shooter“ Gegner von Sportwart Thorsten Spiller und von Egon Kroll, der für die Biathlon-Götter startet.

Vier 12-14-jährige Youngster treten als „Shooter“ an und haben gemeinsam weniger Jahre auf dem Buckel, als etwa der gegen sie antretende, fitte Sportwart des Velberter Stadtsportbundes, Thorsten Spiller, der für DEN lokalen Karnevalsverein, „Große Velberter“, den Startläufer macht. Die Familienstaffel „Die Schönen und das Bier“ werden später von Velbertmarketing-Geschäftsführer, Olaf Knauer, als Team mit dem kreativsten Outfit geehrt, doch zuvor geht der Gastgeber mit seinen Phantastischen 4 der Stadt Velbert selbst als Skijäger in die Thoraxtrainerloipe.

In 4 Rennen werden die schnellsten 3 Teams ermittelt, die dann im Finale um den Stadtmeistertitel antreten. Der Modus entspricht dem Einzelwettbewerb: Dem 400 m Skilanglaufsprint auf den Thoraxtrainern folgen 5 Schüsse Stehendschießen aus 10 m auf 50 mm-Ziele. Anders, als im Einzelwettbewerb, führt jeder Fehlschuss zu 15 Sekunden Strafzeit, zermürbende Sekunden, in denen die Wettkämpfer ihren Gegnern nur zuschauen können. Jeder Staffelwettkämpfer wird mit seinem Ergebnis auch in die Einzelwertung aufgenommen und kämpft damit auch um den Etappensieg und die Finalteilnahme auf Schalke.

Das 1. Rennen

Im 1. Rennen treten die Phantastische 4 der Stadt Velbert (in rot-weiss) gegen die mit Alexander Miskiw verstärkten Lady Vitalis (mittlerer Thoraxtrainer)  und die Exaggerators of HUF (rote T-Shirts) an.

Die fitten Ladies bringen Spaß mit

Platz 3 in diesem Rennen und 9. Platz (gesamt) Lady Vitalis 16:15 Minuten
Michaela Grotte, Kim Miskiw, Simone Drange-Miskiw, Alexander Miskiw. Besonders Michaela Grotte (im Bild oben rechts am Gewehr) macht es super und holt mit einem fehlerlosen Schießen den 10. Platz (von 64 Wettkämpfern)  in der Einzelwertung. Die Damen haben es jedoch gegen die  Männerteams auf dem kraftraubenden Thoraxtrainer schwer. Im kommenden Jahr werden Wettkämpferinnen bei den Staffelmeisterschaften einen Zeitbonus erhalten, um Chancengleichheit herzustellen. Dann könnte die Stunde von Lady Vitalis schlagen.

Die Phanta4 bleiben lange auf Finalkurs

Platz 2 in diesem Rennen und insgesamt 4. Platz: Die Phanta4 der Stadt Velbert 13:57 Minuten Olaf Knauer, Maria Bagarskas, Arne Händel, Björn Dröscher. Bis zum letzten Vorlauf sieht es für das Gastgeberquartett nach der Finalteilnahme aus, am Ende wird es der undankbare 4. Platz. Zu Velberts Biathlonhoffnung mausert sich dabei Bauprojektmanager Arne Händel (im oberen Bild unten links auf dem Thoraxtrainer), der schnell in der Loipe ist und zugleich fehlerlos schießt. Mit 2:13 Minuten und 5 Treffern wird er 4. der Einzelwertung mit einer Leistung, die andernorts bereits für den Etappensieg gereicht hätte.

Die Ingenieure schaffen es ins Finale

Sieger des 1. Rennens und als drittschnellstes Team im Finale: The Exaggerators of HUF 13:22 Minuten. Hammad Ahmed, Sabin Bhandari, Yashar Naderpour, Carsten Kocherscheidt. Man nehme einen ganz Schnellen (Yashar Naderpour im oberen Bild rechts unten) und drei zielsichere Schützen, die auch nach der Belastung jeweils 4 x ins Schwarze treffen, dann führt der Weg ins Finale. Die 4 sympathischen Ingenieure der Firma HUF, die weltweit 7500 Mitarbeiter beschäftigt und für fast alle bekannten Automarken die Schließsysteme der Türen und Kofferräume entwickelt, bringen die Präzisionsanforderung aus ihrem Berufsalltag also auch mit zu ihrer Biathlonpremiere. Hammad, Sabin und Yashar sind eigentlich Criquet-Fans. Heute zeigen sie sich aufgeschlossen für eine der liebsten Wintersportarten der Deutschen. Ihr Fazit: Biathlon ist anstrengender und dauert nicht so lange. Ein ordentliches Criquetspiel geht auch schon mal über mehrere Tage. Die gute Stunde Wartezeit bis zum Finale überbrücken die Exaggerators of HUF also „mit links“.

Das 2. Rennen

Ins Duell gehen die Staffeln „Die Schönen und das Bier“ und die Clever Fitletics, 4 Fitnesstrainer des größten Velberter Studios. Dieser Zweikampf bietet genau jene Spannung, die bei Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaften so viel Spaß machen. Die Clever Fitletics scheinen bereits uneinholbar enteilt, doch dann beginnt eine famose Aufholjagd mit einer Entscheidung erst beim letzten Schuss.

In der ersten Runde bringt Fitletic-Trainerin Katrin Zimmermann (im oberen Bild oben links) im Duell mit Nicole Storck ihr Team mit 66 Sekunden in Führung. Doch Marcus Tollhausen kann für „Die Schönen und das Bier“ im Duell mit Fitnesstrainer Valon Salihi die Hälfte des Rückstandes wieder aufholen.

Ein ungleiches Duell dann in der 3. Runde. Der starke Fitletic, Konrad Müller kann den Vorsprung gegen die erst 15-jährige Lara Storck ausbauen. 45 Sekunden holt der Fitnesstrainer durch sein besseres Schießen heraus (4:1 Treffer). In der Loipe ist die junge Badmintonspielerin eine tolle Widersacherin. Mit der schnellsten Duellzeit aller Wettkämpferinnen verliert Lara nur 27 Sekunden in der Loipe auf Konrad. Der Vorsprung der Clever Fitletics summiert sich vor dem Schlußduell auf 1:45 Minuten.

Keine schlechte Entscheidung treffen „Die Schönen und das Bier“, als sie für ihre krank gewordene Schlußläuferin, Hanna Küppersbusch, vor Ort ausgerechnet den Cross-Skating-Trainer, Julian Puderbach, als „Ersatzstarter“ gewinnen können. Julian steht mit seinem Vereinskollegen, Marc Krämer, den Velbertern an diesem Tag für erste Fahrversuche mit Nordic Cross Skates zur Verfügung. Der Bitte der unvollständigen Staffel möchte sich der junge Elektriker, der vor 2 Jahren schon einmal Etappensieger der Biathlon auf Schalke-Tour war, nicht verschließen. Doch nun steht er vor einer mission impossible, oder? Auf der anderen Seite steht gewiss kein Schlechter. Fitletic Nils Kamperhoff schafft die 400 m-Strecke in 2:00 Minuten. Das ist hinter Konrad Müller der zweitschnellste Lauf seiner Staffel. Jetzt noch ein ordentliches Schießen mit 2 oder mehr Treffern, dann hat er den Sieg der Fitletics nach hause gebracht. Doch Nils bleibt bei einem Treffer stehen und muss 60 Strafsekunden abbrummen. Für Julian Puderbach öffnet sich damit einen Spalt weit die Tür. Mehr auch nicht, denn 130 m verbleiben für ihn auf dem Thoraxtrainer und die 5 Schüsse. Alles zusammen in weniger als 60 Sekunden. Kaum machbar. Doch Julian erkennt seine Chance, riskiert viel und setzt bereits 100 m vor dem Ziel zum Endspurt an. Tolle Stimmung nun rund um die Biathlonarena. Das scheint auch den jungen Neuwieder zu beflügeln, der die müden Muskeln einfach zu ignorieren scheint und nicht mehr nachgibt. 25 Sekunden verbleiben ihm, als er völlig ausser Atem am Biathlongewehr ankommt. Wenn er es noch packen will, muss er mitten hinein in die Atemnot schießen und natürlich treffen, denn ein einziger Fehlschuss brächte die Entscheidung zu Gunsten der Fitletics. Nach 5 Sekunden schießt Julian….und trifft. Weitere 3 Sekunden später…der 2. Treffer, wieder 3 Sekunden später…der 3. Treffer. Unglaublich. Er behält den Rhythmus bei. 3 Sekunden…Treffer Nr. 4. Elf Sekunden verbleiben und einen Schuss muss er noch ins Schwarze bringen. Jetzt ein Fehlschuss und die Aufholjagd würde erfolglos enden. Zum Nachdenken lässt sich Julian aber keine Zeit. Wieder 3 Sekunden, letzter Schuss…Treffer! Emphatisches Publikum, fair applaudierende Fitletics und die „Schönen und das Bier“ sind happy mit ihrem phantastischen Gastläufer. 1:58 Minuten und 5 Treffer bringen Julian nun auch die Etappenführung in der Einzelwertung mit der siebtbesten Leistung aller bisher 1100 Wettkämpfer der Tour 2017.

Das 3. Rennen

Die jungen „Shooter“ treffen auf die 4 sympathischen Biathlon Götter der Skifreunde Velbert, die mit Egon Kroll zugleich den Senior des Feldes stellen. Doch nicht zu schlagen sind in diesem Rennen die Karnevalisten „Große Velberter“

Velberts Skifreunde „riechen“ den Schnee

Den 3.Platz in diesem Rennen und den 10. Platz (gesamt) belegen die Biathlon Götter in 16:32 Minuten: Egon Kroll, Lars Peschkes, Max Bleckmann, Stefan Wegling. 30-jähriges Bestehen haben die Skifreunde Velbert im März diesen Jahres gefeiert. Doch wann haben die Schneefans schon einmal drei Meter aufgetürmten Schnee auf dem Velberter Rathausplatz gesehen? Dafür unterbrechen sie den wohlverdienten Sommerschlaf. Und obwohl sie lieber auf der Piste statt in der Loipe unterwegs sind, lassen sich die Skifreunde dieses Rendezvous mit dem Wintersport in ihrer Heimatstadt nicht nehmen.Max Bleckmann (im oberen Bild zweiter von rechts) wird mit 2:21 Minuten und 5 Treffern fünftbester Skijäger dieser Etappe. Im November fahren die Skifreunde wieder dem Schnee entgegen in die Alpen. Neulinge, die Lust auf Skitouren haben, sind bei den Skifreunden jederzeit willkommen.

Die Shooter sind die Sieger der Herzen

Den 2. Platz in diesem Rennen und den 8. Platz (gesamt) belegen die Shooter in 15:55 Minuten: Jazzman Janke, Tristan Juraschka, Philipp Schüler, Jayson Janke. So mutige Wettkämpfer, wie die Shooter, hatten wir uns in größerer Zahl am Start gewünscht. 4 Freunde aus Heiligenhaus und Wülfrath erfahren kurzfristig von der Staffelmeisterschaft und setzen sich in den Kopf: „Wir werden Stadtmeister“. Am Mittag sind sie das Team, das am meisten trainiert. Der 14-jährige Fußballfan, Jayson, ist sogar der Beste der Einzelwertung bevor die Staffelmeisterschaft losgeht. Auch Eishockeyfan Philipp hat die Abläufe beim Biathlon rasch verinnerlicht. Im Rennen haben es die 4 gegen Ihre durchweg erwachsenen Gegner natürlich nicht leicht, doch der Jüngste, Jazzman Janke, schafft mit 3 Treffern das beste Schießergebnis der 3 Startläufer, so dass die Shooter hinter den Karnevalisten in Lauerstellung bleiben. Tristan Juraschka verliert in der Loipe etwas an Boden, schießt aber genauso gut, wie seine beiden direkten Gegner. Es folgen die beeindruckenden 157 Sekunden des Philipp Schüler. Seine bestzeit aus den Übungsläufen verbessert der 12-Jährige um tolle 28 Sekunden und krönt seinen starken Wettkampf mit einem fehlerlosen Schießen. 2:37 Minuten und 5 Treffer haben wir von einem 12-Jährigen bei der Tour bisher noch nicht gesehen. In der Einzelrangliste wird Philipp unter allen erwachsenen Startern 8. von 64 Wettkämpfern. Herzlichen Glückwunsch! Jayson Janke kann sein gutes Ergebnis aus den Übungsläufen in der Staffel nicht mehr ganz erreichen, so dass sich die Shooter den Karnevalisten knapp geschlagen geben müssen. Doch Stadtsportwart, Thorsten Spiller, gerade noch als Startläufer der Karnevalisten im Duell mit Jazzman Janke, entscheidet spontan, eine Sonderehrung für die jungen Sieger der Herzen einzuschieben. 4 chicke Sporttaschen und der Platz auf dem Treppchen sind der Lohn für die jungen Kämpfer.

Ja ist denn der Hoppeditz schon erwacht?

Sieger des 3. Rennens und 5. Platz (gesamt) für die KG Große Velberter in 14:39 Minuten.
Thorsten Spiller, Karsten Görtz, Andre Serano, Benedict Weyand. Stadtsportwart Thorsten Spiller bringt die Karnevalisten mit einem schnellen Lauf in Führung, obwohl er am Biathlongewehr noch Steigerungspotential offenbart (3 Fehlschüsse). Die beiden starken Highland-Games-Kämpfer, Karsten Görtz und Andre Serano haben möglicherweise zu wenig Zielwasser im Blut, aber in der Loipe ackern die beiden, als würden sie beim nächsten Rosenmontagszug zum ziehen vor den Mottowagen  gespannt. Andre ist mit 2:45 Minuten der Schnellste seines Teams. Schlußläufer Benedict ist mit 3 Treffern der beste Schütze seiner Staffel und bringt den Sieg der Großen Velberter nach Hause. 11 Fehlschüsse bei 20 Versuchen…mit dem richtigen Zielwasser wäre für die 4 Jecken auch das Finale möglich gewesen.

Das 4. Rennen

Die beiden schnellsten Staffeln des Tages treten im 4. Rennen gegeneinander an. Das Aha-Team der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert trifft dabei auf die Handballer des TV Dahlbecksbaum 1870. Die beiden Teams verdrängen die Phanta4 der Stadt Velbert und die starken Vier der Großen Velberter noch von ihren Finalplätzen und dürfen nur wenige Minuten nach ihrem direkten Duell erneut gegeneinander in die Loipe. Im Finale kämpfen die beiden Staffeln und die Exaggerators of HUF um den Stadtmeistertitel.

Aha! Velberts Sparkasse zeigt Sportsgeist

Als zweitbestes Team ins Finale: Das Aha-Team der Sparkasse HRV:
Marc Herbrand, Joel Vella, Marc Krämer, Rene Radek. Für mehr Infos: s.u. Finalbericht

Treffsichere Handballer werden zu Finalfavoriten

Als schnellstes Team ins Finale: Die Handballer des TV Dahlbecksbaum,
Sebastian Nandzos, Branko Wassenberg, Dirk Thon, Tobias Oberholz. Für mehr Infos: s.u. Finalbericht

Das Finale um die Staffel-Stadtmeisterschaft

Nach kurzer Verschnaufpause treffen sie im Finale erneut aufeinander. Sebastian Nandzos (im Bild rechts auf dem Thoraxtrainer) für die Handballer des TV Dahlbecksbaum und Marc Herbrand (im Bild auf dem mittleren Thoraxtrainer), der Startläufer des Aha-Sparkassenteams. Etwas erholter gehen die vier Exaggerators of HUF ins Rennen. Diesen kleinen Vorteil nutzt Hammad Ahmed um sein Team in 2:36 Minuten und 3 Treffern mit 15 Sekunden in Führung zu bringen, vor dem Aha-Team (Marc Herbrand in 2:36 Minuten mit 2 Treffern) und dem TV Dahlbecksbaum (Sebastian Nandzos in 2:46 Minuten mit 2 Treffern). Sebastian ist damit 40 Sekunden schneller, als im Vorlauf, in dem er ohne Treffer blieb.

Auf der 2. Runde kann HUF-Ingenieur, Sabin Bhandari, die Führung auf dem Thoraxtrainer  nicht verteidigen. Der schnelle Joel Vella vom Aha-Team zieht ebenso vorbei, wie der Drittbeste des Tages in der Einzelwertung, Kreisläufer Branko Wassenberg, der im Rennen zuvor mit 2:12 Minuten und 5 Treffern seine Handballer auf den Weg zum Sieg führte. Bei Rennhälfte liegen die Handballer und das Aha-Team exakt gleichauf. Nur 12 Sekunden dahinter behalten die Exaggerators of HUF noch alle Chancen.

Die Entscheidung naht. Diese 3. Runde ist der schnellste Dreikampf des Finals. Der sportliche Ingenieur, Yashar Naderpour, ist mit 2:08 Minuten zwar der schnellste der drei, doch seine sehr ordentlichen 3 Treffer reichen in diesem Moment nicht aus und die Exaggerators verlieren den Anschluss, denn Handballer Dirk Thon schafft nach dem Vorlauf nun auch im Finale das Kunststück des fehlerlosen Schießens und verbessert sich nochmals um 5 Sekunden auf 2:25 Minuten. Dennoch geraten die Handballer mit 15 Sekunden in Rückstand, denn der „Gastläufer“ des Aha-Teams, der junge Cross-Skating-Trainer, Marc Krämer, vom Skiverband Rheinland, legt ebenfalls sein zweites fehlerloses Schießen hin und erreicht mit 2:11 Minuten die zweitbeste Tagesleistung. Marc und Joel vom Aha-Team hatten offenbar ein gutes Händchen bei der Auswahl ihres Gastläufers. Der Neuwieder Abiturient ist der jüngste und zugleich Beste der 12 Finalisten.

War das schon die Entscheidung zugunsten des Aha-Teams? Zunächst sieht es so aus, denn René Radek vergrößert den Vorsprung durch einen schnellen Lauf auf dem Thoraxtrainer um weitere Sekunden, doch Rückraumspieler Tobias Oberholz gibt nicht auf. Seine Chance könnte im Schießen noch kommen, denn auch er schoss im Vorlauf fehlerlos. Und tatsächlich beginnt René Radek sein Schießen mit 2 Fehlschüssen und plötzlich sind die 30 Sekunden Vorsprung komplett aufgebraucht.  Während Tobias für die nun ihre Chance witternden Handballer des TV Dahlbecksbaum auf den letzten Loipenmetern unterwegs ist, wird es für René Radek jetzt ganz schwer. Was tun? Die Pause vor dem nächsten Schuss vergrößern, um einen weiteren Fehlschuss zu vermeiden oder rasch Schießen, um wertvolle Sekunden zu sparen? Er macht das ideale aus seiner Situation, schießt blitzschnell und trifft, nervenstark, mit allen drei Schüssen. Tobias Oberholz bleibt nun nur die kleine Chance, ganz schnell und fehlerlos zu schießen. Er riskiert es, doch mit dem ersten von drei Fehlern ist das Finale für das Aha-Team der Sparkasse HRV entschieden. Die perfekt verstärkten Finanzexperten werden 1. Velberter Biathlonstaffel-Stadtmeister, dicht gefolgt von den Handballern des TV Dahlbecksbaum, die einen tollen Kampf geliefert haben. Carsten Kocherscheidt schafft für die Exaggerators of HUF am Ende noch 4 Treffer, die beste Ausbeute der drei finalen Schützen und zugleich ist er damit der treffsicherste der HUF-Staffel, die im Finale Platz 3 erreicht. Sportparty-Gastgeber, Olaf Knauer, und Stadtsportwart, Thorsten Spiller, ehren die Siegerteams. Die 4 Handballer gewinnen 4 Tickets zum Skierlebnis in Deutschlands größter Skihalle in Neuss. Das Aha-Team, das sogar zu viert auf dem halben Quadratmeter des Siegerpodests Platz findet, wird mit 4 hochwertigen Sporttaschen belohnt, und alle 12 Finalisten erhalten Erinnerungsmedaillen. Die Nationalhymne für die Siegerstaffeln schafft mit einem Moment der Feierlichkeit den stimmungsvollen Abschluss eines gelungenen Biathlontages.

Der Etappensieger: Julian Puderbach

Julian Puderbach holt mit seiner tollen Aufholjagd im 2. Staffelrennen, bei der er 1:58 Minuten und 5 Treffer erreichte, den Etappensieg in Velbert und wird am 28.12. auf Schalke um den Toursieg und die Reise für 2 Personen ins Dorint-Hotel & Resort Winterberg kämpfen.

Unser abschließender Dank gilt allen Wettkämpfern und unterstützenden Zuschauern, dem Stadtsportbund für seine Mithilfe in der Organisation der Staffelmeisterschaft und die großzügigen Preise für das Aha-Team und die Shooter; Dem allrounder.de-Team der Skihalle Neuss, das mit ihren Schneeresten hier in Velbert viel Freude bereitet hat und Woche für Woche der Biathlon-Tour Freikarten zum Skierlebnis für die besten Biathlonstaffeln und besten Wettkämpferinnen zur Verfügung stellt. Julian Puderbach und Marc Krämer vom Skiverband Rheinland, die den Velbertern mit kostenlosem Cross-Skating-Training die ersten Steh- und Gehversuche beim „Sommer-Skilanglauf“ ermöglichten; Und nicht zuletzt dem Team der Velbertmarketing GmbH um Geschäftsführer, Olaf Knauer, und Sportparty-Organisatorin, Kerstin Buss, für die herzliche und effektive Zusammenarbeit und die 4 Schlüsselerlebnisse als Preis für das kreativste Staffeloutfit, den sich die „Schönen und das Bier“ sicherten.

Bilder: Daniel Holtschneider    Text: Martin Bremer

O-Töne

Nachbericht WZ

Nachbericht WAZ

Tina Janke, Mutter der beiden Staffelkämpfer Jazzman und Jayson: Danke auch für die motivierenden Worte über die „Shooter“. Die Jungs waren den ganzen Tag noch völlig euphorisiert. Auch wenn Sie sehr gern ins Finale gekommen wären. Aber dafür war die körperliche Unterlegenheit wohl ein wenig zu hoch.

Hammad Ahmed, Wettkämpfer der Exaggeration of HUF: Das Biathlon Event hat uns viel Spaß gemacht. Alle unsere Kollegen bei Huf haben sich gefreut über die wunderschöne Veranstaltung. Auf jeden Fall, wird ihr nächste Mal noch mehr teilnehmende aus Huf sehen :).