Nachbericht zur 16. Etappe 2017 in Bocholt

Bocholter Biathlon-Begeisterung

Es ist ein Glücksfall für die Biathlon auf Schalke-Touretappe, wenn einer der großen Bocholter Traditionssportvereine, der SV Biemenhorst, in der Planung seines Erlebnistages mit Bocholts führender Mediengruppe, BBV, ins Gespräch kommt, dessen Werbemarktleiter, Dieter Strate, die Ausrichtung einer Biathlonstaffel Stadtmeisterschaft schon länger als Idee mit sich herumträgt. Beide Seiten finden dann auch schnell zur Kooperation und es entsteht durch viel Medienpower im Bocholt-Borkener-Volksblatt und in Mein Stadtkurier, sowie durch das große Engagement des Vorstandes des SV Biemenhorst um Präsident Sven Pieron und seinem 2. Stellvertreter, Wolfgang Hiebing, eine Vorzeigeetappe mit zahlreichen Sportlern unter den 95 Wettkämpfern, mit ausgezeichneten sportlichen Leistungen, 15 motivierten Staffeln und erfreulich interessierten Zuschauern, die sich auch vom zwischenzeitlichen Regen die Laune nicht verderben lasse

Sportanlage statt Innenstadt

Die Sportanlage des SV Biemenhorst im Bocholter Süden ist an diesem Morgen festlich herausgeputzt. Das Festzelt, Getränke- und Gastrostände kündigen den Erlebnistag an, der zugleich offiziell den neuen Kunstrasenplatz mit einem Fußballturnier eröffnet. Die Biathlon auf Schalke-Touretappe mit der BBV-Biathlon Stadtmeisterschaft findet auf dem Rasenfußballplatz nebenan statt. Dort präsentieren sich auch 4 Partner, die – in Zusammenarbeit mit der BBV-Mediengruppe – die professionelle Ankündigungskommunikation für das Event unterstützten. Die Unternehmen ems-athletics und das WdeR-Fußbodenstudio nehmen auch mit ihren Teams an der Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaft teil, die ab 14.45 Uhr das Highlight des Tages werden sollte. Das Toyota Autohaus Gerding bietet den Gästen Laserbiathlonschießen mit Klappscheibentechnik und die Volksbank Bocholt hat für die Kleinen eine Hüpfburg aufgebaut.

Ein Meilenstein und zwei Höchstwerte

Erstmals zu einer Touretappe setzen wir an diesem Tag gleich 4 „Loipen“ ein, so dass während der Staffelmeisterschaft alle 20 Minuten 16 Wettkämpfer mit- und gegeneinander in ein Rennen gehen können. Für die Zuschauer sind diese „Vierkämpfe“ noch spannender, als die Version des Duells oder Dreikampfes, weil mächtig action an der Biathlonarena herrscht. Manche Teams bekommen aber dadurch sicher weniger Beachtung bzw. gehen etwas mehr unter, als wenn sie in einem Duell mit einem anderen Team stünden. Zweifellos sind die 4 Wettkampfbahnen aber für Staffelmeisterschaften ab 16 Teams ein großer Vorteil, denn in kompakten 2 Stunden lassen sich 4 Rennen und das Finale der 4 besten Teams austragen.
Dass die Tour mittlerweile auf bis zu 5 Thoraxtrainer zugreifen kann, dafür gilt der Dank dem in Dänemark ansässigen Unternehmen Thoraxtrainer und seinem Entwickler Dr. Ulrich Ghisler. Er ist, ebenso wie der Leiter des Deutschlandvertriebs, Dirk Kastenholz, ein echter Fan der Biathlon-Tour und unterstützt unsere wachsende Veranstaltung großzügig. In Skandinavien hat der Thoraxtrainer die Wohnzimmer der Fitnesssportler und die Sportstudios schon erfolgreich erobert, in Deutschland hingegen ist das Gerät für Full Body Workout ein Newcomer. Auf der Biathlon-Tour ist er der „heimliche Star“. Auch heute in Bocholt gehen 95 Wettkämpfer auf ihm an ihre Leistungsgrenze. Diese Anzahl an Wettkämpfern ist ebenso eine Bestmarke für die Tagesetappen 2017, wie die Anzahl von 15 Teams für die Staffel-Stadtmeisterschaft.

Topleistungen ohne Aufwärmphase

Die Etappe ist noch ganz jung an diesem Samstagvormittag, da erhält sie bereits einen Wettkampf, der einem Duell um den Etappensieg würdig wäre. Leider von der Zeltstange verdeckt ist der 23-jährige Sportmanager und Ruderer, Jannik Heine. Es ist begeisternd, mit welcher immensen Kraft der Kölner durch die Loipe „marschiert“. 75 Sekunden für die 400 m-Strecke, das haben in diesem Jahr erst 2 von rund 900 Wettkämpfer geschafft. Einer von ihnen, Andreas Terwey aus Coesfeld, ist ebenfalls nach Bocholt gekommen, doch dazu später mehr. Jannik wechselt also in Fabelzeit zum Biathlongewehr, während der ebenfalls ganz stark laufende Sascha von Gersum beinahe etwas unterzugehen droht, hinter dem Ruderer, dem er 20 Sekunden später ans Biathlongewehr folgt. Doch hier erleben wir in wenigen Sekunden alles das, was die Sportart Biathlon so spannend macht. Jannik lässt sich vor dem ersten Schuss recht lange Zeit, um Atemkontrolle zurückzuerlangen und auch der Rhythmus zwischen den Schüssen ist bei ihm recht lang. Sascha erkennt blitzschnell seine kleine noch verbleibende Chance in diesem Duell und riskiert ein ganz schnelles Schießen. Ohne Verschnaufpause setzt er den ersten Schuss mit vollem Risiko und trifft. Jannik führt mit 3:1 Treffern und beide Duellanten sind noch ohne Fehlschuss. Sascha macht unglaublich schnell weiter, setzt die beiden nächsten Treffer bevor Jannik überhaupt einen Schuss setzen kann und es steht 3:3. Nahezu gleichzeitig setzen beide ihren 4. Treffer und mit dem letzten Schuss schiebt sich Ex-Fußballer Sascha, der seine Willens- und Kampfkraft schon bei den Etappen in Xanten, Monheim und Rheinberg unter Beweis stellte, noch an Leistungssportler Jannik vorbei. In 2:11 Minuten mit 5 Treffern übernimmt Sascha die Führung vor Jannik in 2:13 Minuten, der ebenfalls ein fehlerloses Schießen hinlegt.

3 Etappensieger üben für das Finale auf Schalke

Drei Etappensieger der Tour 2017 sind nach Biemenhorst gekommen, um hier schon einmal für das Tourfinale auf Schalke zu trainieren, bei dem sie am 28.12. Tourchampion 2017 werden und die Reise für 2 Personen ins Dorint Hotel Winterberg gewinnen möchten. Dieses Stelldichein der Etappensieger bei späteren Touretappen findet häufig im Jahresverlauf statt und ist eine besonders schöne Würdigung des Tourfinals auf Schalke, für das es sich in der Tat lohnt, zu trainieren. Hier in Bocholt trainieren Andreas Terwey (Etappensieger aus Mülheim/Ruhr, im Bildvorderund), Jana Harmeling (Siegerin vor Wochenfrist im Bergischen Much, auf dem mittleren Thoraxtrainer) und ihr Vater Dírk (Sieger in Xanten, auf dem hinteren Thoraxtrainer). Alle drei starten ausser Konkurrenz, denn sie haben den Preis des Etappensiegers ja bereits gewonnen. Mit Andreas Terwey geht der bisher zweitbeste Wettkämpfer der Tour (1:47 Minuten, 5 Teffer)  in den Wettkampf mit der jüngsten Etappensiegerin. Jana Harmeling ist erst 14 Jahre alt und beherrscht das schnelle Schießen vielleicht noch einen Tick schneller, als es eben Sascha von Gersum zeigte. Andreas Terwey benötigt für die 400 m-Strecke 83 Sekunden, also 8 Sekunden länger als zuvor Ruderer Jannik. Dirk Harmeling geht nach 92 Sekunden ans Biathlongewehr. Diese 9 Sekunden holt er beim Schießen zwar auf Andreas auf, jedoch auf Kosten der Präzision. Andreas schießt flott und fehlerfrei und gewinnt den Dreikampf in 1:58 Minuten, Dirk erreicht 1:58 Minuten mit 2 Treffern und Jana 2:21 Minuten mit 4 Treffern. Die beiden Harmelings erreichen in einem weiteren Übungsrennen ebenfalls fehlerfreie Ergebnisse in 2:07 Minuten (Dirk) und 2:22 Minuten (Jana), doch Sascha von Gersum bleibt zunächst mit seinen 2:11 Minuten Etappenführender.

Langstreckenläufer übernimmt die Führung

Es geht leistungssportlich weiter. 4 Mittel- und Langstreckenläufer der für ihre Leichtathletikkompetenz über die Grenzen des Münsterlandes hinaus bekannten LAZ Rhede, testen sich in Biemenhorst in dieser für sie ungewohnten Sportart. Erfahrungsgemäß tun sich Langstreckenläufer eher schwer auf dem Thoraxtrainer, der viel Oberkörperkraft erfordert. Da sind Kraftsportler, Kampfsportler, Ruderer, Schwimmer oder Sprinter zumeist überlegen. Doch die 4 machen es glänzend, kommen alle in einem Zeitkorridor von 2:03 und 2:13 Minuten ins Ziel. 800 m-Läufer Stefan Ritte (im Bild ganz rechts im blauen T-Shirt), der sich gerade von einer langwierigen Verletzung erholt hat und sich im Aufbautraining befindet schafft 5 Treffer und ist mit 2:13 Minuten Zweitbester dieses Quartetts. 1500 m-Läufer Malte Stockhausen (im roten T-Shirt), der auf seiner Paradestrecke schon starke 4:04 Minuten gelaufen ist hier beim Biathlon zwar 3 Sekunden schneller als Stefan, jedoch werfen ihn  3 Fehlschüsse zurück. Einen optimalen Biathlonwettkampf zeigt der 21-jährige Jonathan Kolks (im weissen T-Shirt). Der 3. der Deutschen Halbmarathon-Meisterschaft 2016 studiert in Osnabrück Grundschullehramt und ist nur an den Wochenenden zu Hause. Schön, dass er diese knappe Zeit für den „Ausflug“ zum Biathlon nutzt. Jonathan gehört zu den 15 Wettkämpfern dieser Etappe, die ein fehlerloses Schießen schaffen und mit 2:03 Minuten (der 8.-besten Leistung aller Wettkämpfer der Tour 2017) setzt er sich an die Spitze der Tagesrangliste und hält diese Position bis zum Beginn der Staffel-Stadtmeisterschaft.

Das Staffelspektakel mit zwei Finalhelden

Unter den 15 Staffelteams sind so vielversprechende Namen, wie Blindgänger, treffehnix, Pistensäue, Bierthleten oder TuB-Schrauber. Viel Spaß ist zu erwarten, aber auch guter Sport, denn es sind Zweitliga-Volleyballer, ein Weltmeisterschaftsteilnehmer, Kraftsportler, Tennispieler, Turner, Schwimmer und zahlreiche Fußballer am Start. Für das Tourteam ist eine Staffelmeisterschaft in vier Loipen personalintensiv, denn neben Moderation und Fotoerstellung soll ja jede Einzelleistung der Wettkämpfer erfasst werden. Herzlichen Dank an dieser Stelle bei Triathlet und Touretappensieger, Tolger Arnold, der sich einmal mehr als Etappenbetreuer einbrachte und ebenso alle Hände voll zu tun  hatte, wie Harry Pien und Daniel Holtschneider, die Stoppuhrkönige mit der Präzision einer Lichtschranke. Herzlichen Dank auch an die BBV-Mediengruppe, die beim Zeitstoppen und bei der Ergebnisaufbereitung unterstützt. Jeder Staffelteilnehmer läuft 400 m auf dem Thoraxtrainer und schießt 5 x stehend und freihändig aus 10 m auf 50 mm-Ziele, also exakt so, wie im Einzelwettbewerb. Der Unterschied zu diesem besteht darin, dass im Staffelwettbewerb für jeden Fehlschuss 15 Sekunden Strafzeit abgebrummt werden muss.

Ein mitreissendes Finale

Die 4 stimmungsvollen Vorläufe haben die besten 4 Teams herausgefiltert. Im letzten Vorlauf zeigt sich der Favorit. Das Team des WdeR-Fußbodenstudios, angeführt vom gerade 17-jährigen WM-Teilnehmer im Ju-Jutsu, Lukas de Ruiter, dem Sohn des Inhabener, Marcel de Ruiter beendet den Wettkampf in 10:03 Minuten und setzt sich als schnellstes Vorlaufteam noch vor die bis dahin führende ems-athletic-Staffel, die 10.47 Minuten benötigte. Die Reservistenkameradschaft Westmünsterland als drittbestes Vorlaufteam in 11:12 Minuten und die am Ende gewaltig aufholende DLRG-Staffel in 11:56 Minuten schaffen den Weg ins Finale und glauben an sich und ihre Chance. Bei 10 Staffelmeisterschaften in diesem Tourjahr konnten erst an zwei Orten Zeiten unter 10 Minuten erreicht werden. Meckenheims Stadtmeister „Meckenheimer Obstläufer“ erreichten in 9:45 Minuten das schnellste Ergebnis. Ob diese Bestzeit heute geknackt wird?

Unter den 4 Startläufern ist der eine der beiden Inhaber des seit Januar in Bocholt eröffneten ems-athletics-Studio, Klaudius Breitkopf, der schnellste Läufer. Dass sich der Sportökonom von Reservekamerad und SV-Biemenhorst-Vorstand, Wolfgang Hiebing, würde absetzen können, war nicht unbedingt zu erwarten, denn im Vorlauf schaffte Hiebing mit fehlerlosem Schießen in 2:09 Minuten das viertbeste Einzelresultat dieser Etappe und nahm Breitkopf 27 Sekunden ab. Im Finale jedoch dreht der junge Unternehmer den Spieß um, nimmt Wolfgang Hiebing, dem 2 Schießfehler unterlaufen, 33 Sekunden ab und hängt auch WdeR-Startläufer, Mike Elting, um 23 Sekunden ab. Als Führender startet Alex Giese, der Inhaberpartner von Klaudius Breitkopf bei ems-athletics, in die 2. Runde. Sandra Salatzkat kann für die DLRG wegen 4 Schießfehlern den Anschluss nicht halten und setzt voll auf die Aufholqualitäten ihres Mannes, Björn.

Björn Salatzkat im roten DLRG-Shirt.

Die 2. Runde wird zur Demonstration des 17-Jährigen Lukas de Ruiter. Der Abiturient, der häufig sogar zweimal täglich für seine Ziele als Ju-Jutsu-Kämpfer trainiert und nach seinem 5. Platz bei der WM in Athen nun im Oktober bei der Europameisterschaft seine nächste internationale Chance nutzen möchte bringt ähnlich eindrucksvoll Kraft auf die Thoraxtrainerstöcke, wie am Mittag der Ruderer Jannik Heine, der 75 Sekunden für die 400 m benötigte. Tatsächlich schafft Lukas die Strecke noch eine Sekunde schneller und liegt in dem Bereich der beiden Tourführenden Manuel Steffen und Andreas Terwey. Letzterer schaut diesem Finale in Bocholt zu. Grandios ist, dass der 17-Jährige in seinem erst zweiten Biathlonduell diese körperliche Belastung nahezu ohne Verschaufpause wegsteckt und im Stile eines Routiniers ein fehlerloses Schießen hinlegt. 1:47 Minuten zeigt die Uhr für ihn, exakt jene Zeit des Tourzweiten Andreas Terwey, der anerkennend und sicher auch etwas erstaunt nickt.

Andreas Terwey, Dieter Strate und Marcel de Ruiter schauen gebannt zu

Es ist schon beinahe verrückt, dass Alexander Giese trotz eines fehlerlosen Schießens und gewiss nicht schlechter 2:25 Minuten den 23-Sekunden-Vorsprung für ems-athletics nicht nur hergeben muss, sondern mit 10 Sekunden Rückstand auf die WdeR-Staffel an Daniel Meyering übergibt. Der Dreikampf ist zum Zweikampf geworden, denn Frank Hiebing kann dem Tempo der beiden jüngeren nicht folgen und muss zudem 2 Fehlschüsse hinnehmen. Björn Salatzkat wächst mit 2:21 Minuten und 5 Treffern über sich hinaus, bringt die DLRG-Staffel wieder in Reichweite zum 3. Platz und schafft selbst die 10.-beste Einzelleistung.

 

Auf dieser 3. Runde vergrößert der junge Kraftsportler, Marius Langenbrink für das WdeR-Team den Vorsprung in der Loipe. Daniel Meyering kämpft für das ems-athletics-Team jedoch um jeden Meter und läuft, wie alle Teamkollegen, schneller als im Vorlauf. Beide Führenden leisten sich 2 Fehlschüsse, so dass WdeR-Schlussläufer Markus Nachtigall mit gut 30 Sekunden Vorsprung auf den bisher drittbesten Einzelstarter, Dave Terrodde in die Schlussrunde startet. Jetzt entscheidet die Tagesform und nicht zuletzt die besseren Nerven. Dass Dave Terrodde, der 23-jährige Mittelfeld-Fußballer des SC Grün-Weiss Vardingholt den Rückstand für sein ems-athletics-Team aufholen kann, zeigte er im Vorlauf. Doch Markus Nachtigall, die rechte und linke Hand des WdeR-Inhabers Marcel de Ruiter steigert sich in seinem 400 m-Lauf gegeüber dem Vorlauf um satte 10 Sekunden. In diesen Steigerungen steckt der Sportgeist, der auch beim Zuschauen so viel Freude macht. Man darf ja nicht vergessen, dass das WdeR-Team zusammen mit der DLRG noch im letzten Vorlauf aktiv war, also nur eine Pause von ca. 15 Minuten zwischen Vorlauf und Finale hatte. Und trotzdem kann auch Markus Nachtigall seine Grenze noch weiter verschieben, als im Vorlauf. Doch überrascht es kaum, dass auch Dave Terrodde gegenüber seinem Vorlauf nochmals eine Schippe drauflegt. Mit rund 17 Sekunden Vorsprung wechselt Markus Nachtigall ans Biathlongewehr und hat dort schon 2 Treffer mit 3 Schüssen vorgelegt, als Dave Terrodde an den Schießstand kommt. Mit tiefen Atemzügen versucht der junge Fußballer seinen Atem einigermaßen zu beruhigen, während dessen trifft Markus zum dritten mal. Dave bringt den schwierigen ersten Schuss ins Ziel und fast zeitgleich Markus seinen 4. Treffer. Klare Ausgangslage: Wenn Dave unter 15 Sekunden für seine 4 Schüsse benötigt und fehlerfrei bleibt, dann dreht er für das ems-Team dieses Finale im letzten Moment. Sein 2. Schuss kommt rasch und trifft. 14 Sekunden verbleiben. Sein 3. Schuss…trifft. Es verbleiben 11 Sekunden. man schießt der im schnellen Rhythmus. Ob das gut geht? 4. Schuss….Treffer. Es verbleiben 8 Sekunden. Bei Fehlschuss heisst der Stadtmeister WdeR-Fußbodenstudio, ein Treffer würde die Aufholjagd des Tages krönen. Dave Terrodde lässt sich gar keine Zeit, um über all das nachzudenken, sondern er schießt sofort. Die Treffererkennung wird grün und die Emotion an der Biathlonarena schwappt entgültig über. Vier jubelnde ems-ler liegen sich in den Armen, die Zuschauer sind aus dem Häuschen und das WdeR-Team scheint einige Sekunden wie vom Blitz getroffen. Für solche Momente und plötzliche Wendungen wird Biathlon geliebt. 2 großartige Teams lieferten sich einen mitreißenden Kampf und in 9:38 Minuten und 9:44 Minuten hat die Tour 2017 ihre bisher schnellsten beiden Staffeln gesehen. Den 3. Platz sichert Kraftsportler Ulrich Peters seiner Reservistenkameradschaft mit der 5.-besten Einzelleistung in 2:10 Minuten und 5 Treffern vor der einzigen Mixedstaffel im Finale, der DLRG Bocholt, bei der Jeannine Heister mit 2:55 Minuten und 4 Treffern beste Frau des Tages wird und mit 2 Skierlebnissen in Deutschlands größter Skihalle in Neuss ausgezeichnet  wird.

Lukas de Ruiter ist der überragende Einzelstarter des Tages und wird mit seinen 1:47 Minuten als Mitfavorit für Bocholt zum Tourfinale auf Schalke am 28.12. fahren. Wir wünschen dem zweitjüngsten Etappensieger schon heute alles Gute für seine Europameisterschaft und freuen uns auf das Wiedersehen auf Schalke.

 

Die Staffeln, die das Finale verpassten

Eine Veranstaltung, wie dieser Biathlon-Tag, lebt nicht nur von den besten Teams, sondern von der Freude, dem Einsatz und der Lebendigkeit aller Teams und Wettkämpfer. Und da können wir vor den Bocholter Teams nur den Hut ziehen und herzlich danke sagen.

Die Prima Donna Pigs: Der harte Weg durch die Loipe

15. Platz Prima Donna Pigs 18:15 Minuten
Helena van den Berg, Steffi Bartelt, Stephie Resing, Kathrin Bartholomes. Einem solchen Team kann es auch nichts anhaben, das Schlußlicht zu bilden. Großartig wie die rosa Primadonnen ihr Schlußpig, Kathrin Bartholomes, unter Anfeuerung geradezu ins Ziel tragen.

Gymnastik & Turnen des TuB Bocholt: Die Stimmungskanonen

14. Platz TuB Bocholt Gymn. & Turnen 15:53 Minuten
Ingrid Panofen, Frank Seggewiß, Stefanie Seggewiß, Gül Balci. Ganz schön Stimmung haben die 4 TuBer/innen an die Biathlonanlage gebracht. Toll! Und Stefanie Seggewiß wird mit 4 Treffern und 3:25 Minuten gleich drittbeste Wettkämpferin. Chapeau!

Die Mixstaffel: Zwischen dem 8. und 13. liegt nur eine Minute

13. Platz Mixstaffel 14:48 Minuten
Hermann-Josef Stoverink, Frieda Stoverink, Hans Bauhaus, Klaus Dücking. Geierkönigin Frieda muss sich noch an kleinere Ziele gewöhnen. 50 mm sind höchstens ein halber Geierkopf. Wenn alle 4 einen Treffer mehr schaffen, dann reicht’s schon für Platz 8.

Die Blindgänger: In der Loipe konkurrenzfähig…

12. Platz Blindgänger 14:43 Minuten
Ralf Weigel, Andreas Schmitz, Klaus Hoves, Manuel Tielmann. Liebe Blindgänger, am besten auf der nächsten Kirmes gemeinsam schießen üben und dann 2018 als Shootingstars an den Start gehen. 6 Treffer und 14 Fehlschüsse…wenn ihr das 2018 umdreht, dann seid ihr sogar Finalkandidaten.

Treffehnix: Nomen est omen?

11. Platz Treffehnix 14:41 Minuten
Klaus Brucksteg, Jörg Puhe, Bernhard Lechtenberg, Heinrich Klein-Hitpaß. 7 Treffer stehen 13 Fehlschüsse gegenüber.  Ein anderer Staffelname wäre schon alleine für 4 weitere Treffer gut.

SV Biemenhorst: Das zielsichere Quartett

10. Platz SV Biemenhorst 14:05 Minuten
Matthias Bußkamp, Martina Wüpping, Rigo Schöttle, Lotte Wagner. 13 Treffer erzielen die 4. Das kann sich wirklich sehen lassen. Nicht zu sehen auf den Bildern ist Zahnarzt Rigo Schöttle. Sorry!

Die Pistensäue: Viel schneller als ihr Ruf

9. Platz Pistensäue 13:57 Minuten
Michael Blits, Markus Schmitz, Thorsten Wagner, Martin Boland. In der Loipe sind die 4 wirklich „sauhart“, aber am Biathlongewehr eher lammfromm. 7 Treffer und 13 Fehlschüsse und damit sogar in den Top 10: Schwein gehabt.

Die TuB-Schrauber: Fehlerloser Lukas Essing reicht nicht

8. Platz TuB-Schrauber, 13:49 Minuten
Lukas Essing, Jonas Kubo, Thomas Eichelberg, Jan Schmitz.  5 Treffer für Lukas Essing, 0 Treffer für Jonas Kubo. Für den Volleyball-Zweitligisten eine Achterbahnfahrt auf Platz 8.

Die Bierthleten: Zielwasser unterwegs verloren

7. Platz Bierthleten 13:38 Minuten
Joschka Alex, Markus Ritte, Tobias Grundschock, Jan-Phillipp Freitag. Loipenpower oder Thekenpower fragten wir vor dem Start? Ganz klar: Loipenpower! Und wäre es der Samstag des Jan-Phillipp Freitag geworden, dann wäre auch mehr drin gewesen, als der 7. Platz.

KC Spaßmaker: Zielwasser unterwegs gefunden

6. Platz KC Spaßmaker 13:27 Minuten
Aloys Bone, Iris Büink, Christof Büing, Thomas Erkner. Keine Bilder vom besten Spaßmaker, Thomas Erkner. Da hört der Spaß auf. Mit 9 Treffern schaffen die beiden Schlussläufer, Christof Büink und Thomas Erkner eine Aufholjagd bis auf Platz 6.

Wegeshüsken: Die zielsicheren Tenbrocks

5. Platz Wegeshüsken 12:49 Minuten
Gerd Tenbrock, Kathi Tenbrock, Lukas Tenbrock, Jonas Tenbrock. Und noch ein Schlussläufer, der unseren Fotografen davongelaufen ist. Fußballer Jonas Tenbrock hat es mit 3 Treffern ähnlich gut gemacht, wie seine Staffelkollegen. Am Ende verfehlen die Tenbrocks als gute 5. nur knapp das Finale.

Unser abschließender Dank gilt

den engagierten Staffelwettkämpfern, die ein großes Turnier gezeigt haben, dem veranstaltenden SV Biemenhorst für diesen bestens organisierten Erlebnistag, für die Finischer-Medaillen an alle Staffelteilnehmer, für die Aktivierung so vieler Staffelwettkämpfer und für die zahlreichen Promotions Eures freundlichen DJ für den Biathlon am Eventtag.

Dokumentation der Berichterstattung zur Etappe in Bocholt

Besonderer Dank gilt der BBV-Mediengruppe für die intensive Zusammenarbeit, die konkreten Vorstellungen zu diesem Event, das in dieser Weise eine Premiere im Rahmen der Biathlon auf Schalke-Tour war, für die zahlreichen tollen Bilder vom Event, die teilweise auch in diesem Nachbericht Verwendung finden und schließlich für die reichweitenstarke und professionelle redaktionelle Berichterstattung zur Ankündigung und zur Nachbereitung des Biathlontages in Bocholt.

Bilder: BBV-Mediengruppe und Sven Herke  Text: Martin Bremer