Nachbericht zur 15. Etappe 2017 in Gerolstein

15 Teams ermitteln die Staffel-Stadtmeister

Die Biathlon auf Schalke-Tour bringt den Sport mitten in die Stadt, hier im Luftkurort Gerolstein auf die Hauptstraße, sozusagen die Geschäftsader des Vulkaneifel-Städtchens. An diesem letzten Dienstag im Juni startet schon traditionell der Gerolsteiner Sommertreff mit abendlicher Livemusik und – nach 2016 bereits zum zweiten mal, mit Biatthlon zum Anfassen und Mitmachen. Die Händlergemeinschaft, Gero-Team, als Gastgeber des Sommertreffs, schöpft die Möglichkeiten des Biathlon-Tourkonzepts voll aus und stellt dem Mitmachevent für Jedermann noch einen vorab organisierten Teil zur Seite: 2 Biathlonstaffel-Stadtmeisterschaften mit 8 Jugend- und 7 Erwachsenen-Teams erzeugen, neben dem sportlichen Ehrgeiz und dem Spaß am Mitfiebern auch eine stimmungsvolle Atmosphäre, die insbesondere den Jugendlichen einiges Herzklopfen beschert. Es wird hier in Gerolstein einmal mehr deutlich, welchen lebendigen Beitrag der Sport zu einem Innenstadtfest leisten kann. Es entstehen bleibende Momente des Kämpfens, des Mitfieberns, des Trösten und Hochleben lassens, des Teamgeists und des gegenseitigen Respekts. In diesen Momenten ist man der ursprünglichen Olympischen Idee von „Brot & Spiele“ möglicherweise näher, als bei mancher kommerzieller Höchstleistungsschau.

Die Jugend-Staffelmeisterschaft

Erstmals nach bisher 74 Biathlon auf Schalke-Touretappen findet eine Jugendstaffelmeisterschaft der 12- und 13-Jährigen statt. Wir entscheiden uns für die Variante des Schießens mit aufliegendem Gewehr und eine auf 300 m verkürzte Strecke auf dem Thoraxtrainer. Es ist die richtige Entscheidung. In Simon Feltes schafft nur einer der 30 Jugendlichen ein fehlerloses Schießen mit 5 Treffern, obwohl zuvor im Übungsschießen sogar freihändig manches gute Ergebnis erzielt wurde. Doch der Wettkampf ist für die Youngster eine große Herausforderung. Die gänzlich ungewohnte Sportart, die Erwartungshaltung des eigenen Teams, die zahlreichen Schaulustigen, die Moderation, all das soll ausgeblendet werden, um sich ganz auf die eigene Aufgabe konzentrieren zu können. Das gelingt nicht jedem gleich gut, aber alle werden aus diesem „Ausflug“ zur Sportart Biathlon Erfahrungen mitnehmen, von denen sie bei ihren künftigen Wettkämpfen profitieren können.

Die Platzierungen

8. Platz JSG Kylltal JDRK 17:08 Minuten
Jonas Nober, Domenic Lieder, Richard Hertel, Kevin Rein. Zwei der vier Wettkämpfer, Jonas und Richard, versuchten sich beim freihändigen Schießen. Diese mutige Entscheidung brachte den beiden einige Strafsekunden für Fehlschüsse ein

7. Platz JSG Kylltal NLNN 16:43 Minuten
Neo Betzler, Luca Rodermund, Noa Wagner, Niclas Neyses

6. Platz JSG Kylltal ATJM 15:19 Minuten
Amir Zaborowski, Tim Prokop, Julius Mai, Marcel Cimzak. Bester der Vier in der Einzelwertung wird Marcel Cimzak (im Bild unten rechts) mit 3:09 Minuten und 4 Treffern auf Platz 8.

5. Platz JSG Kylltal SALJ 14:20 Minuten
Simon Feltes, Altin Kabeshi, Levin Billoudelle, Juliano Nake. Startläufer Simon Feltes (im Bild oben links) ist der Beste der 34 Jugendlichen mit 5 Treffern und 2:31 Minuten.

4. Platz JSG Kylltal FOLB 13:45 Minuten
Felix Stump, Oskar Neuerburg, Luca Schmitz, Ben Kerner. In der Einzelwertung erreichen Ben Kerner in 2:54 Minuten und Luca Schmitz in 2:58 Minuten jeweils mit 4 Treffern die Plätze 6 und 7.

3. Platz JSG Kylltal FJSJ 13:44 Minuten
Felix Roos, Jeremias Wirtz, Simon Feltes, Jonas Nober. Da Felix und Jeremias noch zwei Teampartner für eine vollständige Staffel suchen, stellen sich Simon (im Bild oben rechts) und Jonas (im Bild unten links) mit einem Doppelstart zur Verfügung.

Die beiden Finalstaffeln

2. Platz JSG Kylltal PFIT, im VL 11:50 Minuten
Philipp Ludwig, Finn Wilberg, Imran Ismailov, Tim Hetzius. In der Einzelwertung erreichen Tim Hetzius (im Bild unten rechts) mit 4 Treffern in 2:10 Minuten Platz 2 und Imran Ismailov in 2:17 Minuten und 4 Treffern Platz 3. Die Vier erreichen als bestes Team das Finale und unterliegen dort in einer Schießentscheidung, bei der die Staffelteilnehmer nacheinander jeweils einen Schuss in die Wertung einbringen.

1. Platz Reitverein Gerolstein, im VL 12:06 Minuten
Fee Heiner, Antonia Krämer, Nele Wagner, Marvin Klinkhammer. 1. Biathlonstaffel-Stadtmeister der Jugend wird das Team des Reitvereins. Fee, Nele und Marvin waren im Vorjahr bereits mit einer Staffel dabei, als sie bei den Erwachsenen mitliefen. Heute profitieren sie von dieser Erfahrung. Fee erreicht als beste ihrer Staffel in 2:27 Minuten mit 4 Treffern den 4. Platz in der Einzelwertung. Alle Achtung! Nur 2 Sekunden dahinter erreicht auch Marvin Klinkhammer  als 5. ein starkes Einzelergebnis. Im finalen Schießstechen sind die vier Reitsportler/innen voll konzentriert und haben das nötige Quentchen Glück, um mit 4:3 Treffern  die Fußballjugend der JSG Kylltal knapp auf Distanz zu halten. Herzlichen Glückwunsch.

Der entscheidende Moment im finalen Stechen: Marvin Klinkhammer setzt für die Reitsportler/innen den 4 Treffer

Die Staffelmeisterschaft der Erwachsenen

Erst um 19.30 Uhr und damit eine gute Stunde später als geplant beginnt die Staffel-Stadtmeisterschaft der Erwachsenen. Es gehört zu den vielen erfreulichen Aspekten dieses Tages, dass alle 7 Staffeln mit dieser Verzögerung, die durch einige Nachmeldungen von Jugendteams zustande kommt, relaxed umgehen. Unangenehmer Weise müssen wir auch Gerolsteins Bürgermeister, Friedhelm Bongartz, warten lassen. Im vergangenen Jahr war er bei der Biathlon auf Schalke-Touretappe noch selbst am Start mit einem Gerolsteiner VIP-Team und legte beim in 30 Städten ausgetragenen Wettbewerb Zielsicherste Stadt mit 46,1 Ringen eines der besten Bürgermeister-Ergebnisse hin. Für heute hatte er zu unserer großen Freude die Ehrung der Etappensieger zugesagt und trifft an der Biathlonarena ein, als die Staffelmeisterschaft der Erwachsenen noch gar nicht begonnen hat. Wir möchten dem Bürgermeister an dieser Stelle noch einmal herzlich dafür danken, dass  er kurzerhand einen Biathlonabend einlegte und gegen 21 Uhr die strahlenden Sieger ehrte!

7. Platz: Die Hausgemeinschaft Pelm

7. Platz Hausgemeinschaft Pelm 16:48 Minuten
Katharina Stiehl, Susann Krämer, Stefan Skupk, Frank Peters. Dass aus Gerolsteins Nachbarort, Pelm, 4 Pfleger/innen der St. Christophorus Hausgemeinschaft mit einem Team bei der Staffel-Stadtmeisterschaft dabei sind, freut uns besonders. Leider gehen Katharina und Susann ohne jedes Ausprobieren in ihren Wettkampf …Zeit dafür war doch eher zu viel als zu wenig :-) Stefan (im blauen T-Shirt) und Frank  legen dann zwei starke 400 m-Rennen auf dem Skilanglaufsimulator hin, doch zuviele Strafsekunden (Stefan: 30 Sekunden für 2 Fehlschüsse, Frank 45 Sekunden für 3 Fehlschüsse) verhindern eine bessere Platzierung für die sympathischen Pfleger/innen.

6. Platz: Reitsportverein Gerolstein 1

6. Platz Reitverein Gerolstein I 16:46 Minuten
Alex Kittelberger, Svenja Keutgen, Gianna Ackermann, Viktoria Hörnchen. Es ging doch so gut los für die Reitsportler. Der 2. Vorsitzende, Alex Kittelberger,  bringt sein Team unter lauter Anfeuerung der Jugend-Staffelmeister und Maskotchen Metzki im Duell mit der lustigen Musikantin, Susi Ludwig, rund 80 Sekunden in Führung. Svenja Keutgen hält sich gegen den schnellen Musikanten, Torsten Wagner, sehr wacker und übergibt noch mit 20 Sekunden Vorsprung an Gianna Ackermann. Gianna kam auf dem Thoraxtrainer vermutlich etwas besser zurecht, als wir vom Tourteam auf einem Pferdesattel, aber das reichte leider nicht. Die lustigen Musikanten zogen auf und davon und auch Viktoria Hörnchen konnte mit dem Biathlongewehr nicht recht Freundschaft schließen. Liebe Fee Heiner, lieber Marvin Klinkhammer, wir schlagen euch als Schießtrainer für eure erwachsenen Vereinskollegen vor, zur Vorbereitung auf die Staffel-Stadtmeisterschaft 2018 ;-))

5. Platz: Reitsportverein Gerolstein 2

5. Platz Reitverein Gerolstein II 16:03 Minuten
Elvira Krämer, Sylvia Hermann, Daniela Koßmann, Ralf Krämer. Sportliche Zeiten legen sie hin, die Vier vom Reitverein, wenn doch nur das Schießen nicht zum Biathlon gehören würde :-) Gegen 15 Fehlschüsse bei 20 Schüssen kommt auch der schnellste Galopp durch die Loipe nicht an. Also noch 3 Fälle für Fee und Marvin. Daniela Koßmann (im Bild oben rechts) nehmen wir aus, mit 3 Treffern erreicht sie ein sehr ordentliches Ergebnis. Für die lautstärksten Anfeuerer bei einer Biathlon auf Schalke-Touretappe stellt das Tourteam auch gerne für einen Übungstag eine Laserschießanlage im Juni 2018 zur Verfügung.

4. Platz: Die lustigen Musikanten

4. Platz Lustige Musikanten 13:44 Minuten
Susi Ludwig, Torsten Wagner, Eric Prokop, Frank Kerner. Bei den lustigen Musikanten handelt es sich um das Trainerteam der Jugendmannschaften der JSG Kylltal. Klar, dass die Jungs an ihre Trainer einen klaren Auftrag haben: Revanche gegen den Reitverein. Torsten Wagner und Eric Prokop müssen ganz schön kämpfen, um den frühen Rückstand in eine Führung umzuwandeln. Und in Schlußläufer Frank Kerner haben die Fußballtrainer den richtigen Joker ins Spiel gebracht. Mit dem ersten fehlerfreien (freihändigen) Schießen und der schnellen Zeit von 2:30 Minuten sichert Frank Kerner unter dem Jubel der Jugendkicker den Sieg gegen das Reitsportteam und übernimmt zunächst die Etappenführung in der Einzelwertung.

Das schnellste Duell

Das schnellste Rennen liefern sich die Leichtathleten der LG Vulkaneifel und die Gerolsteiner Feuerwehr. Letztere waren bereits bei der Premiere der Staffelmeisterschaft im Vorjahr die schnellsten „Skilangläufer“, mussten den Sieg jedoch aufgrund der weniger guten Schießleistungen den Karnevalisten „Burgnarren“ überlassen. Heute stehen jedoch 4 Neulinge am Start, während bei der LG Vulkaneifel Langstreckenläufer Yannick Duppich bereits Biathlonerfahrung aus dem Vorjahr einbringen kann, als er gemeinsam mit Andi Keil und Thorben Dietz am Wettbewerb teilnahm und in 2:21 Minuten zu den schnellsten der Etappe gehörte.

Im ersten Duell geht für die LG Vulkaneifel der 1. Vorsitzende an den Start. Simon Fischer (im Bild oben im weissen T-Shirt), selbst ein ausgezeichneter Mittelstreckenläufer und bei der LG auch als Jugendtrainer im Einsatz leistet sich mit Thomas Baillivet (im Bild oben rechts)  ein Kopf an Kopf-Rennen. Der Feuerwehrmann und IT-Spezialist der Verbandsgemeinde Gerolstein ist etwas schneller in der Loipe, doch Sven Fischer überholt mit 4:3 Treffern und übergibt mit 2 Sekunden Vorsprung an die junge Mittel- und Langstreckenläuferin Gina Klinkhammer (nebenstehendes Bild), während für die Feuerwehr Martin Nägel (nebenstehendes Bild) in die zweite Runde geht. Die 18-jährige LG-Läuferin macht ein tolles Rennen, verliert gegen den kräftigen Martin nur auf den ersten Metern der 400 m-Strecke etwas an Boden, lässt den Feuerwehrmann aber nicht weiter als 20 m enteilen. Am Biathlongewehr schaffen beide 3 Treffer. Wolfgang Schimmels geht für die Feuerwehr mit wenigen Metern Vorsprung in die Loipe, gefolgt von Mittelstrecklerin Lena Kaster (im Bild darunter). Die zierliche Läuferin kann auf dem kraftintensiven Thoraxtrainer  mit dem sehr schnellen Immobilienberater der Volksbank Eifel eG nicht ganz mithalten. Wolfgang Schimmels (im Bild darüber) schafft die drittschnellste Zeit des Tages mit 2:09 Minuten und legt zudem 4 Treffer mit seinen 5 Schüssen hin. In der Einzelwertung schafft er damit den 3. Platz und gibt seiner Feuerwehr über 2 Minuten Vorsprung mit auf die letzte Runde.

Ein aussergewöhnlicher Tour-Moment

Philipp Sonnen

Dort treffen die beiden schnellsten Skilangläufer des Tages aufeinander. Leider ist die Spannung bereits raus, zu weit ist der Vorsprung für Feuerwehrmann Philipp Sonnen, der hier auf der Gerolsteiner Hauptstraße sozusagen ein Heimspiel genießt, denn die mobile Biathlonarena liegt heute direkt gegenüber seines Bestattungsunternehmens. Der sportliche 25-jährige wechselte am frühen Abend vom Anzug ins Sportdress und was er  in diesem Moment auf dem Thoraxtrainer leistet, gehört schon zu den ganz aussergewöhnlichen Ereignissen der Biathlon-Tour. In nur 80 Sekunden schiebt sich der bei der SG Kylltal aktive Fußballer derart kräftig durch die Thoraxtrainerloipe, wie wir es bei mittlerweile rund 4000 Wettkämpfern nur vielleicht 1o mal gesehen haben.

Yannick Duppich

Da verblasst beinahe die ebenfalls phantastische Leistung des seit vielen Jahren erfolgreichen Langstreckenläufer, Yannick Duppich, der in 91 Sekunden seine 400 m-Strecke bewältigt, einer Leistung, mit der man bei vielen Etappen den Sieg holen könnte. Sind die beiden Schnellsten auch zielsicher am Biathlongewehr? Häufig sind die schnellsten Skilangläufer so sehr ausser Atem, dass sie den ersten Schuss nicht ins Ziel bringen. Doch Philipp trifft, obwohl er sich kaum eine Verschnaufpause lässt. Und er hält den sehr schnellen Schießrhythmus bei. Trifft mit dem 2., dem 3., dem 4. Schuss. Das sieht beinahe zu einfach aus, wie er durch diesen Wettkampf kommt. Nun steht er kurz vor der Etappenführung und nimmt Kurs auf eine phantastische Zeit. Kommt ihm auf diesen letzten Sekunden doch noch das Denken in die Quere, wie wir es so oft beim letzten Schuss sehen? Philipp schießt und …trifft. 5 Treffer und die Zeit von 1:50 Minuten bedeuten die drittbeste Leistung aller bisher rund 900 Wettkämpfer dieses Jahres und natürlich wird der sympathische Unternehmer damit Gerolsteins Etappensieger und Tourfinalist am 28.12. auf Schalke. Mit seinen Feuerwehrkollegen erreicht er in 10:15 Minuten das Finale um die Staffel-Stadtmeisterschaft. Yannick Duppich muss am Biathlongewehr 4 Fehlschüsse hinnehmen, so dass es für den 2. Vorsitzenden und seine LG Vulkaneifel zu 13:36 Minuten reicht. Ob diese Zeit für den 2. Finalplatz reicht, wird sich erst noch zeigen.

Wer folgt der Feuerwehr ins Finale

2. Platz Team Gero 12:36 Minuten
Florian Funke, Oliver Gravenkamp, Hans-Peter Böffgen, Henryk Paterok. Der Gastgeber des heutigen Sommertreffs, die Gemeinschaft der Gewerbetreibenden, Gero-Team, kann heute nachholen, was im vergangenen Jahr nicht gelingen wollte: Der Finaleinzug. Seehotel-Chefkoch Florian Funke (im Bild oben, oberes Querformat) war am Biathlongewehr mit 3 Fehlschüssen zwar etwas wackelig, doch mit der guten Zeit von 2:50 Minuten hält er das Gero-Team im Rennen. Oliver Gravenkamp (im Bild oben, links) ist aktiver Fußballer beim SV Gerolstein und zeigt auch auf dem Thoraxtrainer eine sportliche Leistung. 2:45 Minuten und 3 Treffer sind vor allem deshalb beachtlich, weil er kurzfristig und ohne Übung für Hans-Hermann Grewe einspringen muss. Noch besser, als Oliver, meistert Gerolsteins Wirtschaftsförderer, Hans-Peter Böffgen (im Bild oben, rechts), sein Biathlonduell. 2:41 Minuten und 4 Treffer bedeuten in der Einzelrangliste den 5. Platz. Schlussläufer Henryk Paterok (im Bild oben, mitte), in Gerolstein Vermieter von Ferienhäusern, ist Hobby-Skater und trainiert häufig die Langlaufbewegung. Diese Übung kommt ihm auf dem Thoraxtrainer zu gute. In 2:35 Minuten ist der sportliche Rentner der Schnellste des Quartetts und seine 3 Treffer reichen für eine Minute Vorsprung vor dem Team der LG Vulkaneifel, das 3. wird.

Das Finale

Gerolsteins Feuerwehr geht mit der deutlich besten Vorlaufleistung als klarer Favorit ins Rennen gegen den Gastgeber, Gero-Team. Letztere erbitten eine verkürzte Strecke und so wird die Laufstrecke auf dem Thoraxtrainer auf 200 m festgelegt. Nach den Duellen Thomas Baillivet gegen Florian Funke und Martin Nägel gegen den eingesprungenen Torsten Wagner führt die Feuerwehr bereits mit 50 m Vorsprung, die der schnelle Wolfgang Schimmels gegen Hans-Peter Böffgen weiter ausbaut. Doch nach 2 Treffern lässt Wolfgang Schimmels Fehlschüsse zu, so dass Hans-Peter Böffgen mit 4 Treffern das Gero-Team wieder nahe an die Feuerwehr heranbringen kann. Doch Henryk Paterok hat nun natürlich eine ganz unangenehme Aufgabe gegen den überragenden Wettkämpfer des heutigen Tages, Philipp Sonnen. Letzterer zieht mit kraftvollen Zügen auf und davon, aber es sind eben nur 200 m und auf dieser Strecke lässt sich gegen den ebenfalls schnellen Henryk Paterok kein entscheidender Vorsprung herauslaufen. Und Philipp hält das Finale durch 2 Fehlschüsse unerwartet spannend. Er ist gerade mit Schießen fertig, betätigt die Uhr für seine 30 Sekunden „Strafzeit“, da tritt Henryk ans Gewehr und wittert seine Chance, schießt schnell und trifft, schießt wieder schnell und trifft. Noch bleiben ihm 18 Sekunden für 3 Treffer. Einen Fehlschuss darf er sich nicht erlauben, wenn er das Gero-Team noch zum Sieg führen möchte. 3. Schuss, 3. Treffer, noch 14 Sekunden. 4. Schuss, 4. Treffer, noch 10 Sekunden. Was macht Henryk mit dem entscheidenden 5. Schuss? Jetzt ist Hochspannung an der Biathlonarena eingezogen. Gebannt verfolgen die Teams, der Bürgermeister und die ausdauerndsten der Schaulustigen um kurz vor 21 Uhr dieses „Fotofinish“. Henryk legt an und schießt. Fehlschuss. Die Feuerwehr hat den schon sicher geglaubten Sieg fast aus den Händen gegeben und bekommt ihn mit diesem einen Fehlschuss des großartig kämpfenden Henryk Paterok nun beinahe unverhofft doch noch zurück. Das Feuerwehrteam jubelt, Gastgeber Hans-Peter Böffgen hat die Runde zum Anstoßen schon organisiert und der sympathische Bürgermeister, Friedhelm Bongartz ehrt Philipp Sonnen als Etappensieger und die Feuerwehr als neuen Biathlonstaffel-Stadtmeister.

Das Tourteam sagt herzlich dankeschön bei allen Wettkämpfern für die Motivation und die vielen engagierten Leistungen, bei den benachbarten Geschäften auf der Hauptstraße, die den Trubel und die Lautstärke der Moderation erdulden mussten, bei Bürgermeister Friedhelm Bongartz, der mit seinem langen Aufenthalt an der Biathlonarena nicht nur die Sieger, sondern auch diese schöne Touretappe ehrte, und schließlich bei Wirtschaftsförderer und Schalkefan Hans-Peter Böffgen, der die Tour nach Gerolstein holte und 15 Staffeln an den Start brachte, so viele, wie noch bei keiner anderen Touretappe.

Bilder: Daniel Holtschneider    Text: Martin Bremer

O-Töne

Wolfgang Schimmels: vielen Dank nochmal für das Super-Event und den sehr schönen Bericht zu den Wettkämpfen. Hoffentlich können wir nächstes Jahr unseren Titel verteidigen.