Nachbericht zur 12. Etappe 2017 in Olpe

Staffelkrimi auf der Landkreisparty

Der Landkreis Olpe feiert an diesem sommerlichen Junisamstag sein 200-jähriges Bestehen und stellt sich bei einer Feier rund um das Olper Kreishaus seinen Bürgern der 7 Kreisgemeinden auf unterhaltsame Weise vor. Während WDR-Moderatorin, Anne Willmes, schwungvoll durchs Bühnenprogramm führt stellen sich auf der Blaulichtmeile die Feuerwehren und Polizei des Kreises mit ihren Flotten und Aktionen vor.

Der Kreissportbund gibt dabei nicht nur Einblick in die eigene Arbeit, sondern möchte das Sporterlebnis selbst an diesem Tag für alle lebendig werden lassen. Wie schön, dass der Vorsitzende, Wilfried Schauerte und sein Geschäftsführer, Henning Peuters, dafür die Biathlon auf Schalke-Tour ausgewählt haben. Zwischen 11 und 18 Uhr  kann jeder Festbesucher in den Kampf um den Etappensieg eingreifen und zu Olpes Kandidat beim Tourfinale auf Schalke am 28.12. werden. Von 15-17 Uhr ermitteln zudem 8 angemeldete vierköpfige Teams den Biathlonstaffel-Kreismeister. Und es sollte ein Biathlontag werden, der ganz der Olper Mentalität entspricht, wie mancher Einheimischer versicherte: Erst seien sie zurückhaltend und schauen sich das mal an. Aber wenn der Funke überspringt, dann ist der Olper mit dem Herzen dabei. Genau das dürfen wir heute hier am Kreishaus erleben und es ist wohl eine der wichtigsten Herausforderungen des Breitensports, neben dem Nachwuchs eben gerade auch die Erwachsenen mit dem Herzen zu gewinnen, Ausgelassenheit und Begeisterung zu fördern. Aber der Reihe nach.

Der Anfang gehört den Rettern und Helfern

Am frühen Samstagmittag ist es noch ruhig rund um das Kreishaus. Das kennen wir auch von andernorts, ein Festsamstag wird erst nach dem Mittag lebendig. Bis dahin haben die meisten ihr eigenes Programm. Hier in Olpe kommt noch hinzu, dass das Kreishaus  keine zentrale Innenstadtlage hat. Geschäftige Passanten werden hier „Am Sonnenhang“ oberhalb des Kreishauses nicht unsere Zielgruppe sein. Zufällig kommt man hier nicht vorbei. Das ist eine durchaus gewagte Konstellation für ein Fest. Dass es am Ende des Tages einhellig als bestens gelungenes Experiment bewertet wird, ist nicht zuletzt der ausgezeichneten Organisation des Teams der Wirtschaftsförderung um Andrea Kramer-Pabst zu verdanken, das ein pralles Programm für alle Altersgruppen koordinierte und auch im Marketing nichts dem Zufall überließ.

So ist die Biathlonarena zum Auftakt fest in der Hand jener Helfer, die im Laufe des Tages den Festbesuchern selbst ihre Arbeit für das Gemeinwohl näher vorstellen werden. Bereits beim Biathlon machen viele von Ihnen eine gute Figur.  Eric Thöne und Jan-Luca Stiesberg von der Jugendfeuerwehr Olpe (im Bild oben links). Der kräftige Eric kommt in der Thoraxtrainer-Loipe schneller vorwärts und erreicht bei seinem Biathlonwettkampf über 400 m Sklilanglauf und 5 Schüssen Stehendschießen aus 10 m Entfernung auf 50 mm-Ziele die schnelle Zeit von 2:21 Minuten. Doch Gewinner dieses Duells wird Jan-Luca, der zwar in 4:25 Minuten der Langsamere ist, jedoch 4 Treffer erzielt, während Eric auf 3 Treffer kommt.

Noch besser als Jan-Luca ist dann, im THW-Dreikampf, Felix Sondermann (im Bild oben, links unten). Felix, am Biathlongewehr in der Mitte, eingerahmt von Angelina Klör und Dominik Hüpper schafft die 4 Treffer in 2:53 Minuten. Noch sportlicher wird die Leistung, als das Team der DLRG an den Start geht (im Bild oben, unten rechts). Wie so oft kommen die Schwimmer auf dem Thoraxtrainer besonders gut zurecht. Eine kräftige Oberkörpermuskulatur ist für schnelle Zeiten auf dem Thoraxtrainer eine nicht unerhebliche Voraussetzung. Der 19-jährige Jurastudent, Christopher Sonntag, (im roten Dress im Bildvordergrund) bringt Schnelligkeit und Treffsicherheit in nun schon ambitionierter Weise zusammen. 2:22 Minuten und 4 Treffer. Doch es wird bald schon deutlich, dass heute für den Etappensieg ein fast perfektes Schießen mit 4 Treffern nicht ausreichen wird.

Zwei Schützenkönige und ein Langläufer

Im Kreis Olpe herrscht eine höchst lebendige Schützentradition. Da ist es keine Überraschung, dass sich bald auch Schützenkönige im Biathlonwettkampf messen. Den Anfang macht Jungschützenkönig, Yannik Beckmann, aus Finnentrop (im Bild oben im karrierten Hemd). Yannik, der auch als Fußballer zu den Leistungsträgern des FC Finnentrop zählt, erweist sich in 2:07 Minuten als einer der Schnellsten dieser Etappe, doch ausgerechnet beim Schießen läuft es für den 20-Jährigen nicht rund. 3 Treffer werden es für ihn und auch bei 2 späteren Versuchen werden es jeweils 3 Treffer. Dabei geht jedes mal der 3. Schuss daneben. Auch diese psychologische Komponente macht Biathlon so interessant: Ist die Befürchtung schon der halbe Weg zum Fehlschuss?

Wenn es denn so ist, dass die Befürchtung Einfluß auf das Ergebnis nimmt, dann plagen Andre Gründer während seines Biathlonduells mit Volker Wulf keinerlei Zweifel. Andre, im Bild oben links halb verdeckt von seinem Filius, hat den Vogel vor 12 Jahren abgeschossen, beim Schützenfest seines St. Margaretha Ennest. Heute ist der 44-jährige Attendorner der erste Wettkämpfer, der das fehlerlose Schießen schafft. Und das gleich mit der sportlichen Zeit von 2:36 Minuten.

Sein Duellgegner, Volker Wulf (im Bild oben im hellblauen Hemd), bringt ebenfalls einen Wettbewerbsvorteil ein. Der Hobby-Skilangläufer aus dem Hochsauerland kennt sich also mit der ersten Disziplin des Biathlons aus und mehr noch, sein Heimtraining findet 3-4 mal pro Woche auf dem Thoraxtrainer statt. Der Schmallenberger Anwalt lernte den Skilanglaufsimulator durch die Biathlon auf Schalke-Tour kennen und erwählte daraufhin die Heimversion des Thoraxtrainers zu seinem Fitmacher. Mit 2:25 Minuten besteht er den Biathlonfitnesstest mit Bravour und hätte beinahe die Etappenführung übernommen, doch es kommt ihm dabei ein Fehlschuss in die Quere.

Die Etappe kommt auf „Betriebstemperatur“

Spätestens ab 14 Uhr hat die Etappe ihre Betriebstemperatur erreicht. Die guten Leistungen der Wettkämpfer sorgen ebenso dafür, wie die bevorstehende Biathlonstaffel-Kreismeisterschaft, deren Teams schon mit Neugier und Vorfreude üben. Ex-Biathletin Marina Pick, Daniel Holtschneider und Harry Pien (im Bild oben links) weisen die Teilnehmer in die Technik ein und geben manche Tipps mit auf den Weg. Im Einzelwettbewerb sind Schüler der Lennestädter Janusz-Korczak-Schule zusammen mit ihren Gästen, Austauschschüler aus der polnischen Partnerstadt, Otwock, am Start. Lehrerin, Petra Böhm (im nebenstehenden Bild), geht dabei nicht einmal dem Dreikampf mit den beiden schnellen Yannik Beckmann und Volker Wulf aus dem Wege.  Genau diese Mentalität braucht es, um den Biathlontag zum Biathlonfest zu machen.

Momente, wie dieser…

sind untrennbar mit dem Biathlon verbunden und haben ihn zu einem der populärsten Wintersportarten in Deutschland werden lassen. Und wie so oft, geschieht dieser Moment auch in Olpe plötzlich und unerwartet.

Das Team des Berufskollegs

Es läuft der 1. Vorlauf der Biathlonstaffel Kreismeisterschaft zwischen den Teams der Stadt Wenden, die von ihrem Bürgermeister Bernd Clemens angeführt wird und dem Berufskolleg des Kreises Olpe, das mit seinen 4 sportlichsten Lehrern in den Wettkampf zieht. Es überrascht keineswegs, dass die jungen Lehrer mit Lars Böcker als Startläufer, sowie den Brüdern Tobias und Michael Hombach die Führung in diesem Lauf übernehmen. Eher schon überrascht, wie nah die Wendener Politiker dranbleiben können. Zunächst der fitte Bürgermeister, dann der sogar fehlerlos schießende Fraktionssprecher der Grünen in Wenden, Elmar Holterhof und der schnelle UWG-Kandidat, Thorsten Scheen, lassen das Berufskolleg-Team nicht weiter als 60 Sekunden davonziehen. Doch dieser Vorsprung wirkt nun auf der letzten Runde, die Marius Kiese gegen

Das Team der Stadt Wenden

Wendens Ortsvorsteher,  Dietmar Häner, in Angriff nimmt, durchaus komfortabel. Zumal Marius als einer der Schnellsten am heutigen Tag durch die 400 m-Strecke kommt. Doch während er sich bereits auf seine 5 Schüsse vorbereitet wird auch deutlich, dass Dietmar Häner noch an seine Chance glaubt und zudem auch das sportliche Vermögen hat, nahezu auf dem Niveau seines Kontrahenten zu laufen. Marius Kiese trifft mit seinen ersten beiden Schüssen. Damit könnte bereits die Vorentscheidung gefallen sein. Doch plötzlich will ihm nichts mehr gelingen. 3 Fehlschüsse folgen und nun laufen die 45 Strafsekunden. Ein Spalt breit ist die Tür nun auf für Dietmar Häner, der die letzten 50 Meter seines Laufabschnitts zum Endspurt macht und ans Biathlongewehr kommt, als für das Berufskolleg noch 30 Strafsekunden verbleiben. 30 Sekunden für 5 Schüsse ist nicht viel. Er muss nun recht schnell schießen, doch ein einziger Fehlschuss würde Wendens Niederlage besiegeln. Der Ortsvorsteher atmet vielleicht zweimal durch und wählt das volle Risiko, schießt…und trifft, lädt nach, schießt…und trifft. Geht da tatsächlich noch was? Er wirkt höchst konzentriert, schießt…und trifft wieder. Jubel seiner drei Teamkollegen, gebanntes Erwarten der Zuschauer. 10 Sekunden verbleiben noch. Nach einer halben Ewigkeit der nächste Schuss. Treffer. 5 Strafsekunden noch für das Berufskolleg. 4, 3, 2,…Dietmar Häner schießt…und trifft. „der Korken fliegt aus der Flasche“. Das lässt niemanden an der Arena kalt. Jubelausbruch, „Veitstanz in neongelb“ der 4 Wendener, während den 4 sympathischen Berufskolleglehrern die Verblüffung im Gesicht geschrieben steht. Ein WOW-Moment, der auch nach 72 Biathlon auf Schalke-Touretappen mitreisst.

Dietmar Häner belohnt sich gleich dreifach, denn neben dieser tollen Aufholjagd übernimmt er in 2:20 Minuten und 5 Treffern auch die Führung in der Einzelrangliste und die Staffel der Stadt Wenden führt nun mit 11:45 Minuten auch den etappenübergreifenden Wettbewerb Zielsicherste Stadt an und wird auf den kommenden Touretappen der gejagte Spitzenreiter sein.

Die Wettkämpfer/innen der Staffelmeisterschaft

Der 1. Vorlauf zwischen der Gemeinde Wenden und dem Berufskolleg des Kreises Olpe ist in 11:45 und 11:46 Minuten der schnellste der 4 Vorläufe, so dass die beiden im Finale erneut aufeinandertreffen werden. Doch auch die 6 anderen Staffeln zeigen tolle Leistungen und machen den Zuschauern viel Freude

8.Platz: Blondinen Power in 15:50 min

In der Besetzung Laura Mondabon, Esther Heying, Sarah Ledigen und Anika Richard erreichen die vier 14-Jährigen die ausgezeichnete Zeit von 15:50 Minuten. Anika Richard holt als 22. und zugleich viertbeste Wettkämpferin das beste Einzelergebnis.

7. Platz: Die Power Ranger in 15:09 min

In der Besetzung Clara Feldmann, Lea Feldmann, Johanna Huhn und Tessa Ochel erreichen die vier das Ziel nach 15:09 Minuten. Johanna und Clara belegen die Plätze 20 und 21 in der Einzelwertung und werden zweit- und drittbeste Wettkämpferinnen.

5. Platz: DLRG Olpe in 14:15 min

In der Besetzung Jutta Senger, Dirk Harnischmacher, Rafael Habig und Christopher Sonntag erreicht die DLRG-Staffel 14:15 Minuten. Christopher ist als Etappen-10. der beste Einzelstarter der vier.

4. Platz: ERCO Lüdenscheid in 14:00 min

In der Besetzung Lothar Mondabon, Marius Bräucker, Stefan Kämper und Matthias Michalowski schafft das ERCO-Team 14:00 Minuten. Mit dem 16. Etappenplatz erreicht Matthias das beste Einzelergebnis der vier.

3. Platz: CJD Olpe Eichhagen in 13:12 min

In der Besetzung Peter Lorenz, Fady Georges, Norman Kämpfer und Kevin Winkelmann schafft das CJD-Team 13:12 Minuten und den Sprung auf das Treppchen. Kevin Winkelmann als 6. und Peter Lorenz als 12. holen vordere Plätze in der Etappenwertung.

Das Finale der Staffel-Kreismeisterschaft

Das bekannte Sprichwort, nach dem man sich im Leben immer zweimal trifft, erfüllt sich hier in seiner Sprintvariante. Gäbe es einen reizvolleren Schlusspunkt für diese Staffel-Kreismeisterschaft, als die Neuauflage des Vorlaufkrimis zwischen den Teams der Gemeinde Wenden und dem Berufskolleg des Kreises Olpe? Ohne diese Chance zur Revanche wäre jedenfalls etwas offen geblieben, das nun seinen spannenden Abschluss erfahren kann.

Beide Teams verzichten auf ein Taktieren, so dass es zu den gleichen 4 Duellen, wie im Vorlauf kommen wird. Wahrscheinlich werden Kleinigkeiten dieses Finale entscheiden. Im ersten Duell trifft Wendens Bürgermeister, Bernd Clemens auf den schnellen Lars Böcker. Beide bewältigen die 400 m auf dem Thoraxtrainer rund 5 Sekunden schneller, als im Vorlauf. 35 Sekunden nimmt der 33-jährige Lehrer seinem Wendener Widersacher ab und als der Bürgermeister zum Biathlongewehr kommt, vollendet Lars Böcker (im nebenstehenden Bild) gerade sein Meisterstück: 5 Treffer und 2:17 Minuten. Das sind nicht nur 2 Treffer mehr als im Vorlauf, sondern auch die Führung in der Einzelwertung, die er damit dem Schlussläufer der Wendener Staffel, Dietmar Häner, um 3 Sekunden entreisst. Das ist mal ein Paukenschlag zum Start. Der Bürgermeister setzt 3 Treffer dagegen. Die sind keineswegs schlecht, aber die zusätzlichen 30 Strafsekunden tun den Wendenern nun einfach weh. Wie geht Elmar Holterhof mit dem unerwartet großen Rückstand von rund 300 m auf Tobias Hombach nun um? Der Fraktionssprecher der Grünen wächst über sich hinaus, verbessert seine Vorlaufleistung um satte 28 Sekunden und schafft, wie schon im Vorlauf das fehlerlose Schießen. Mit seinen 2:45 Minuten und 5 Treffern holt Elmar Holterhof das fünftbeste Resultat des Tages. Doch auch Tobias Hombach verbessert sein Vorlaufergebnis um 12 Sekunden. Durch 2 Fehlschüsse büßt der Lehrer für Produktionswirtschaft insgesamt 13 Sekunden des Vorsprungs ein, der nun nach 2 Runden genau 1 Minute beträgt. Nomen est omen? Können die Wendener das Blatt erneut wenden? Im 3. Duell zwischen Lehrer und Leichtathletiktrainer Michael Hombach und dem UWG-Bürgermeisterkandidaten, Thorsten Scheen, war der Politiker im Vorlauf der Schnellere. Und er geht es wieder forsch an, holt auf der 400 m-Strecke 20 Sekunden auf, während Michael Hombach am Biathlongewehr seinen Rhythmus überhaupt nicht findet. 5 Fehlschüsse. Doch wenig später kann er etwas aufatmen, denn auch Thorsten Scheen lässt 3 Scheiben stehen, so dass Marius Kiese mit zusammengeschmolzenen 10 Sekunden Vorsprung für das Berufskolleg ins Rennen gegen Dietmar Häner geht, der im Vorlauf eine Minute gegen ihn aufholte. In Marius‘ Haut möchte man nun kaum stecken, doch der macht das einzig richtige und sucht die Flucht nach vorne. Dabei vergrößert er seinen Vorsprung auf Dietmar Häner, dem man ein wenig anmerkt, dass er bei diesem zweiten Einsatz innerhalb 90 Minuten mehr investieren muss. Doch die entscheidende Frage ist, ob Marius Kiese das Schießerlebnis aus dem Vorlauf verdauen konnte und nun mit Selbstvertrauen in seine 5 Schüsse gehen wird. Durch den Vorsprung kann er sich zumindest einen Fehlschuss leisten, ohne dass der Sieg für das Berufskolleg in Gefahr geriete. Marius trifft mit den ersten beiden Schüssen. Das tat er im Vorlauf auch, bevor dann 3 Fehlschüsse passierten. 3. Schuss: daneben. Jetzt wird es schwierig. Wenn er nun nicht beide letzte Schüsse ins Ziel bringt, dann öffnet er Dietmar Häner erneut die Tür zum Sieg. Doch Marius Kiese macht in diesen Momenten alles richtig, legt 2 Treffer nach und bringt den Sieg des Berufskollegs nach Hause, den die 4 Lehrer mit Begeisterung feiern. Beiden Teams hat dieser packende Zweikampf viel Spaß gemacht und die shakehands sind auch ein Zeichen des gegenseitigen Respekts.

 

 

 

 

Alle Staffeln werden auf der großen Festbühne vom Landrat des Kreises Olpe, Frank Beckehoff, dem Vorsitzenden des Kreissportbundes, Wilfried Schauerte und WDR-Moderatorin, Anne Willmes, geehrt. Neben Pokalen gewinnen die 4 Sieger  auch Tagesgutscheine für die Skihalle Neuss.

 

Die Dramaturgie dieser Etappe geht weiter:

Wird es ein Last-Minute-Etappensieg?

Fast hätte man sich denken können, dass diese Etappe auch für den Etappensieg des besten Einzelstarters noch ein finales Highlight aus dem Hut zaubert. Natürlich hätte es Lars Böcker mit seinen 2:17 Minuten verdient gehabt und das galt auch bereits für Dietmar Häner mit seinen 2:20 Minuten. Doch just zu dem Zeitpunkt der Staffelehrung treten oben an der Biathlonarena der 24-jährige Student für Wirtschaftsrecht, Nicolas Dornseifer und Olpes Landtagsabgeordneter, Jochen Ritter, zu einem der letzten Duelle des Tages an. Wie schön liesse sich mit diesem letzten Paukenschlag nun der Kreis der Olpe-Etappe schließen, doch im Trubel der Staffelehrung geht ausgerechnet dieses Duell „fotolos“ über die Bühne. So können wir es nur nacherzählen. Der erfrischend selbstbewusste Landtagsabgeordnete macht aus seinem Siegeswillen kein Geheimnis, doch ehrlich gesagt, sieht sein Gegner, der angehende Polizist und aktive MMA-Kampfsportler, Nicolas Dornseifer, mit seinen respekteinflößenden Oberarmen und der kräftigen Statur noch mehr nach einem Last-Minute-Etappensieger aus. Mit dem Start zeigen  aber beide sogleich, dass sie tatsächlich die power haben, um Lars Böckers 2:17 Minuten gefährden zu können. Die starke sportliche Leistung von Jochen Ritter geht fast etwas unter, weil Nicolas mit 38 Sekunden für die ersten 200 Meter ein Tempo vorlegt, das wir nach nunmehr 3500 Wettkämpfern bisher erst zweimal gesehen haben. Bei diesem Tempo wird die Luft auf der 2. Hälfte dünn. Nicolas hält das Tempo annähernd, benötigt 44 Sekunden für die zweiten 200 m und wechselt nach 82 Sekunden ans Biathlongewehr. Jochen Ritter folgt 10 Sekunden später und ist damit der fünftschnellste Langläufer dieser Etappe.  Nicolas lässt sich etwas mehr Zeit vor dem Schießen, als viele andere Wettkämpfer, doch er trifft mit dem schwierigen ersten Schuss und bleibt im Rennen. Es macht den Eindruck, dass bei ihm die innere Uhr mittickt und er einem Plan folgt. Zwischen den Schüssen wählt er nun einen schnelleren Rhythmus und trifft, trifft, trifft. Die Zeit wird reichen, doch was macht er mit dem letzten Schuss? Da ist kein Zögern, er bleibt im Rhythmus und trifft. 2:06 Minuten. Mit der sechstbesten Leistung aller Tourwettkämpfer 2017 gewinnt der Wendener Nicolas Dornseifer diese 12. Touretappe und wird am 28.12. auf Schalke um den Toursieg antreten. Jochen Ritter bleibt mit 2:16 Minuten ebenfalls unter den 2:17 von Lars Böcker, doch ein  Fehlschuss bedeutet Platz 11 statt 2.

Unser herzlicher Dank für die angenehme Zusammenarbeit geht an den Kreissportbund Olpe mit seinem Vorsitzenden, Wilfried Schauerte und Geschäftsführer, Henning Peuters, sowie an Andrea Kramer-Pabst und ihr Orgateam für dieses sympathische Kreisfest.

Bilder: Marina Pick und Daniel Holtschneider    Text: Martin Bremer

O-Töne

Henning Peuters, Geschäftsführer des Kreissportbundes Olpe: Im Namen des Kreissportbundes Olpe bedanke ich mich herzlich bei Ihnen für die super gelungene Tour-Etappe am vergangenen Samstag in Olpe! Es hatmeines Erachtens alles reibungslos funktioniert und das Biathlon war einHighlight des Bürgerfests. Die positiven Feedbacks bestätigen dies. Also: Nochmals vielen Dank!