Nachbericht zur 17. Etappe 2016 in Gersthofen

Die Schwimmer machen alle nass

OIQ_1282Die Stadt Gersthofen hatte uns eingeladen. Biathlon am Finaltag des Stadtsportfestes, diese Idee gefiel der Organisatorin, Dagmar Walter, so gut, dass sie bereits im Vorjahr bei der 7. Etappe der Tour 2015 im pep Shopping-Center in München eine Etappe live in Augenschein nahm. Seitdem war klar, dass die Tour auch 2016 ein Gastspiel in Bayern geben wird. In enger Kooperation mit dem größten Sportverein der Stadt, dem TSV Gersthofen, organisiert Dagmar Walter diesen sommerlichen Sporttag mit 11 Mitmachevents am Stadion an der Sportallee. OIQ_1031Die weitläufige und vorbildlich gepflegte Anlage bietet neben dem Stadion einen Kunstrasenplatz. Dort bekommt die Biathlonarena, als Highlight des Tages, den zentralen Platz. Unmittelbar hinter uns grenzt das beliebte Freibad Gerfriedswelle an, wo Radio RT1 mit eigener Bühne dabei ist und den Arschbombenwettbewerb präsentiert. Rechts an uns angrenzend findet das Volleyballturnier und der Fitnessparcour statt.

Bei heissem, sonnigen Wetter sind wir um 11 Uhr startbereit und schon gespannt, welche Geschichte diese Etappe schreiben wird. Es wird eine fast unglaubliche, aber der Reihe nach.

Zahlreiche Vereinssportler am Start

OIQ_1013Anders, als bei Stadtfesten oder verkaufsoffenen Sonntagen, wo  Freizeitsportler die größte Gruppe bilden , sind bei dieser Etappe die Mehrzahl der Biathlonduellanten Wettkampfsportler, die sich in der für sie ungewohnten Sportart testen möchten. 75 Wettkämpfer lassen den Tag zu einer höchst lebendigen Etappe werden. Ca. jeder vierte Teilnehmer nimmt am Wettkampf teil. Diese Quote ist aussergewöhnlich gut. Unter den Wettkämpfern sind u.a. Schwimmer, Leichtathleten, Tischtennis-, Handball-, Fußball- und Volleyballspieler, Turner, Radsportler, Sportschützen und ein Skilangläufer. 17 Wettkämpfer gehen mehrmals an den Start. 22 sind Teilnehmerinnen. 4 schaffen ein fehlerloses Schießen nach der Belastung, 2 davon sind Wettkämpferinnen.

Schützengesellschaft Gersthofen ist dabei

a_SchuetzengesellschaftGroße Unterstützung wird uns durch die Schützengesellschaft Gersthofen zuteil. Der Vorsitzende, Christof Gai (Bildmitte) ist den gesamten Tag über kompetenter Betreuer an der Biathlonarena. Bis zum frühen Nachmittag coacht auch Wolfgang (Bild links) die Neugierigen und wird dann durch Anton (Bild rechts) abgelöst, der seit 57 Jahren als aktiver Schütze viele Erfolge erzielen konnte und einen ausgezeichneten Blick dafür hat, mit welchen kleinen Veränderungen die ungeübten Schützen deutlich bessere Ergebnisse erreichen können. Wir bedanken uns bei den drei sympathischen Betreuern der Schützengesellschaft auch deswegen sehr herzlich, weil sie mitten in der Renovierung ihres Indoorschießstandes stecken. Der Anlage in der Gersthofer Wirtschaft Strasser wird ein Schießkino hinzugefügt, mit dem die Schützengesellschaft künftig noch attraktiver für den Nachwuchs werden möchte. Talente sind in Gersthofen vorhanden, das wird an diesem Tag mehrfach deutlich. Wir wünschen der Schützengesellschaft bei ihrem Weg in die Zukunft viel Erfolg und Beharrlichkeit.

Die Geschichte beginnt ganz unspektakulär

a_1Der Etappentag startet mit zwei Duellen, die wahrscheinlich in diesem Bericht keine Erwähnung gefunden hätten, wenn sie sich nicht später als Beginn der Etappengeschichte herausgestellt hätten. Im ersten Duell schafft  Michael Kraus (Bild rechts) immerhin 2 Treffer. Der 14-jährige ist in der Wasserwacht Gersthofen aktiv. Dass er sportlich was drauf hat wird an seiner Zeit von 2:41 Minuten schon deutlich, aber mit 2 Treffern schafft man es bei dieser Etappe nicht unter die besten 30.

Im zweiten Duell ist die Schwimmerin Irina Bychkova am Start. Sie scheint so gar keine Ambitionen zu haben und vermeidet locker, lächelnd und langsam jede Anstrengung auf der 400 m-Strecke, die auf dem Thoraxtrainer in der klassischen Doppelstocktechnik zurückgelegt werden. Mit nur einem Treffer in der Zeit von 3:52 Minuten erreicht sie damit Platz 61 in der Etappenwertung. Von Irina und Michael wird noch zu berichten sein.

Ein Soldat setzt sich an die Spitze

OIQ_1028Der 39-jährige Jens Schreiber (im Bild-Vordergrund) ist Soldat im nahen Lager Lechfeld. Dass er sich fit und treffsicher zeigt überrascht nicht so sehr. 4 Treffer schafft er in der guten Zeit von 2:45 Minuten und setzt sich an die Etappenspitze. Auch von Jens, der als Jugendlicher aktiv Skilanglauf betrieb und viele Jahre Vereinshandball gespielt hat, wird noch zu berichten sein, denn diese Leistung war noch nicht sein letztes Wort.

Schnelles Duell der Fussballer

a_2Der Torwart der Bezirksligamannschaft des TSV Gersthofen, Rainhold Tinni (im hellen T-Shirt) und sein Mannschaftskollege und Mittelstürmer Rico Thiel treten gegeneinander an. Statt Elfmeterschießen steht hier ein Zehnmeterschießen an, bei dem der Torwart ebenso Treffsicherheit zeigen muss, wie der Mittelstürmer. Doch zunächst kommt der Skilanglauf und es entwickelt sich ein schnelles Duell, bei dem Torwart Rainhold über 20 Sekunden Vorsprung erläuft und nach sehr starken 1:30 Minuten ans Biathlongewehr wechselt. Der 18-Jährige, der als Fernkurier arbeitet, schießt auch sehr gut und wird von seinen zuschauenden Mannschaftskollegen für 4 Treffer nach 4 Schüssen gefeiert. Doch der verflixte 5 Schuss geht nicht ins Ziel. Rainhold übernimmt in 2:21 Minuten die Etappenführung. Hätte er den 5 Schuss ins Ziel gebracht, wäre er diese Führung wohl auch nicht mehr losgeworden. Mittelstürmer Rico bringt nur einen von 5 Schüssen ins Ziel. In der Fußballersprache heisst das „Chancentod“.

Aktive Trainerin und Abteilungsleiterin

a_3Heike Groß (im gelben T-Shirt) trainiert beim TSV Gersthofen die jugendlichen Turner. Darüber hinaus gehört sie zur Leitung der Abteilung Alpin. Klar also, dass sie auch bei 30 ° C im Hochsommer für Wintersport zu haben ist. Ihre Mitstreiterin, Petra Schwaab, ist im Triathlon zu Hause. Die Trainerin gewinnt das Duell mit 3:1 Treffern

Auch das Präsidium ist am Start

a_4Sportfestorganisatorin Dagmar Walter (im Bild mit Sonnenbrille) sucht sich für ihr Duell eine starke Gegnerin aus. Sonja Kahl ist nicht nur im Präsidium des gastgebenden TSV Gersthofen, sondern auch im Sport selbst aktiv. So überrascht es nicht, dass sie mit 3:09 Minuten und starken 4 Treffern den 10. Platz der Etappenwertung erreicht und drittbeste Wettkämpferin wird. Auch Dagmar Walter schlägt sich ausgezeichnet, schafft 3 Treffer und wird bei den Frauen Achte.

Das erste fehlerlose Schießen

a_5Jens Schreiber kommt zur Biathlonarena zurück und hört, dass er von Fussballtorwart Rainhold Tinni an der Spitze abgelöst wurde. Der Soldat ist motiviert, die Etappenführung zurück zu erobern. Anton von der Schützengesellschaft Gersthofen kann ihm mit kleinen Korrekturen an der Schießhaltung noch Verbesserungspotential mit auf den Weg geben. Im Duell konzentriert sich Jens ganz auf ein fehlerloses Schießergebnis und geht die Sache auf dem Thoraxtrainer diesmal langsam an. Schneller ist sein Mitstreiter, Markus Kraus, der ein Jahr ältere Bruder des 14-jährigen Michael, den wir eingangs bereits vorgestellt hatten. Jens Plan geht auf, er bleibt als erster Wettkämpfer im Schießen fehlerlos und nimmt mit 3:52 Minuten und 5 Treffern wieder die Etappenspitze ein. Doch die Zeit lässt doch einigen Raum für Verbesserungen. Auch Markus zeigt einen starken Wettkampf. 4 Treffer in 3:16 Minuten reichen am Ende für Platz 11.

Viele Generationen am Start

a_6wie eigentlich fast immer bei den Biathlon auf Schalke-Touretappen so bestätigt auch der Tag in Gersthofen, dass Biathlon tatsächlich alle Altersgruppen fasziniert. Von der 6-Jährigen, die mit Unterstützung unseres „Schützenbetreuers“ Christof aufgelegt schießt bis zum 78-jährigen Rupprecht Straub (im Bild im karierten Hemd) reicht heute die Altersspanne. Hut ab vor Rupprecht, dass er sich in dieser Mittagshitze in die Thoraxtrainerloipe zum 400 m Skilanglauf gegen den 7 Jahre jüngeren Alfred Steiner wagt. Es fasziniert uns selbst immer wieder aufs Neue, dass wir ein Mitmachevent anbieten können, wo nicht nur „für alle“ draufsteht, sondern tatsächlich der Reiz jede Altersgruppe erfasst und dies für Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichermaßen gilt.

Zielsicheres Gersthofen

Besondere Spannung kommt auf den Etappen der Biathlon auf Schalke-Tour stets dann auf, wenn der Wettbewerb Zielsicherste Stadt ansteht. Hierbei schießen 4 bekannte „Gesichter“ der Stadt je fünfmal auf ein Präzisionsziel, das jeden Schuss zwischen 0 und 10,9 Ringen genauen vermisst. Mit der Gesamtsumme aus den 20 Schüssen geht die Etappenstadt in die Rangliste ein.

OIQ_1259Pünktlich sind die 4 prominenten Gersthofer bereits vor 17 Uhr an der Biathlonarena. Der Bürgermeister, Michael Wörle, war am Nachmittag bereits in ein Biathlonduell gegangen, um schon einmal, unter erschwerten Bedingungen, für den Wettbewerb Zielsicherste Stadt testen zu können. Zwei Treffer nach Belastung waren dabei ein ordentlicher Anfang. Und auch seine drei Mitstreiter machen im Probeschießen einen treffsicheren Eindruck. Schön, dass hier zum Stadtsportfest auch ein Sportler das Gersthofer Team verstärkt. Max Deuker, Schwimmer des TSV Gersthofen und bayerischer Meister über 200 m Delphin wurde in seiner Stadt 2015 zum Sportler des Jahres gewählt.

Erster Schütze wird jedoch der Bürgermeister sein. Michael Wörle bringt alle 5 Schüsse in den vorgegebenen 20 Sekunden ins Ziel. Seine 43,8 Ringe sind ein guter Start in den Wettbewerb. Um unter die ersten drei Städte zu kommen benötigt das Team durchschnittlich 45,5 Ringe. Nach dem Bürgermeister tritt Stadtrat Gerardo Olita ans Biathlongewehr. Der kräftige Vorstand des Vereins Lebendige Innenstadt ist Organisator des Bürgerfestes kulturina, das in der ersten Augustwoche stattfinden wird. Gerardo macht alles richtig, von Wettkampfnervosität ist bei ihm nichts zu spüren. 46,9 Ringe sind eine Klasseleistung und eröffnen dem Team Gersthofen sogar wieder die Chance auf einen Platz unter den besten 3 Städten auf dieser 17. Etappe. Max Deuker kennt die nervliche Belastung im Wettkampf bestens und auch bei ihm ist von zitternden Händchen nichts zu sehen. 5 Treffer im Zeitrahmen der 20 Sekunden steuert er bei. Es werden exakt jene 43,8 Ringe, die auch der Bürgermeister erzielte. Stadtrat Peter Schönfelder hat nun die schwierigste Aufgabe der vier prominenten Gersthofer. Schafft er überragende 49,6 Ringe, dann wäre Gersthofen neuer Spitzenreiter des Wettbewerbs. Kann er Gerardo Olitas Leistung von 46,9 Ringe wiederholen, wäre Gersthofen Vierter. Leider verzieht er gleich den ersten Schuss, der 5,4 Ringe bringt. Es folgen 4 solide Schüsse und ein Ergebnis von 37,1 Ringe. Das Team Gersthofen ist mit 171,6 Ringen nun zunächst zehnter des Wettbewerbs Zielsicherste Stadt.

a_Zielsicheres GersthofenHerzlichen Dank an die vier Gersthofer. Sie haben für einen spannenden Wettbewerb gesorgt. Gerardo und Max treten im Anschluss auch noch zum Biathlonduell an, doch dazu anderer Stelle mehr.

Biathlonetappe geht in die heisse Phase

a_MichaelWir erinnern uns an Michael Kraus. 2 Treffer schaffte der 14-Jährige am Vormittag. Danach war der zurückhaltende Realschüler mehrfach an der Biathlonarena und übte am Biathlongewehr. Nun meldet er sich für einen erneuten Wettkampf an. In diesen 3 Minuten und 10 Sekunden zeigt Michael in beeindruckender Weise, wie rasch und umfänglich er gelernt hat. Auf dem Thoraxtrainer setzt er auf lange, kräftige Schübe statt auf die hohe Frequenz, eine kluge Entscheidung. Zudem verausgabt er sich nicht, wie beim ersten Wettkampf, sondern dosiert souverän sein Tempo. Am Biathlongewehr nimmt er eine ganz andere Haltung ein, holt tief Luft, um in einen ruhigen Atemrhythmus zu kommen. Seine gesamte Körpersprache zeigt nun: „ich bin konzentriert, ich bin bereit“. So schafft er 4 Treffer mit 4 Schüssen. Über den Lautsprecher vernimmt er, dass sein 5. Treffer die Etappenführung bedeuten würde. Wird er jetzt Nerven zeigen? Er ist ja erst 14 Jahre alt. Wiiie viele haben wir auf der Tour schon gesehen, für die der 5. Schuss zum verflixten wurde? Doch Michael ist „im Tunnel“ und das ist auch gut so. Er trifft und plötzlich ist nach all den starken Sportlern, die sich seit 11 Uhr um die Etappenführung streiten ein etwas schüchterner 14-Jähriger in Führung. Die Tour schreibt, mal wieder, ihre eigenen Geschichten. Wir denken an Warendorf, an Jana Harmeling und wundern uns über gar nichts mehr. Herzlichen Glückwunsch, Michael, wir ziehen unsere Hüte vor Dir!

Die nächste Überraschung

OIQ_1221Sarah Zerle und Jonas Egger treten zum „Pärchenduell“ an. Die beiden kennen sich seit Kindergartenzeiten. Das Probeschießen verspricht einen spannenden Wettkampf. Die beiden 22-jährigen bleiben dabei ohne Schießfehler. Doch wie sieht es unter Belastung aus? Jonas, der in Augsburg Betriebswirtschaft studiert, hat lange Jahre aktiv Fußball gespielt. Auf dem Thoraxtrainer setzt er seine Kraft ideal in Meter um und nimmt seiner Freundin dabei rund 150 m ab. Er schiesst auch unter Belastung sehr gut und der zuschauende Michael muss um seine Führung bangen. Doch eine kleine Unachtsamkeit von Jonas ist schon zuviel, um ganz nach vorne zu kommen. Mit 2:42 Minuten und 4 Treffern wird Jonas 7. der Etappe. 3 Plätze vor ihm landet Freundin Sarah. Die Studentin für internationales Management schafft als dritte an diesem Tag ein fehlerfreies Schießen. In 4:10 Minuten muss die langjährige Volleyballspielerin allerdings Michael und Jens den Vortritt lassen.

Das schnellste Duell des Tages

OIQ_1273Zwei Schwimmer des TSV Gersthofen sind die Stars des Tages auf dem Thoraxtrainer. Besonders reizvoll ist das Duell, weil die beiden Brüder sind. Den 24-jährigen Max Deuker kennen wir schon vom Promi-Schießen. Der Bayerische Meister und Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft über die kraftraubende 200 m Delphinstrecke hat die Kraft und Willensstärke, um auf dem Thoraxtrainer die Spitzenzeit von unter 90 Sekunden zu schaffen. Die Überraschung ist sein 18-jähriger Bruder Paul, denn der gibt keinen Meter nach, geht zwischenzeitlich sogar knapp in Führung. Nach 400 m laufen die beiden Schwimm-Asse gleichzeitig zu den Biathlongewehren. OIQ_1278Paul setzt auf rasches Schießen. Bereits nach 2:07 Minuten beendet er seinen Wettkampf und ist damit Tagesschnellster. Doch mit nur einem Treffer hat er keine Chance auf eine vordere Platzierung. Ganz anders Max. Er trifft mit seinen ersten 4 Schüssen. Und wieder hängt die Führung des 14-jährigen Michael am seidenen Faden. Aber erneut reicht ein winziger Konzentrationsfehler aus, um einen nahezu perfekten Wettkampf nicht mit der Etappenführung zu veredeln. Vorläufig ist Max mit 4 Treffern in 2:22 Minuten 5., doch er wird es noch einmal versuchen.

Das letzte Duell des Etappentages

a_7ein letztes Duell bleibt den Schwimmern des  TSV Gersthofen, um den 14-jährigen Michael Kraus von der Wasserwacht Gersthofen noch vom Etappenthron zu stoßen. Klar, dass Max Deuker es nochmal versucht. Er war nur wenige Minuten zuvor so dicht dran an der Etappenführung. Aber die Initiative zu diesem Duell geht von Irina Bychkova aus. Wir erinnern uns, mit 3:52 Minuten und einem Treffer ist sie als 61. weit weit entfernt vom Etappensieg. Start frei; und zunächst beeindruckt, dass Max sein Tempo aus dem ersten Duell sofort wieder aufnimmt, obwohl das für die Etappenführung eigentlich nicht notwendig wäre. Sodann fällt auf, dass Irina deutlich schneller durch die 400 m-Strecke kommt, als bei ihrem ersten Start. Sie verbessert sich um satte 50 Sekunden, was bei 400 m Welten sind. Max schafft seinen Lauf in 92 Sekunden fast ebenso schnell wie gegen seinen Bruder, doch am Biathlongewehr reicht die Konzentration nun einfach nicht mehr. 3 Treffer bedeuten für ihn keine Verbesserung. OIQ_1305Doch was macht Irina da. Nach 2:15 Minuten erreicht die 39-jährige Langstreckenschwimmerin das Biathlongewehr und wir trauen unseren Augen kaum: Sie trifft mit einem Schuss nach dem nächsten. 4 Schüsse, 4 Treffer. Die Uhr rückt auf 3 Minuten vor. Jetzt wird es ganz eng. Die Diplom-Sportlehrerin wartet noch einen Augenblick, schiesst…und erzielt den 5. Treffer. 3:04 Minuten. OIQ_1306Sie unterbietet Michaels Zeit um 6 Sekunden. Wir schrieben ja schon häufiger über Last-Minute-Siege bei der Biathlon auf Schalke-Tour, doch einen Last-second-Sieg, wie diesen, erleben wir das erste mal. Jubel und Riesenfreude bei Irina, doch wie reagiert Michael Kraus, der doch schon fast den Etappensieg sicher hatte? Er ist, gleich nach Max Deuker der zweite Gratulant. OIQ_1307Das hat wirklich Größe! Wir haben hier wahrlich 2 Sieger. Beide haben hier wohl nicht nur uns sehr überrascht. Irina, die sich als Biathlonfan outet und sogar schon beim Weltcup in Ruhpolding als Zuschauerin dabei war, wird mit Ihrem Mann am 28.12. die Reise zum Biathlon auf Schalke antreten, für den sie die beiden Premium-Tickets gewonnen hat und als 3. Etappensiegerin zudem im Finale um den Toursieg kämpfen wird. Michael Kraus erhält von uns als „Trostpflaster“ 2 Tribünenkarten für den Biathlon auf Schalke und natürlich wird er im Winterdorf beim Tourfinale unser Ehrengast sein.

Herzliches Dankeschön

Unser Dank gilt der unermüdlichen Dagmar Walter von der Stadt Gersthofen, für die engagierte Zusammenarbeit nicht nur in der Pressearbeit, bei der VIP-Teamsuche und der Etappenorganisation, sondern auch für den Einsatz, die Etappe im vergangenen Jahr in München zu besuchen. Die Zusammenarbeit und die Etappe hier in Gersthofen haben uns viel Spaß gemacht.

Fotos: Dani Schwamenhöferova   Text: Martin Bremer

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